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30.09.2021 | 04:44

Teamviewer, Silver Viper, Nordex – Bitte Einsteigen, der Zug fährt ab!

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Bildquelle: pixabay.com

Verunsicherung und hohe Volatilität! Nach Monaten des Aufschwungs an den Kapitalmärkten stellt sich wegen einiger Unwägbarkeiten in China ein ungutes Gefühl bei den Anlegern ein. Der Schwankungskoeffizient, ausgedrückt durch den VDAX oder VIX, schnellt von Werten um die 17 bis auf 25 zu Anfang dieser Woche steil nach oben. Heißt für die normalen Anleger nicht viel, für die institutionellen Investoren steigen allerdings die Kosten einer Absicherung und wer das Risiko etwas senken möchte, muss die Investitionsquote entsprechend anpassen. Das alles passiert noch in einem relativ stabilen Umfeld, denn wer rauskommen will, kann noch zu guten Kursen verkaufen. Wo sollte man jetzt genau hinsehen?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: André Will-Laudien
ISIN: SILVER VIPER MINER. CORP. | CA8283341029 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554


Teamviewer – Einstieg in den Bildungsmarkt macht Hoffnung

Der Online-Dienstleister Teamviewer robbt sich durch schwieriges Gelände. Zur Jahresmitte überraschte der Konzern mit neuen Marketing-Ideen und wurde von der Börse prompt abgestraft. Der Grund: Zu hohe Kosten verschlechtern die Margensituation immer mehr. Die Aktie durchbrach die 50, dann die 40 und letztlich auch die 30 EUR-Marke. Gestern erreichte der Wert mit 25,8 EUR ein neues Jahrestief – was ist hier mittelfristig zu erwarten?

Zur Erweiterung des Produktportfolios bietet man nun auch eine Lösung für den Online-Unterricht an. Das Produkt läuft unter dem Namen „Teamviewer Classroom“ und ist eine vollständig datenschutzkonforme Lösung, die auf die Nutzung von Drittanbietern verzichtet. Man möchte damit allen datenschutzrechtlichen Anforderungen der Kultusministerien und vergleichbarer Behörden im europäischen Ausland von vornherein entsprechen. In der Pandemie hatten viele Schulen in Deutschland ihren Online-Unterricht mit Lösungen von US-Anbietern wie Microsoft, Zoom oder Google bestritten, obwohl etliche Datenschutzbeauftragte massive Bedenken äußerten. Teamviewer kann den US-Anbietern mit seiner neuen Plattform gut Paroli bieten, da der Content auf deutschen Servern und Rechenzentren verfügbar ist. Damit läuft alles nach europäischen DSGVO-Richtlinien.

Zu Beginn der Coronakrise hatte Teamviewer von einer starken Sondernachfrage nach Homeoffice-Lösungen in der Corona-Krise profitiert. Seitdem hat man viel Geld ins Wachstum gesteckt, das drückt allerdings auf den Nettogewinn. Charttechnisch ist der Kurs jetzt auf dem Niveau von März 2020. In der Hoffnung auf einen nahenden Turnaround sollte man u. E. hier Bestände aufbauen, denn das Potenzial ist über Jahre hinaus riesig.

Silver Viper Minerals – Edelmetalle aus Mexico

Zeiten der Unsicherheit spielen den Edelmetallen in die Karten, denn eine hohe Volatilität wünscht sich kein Anleger in seinem Depot. Stabilisatoren sind hier in der Regel die Gold- und Silbertitel, da sie per Definition nicht vom aktuellen Wirtschaftszyklus abhängen, sogar im Gegenteil in Fällen von Umschwüngen oder politischen Schockwellen notwendiges Vertrauen bereitstellen. Denn was auch immer passiert mit den großen Währungssystemen – Gold und Silber (auch Platin) zeigten sich in der Historie als werterhaltende Vermögensgegenstände in den meisten zittrigen Marktphasen.

Das Gold-Silber-Projekt von Silver Viper Minerals befindet sich in Mexico, genaugenommen im nördlichen Sonora, dem führenden goldproduzierenden Bundesstaat. Die dort betriebene Liegenschaft „La Virginia“ hatte früher zu Pan American Silver gehört. Das Management von Silver Viper hatte in der Nähe der tiefsten Silber-Spotpreise ein passendes Angebot parat und kauft das mit guten historischen Bohrungen ausgestattete Asset. Der Junior-Explorer, der von der Belcarra Group geführt wird, bewirtschaftet aktuell eine Liegenschaft von 6.880 Hektar, die Bohrarbeiten für 2021 sind voll durchfinanziert.

Aktuell konzentriert sich das Unternehmen auf die Forschungen in der „El Rubi Zone“, die aufgrund von Vorproben eine hohe Vererzung vermuten lässt. Das Potenzial der gesamten Liegenschaft wird mit Ressourcen von etwa 400.000 Unzen Gold und 19,5 Mio. Unzen Silber taxiert, das wäre eine industriell förderbare Größenordnung. Man sehen, was die Ergebnisse im Endeffekt liefern.Mit der aktuellen Korrektur des Silberpreises auf rund 21,50 USD kommen Produzenten und Explorer etwas unter Druck. Silver Viper kann das Niveau von 0,47 CAD aber behaupten und ist darüber hinaus exzellent im Marktsegment positioniert.

Nordex – Neuer Schwung durch die Politik

Bei den sogenannten grünen Aktien müsste nach der Bundestagswahl eine Entspannung eintreten. Denn das vorläufige Wahl-Ergebnis spricht für eine prosperierende Zukunft. Denn der Ausbau der alternativen Energien wird unter grün-roter Führung wohl einen Höhepunkt erreichen und hier sollte in erster Linie ein Windanlagen-Projektierer wie Nordex profitieren können.

Allerdings kämpft Nordex seit Monaten mit erheblichen Margenproblemen. Angesichts der globalen Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten und den stark belasteten Lieferketten ist eine Herausforderung, das aktuelle Auftragsvolumen ohne Verzögerungen zu bewältigen. Kunden von Nordex müssen ihre Projektpläne teilweise um Monate nach vorne schieben, weil wichtige Bauteile immer noch nicht lieferbar sind. Das verhindert Umsätze und belastet das Neugeschäft.

Die Nordex AG hat nach ihrer großen Kapitalerhöhung im Sommer bisher noch keine Kursperformance in 2021 abliefern können. Vor der Finanzierungsrunde stand der Kurs bei über 20 EUR, nun pendelt der Wert schon seit Wochen um die 15 EUR-Marke. Langfristige Investoren können sich allerdings nicht beschweren, denn der Kurs liegt auf Jahresbasis immer noch über 50% im grünen Bereich und hat sich seit der Corona-Tiefs im März 2020 glatt verdreifacht. Weiterhin beobachten!


In stark schwankenden Börsenzeiten suchen Anleger nach Stabilität. Bei Teamviewer und Nordex ergeben sich in stürmischen Zeiten immer gute Einstiegskurse für eine Wende. Silver Viper ist ein Explorer, der seine Ausgaben den aktuellen Gegebenheiten anpassen kann. Wenn Silber dreht, ist man hier erstklassig positioniert.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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