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07.10.2021 | 05:10

Deutsche Telekom, Troilus Gold, Barrick Gold – Zeit für den sicheren Hafen

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  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Die Weltbörsen taumeln. Durch das Ansteigen der Inflation und die Angst der Anleger vor einer Zinswende kommen die Crash-Propheten wieder aus ihren Löchern. Bestätigt sehen sich Kiyosaki, Mr.DAX und Co. von einer drohenden Immobilienpleite, die aus China, ausgelöst vom Immobilienkonzern Evergrande, auf uns zurollt. In der Tat befinden sich die Börsenbarometer zumindest kurzfristig im Korrekturmodus. Der DAX riss die psychologisch wichtige Marke von 15.000 Punkten. Ein anderer Markt steht derweil in den Startlöchern, um ein Comeback zu feiern.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: TROILUS GOLD CORP. NEW | CA8968871068 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold – Zielzone in greifbarer Nähe

    Wie schon mehrfach geschrieben, sind die Rahmenbedingungen für Gold auf lange Sicht besser denn je. Trotzdem befindet sich das gelbe Edelmetall, welches vor allem historisch in Krisenzeiten als sicherer Hafen oder Inflationsschutz fungierte, im Korrekturmodus. Seit dem Hoch im August des vergangenen Jahres bei 2.69,70 USD ging es abwärts, ein Zwischentief erreichte der Kurs Anfang Dezember 2020 bei 1.676,92 USD je Unze, welches im Juni noch einmal bestätigt wurde.

    Aktuell notiert Gold bei 1.755,00 USD, ein nachhaltiges Durchrutschen unter die Marke von 1.750,00 USD dürfte noch einmal den Test des angesprochenen Tiefs um 1.680,00 USD zur Folge haben. Sollte diese wichtige Marke fallen, dürfte unsere Zielzone zwischen 1.620,00 USD und 1.650,00 USD erreicht werden. Diese stellt langfristig eine mehr als attraktive antizyklische Einstiegsmöglichkeit dar, um an der erwarteten Aufwärtsbewegung, die das gelbe Edelmetall langfristig in deutlich höhere Gefilde bugsieren sollte, teilnehmen zu können.

    Analog stellt sich die charttechnische Situation beim zweitgrößten Goldproduzenten der Welt, Barrick Gold, dar. Sollte die Unterstützung um 18,00 USD fallen, wäre das nächste Kursziel bei 16,00 USD anzusiedeln. Hier befindet sich das 78,6%-Fibonacci-Retracement der seit März 2020 laufenden Aufwärtsbewegung.

    Troilus Gold – Die Guten ins Töpfchen

    Etwas Gutes hat die laufende Korrektur bei den Goldminenaktien an sich, vor allem wenn man als Anleger die fallenden Aktienkurse von der Seitenlinie aus betrachten kann. Die gesamte Branche, ob fundamental stark oder schwach, fällt im Kollektiv nach unten. Gegen den Trend sollte man wie bei Aschenputtel beginnen, die Favoriten für die nächste Aufwärtswelle herauszupicken. Troilus Gold dürfte nicht nur bei Privatanlegern ganz oben auf der Watch List stehen. Trotz dauerhaft hervorragender Bohrergebnisse und dem immer näher rückenden Ziel, spätestens 2023 zum Goldproduzenten aufsteigen zu können, gab der Kurs in den letzten 12 Monaten und knapp 50% auf nunmehr 0,73 CAD nach.

    Das gleichnamige Projekt, die Troilus-Mine, liegt im führenden Bergbaurevier der kanadischen Provinz Quebec, wo das Unternehmen strategische Liegenschaften auf einer Grundfläche von 1.420 qkm besitzt. Bereits zwischen 1996 und 2010 wurden dort 2 Mio. Unzen Gold und rund 70.000t Kupfer gefördert. Seit dem Erwerb des Projekts im Jahr 2017 konnte durch eine kontinuierlich erfolgreiche Exploration das enorme Größenpotenzial des Goldsystems auf dem Projektgelände mit einem enormen Mineralressourcenwachstum freigelegt werden. Die Ressourcenschätzung erhöhte sich nach den Bohrprogrammen 2020 über insgesamt 250.000m auf über 8,1 Mio. Unzen Gold.

    Neue Ergebnisse aus der J Zone haben eine parallele Mineralisierungszone auf der Westseite des primären Erzkörpers um bis zu 50m entlang des Einfallwinkels noch einmal bestätigt und erweitert. Diese wachsende parallele Zone wird sich in der bevorstehenden vorläufigen Machbarkeitsstudie positiv auf das Abraumverhältnis und die gesamte Wirtschaftlichkeit des Projekts auswirken, zumal sich der Großteil der bis dato definierten 850m-Zone in Bereichen des PEA-Grubenmodells befindet, die bis dato als Haldenmaterial erachtet wurden.

    Seit der Mineralressourcenschätzung 2020 wurden über 81.450m gebohrt und das Unternehmen beabsichtigt, die Bohrungen mit einer Rate von etwa 10.000m pro Monat bis Ende des Jahres fortzusetzen. Im Nachgang der Ergebnisse äußerten sich mehrere Analystenhäuser positiv in Bezug auf die Bewertung von Troilus Gold. Laurentian Bank Securities vergab ein „buy“-Rating mit einem Kursziel von 3,30 CAD, die Analysten von Stifel sehen ebenfalls einen Kaufkandidaten mit einem Ziel von 4,00 CAD. Bereits seit Mai befindet sich Troilus auf der Liste als Top-Pick bei Cormark Securities mit einem Kurs von 4,50 CAD.

    Deutsche Telekom – Softbank gibt ab

    Paukenschlag bei der T-Aktie. Mit einem Minus von 5% auf 16,77 EUR reagierte das Papier auf eine Meldung von Bloomberg, wonach sich Softbank von einem erst kürzlich erhaltenen Aktiennpaket trennt. Goldman Sachs übernahm zirka 90 Mio. Telekom-Aktien zu einem Preis von 16,95 EUR, was einem Gegenwert von 1,5 Mrd. EUR gleichkommt.

    Die Japaner hatten ein Paket über insgesamt 225 Mio. Telekom-Aktien erhalten, weil sie im Gegenzug ihren Anteil an der Telekom-Tochter T-Mobile US reduzierten, so dass die Deutsche Telekom wiederum ihren Anteil an der US-Tochter aufstocken konnte. Trotz der eher negativen Meldung behielt die Schweizer Großbank UBS ihr Kauf-Rating mit einem Kursziel von 24,20 EUR bei.


    Die Angst vor einer drohenden Korrektur an den Aktienmärkten nimmt zu, die Rahmendaten für das Edelmetall Gold könnten langfristig kaum besser sein. Troilus Gold dürfte bei der nächsten Aufwärtsbewegung zu den Favoriten gehören. Auch der Gold-Standartwert Barrick Goldwird langsam interessant. Bei der Deutschen Telekom ändert sich durch den Softbank-Teilverkauf wenig, die Aktie ist nach einer Beruhigung des Kurses ebenfalls aussichtsreich.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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