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24.03.2021 | 05:10

Daimler, Kodiak Copper, SFC Energy – Das wird teuer!

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Deutschland gibt Gas! Stopp, freuen Sie sich nicht zu früh. Es geht leider nicht um die Beschleunigung der Impfprogramme und die Bekämpfung der Corona-Pandemie durch die Bundesregierung. Vielmehr sorgten in den vergangenen Tagen die heimischen Automobilhersteller für Furore. Eine Abkehr von Verbrennungsmotoren und der konsequente Ausbau der Elektromobilsparten soll dabei helfen, zu alter Stärke zurückzufinden. Die extrem hohe Nachfrage nach den benötigten Rohstoffen für die Elektromobilität könnte jedoch in naher Zukunft zu großen Engpässen und dramatischen Preiserhöhungen führen. Die Gewinner sind eindeutig.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
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Inhaltsverzeichnis:


    Daimler – Wieder auf Spur!

    WKN: 710000 ISIN: DE0007100000 Symbol: DAI
    Tesla und dann nichts. Diesen Eindruck hatte man in den vergangenen Jahren, wenn man sich den Markt für Elektroautos näher betrachtete. Die wenigen chinesischen Konkurrenten konnten Elon Musk bislang kaum das Wasser reichen. Seit vergangener Woche rudern jedoch offiziell die deutschen Giganten mit, um das goldene Land, sprich die Marktführerschaft, zurückzuerobern. Den Anfang machte Volkswagen in der vergangenen Woche beim eigens veranstalteten Power Day. So wurden ambitionierte Zukunftsziele verkündet. 2030 soll die E-Sparte 70% zum Gesamtumsatz beitragen. Dazu sollen in Europa verteilt sechs Gigafabriken entstehen, die Elektrobatterie fertigen sollen. Auch BMW ist euphorisch, jedoch planen die Münchner bis 2030 „nur“ 50 Prozent ihres Absatzes mit vollelektrischen Fahrzeugen einzunehmen.

    Bei der Daimler AG, war der Plan, bis 2039 komplett auf Diesel- und Benzinmotoren zu verzichten. Die Disruption zum Elektromotor soll nun jedoch ebenfalls früher anvisiert werden. Aktuell ist das Vorhaben der Stuttgarter, keine neue Motorengeneration bei den Verbrennern zu entwickeln. Das Ziel ist es, am Ende des Jahrzehnts mehr als 50 Prozent Elektro- und Hybridautos zu verkaufen. Zudem soll bereits ab dem nächsten Jahr für jedes Segment eine Elektro-Alternative angeboten werden. Dem Analystenhaus JP Morgan gefällt die Entwicklung der Daimler AG und vergab deshalb ein Kauf-Rating mit einem Kursziel von 92,00 EUR. Gestern notierte die Aktie bei rund 72,00 EUR. Somit wäre hier ein Kurspotenzial von knapp 30% gegeben.

    Kodiak Copper – Inmitten des Superzyklus!

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    Neben Lithium, das für die Batterien der Fahrzeuge benötigt wird und bereits jetzt Knappheit besteht, ist auch der Bedarf an Kupfer enorm. Sage und schreibe 183 Pfund Kupfer enthält ein mit Strom betriebenes Auto, rund viermal mehr als der gewöhnliche Wagen mit Verbrennungsmotor. Durch die enormen Wachstumsraten in der Branche wird es knapp um das rote Metall. Zudem kommt noch der Umstand hinzu, dass die weltweite Produktion aktuell von etwa 10 größeren und weiteren 20 kleineren Minen erledigt wird. Neue Kupferprojekte sind im Augenblick dagegen rar. Eines der aussichtsreichsten Vorhaben betreibt der Explorer Kodiak Copper aus British Columbia. Das 100% in Besitz befindliche Projekt MPD wird von bereits produzierenden Minen wie Copper Mountain, Highland Valley und New Afton umschlossen und besitzt deshalb eine hervorragende Infrastruktur. Neben dem Projekt in British Columbia unterhält Kodiak Copper noch eine weiteres Kupferprojekt in Arizona mit sehr guter Infrastruktur.

    Bereits im vergangenen Jahr wartete Kodiak Copper mit hervorragenden Bohrergebnissen beim MPD-Projekt auf. Durch die erzielten Erfolge konnte im Oktober eine Privatplatzierung im Wert von 12,7 Mio. CAD abgeschlossen werden. Im Rahmen dieser Platzierung stieg der Branchenriese Tech Resources bei den Kanadiern mit einem Anteil von 9,9% ein. Im aktuellen Jahr soll das Bohrprogramm noch deutlich ausgeweitet werden. Durch die eingeworbenen Mittel, per Ende Dezember lag der Cash-Bestand bei 14 Mio. CAD, sind 30.000 Bohrungsmeter in mehreren Zielgebieten sowie weitere geophysikalische und geochemische Untersuchungen, Prospektierung und geotechnische Studien auf dem vollständig finanzierten Kupfer-Gold-Porphyrprojekt MPD vorgesehen. Der Startschuss erfolgte in der vergangenen Woche. Um einen besseren Zugang zu US-amerikanischen Investoren zu erhalten und aufgrund der höheren Liquidität, notiert Kodiak zudem seit kurzem neben der TSX Venture Exchange und der Frankfurter Wertpapierbörse auch an der OTCQB. Durch die langfristig positiven Aussichten ist Kodiak einer der hoffnungsvollsten Investments am Kupfermarkt. Die Korrektur, Kodiak verlor vom Hoch im September mehr als 50% an Wert, bietet noch einmal eine langfristige Einstiegschance.

    SFC Energy – Aufbruch nach Asien

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    Einer der führenden Anbieter von Direktmethanol- und Wasserstoff-Brennstoffzellen für stationäre und mobile Hybrid-Stromversorgungslösungen SFC Energy ist weiter auf Wachstumskurs. Dazu haben die Münchner die Zusammenarbeit mit Toyota Tsusho ausgebaut. Der asiatische Partner übernimmt den exklusiven Vertrieb von SFC Wasserstoff- und Direktmethanol-Brennstoffzellen jetzt auch in Thailand, auf den Philippinen und in Vietnam. Zudem soll unabhängig davon der Vertrieb im weltweit größten Markt China deutlich erweitert werden. Charttechnisch korrigierte die Aktie von SFC vom Hoch bei 34 EUR auf gestern 23,23 EUR. Bei 22 EUR läuft eine wichtige Unterstützungslinie. Aktuell zeigt der Kurs Schwäche. Sollte diese Zone durchbrochen werden, haben Anleger die Möglichkeit, bei 18 EUR zuzugreifen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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    Kupfer gilt als Frühindikator der Wirtschaft, da das Metall in nahezu allen elektrischen Produkten verbaut ist und in vielen Industriebereichen benötigt wird. Vergleicht man die Kassakurse von Kupfer mit dem Future, so zeigt sich, dass die Prämie je metrische Tonne deutlich angestiegen ist. Dazu passt, dass China bis August 8,1% mehr Kupfer importiert hat, trotz der Zero-Covid Strategie des Landes. Dagegen exportiere Chile, einer der größten Kupferproduzenten, weniger als im vergangenen Jahr. Das Angebot bleibt also knapp, auch aufgrund der Nachfrage aus Europa, die die Erneuerbaren Energien deutlich ausbauen. Wir sehen uns daher heute drei Unternehmen rund um Kupfer an.

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    • Elektromobilität
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    Die Elektromobilität gilt als Schlüsseltechnologie bei der Transformation des Verkehrssektors. Allein 2021 hat sich die Zahl der Neuzulassungen als auch der Marktanteil der mit Batterie betriebenen Fahrzeuge mehr als verdoppelt. Dabei spielt neben der Ladeinfrastruktur die Effizienz eine entscheidende Rolle für die Verbreitung der E-Automobile. Ein Hindernis für das rasante Wachstum dürfte aufgrund der hohen Nachfrage zudem der Mangel am existenziellen Rohstoff Lithium für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien werden. Mit einer neuartigen Technologie steht gerade ein deutsches Unternehmen vor dem Start einer Revolution. Denn der Hauptbestandteil der neuartigen Batterie ist normales Kochsalz, das in extrem großen Mengen zur Verfügung steht und regional stark diversifiziert produziert wird.

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