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27.09.2021 | 04:44

Central African Gold, TUI, Lufthansa – Achtung, das waren die Tiefststände!

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Bildquelle: pixabay.com

Die Aufwärtsbewegung an den Börsen ist sehr fortgeschritten, denn in den letzten Jahren wurde die Höherbewertung von Aktien (und auch Immobilien) durch billiges Geld von den Notenbanken alimentiert. Nun zeigt sich aber Inflation in den Statistiken, für Europa zuletzt offiziell ein Plus von 3,8%. Dass diese Teuerungsrate durch ihre Messmethode wenig der Realität entspricht, ist allgemein bekannt. Der reale Preisaufschlag in den wirklich relevanten Gütern dürfte bereits jenseits der 5%-Marke liegen. Man denke hierbei nur an die explodierenden Benzinpreise, das Brötchen beim Bäcker oder den Restaurantbesuch nach der Wiedereröffnung. Edelmetalle könnten ein probates Mittel sein, eine reale Kaufkraftsicherung zu erreichen. Wir rechnen mal genauer nach.

Lesezeit: ca. 5 Minuten. Autor: André Will-Laudien
ISIN: CENTRAL AFRICAN GOLD INC. | CA1523761098 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG000 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125


GOLD – Ein guter Werterhalt seit 25 Jahren

Die Entwicklung von Gold folgt in den letzten 25 Jahren dem Inflationstrend in unseren Ökonomien. Vor der Jahrtausendwende stand die Unze noch unter 200 USD. Durch die Immobilienblase nach dem Dotcom-Boom und den verheerenden Auswirkungen der US-Subprimekrise erreichte das Edelmetall im Jahr 2011 mit 1.950 USD seinen vorläufigen Höhepunkt. Damals versuchte die EZB mit Notkrediten den Zusammenbruch Griechenlands zu verhindern. Mit einem Einsatz von 336 Mrd. EUR gelang dieses europäische Rettungs-Experiment vorläufig, der Goldpreis hat dann in den Folgejahren bis 2015 wieder bis 1.120 USD an Wert verloren.

Seit diesem Tiefststand und der nachfolgenden Superhausse an den Börsen geht es aber wieder aufwärts, die weltweite Geldentwertung folgt der Ausweitung der Notenbankbilanzen bis heute. Gold erreichte im Sommer 2020 mit 2.062 USD ein neues Allzeithoch. Mit der aktuellen Konsolidierung bis auf 1.750 USD hat sich das Edelmetall seit den 90-iger Jahren rund versiebenfacht. Verteilt auf 25 Jahre ergibt dies eine jährliche Steigerung von 8,1%. Dieser Wert liegt deutlich über der offiziellen Inflationsrate und insgesamt nah an der realen Geldentwertung. Fazit: Gold dient der Kaufkrafterhaltung – in den nächsten 25 Jahren könnte es sogar jeden anderen Vermögensgegenstand outperformen.

Central African Gold – Kritische Rohstoffe aus Afrika

Ein zukünftiger Lieferant für kritische Rohstoffe inklusive des Goldes findet sich mit Central African Gold (CAGR) in der Demokratischen Republik Kongo. CAGR ist ein Rohstoff-Explorer mit Fokus auf aussichtsreiche Kupfer-, Nickel-, Zinn-, Kobalt- sowie Goldprojekte. Im Zuge des politischen Schulterschlusses für die Dekarbonisierung der Erde und dem klaren Bekenntnis zur Elektromobilität gewinnen diese Metalle enorm an Bedeutung. Derzeit ist China an der Spitze der Produzenten, aber der rohstoffreiche Kontinent Afrika rückt immer mehr ins Rampenlicht.

Die Demokratische Republik Kongo verfügt über reichhaltige Metall-Vorkommen, das Land kämpft aber auch heute noch mit Korruption und Umweltthemen. Ausländische Gesellschaften könnten mit ihren Investitionen vor Ort dazu beitragen, die teilweise schlechten Rahmenbedingungen zu verbessern. Dazu braucht es ein erfahrenes und mutiges Management, die Dinge auch richtig und nachhaltig anzupacken. Das Team um CEO Yves Kabongo ist mit dieser Mission gestartet und besitzt aktuell Mineralkonzessionen auf einer Gesamtfläche von 176 qkm, welche sowohl Wälder als auch Ackerland umfassen. Neben den King Luba Liegenschaften besteht auch die Option auf eine Beteiligung am staatlich kontrollierten Musefu-Gold-Projekt. Historische Bohrungen lieferten Gold-Gehalte von 2,5m mit 28,4 g/t und 11m mit 8,1 g/t, darauf lässt sich mittelfristig aufbauen.

Derzeit arbeitet der zentralafrikanische Staat intensiv an der Verbesserung der Umwelt- und Arbeitsbedingungen und schafft somit die Grundlage für internationales Interesse. Durch den Einbezug von Wald- und Ackerfläche könnte CAGR auch Gewinne aus dem Verkauf von Emissionszertifikaten erzielen, denn die Explorationsfläche ist sehr groß und die Bohrarbeiten vor Ort behindern den Anbau von CO2-reduzierenden Pflanzen nicht. Für diesen Geschäftszweck hat die Gesellschaft bereits Beratungsunternehmen für die Akkreditierung beauftragt.

Aktuell wurden 1,87 Mio. CAD in einer Privatplatzierung zu 0,15 CAD eingenommen. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 10 Mio. CAD ist die Gesellschaft ein aussichtsreicher Kandidat für ein Metall-Gold-Investment in Afrika. Man sollte sich auf dem aktuellen Niveau ein paar Stücke sichern, denn die Monetarisierung der CO2-Emissionszertifikate könnte schon bald Cashflow liefern.

TUI – Die Wiederbelebung läuft

Auch die TUI hat den schwarzen Kontinent auf dem Plan. Für den Reiseanbieter war der vergangene Urlaubssommer ein wichtiger Turnaround, die pandemiebedingten Umsatzausfälle belasten die Bilanz des Reiseveranstalters dennoch erheblich. Mittlerweile gelang eine teilweise Verlagerung der Buchungen in die Online-Welt, was die historisch höheren Abschlusskosten in den Reisebüros senkt. Allerdings muss der Reisekunde nun auch mit weniger Service zurechtkommen.

TUI versucht derzeit an allen Fronten Synergien zu heben, um die hohe Kostenlast zu drücken. So konsolidiert der Reiseveranstalter aktuell seine Fluggesellschaften. Die fünf europäischen Marken mit insgesamt 140 Flugzeugen werden künftig von einem gemeinsamen Management geführt werden. Nach öffentlichen und privaten Kreditzusagen über insgesamt 4,8 Mrd. EUR, muss der Urlaubsriese nun selbständig auf die Beine kommen.

Aktuell hat die Gesellschaft 317.171 Aktien am Markt zurückgekauft, um die Mitarbeiter am Beteiligungsprogramm „oneShare“ teilnehmen zu lassen. Auch die schrittweise touristische Öffnung von Großbritannien und den USA bringt wieder wichtige Umsatzbringer auf den Plan. Der TUI-Chart konnte in den letzten zwei Wochen wieder an der 3,50-EUR-Marke nach oben drehen. Aktuell steht das Papier bei 3,85 EUR - da ist für spekulative Anleger noch mehr drin!

Lufthansa – Mit einer Kapitalaufstockung den Staatsanteil reduzieren

Die hochverschuldete Kranich-Airline hat in dieser Woche einen großen Schritt getan, um die während der Pandemie gewährten Staatshilfen zurückzuzahlen. Denn mit der aktuellen Kapitalerhöhung ist man dem Ziel, bis Ende 2021 ganze 2,5 Mrd. EUR zurückzuzahlen, ein gutes Stück nähergekommen. Die notwendige Aktien-Emission wurde von den Altaktionären gut angenommen.

Durch den 1:1 Bezugskurs in Höhe von 3,58 EUR fließen der Gesellschaft in den nächsten Tagen 2,5 Mrd. EUR zu. Der deutsche Staat stieg in 2020 über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) als Anteilseigner mit 20% bei der Lufthansa ein. Außerdem stellte der WSF zwei Stille Einlagen als Eigenkapital bereit, von denen die Lufthansa bisher insgesamt 2,5 Mrd. EUR in Anspruch genommen hat. Das Geld aus der Kapitalerhöhung will sie zur Rückzahlung dieser Einlagen nutzen - erst 1,5 Mrd. EUR, den Rest dann bis zum Jahresende. Einen Kredit der deutschen Staatsbank KfW von 1 Mrd. EUR hat sie bereits zurückgezahlt.

Natürlich wurde der Aktienkurs durch die Ausgabe der neuen Aktien verwässert, doch vielleicht war der Kurs am Ex-Tag mit 6,01 EUR tatsächlich der Tiefpunkt einer langen Durststrecke. Immerhin befindet sich die Lufthansa seit Anfang 2018 im Sinkflug und hat zeitweise rund 80% an Wert eingebüßt. Doch die Umstrukturierung trägt mittlerweile Früchte, der erste Gewinn wird für das Jahr 2023 erwartet. Geht es nach den Schätzungen der Analysten, so beträgt das KGV für 2024 tiefe 4,8. Dann soll mit rund 33 Mrd. EUR Umsatz auch wieder ein freier Cashflow von 1,1 Mrd. EUR in den Büchern landen. Wer an die Rückkehr des Flugaufkommens glaubt, findet jetzt optimale Kaufkurse.


Die Reisebranche dürfte in den nächsten Jahren richtig spannend werden. Kehrt wieder Normalität ein oder nicht? Wie werden Flugreisen unter einer neuen Regierung künftig besteuert? Sind private Reisen noch uneingeschränkt möglich? Fragen über Fragen. Für Central African Gold ist die Antwort einfach: Die Aktie ist günstig, die Ideen des Managements sind gut und die Liegenschaft ist erstklassig.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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