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20.04.2021 | 04:37

Silver Viper Minerals, Coinbase, SAP – Gewinner gibt es immer!

  • Silber
  • Kryptowährungen
Bildquelle: pixabay.com

Es ist wieder einmal Zeit auf die Edelmetalle zu blicken, denn die Woche startete gestern mit leicht schwächeren Aktienkursen und einer ziemlich angeschlagen Kryptowelt. Dessen Haupt-Protagonist, der Bitcoin, hatte in den letzten 5 Tagen einen Sprung auf fast 65.000 USD gemacht – die Euphorie wurde nun allerdings jäh gebremst, als er um über 12.000 USD nach unten rutschte. Kein guter Tag für die zuletzt Eingestiegenen, aber in Angesicht der Verzehnfachung seit Anfang 2020 wohl für die meisten verschmerzbar. Woher kommt diese Volatilität? Markttechniker sprechen von einer beginnenden Nervosität aufgrund der stark gestiegenen Aktien- und Kryptopreise in den letzten 3 Jahren. Wie es auch immer ausgeht: Profitiert haben jedenfalls die Edelmetalle. Gold & Silber plus 1-3% in der Spitze. Wir blicken auf ausgewählte Chancentitel.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA8283341029 , US19260Q1076 , DE0007164600

Inhaltsverzeichnis:


    Silver Viper Minerals – Erste Ressourcenschätzungen aus Mexico

    WKN: A2DYLN ISIN: CA8283341029 Symbol: S06
    Zeiten der Unsicherheit spielen den Edelmetallen in die Karten, denn eine hohe Volatilität wünscht sich kein Anleger in seinem Depot. Stabilisatoren sind hier in der Regel die Gold- und Silbertitel, da sie per Definition nicht vom aktuellen Wirtschaftszyklus abhängen, sogar im Gegenteil in Fällen von Umschwüngen oder politischen Schockwellen notwendiges Vertrauen bereitstellen. Denn was auch immer passiert mit den großen Währungssystemen – Gold und Silber (auch Platin) zeigten sich in der Historie als werterhaltende Vermögensgegenstände in den meisten zittrigen Marktphasen.

    Das Gold-Silber-Projekt von Silver Viper Minerals befindet sich in Mexico, genaugenommen im nördlichen Sonora, dem führenden goldproduzierenden Bundesstaat. Die dort betriebene Liegenschaft „La Virginia“ hatte früher zu Pan American Silver gehört, das Management von Silver Viper hatte in der Nähe der tiefsten Silber-Spotpreise ein passendes Angebot parat und kauft das mit guten historischen Bohrungen ausgestattete Asset.

    Anfang April hat das Unternehmen nun gute Explorationsdaten zum ersten Quartal bereitgestellt. So wird berichtet, dass man einiges in die Arbeitsumstände vor Ort investiert hat, um die höchsten gesundheitlichen Anforderungen während der Pandemie zu erfüllen. Die Bohrarbeiten schreiten bei La Virginia entlang der bekannten mineralisierten Trends weiter fort, auch die Zone El Rubi liefert gute bis sehr gute Ergebnisse. Nun bereitet man sich auf die erste Ressourcenschätzung vor.

    Eine Reihe von mineralisierten Abschnitten wurden in den letzten Monaten entdeckt, nicht zuletzt die äußerst hochgradige Zone aus Bohrloch LV21-289 mit einem besten Abschnitt von 19,30 Metern und durchschnittlich 363 g/t Silber und 21,2 g/t Gold. Vor dem hochgradigen Treffer wurde im selben Bohrloch auch eine breite Mineralisierungszone mit durchschnittlich 18 g/t Silber und 0,69 g/t Gold auf einer Bohrlochlänge von 130 Metern durchteuft. In den nächsten Monaten sollen Indikationen nach dem Standard NI 43-101 veröffentlicht werden.

    Mit der aktuellen Festigung des Silberpreises um 26 USD ist man mit Silver Viper exzellent im Marktsegment positioniert. Die Aktie kostet aktuell 0,56 CAD, das ergibt eine moderate Kapitalisierung von 45 Mio. CAD. Mit der Ressourcenschätzung wird Leben in den Kurs kommen.

    Coinbase – 5 Milliarden Cash für die Altaktionäre

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    Das war wahrscheinlich das „IPO 2021“ – und eigentlich doch keines. Wir sprechen von Coinbase, der größten Krypto-Handelsplattform der Welt. Strenggenommen war es nur ein Listing, denn es gab keine neuen Aktien, welche über eine Zeichnung hätten erworben werden können. Bei Coinbase handelte es sich nur um eine Notierungsaufnahme zugunsten bereits investierter Altaktionäre. Wer den Hoffnungswert in sein Depot legen will, muss nun den aktuellen Preis von 332 USD bezahlen. Damit erreicht Coinbase aus dem Stand eine Bewertung von 65 Mrd. USD, im Verlauf setzte man die Marke sogar über 100 Mrd. USD.

    Es ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen für zukünftige Entwicklungen, wenn der CEO und Mitgründer eines Unternehmens seine Anteile in großem Maße aussteigt. Genau dies ist jetzt aber geschehen. CEO Brian Armstrong verkaufte in den ersten Tagen Coinbase Aktien im Wert von 292 Mio. USD. Glaubt er selbst nicht an seine Geschichte oder muss er noch eine größere Steuerschuld begleichen? Was auch immer als Begründung herangezogen wird ist egal, die NASDAQ stellt dieses Kapital bereit, denn noch nie war die Liquidität so hoch wie in diesem Jahr.

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll der Trade bereits am ersten Handelstag über die Bühne gegangen sein. So wurden insgesamt 749.499 Coinbase Aktien abgestoßen. Der Preis pro Aktie lag zwischen 381 und 410 USD, wie Zahlen der Aufsicht SEC zeigen. Nicht nur Armstrong verkaufte, sondern auch andere Investoren aus dem Friends and Family-Umfeld nutzten die positive Stimmung zum Glattstellen. Satte 5 Mrd. USD konnten so ausgecasht werden, das Hoch wurde bei 428 USD markiert, seitdem geht es allerdings abwärts. Vorsicht an der Bahnsteinkante!

    SAP SE – Abspaltung des Finanzsoftwarebereichs

    WKN: 716460 ISIN: DE0007164600 Symbol: SAP
    SAP gründete jüngst aus einer Beteiligungsgesellschaft heraus eine Firma, die Banken und Versicherungen bei der Digitalisierung unterstützen soll. Damit ist der strategische Beschluss gefallen, über den die Börse bereits seit Wochen spekuliert hatte. SAP will sein Finanzdienstleistungsgeschäft endlich aus dem Konzern herauslösen.

    Um das Banken- und Versicherungsportfolio von SAP zu erweitern und neue branchenspezifische Lösungen zu entwickeln, wird es in den nächsten Wochen zu einer Gründung eines Joint Ventures mit dem Private-Equity-Unternehmen Dediq kommen. Wie schon andere Unternehmen gezeigt haben, ist die Aufspaltung von Themen innerhalb eines Konzernes oftmals mit deutlich höheren Bewertungen der einzelnen Bestandteile verbunden. Der sogenannte Konglomerats-Discount ermäßigt sich. Siemens hat dies mit EPCOS, Infineon, Osram sowie Siemens Healthineers eindrucksvoll bewiesen. Ziel des abgespaltenen SAP-Unternehmens ist es, eine neue Einheit rasch als feste Größe im IT-Markt zu etablieren.

    Laut "Handelsblatt" wird Dedic mehr als 500 Mio. EUR in das neue Unternehmen investieren und erhält so einen Anteil von 80 Prozent. Im Gegenzug wird SAP eigene Produkte und Organisationseinheiten in das Unternehmen einbringen und die restlichen 20 Prozent behalten. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal erwartet, das Kartellamt muss seine Zustimmung noch geben. SAP beweist mit diesen Schritten eine weitsichtige Portfolio-Orientierung und macht sich schlanker. Auf der Zeitschiene nach vorne wird dies zu einer Vermögensmehrung führen. Bei Kursen um 116 EUR ist SAP immer noch nahe dem gedrückten Niveau nach der Gewinnwarnung im Oktober 2020. Die Chancen dürften steigen, wenn die Aktie die 120 EUR-Marke erklimmen kann.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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