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23.08.2021 | 05:10

Palantir, Troilus Gold, Nikola - Schutz vor schwarzen Schwänen

  • Gold
  • Inflation
Bildquelle: pixabay.com

Die Diskussionen zur Beendigung der ultralockeren Geldpolitik der Fed als auch der EZB und eine Reduzierung der monatlichen Anleihekäufe, laufen aktuell auf Hochtouren. Die Angst vor möglichen Zinsanhebungen aufgrund der steigenden Inflation, lies den Goldpreis kürzlich in den Flash-Crash-Modus gehen. Dabei verlor das Edelmetall über Nacht mehr als 100 USD je Unze und hielt kurz vor dem Markieren eines neuen Jahrestiefs. Seitdem stabilisiert sich die 'Krisenwährung' wieder und könnte kurzfristig ein neues Kaufsignal generieren. Auf lange Sicht dürfte Gold durch die aktuell vorliegenden Rahmendaten eh zu neuem Glanz erstrahlen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: TROILUS GOLD CORP. NEW | CA8968871068 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , NIKOLA CORP. | US6541101050

Inhaltsverzeichnis:


    Troilus Gold – Unentdeckte Perle

    Ein Kauf von physischem Gold und/oder ein Investment in aussichtsreiche Goldminenaktien zur Depotabsicherung macht auf aktuellem Niveau mehr als Sinn, auch wenn der Edelmetallpreis aus kurzfristiger Sicht noch ein theoretisches Rückschlags-Potenzial von geschätzten 5 bis 10% besitzt. Die Corona-Pandemie führte durch die milliardenschweren Konjunkturprogramme dazu, dass die eh historisch hohen Staatsschulden noch einmal aufgestockt wurden.

    Die Wirtschaft soll wachsen und die Arbeitsplätze gesichert werden. Die hohen Inflationsraten werden von den Währungshütern aktuell als temporärer Effekt aufgrund der Erholung nach den Lockdowns angesehen und mehr oder weniger ignoriert. Somit sollen die Zinsen bis auf weiteres am Nullpunkt verharren und die Gelddruckmaschinen weiterlaufen. Eine schnelle und deutliche Erhöhung der Zinsen würde sowohl Staaten als auch verschuldete Unternehmen in den finanziellen Ruin treiben.

    Zudem führte der starke Goldpreis 2020 bei den Goldminen-Produzenten wie Barrick Gold oder Newmont zu Rekordergebnissen und stark wachsenden Bankkonten, die in naher Zukunft in attraktive Übernahmekandidaten investiert werden sollen. Eine unentdeckte Perle ist das Explorationsunternehmen Troilus Gold. Dabei plant das kanadische Bergbauunternehmen selbst, bis spätestens Ende 2023 zum Goldproduzenten aufzusteigen. Ort des Geschehens ist die gleichnamige Troilus-Mine im führenden Bergbaurevier der kanadischen Provinz Quebec, wo das Unternehmen strategische Liegenschaften auf einer Grundfläche von 1.420 qkm besitzt. Bereits zwischen 1996 und 2010 wurden dort 2 Mio. Unzen Gold und rund 70.000t Kupfer gefördert, bevor die Mine aus Kostengründen stillgelegt wurde.

    Vor mehr als vier Jahren nahm das erfahrene Management um den CEO von Troilus Gold, Justin Reid, die Bohrungen wieder auf. Seitdem wurden 250.000 Bohrmeter zurückgelegt und die Ressourcenschätzung stieg auf nunmehr 8,1 Mio. Unzen. Aktuell läuft das sich über 10.000m pro Monat erstreckende Explorations- und Infill-Bohrprogramm. Aus der Southwest Zone, die sich etwa 2,5 km südwestlich der ehemaligen Mine befindet, kamen nun außergewöhnliche Ergebnisse. Laut Management sind diese eine der stärksten Bereiche, die von dem Unternehmen jemals auf Troilus erbohrt wurden und veranschaulichen das aufregende Wachstumspotenzial in dieser Zone sowie das Ausmaß des größeren Troilus-Trends.

    Die Aktie befindet sich trotz der Meldung weiter im Korrekturmodus und notiert aktuell bei 0,83 CAD. Das Analysehaus Cormark Securities sieht in Troilus Gold einen der „Top Picks“ am Goldmarkt und vergab kürzlich ein Kursziel von 4,50 CAD.

    Palantir – Schutz vor schwarzen Schwänen

    Schwarze Schwäne, das sind unvorhersehbare Ereignisse mit extremen Auswirkungen. Der letzte schwarze Schwan war eindeutig der abrupt auftretende Corona-Virus, der sowohl Wirtschaft als auch das gesellschaftliche Leben über Monate lahmlegte. Der Datenanalyse-Spezialist Palantir will sich in Zukunft vor solchen schwarzen Schwänen schützen und sichert seine Kasse von rund 2 Mrd. USD mit Gold und Bitcoin ab. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg gab Palantir in diesem Monat 50,7 Millionen US-Dollar für Gold-Käufe aus. Zusätzlich akzeptiert der Datenspezialist als Zahlungsmittel für seine Analysedienste neben der Kryptowährung Bitcoin nun auch Gold. Palantir konnte durch starke Quartalszahlen sein beeindruckendes Wachstumstempo erneut aufzeigen. Langfristig ist der Titel mehr als interessant.

    Nikola – Ist das der Boden?

    Betrugsvorwürfe gegen den Gründer, der Ausstieg von Großaktionären, für Nikola lief es in den vergangenen Monaten alles andere als rund. Jetzt kam zumindest eine positive Meldung, die den Herzschlag der geplagten Aktionäre ein wenig beruhigen dürfte. Vom Energieministerium der USA bekam der Spezialist für Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge einen Zuschuss in Höhe von 2 Mio. USD, die dafür genutzt werden soll, um die Forschung der autonomen Betankungstechnologien für zukünftige Wasserstofftankstellen zu beschleunigen. Der freie Fall der Nikola-Aktie ging in der vergangenen Handelswoche zunächst ungebremst weiter. Dabei markierte die Aktie ein neues Jahrestief, ehe sie sich im Freitagshandel in den grünen Bereich mit einem Plus von über 3% rettete. Spekulative Anleger sollten den Titel beobachten.


    Aktuell spricht vieles für ein Investment in Gold. Durch die Ängste aufgrund des Endes der lockeren Geldpolitik, bieten sich antizyklisch gute Chancen, in Goldminenaktien wie Troilus Gold zu investieren. Vorbild ist hierbei der Datenspezialist Palantir, der sein Depot mit Gold und Bitcoin schützt.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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