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2021-08-03 05:08

Eurosports Global, Porsche, Xiaomi – Nicht verpassen: günstige Bewertungsniveaus!

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Mit dem Fortschreiten der Elektromobilität wird der Stromverbrauch massiv steigen. Dies bedeutet Herausforderungen für die Stromerzeugung, das Stromnetz aber auch für die Lade-Infrastruktur. Dabei muss es aber nicht zwangsläufig zu einer Preissteigerung für Haushaltstrom kommen, wie die Ergebnisse einer Fraunhofer-Studie nahelegen. Die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG hat gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI untersucht, wie sich die Strompreise für Privathaushalte im Jahr 2030 ändern, wenn die Zahl der privaten Elektrofahrzeuge weiter steigt. Unter bestimmten Bedingungen könnte demnach der Ausbau der Elektromobilität dazu beitragen, gleichzeitig CO2 zu vermeiden und den Geldbeutel der privaten Haushalte zu entlasten. Welche der drei folgenden E-Mobility-Aktien hat das größte Potenzial?

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: EuroSports Global | SG2G55000001 , PORSCHE AUTOM.HLDG VZO | DE000PAH0038 , XIAOMI CORP. UNSP.ADR/ 5 | US98421U1088

Inhaltsverzeichnis:


    EUROSPORTS GLOBAL LIMITED – Mit E-Motorrädern auf dem Vormarsch

    Das Investoreninteresse richtet sich beim Thema Elektromobilität in erster Linie auf das Auto. Aus Investmentsicht könnte es aber ziemlich lukrativ sein, den Blick auf elektrobetriebene Zweiräder zu lenken. Denn das von Experten prognostizierte Marktvolumen von E-Motorrädern wird in den nächsten wenigen Jahren auf gut 10 Mrd. USD anwachsen. Viele etablierte Hersteller, auch Harley Davidson, haben den Trend erkannt und bringen Modelle auf den Markt. Einzig allein Ducati verweigert sich. Die Unternehmen KTM, Piaggio, Honda und Yamaha arbeiten gemeinsam an der Entwicklung eines tauschbaren Einheitsakkus für elektrische Motorräder und Kleinfahrzeuge.

    Eine spannende Variante für Anleger von diesem Trend zu profitieren ist ein Investment in Eurosports Global. Kerngeschäft der in Singapur ansässigen Gesellschaft ist der Vertrieb von Ultra-Luxus Automobilen und die Bereitstellung von damit verbundenen Dienstleistungen. Mit der 75% Tochtergesellschaft Scorpio Electric Ltd. adressiert die Muttergesellschaft zudem den attraktiven E-Motorrad-Markt. Scorpio Electric ist auf die Herstellung leistungsstarker Elektromotorräder spezialisiert. Anfang des Jahres stellte die Gesellschaft das Modell X vor. Mit dem Modell X tritt die Gesellschaft gegen Konkurrenten wie Vespa, Super Soco, NIU oder Etergo an, dürfte aber an mehreren Stellen in der Kategorie (> 100km/h, Reichweite > 200 km) die Nase vorn haben.

    Zusätzlich plant Eurosports Global über die Tochtergesellschaft EuroSports Technologies Pte. Ltd. (EST) den Markteintritt. Derzeit entwickelt EST ein E-Motorrad der nächsten Generation zusammen mit Strides Transportation. Dazu wurde im April ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Ziel ist es, Smart Electric Motorcycles in Singapur und im asiatisch-pazifischen Raum zu entwickeln und zu vertreiben. EST ist gerade dabei seinen ersten Prototyp zu realisieren und will diesen bis Ende 2021 vorstellen. Mit ersten Umsätzen rechnet die Gesellschaft im Folgejahr. Eurosports Global verfügt also nicht nur über ein etabliertes Kerngeschäft, sondern auch noch über zwei Tochtergesellschaften, die sich einen Teil des Kuchens des E-Motorrad-Marktes abschneiden will. Interessierte Anleger sollten die Aktie zumindest auf die Watchlist setzen. Die Gesellschaft weist momentan eine Marktkapitalisierung von 62 Mio. SGD auf.

    PORSCHE AUTOMOBIL HOLDING SE - Prognoseanhebung

    Taycan lautet die Elektromobilitäts-Antwort des Automobilkonzerns. Die viertürige Sportlimousine ist das einzige Porsche-Modell mit vollelektrischem Antrieb. Die Zuffenhausener bieten zudem eine Reihe von Hybrid-Modellen an. Porsche agiert als Beteiligungsgesellschaft wobei das größte Asset der 31,4%-Anteil an der Volkswagen AG darstellt. Da VW kürzlich die Jahresprognose erhöhte, zog Porsche durch den positiven Gewinneffekt nach. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Ertrag nach Steuern von 3,4 bis 4,9 Mrd. EUR. Bisher war ein Gewinn von 2,6 bis 4,1 Mrd. EUR in Aussicht gestellt worden. Aktuell notieren die Anteilsscheine bei rund 93 EUR, wodurch die Gesellschaft mit 28 Mrd. EUR bewertet ist. Damit handelt die Aktie mit einem niedrigen 2021er KGV von 7, wenn man einen Unternehmensgewinn in der Mitte der Zielspanne unterstellt. Analysten trauen der Aktie im Durchschnitt ein weiteres Aufwärtspotenzial von 23% zu.

    XIAOMI CORPORATION – Nicht zu unterschätzen

    Das chinesische Internetunternehmen ist grob gesagt in drei Bereichen tätig: Smartphones, intelligente Hardware (Devices) und mit einer vernetzenden Internet of Things (IoT)-Plattform. Die 2010 gegründete Gesellschaft stieg zum Ende des letzten Jahres zum drittgrößten Smartphone-Produzenten der Welt auf. Die intelligenten Devices umfassen ein weites Produktspektrum von der Smart Watch bis zum E-Scooter. Vernetzt werden alle Endgeräte, Devices und Nutzer über die nach eigener Darstellung weltweit führende AIoT-Plattform (AI+IoT). Nach Unternehmensangaben sind 324,8 Millionen intelligente Geräte mit der Plattform verbunden, ohne Smartphones und Laptops hinzuzurechnen. Der Konzern hat sich als ernstzunehmende Größe etabliert. Der Börsenwert liegt mittlerweile bei umgerechnet 82 Mrd. USD.


    Elektromobilität ist ein Megatrend und ein spannendes Investmentthema. Mit den drei vorgestellten Aktien können Anleger von unterschiedlichen Facetten der Entwicklung profitieren. Ganz klassisch, auf das Auto fokussiert, sind die günstig bewerteten Anteilsscheine von Porsche naheliegend. Wer an das größere Bild denkt, für den ist Xiaomi mit dem stark wachsenden Ökosystem die erste Wahl. Wer am dynamischen Wachstum des bisher wenig im Anlegerfokus stehenden E-Motorradmarktes teilhaben will, für den ist EuroSports Global geeignet.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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