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04.02.2022 | 05:08

Novavax, Cardiol, MorphoSys – Hier ist die zweite Welle der Corona-Impfstoff-Plays!

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Bildquelle: pixabay.com

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten Corona-Neuinfektionen hat einen Höchststand erreicht. 236.120 weitere Fälle wurden erfasst, damit steigt die Zahl der Personen, die in Deutschland nachgewiesen mit Sars-CoV-2 infiziert waren auf 10,4 Mio. an. Die Dunkelziffer liegt jedoch deutlich darüber. Vakzin-Hersteller der ersten Stunde konnten in den vergangenen Monaten abräumen, nun treten neue Gesellschaften wie Novavax und Valneva auf den Plan. Aber nicht alle innovativen Ansätze zur Bekämpfung von Corona haben in Investoren auf dem Schirm. Das sind perfekte Rahmenbedingungen für eine zweite Kurswelle.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: CARDIOL THERAPEUTICS | CA14161Y2006 , NOVAVAX INC. DL-_01 | US6700024010 , MORPHOSYS AG O.N. | DE0006632003

Inhaltsverzeichnis:


    Novavax – Bald startet die Auslieferung des Vakzins in Deutschland

    Eine gute Nachricht für die Aktionäre des US-Vakzin-Herstellers. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt für Erwachsene die Impfung mit Novavax, der Impfstoff soll ab dem 21. Februar in Deutschland ausgeliefert werden. Die Stiko empfiehlt zudem die Verabreichung von zwei Dosen im Abstand von mindestens drei Wochen. Die Europäische Arzneimittelagentur beziffert die Wirksamkeit zum Schutz vor einer Corona-Infektion mit Symptomen auf 90%. Allerdings ist noch nicht klar, ob das Novavax-Vakzin auch gegen die Omikron-Variante wirkt.

    Auf dem Impfstoff von Novavax und noch mehr auf dem Präparat von Valneva (Totimpfstoff) ruhen große Hoffnungen, denn abweichende Ansätze zu den bislang am Markt verfügbaren mRNA-Vakzinen, sollen Impfskeptiker überzeugen. Beim Vakzin der Amerikaner werden keine Botenstoffe gespritzt, aus denen der Körper erst Antigene produzieren muss, sondern die Antigene werden in Form von Proteinen direkt verabreicht, woraufhin der Körper sofort mit der Produktion von Antikörpern beginnen kann. Mit einem Börsenwert von 6,8 Mrd. USD erreicht die Gesellschaft lediglich einen Bruchteil der Marktkapitalisierung von BioNTech und Moderna.

    Cardiol Therapeutics – Verkanntes Potenzial – wie lange noch?

    Nachdem die Corona-Impfstoffhersteller BioNTech und Moderna durch die schnelle Marktpräsenz in den letzten Monaten sehr viel Geld verdienen konnten, steht mit den (anstehenden) Vakzin-Auslieferungen von Novavax und Valneva eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz für die Platzhirsche ins Haus. Jedoch ist der adressierbare Markt riesig und lässt genügend Raum für eine größere Anzahl von Anbietern.

    Corona ist für die kanadische Cardiol Therapeutics von zentraler Bedeutung. Die Wahrnehmung der Gesellschaft am Kapitalmarkt und die Bewertung lassen aber noch zu wünschen übrig. Das Unternehmen durchläuft momentan vielversprechende klinische Tests mit Präparaten basierend auf Cannabidiol, die (entzündliche) Herzkrankheiten behandeln sollen. Allein in den USA fallen jährlich Kosten in Höhe von 30 Mrd. USD im Zusammenhang mit Herzkrankheiten an. Die Schädigung des Herzens ist auch eine der schweren Nebenwirkungen von Corona-Impfungen bzw. potenzielle Spätfolge von Grippeerkrankungen.

    Jüngste Forschungsergebnisse belegen, dass Inhaltsstoffe von Cannabis die Infektion mit dem Corona-Virus verhindern können, indem sie seinen Eintritt in die Zellen blockieren. Damit könnten die Cardiol-Präparate Blockbusterpotenzial besitzen. Analysten trauen der auch an der NASDAQ notierten Aktie unisono Vervielfachungspotenzial zu. Die Börsenwertung fällt mit rund 141 Mio. CAD, umgerechnet knapp 98 Mio. EUR, moderat aus. Ein Update zu aktuellen Entwicklungen wird CEO David Elsley im Rahmen des International Investment Forum (IIF) geben, welches am 17.02.2022 seine virtuellen Pforten öffnet. Die Anmeldung ist kostenlos. Weitere Informationen dazu finden sich unter www.ii-forum.com.

    MorphoSys – kurze Verschnaufpause?

    MorphoSys ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich der Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Therapien für Menschen mit Krebs und Autoimmunerkrankungen verschrieben hat. In den letzten Monaten ging es mit den Anteilscheinen steil bergab. Auf Jahressicht verloren Investoren mehr als 70% des eingesetzten Kapitals. In den letzten Tagen hat sich die Aktie auf niedrigem Niveau unterhalb der Marke von 30 EUR stabilisiert.

    Die Gesellschaft befindet sich in einem Transformationsprozess, weg vom Auftragsforscher für die Pharmaindustrie hin zum Entwickler eigener Medikamente. Bislang ist aber lediglich ein Krebsmedikament am Markt. Auf dem Weg von den in Aussicht gestellten Markstarts der neuen Medikamente ab 2025 werden in den nächsten Jahren rote Zahlen geschrieben. Die F&E-Aufwendungen steigen deutlich an. In diesem Jahr sind über 300 Mio. EUR veranschlagt.

    Analysten sehen die milliardenschwere Übernahme des US-Unternehmens Constellation Pharma im vergangenen Jahr mit einem lachenden und weinenden Auge. Zwar macht die Erweiterung des Geschäftsmodells durch Epigenetik Sinn, jedoch wurde mit der Übernahme nicht nur eine risikoreiche Pipeline übernommen, sondern es sind auch gegenüber dem neuen Investor Royalty Pharma, der im Zuge einer Kapitalerhöhung 100 Mio. EUR auf den Tisch legte, umfangreiche Lizenzzahlungen in der Zukunft zu leisten.


    Der Kampf gegen Corona ist ein Dauerthema. Abseits der etablierten Anbieter bieten sich Chancen bei Novavax. Vollkommen unterschätzt ist das Potenzial von Cardiol. Denn Inhaltsstoffe von Cannabis können eine Infektion mit dem Corona-Virus verhindern, indem sie seinen Eintritt in die Zellen blockieren. MorphoSys hat noch einen steinigen Weg vor sich.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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