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15.04.2024 | 05:10

First Majestic Silver, Desert Gold Ventures, Albemarle – Eskalation ebnet den Weg

  • Gold
  • Silber
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Die Ereignisse vom Wochenende, an dem der Iran erstmals einen massiven Luftangriff auf Israel ausübte, dürfte in der eh schon kriselnden Geopolitik eine neue Eskalationsstufe erreicht haben. Ob von Seiten Israels ein Gegenschlag in Planung ist, ist bislang nicht bekannt. Von den Unsicherheiten dürften nach dem eher schwachen Wochenschluss einmal mehr die Edelmetalle Gold und Silber profitieren. So könnte das gelbe Edelmetall erneut die Marke von 2.400 USD je Unze zurückerobern, was auch die Aktien von Produzenten und Goldexplorationsunternehmen beflügeln könnte.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , ALBEMARLE CORP. DL-_01 | US0126531013

Inhaltsverzeichnis:


    Desert Gold Ventures – Potenzieller Übernahmekandidat

    Nach dem erneuten Erreichen eines Allzeithochs bei 2.431,78 USD je Unze, setzten beim Goldpreis zum Ende der Handelswoche erste Gewinnmitnahmen ein und der Preis bröckelte bis zum Ende der Freitagssitzung auf 2.343,29 USD je Unze. Obwohl dieses Reversal aus charttechnischer Sicht eher negativ zu werten ist, könnte nach den kriegerischen Ereignissen in Israel zu Beginn der neuen Woche erneut ein weiteres High markiert werden. Die Rahmenbedingungen für einen weiteren Anstieg, Goldbullen nennen bereits Ziele jenseits der 3.000 USD-Marke, sind aufgrund der aufkeimenden Krisenherde weltweit besser denn je.

    Im Vergleich zum Basispreis Gold liegen sowohl Goldproduzenten als auch kleinere Explorationsunternehmen wie Desert Gold Ventures noch weit entfernt von ihren Höchstständen. Der Kurs der Desert-Aktie konnte sich zwar seit Jahresbeginn auf aktuell 0,08 CAD mehr als verdoppeln. Allein zum Zwischenhoch vom Juli 2020 bei 0,35 CAD besitzt die Aktie noch ein Potenzial von 337 %.
    Desert Gold Ventures hat in den vergangenen Jahren mit über 440 km² eines der größten Landpakete aller Nichtproduzenten im Westen Malis erworben, ein Ort, der zu den bedeutendsten Goldregionen der Welt gehört. Bis heute wurden mehr als 25 Goldentdeckungen auf dem SMSZ-Projekt gemacht, wobei allein 5 davon rund 1,1 Mio. Unzen Goldressourcen umfassen. Interessant ist dabei die Lage des besprochenen Projekts, welches sich inmitten bekannter Minen der Goldproduzenten Allied Gold, B2Gold, Barrick Gold und Endeavour Mining befindet.

    Gerade von Seiten Barrick Gold und CEO Mark Bristow gab es vor wenigen Wochen interessante Aussagen, die darauf hindeuten, dass Desert Gold Ventures zukünftig im Portfolio des Goldproduzenten landen könnte. So will Barrick Gold nach den jahrzehntelangen positiven Erfahrungen mit ihrem Loulo-Gounkoto-Komplex in Mali, einem der größten produzierenden Goldvorkommen der Welt, weitere Zukäufe in der Region tätigen.

    First Majestic Silver – Turnaround erreicht

    Die Goldhausse zog auch den kleinen Bruder Silber nach oben. Nach dem Überwinden des Doppeltops bei 26 USD vom April und Mai des Jahres 2023 stand das Edelmetall am vergangenen Freitag kurz vor dem Test der Marke von 30 USD je Unze. Ein Überwinden dieser Marke würde ein neues Elfjahreshoch bedeuten und dürfte dem Silberpreis weitere Dynamik verleihen.

    Eine der bekanntesten Unternehmen aus dem Segment ist First Majestic Silver. Das Kernstück bilden dabei vier Minen: die San Dimas Silver/Gold Mine, die Santa Elena Silver/Gold Mine, die La Encantada Silver Mine sowie die Jerritt Canyon Gold Mine. Die erstgenannte Mine, San Dimas, erstreckt sich über 71.868 ha in den mexikanischen Bundesstaaten Durango und Sinaloa und ist das Aushängeschild des Unternehmens.

    Aufgrund von zu hohen Produktionskosten und einer zu schwachen Förderung kam die Aktie im vergangenen Jahr deutlich unter die Räder. Zum vierten Quartal konnte jedoch der Turnaround vollzogen und erneut schwarze Zahlen geschrieben werden. Seit dem Tief am 12. Februar bei 5,67 CAD konnte die Aktie eine Performance von rund 80 % auf 10,37 CAD aufweisen. Der nächste markante Widerstand liegt bei 13,04 CAD. Sollte dieser durchbrochen werden, würde ein Anschlusspotenzial bis in den Bereich von 18 CAD generiert werden.

    Albemarle – Aussichtsreicher Marktführer

    Nachdem die Edelmetalle zu neuen Höhenflügen angesetzt haben, könnten weitere Rohstoffe folgen. So ist beim in den vergangenen Monaten stark gefallenen Lithiumpreis eine Bodenbildung zu erkennen. Ein direkter Profiteur von einem wieder steigenden Lithiumpreis wäre der Weltmarktführer Albemarle.
    Nachdem das Unternehmen Anfang März eine Kapitalerhöhung über 1,75 Mrd. USD verkündet hatte, korrigierte der Kurs deutlich auf ein neues Jahrestief bei 106,69 USD, konnte sich seitdem jedoch auf 122,58 USD stark erholen.

    Positiv sehen Analysten die Zukunft des Lithium-Produzenten. Die Bank of America setzte den Titel von zuvor „Neutral“ auf „Kaufen“. Eine der Hauptgründe seit der sich stabilisierende Lithiumpreis. Das Kursziel wurde von 137 USD auf 156 USD angehoben. Auch die Experten von Berenberg sehen eine langfristige Wachstumstory für Lithium-Werte, trotz des Nachfrageeinbruchs bei Elektroautomobilen. So sei der Bedarf aus anderen Branchen weiter im ansteigenden Trend. Das Kursziel setzten die Berenberg-Analysten auf 160 USD.


    Durch die weiter aufflammenden Krisenherde dürfte die Rally bei den Edelmetallen noch nicht zu Ende gehen. Desert Gold Ventures dürfte vom steigenden Goldpreis weiter profitieren und gilt aufgrund der Lage seines Projektes als ein potenzieller Übernahmekandidat. First Majestic Silver konnte den Turnaround einläuten. Bei Albemarle sehen mehrere Analysten weiteres Potenzial.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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