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16.02.2021 | 05:10

Curevac, Desert Gold, TUI – Das sind die großen Gewinner!

  • Gold
Bildquelle: pixabay

Man kann das Thema Corona-Krise langsam nicht mehr hören. Täglich kommen neue Entwicklungen auf den Tisch. Wird der Lockdown aufgehoben, wann darf man wieder reisen und wann öffnen Einzelhandel und Gastronomie wieder ihre Pforten? In der ersten Phase der Pandemie konnte man die Gewinner, zum Beispiel Online-Händler wie Amazon, deutlich identifizieren. Jetzt sollte man genau beobachten, welche Branche besonders profitiert oder wer zum Turnaround ansetzt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
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Inhaltsverzeichnis:


    Desert Gold – Der Schuldenprofiteur

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    Ja, Sie haben Recht. Investments in Gold- oder Goldminen sind langweilig. Ich stimme Ihnen zu, eine Recherche zum Goldpreis ist mit Sicherheit nicht so spannend wie das Analysieren einer neuen Technologie wie Blockchain, Künstliche Intelligenz oder Deep Learning. Fakt ist aber, dass sich durch das Gelddrucken der Notenbanken in den vergangenen Jahrzehnten ein gigantischer Schuldenberg aufgetürmt hat. Laut der Federal Reserve dürften die Zinsen bis mindestens 2023 unverändert bleiben. Jerome Powell hatte jüngst noch einmal klargestellt, dass es ein baldiges Tapering der monatlichen Fed-Anleihekäufe nicht geben werde. Zum einen gäbe es keine Inflation und auch der Arbeitsmarkt sei noch weit vom Ziel entfernt. Jetzt sei es nicht an der Zeit, um über einen Exit aus der lockeren Geldpolitik zu sprechen, so Powell. Das ist langfristig ein hervorragender Nährboden für ein Investment in Goldminenaktien.

    Ein sehr interessanter Wert ist die Aktie von Desert Gold Ventures. Das Unternehmen hat seinen Explorationsschwerpunkt im westafrikanischen Staat Mali, dem drittgrößten Goldförderers des Kontinents. Kern des Portfolios sind zwei Goldexplorationsgenehmigungen mit großen Landflächen, zum einen für das SMSZ-Projekt, eines der größten Goldexplorationsprojekte in Westafrika und zum anderen Djimbala. Anfang Dezember konnte im Referenzprojekt Senegal Mali Shear Zone mit dem größten Explorationsprogramm der Geschichte gestartet werden.

    Das vollfinanzierte Programm sieht Bohrungen über 20.000 Meter mit zusätzlichen Bedarfsbohrungen von weiteren 20.000 Metern vor. 2021 soll auf dem SMSZ-Projekt der Durchbruch gelingen, da dort eine Vielzahl vielversprechender Ziele im fortgeschrittenen Stadium im richtigen regionalen Umfeld liegen. Der Kurs von Desert Gold korrigierte seit dem Hoch im August 2020 bei 0,35 CAD auf aktuell 0,18 CAD. Die Finanzierung lief bei 0,28 CAD über die Bühne. Erstens ist dies ein satter Abschlag zum damaligen Kurs, zweitens ist man beim 20.000 Meter Bohrprogramm schon mindestens einen Schritt weiter.

    Curevac – es läuft weiter rund

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    Man ist etwas später dran als die Konkurrenz um BioNTech, Moderna oder AstraZeneca, dennoch läuft es rund beim Impfstoffhersteller Curevac. Jetzt nimmt EMA, die europäische Arzneimittelbehörde, das Vakzin der Tübinger in die "Rolling Review". Das Verfahren ist schneller als herkömmliche Prüfungen, aber ebenso sorgfältig, schrieb die EMA in einer Mitteilung. Die Entscheidung beruhe auf den vorläufigen Ergebnissen von Labortests und klinischen Studien. Daraus wird nach Angaben der EMA deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anregt. Derweil plant der Partner des Tübinger Impfherstellers, der Pharmariese Bayer, die Auslieferung des Impfstoffes aus seinem Werk in Wuppertal noch in diesem Jahr.

    Curevac hatte die entscheidende Studie für seinen Impfstoff mit mehr als 35.000 Teilnehmern im Dezember gestartet. Das Tübinger Unternehmen geht davon aus, für das Mittel Zulassungsanträge im zweiten Quartal stellen zu können. Für die Vermarktung und Produktion hatte sich Curevac kürzlich mit dem Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern verbündet und holte sich auch weitere Partner ins Boot wie Rentschler Biopharma, den britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline, Wacker Chemie und Fareva.

    TUI – Wann fällt der Startschuss?

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    Das in den meisten Ländern schnelle Hochfahren des Impfprogrammes stärkt den Optimismus des Tourismusriesen TUI. So rechnen die Hannoveraner mit einer raschen Erholung des eingebrochenen Reisegeschäfts im Sommer. Während in der Vergangenheit die Kunden vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet hätten, stehe nun Flexibilität an erster Stelle. Aktuell sind zwei Drittel aller Neubuchungen so genannte Flexbuchungen. Urlauber hätten damit die Möglichkeit, bis 14 Tage vor Anreise Flugpauschalreisen oder Unterkunftsbuchungen gebührenfrei umzubuchen oder zu stornieren.

    Für Ostern stehen die Zeichen für Urlaub laut dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer eher schlecht. Zu große Mobilität, etwa durch Reiseverkehr und Tourismus, sei Gift. Man würde damit alles zerstören, was man sich seit Dezember mühsam aufgebaut habe. Das sind in etwa die Worte, die der sächsische Ministerpräsident gegenüber der Bild am Sonntag gesagt hat. Die Aktie von Tui präsentierte sich gestern stark im Markt und notierte kurz vor Börsenschluss bei 3,93 EUR. Ein Überwinden der 4,08 EUR-Marke würde ein Anschlusspotenzial bis 4,80 EUR liefern. Aufgrund der vagen Nachrichtenlage ist ein Einstieg jedoch ein absolutes Risikoinvestment.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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