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08.12.2021 | 05:10

BYD, Graphano Energy, Heidelberger Druckmaschinen – Das braucht Tesla dringend

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Sie steht auf der globalen Agenda, die Klimawende. Der Schrei nach einer Dekarbonisierung der Wirtschaft wird immer lauter. Klimaaktivisten fordern einen noch schnelleren Umstieg, die Politik folgt mit immer kürzer gesteckten Zielen. Die Pläne stehen, jedoch ist es bis zur Umsetzung noch ein weiter Weg. Besonders der Mangel an Rohstoffen dürfte die Theoretiker in naher Zukunft verstummen lassen. Ein Rohstoff ist dabei neben Lithium essenziell für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Graphano Energy Ltd. | CA38867G2053 , BYD CO. LTD ADR/2 YC 1 | US05606L1008 , HEIDELBERG.DRUCKMA.O.N. | DE0007314007

Inhaltsverzeichnis:


    Graphano Energy – Seltener Player aus Nordamerika

    Im Gegensatz zu den Lithium-Explorern, die an der Börse seit Monaten gefeiert werden und deren Bewertungen bereits einer Blasenbildung gleichkommen, ist es um Unternehmen, die sich dem Anoden-Material Graphit widmen, eher still. Doch der Stoff ist mindestens genauso wichtig als auch knapp, die Nachfrage dagegen enorm. Analysten der Schweizer Großbank UBS prognostizieren, dass bei einem 100%igen Wechsel auf batteriebetriebene Fahrzeuge die Nachfrage nach Graphit um rund 264% explodieren wird. Was Graphit mit dem Rohstoff Lithium zudem gemein hat, ist die Abhängigkeit von China. Rund 70% der Graphit-Produktion findet im Reich der Mitte statt.

    Dagegen ist in Nordamerika eine Produktion des dringend benötigten Materials kaum vorhanden. Graphano Energy ist eine der wenigen Ausnahmen, die die US-Regierung mit ihrem Programm zur „Sicherung aller nordamerikanischen Lieferketten für sämtliche Materialien von strategischer Bedeutung“ fördern könnte. Die Vision des Unternehmens ist, Graphit mit seiner hochmodernen, umweltfreundlichen Bergbautechnologie zu fördern und in Batteriequalität auf den Markt zu bringen. Dabei grenzt das unternehmenseigene Lac Aux Bouleaux-Projekt südlich an die Graphitmine Lac des Iles von TIMCAL in Quebec an, bei der es sich um eine Lagerstätte mit einer jährlichen Produktion von 25.000t handelt. Die Infrastruktur ist erstklassig, zudem ist in der Region in den Gesteinen der Grenville-Provinz das Metall weit verbreitet und wurde in einer Reihe von Lagerstätten zwischen Mount Laurier im Norden und dem Ottawa River im Süden kommerziell abgebaut.

    Kürzlich wurde ein Update der Phase 2-Exploration abgegeben. Insgesamt werden 190 Proben im Labor untersucht, wobei die Analyseergebnisse von 50 Proben veröffentlicht wurden. Dabei schwankt der graphitische Kohlenstoffanteil (Cg) zwischen 0,34 % und 23,5%. 19 Proben enthalten über 10% Cg, 12 Proben zwischen 5% und 10% Cg und die restlichen Proben unter 5% Cg. Luisa Moreno, Chief Executive Officer von Graphano Energy ist optimistisch für die weiteren Ergebnisse, da die laufenden Prospektierungen zu neuen Graphitentdeckungen und möglichen Bohrzielen geführt haben. Sobald die Analyseergebnisse vollständig sind, dürften die Pläne für das nächste Bohrprogramm sowie einer Ressourcenschätzung bekannt gegeben werden.

    Die Aktie von Graphano Energy wird in Frankfurt gehandelt und ist durch einen stärkeren Rücksetzer auf einem langfristig attraktiven Einstiegsniveau.

    BYD – Rauer Wind

    Ein rauer Wind bläst im Moment börsennotierten chinesischen Unternehmen entgegen. Nachdem US-Behörden kürzlich neue Regeln für den Umgang mit ausländischen Aktien veröffentlichten, gingen die Aktien von Alibaba und Nio in den Keller. Die Gefahr eines Delistings bei chinesischen Titeln besteht weiterhin, weil bestimmte Vorgaben für das Reporting gefordert werden, denen sich die chinesische Regierung mit großer Sicherheit entgegen stemmen wird.

    Im Gegensatz zum Gros der chinesischen Titel, konnte sich der Elektrobauer BYD mit einem Kursverlust von rund 4% einigermaßen schadlos halten. Dennoch sollte die zurückeroberte Marke von 33 EUR genauer beobachtet werden. Sollte der Titel noch einmal darunter rutschen, wäre ein nächster stärkerer Halt erst wieder bei 29 EUR zu finden. Nach oben würde durch den Bruch des Widerstandes bei 35 EUR ein neues Kaufsignal generiert werden.

    Heidelberger Druckmaschinen baut Elektromobilität aus

    Schulmäßig zeigt sich der Chart des SDAX-Unternehmens Heidelberger Druckmaschinen. Nach einem Höchststand bei 2.88 EUR Mitte November folgte eine kurze Konsolidierungsphase zurück auf den Unterstützungsbereich bei 2,40 EUR. Nun schickt sich der Wert an, ein neues Hoch zu markieren.

    Dabei beflügelt die aktuelle Nachricht und verspricht auch für die Zukunft erhebliche Kursfantasie. So baut die Heidelberger Druckmaschinen AG mit der Übernahme der Ladesäulentechnologie des Energieunternehmens EnBW das Angebot im Bereich Elektromobilität deutlich aus. Über den Kaufpreis wurde einem Sprecher zufolge Stillschweigen vereinbart. Mit den öffentlichen Ladepunkten will das Unternehmen eine neue Kundenschicht wie Stadtwerke, Kommunen oder Unternehmen gewinnen. Der Start des Verkaufs der neuen Säulen ist für Mitte des kommenden Jahres vorgesehen.


    Die Energiewende läuft, die Elektrifizierung des Verkehrs nimmt Fahrt auf. Jedoch droht für die nächsten Jahre ein deutliches Angebotsdefizit für die erforderlichen Rohstoffe wie Lithium oder Graphit. Graphano Energy ist einer der wenigen Player in Nordamerika und dürfte sich einer großen Nachfrage erfreuen. Ebenfalls nachgefragt werden dürften durch die E-Mobilitäts-Strategie Aktien von Heidelberger Druckmaschinen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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