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22.03.2023 | 05:35

Buffett stockt bei Öl-Aktie auf: Shell, Saturn Oil & Gas, BYD

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Bildquelle: Stuart Conway

Star-Investor Warren Buffett liebt schon länger Öl-Aktien. Da verwundert es nicht, dass er den aktuell schwachen Ölpreis nutzt, um bei seiner Lieblingsaktie (nach Apple) aufzustocken: Occidental Petroleum. An dem US-Ölproduzenten hält Berkshire Hathaway inzwischen rund 23%. Wer die Chance des niedrigen Ölpreises nutzen will, sollte sich auch Shell und Saturn Oil & Gas ansehen. Shell wird von zahlreichen Analysten empfohlen und Saturn Oil & Gas ist nach mehreren spektakulären Übernahmen auf dem Weg zu einem namhaften Produzenten zu werden. Neuigkeiten gibt es auch bei BYD. Ebenfalls ein Liebling von Buffett, aber derzeit in einem schwierigen Marktumfeld. Darauf lassen jüngste Medienberichte schließen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: Saturn Oil + Gas Inc. | CA80412L8832 , Shell PLC | GB00BP6MXD84 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , OCCIDENTAL PET. DL-_20 | US6745991058

Inhaltsverzeichnis:


    Analysten zu Saturn: Nach Übernahme über 100% Kurspotenzial

    Saturn Oil & Gas hat in den vergangenen 1,5 Jahren mit Übernahmen die kanadische Öl-Industrie. Im zweiten Halbjahr 2023 soll die Produktion auf über 31.000 Barrel Öl-Äquivalent (BOE) steigen – Anfang 2021 waren es gerade einmal 700 BOE. Auch die jüngste Reservenbewertung der Rohöl- und Erdgasaktiva klingt vielversprechend: Demnach liegen die iniziierten und vermuteten Reserven der beiden Öl-Felder Oxbow und Viking bei einem Netto-Inventarwert je Aktie von 6,92 CAD. Dazu kommen noch die Reserven der vor wenigen Wochen abgeschlossenen Übernahme der Ridgeback-Liegenschaften. Nimmt man deren geprüften und vermuteten Reserven hinzu, erhöht sich der Netto-Inventarwert sogar auf 12,88 CAD je Aktie. Derzeit notiert die Aktie bei rund 2,40 CAD.

    Daher überrascht es nicht, dass nach der Veröffentlichung der Reservenbewertung gleich mehrere Analysten ihre Kaufempfehlungen erneuert haben. CG Capital Markets empfhielt die Aktie von Saturn Oil & Gas mit einem Kursziel von 7 CAD. Die Analysten von Eight Capital haben ein Kursziel von 7,50 CAD. Auch die Experten von researchanalyst.com halten Saturn Oil & Gas für deutlich unterbewertet. Das EV/adj EBITDA-Ratio von Saturn liege derzeit bei etwa 1,3. Setze man den Faktor auf den Branchenschnitt von 5, dann wäre aus heutiger Sicht ein fairer Wert je Aktie von etwa 10,00 CAD angebracht, so researchanalyst.com (zum vollständigen Update).

    Shell: Analysten heben dem Daumen

    Aufgrund der schwächeren Öl-Preise hat die Shell-Aktie in den vergangenen Tagen um gute 10% nachgegeben und notiert derzeit knapp über 26 EUR. Zur Einordnung: Ende 2020 notierte die Aktie bei 10 EUR. Der Kursrückgang kann also ruhig als überschaubar bewertet werden. Auch Analysten sind weiterhin von der Aktie überzeugt. Zuletzt hat die kanadische RBC die Aktie des Öl-Konzerns mit "Outperform" und einem Kursziel von 29,00 GBP empfohlen. Neue Impulse erwarten die Analysten vom Kapitalmarkttag am 14. Juni. Dann sollen mehr Details zur Ressourcenplanungen und Erschließung neuer Quellen gegeben werden. Aufgrund der hohen Free Cashflows empfehlen die Analysten von JPMorgan die Shell-Aktie mit "Overweight". Das Kursziel liegt bei 30,00 GBP.

    Ähnlich optimistisch ist die Deutsche Bank. Deren Analysten trauen Shell einen Aktienkurs von 29,87 GBP zu. Derzeit notiert die Aktie bei 23,00 GBP. Entsprechend lautet die Empfehlung „Kaufen“. In Deutschland ist Shell übrigens unter anderem mit 37,5% an der Raffinerie in Schwedt beteiligt. Diese ist seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine in den Schlagzeilen, da der Mehrheitsgesellschafter Rosneft ein russischer Energie-Konzern ist. Shell möchte die Beteiligung eigentlich verkaufen. Aber solange der Bund die Kontrolle von Rosneft übernommen hat, gestaltet sich dies als schwierig.

    Shell investiert auch in Wasserstofftankstellen Quelle: James Cannon

    BYD: Die Lage wird unübersichtlich

    Schwierig scheint derzeit die Lage auch bei BYD zu sein. Zumindest scheint es beim chinesischen E-Auto-Konzern nicht mehr ganz so glatt zu laufen wie in den vergangenen Jahren. So berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass Arbeiter im Werk in Xi'an – es ist die größte Fabrik von BYD – nur noch vier Tage pro Woche arbeiten sollen. Zudem sollen die Schichten im Werk in Shenzhen von drei auf zwei pro Tag reduziert worden sein.

    Grund soll die nachlassende Nachfrage nach E-Autos in China sein. Dies zeigt erneut, dass das Jahr 2023 für die E-Auto-Branche rauer werden dürfte. Zunächst hatte im Januar Tesla die Preise reduziert. Daneben haben wohl auch Hersteller von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren die Preise gesenkt und setzen damit den E-Autos zu. Man kann also durchaus von einem Preiskampf innerhalb der gesamten Autobranche in China sprechen. Von deutschen Herstellern gibt es dazu noch keine Neuigkeiten.

    Die bisherigen Verkaufszahlen von BYD sind allerdings weiterhin beachtlich. So wurden im Februar 2023 193.655 Einheiten verkauft. Dies sind rund 28% mehr als im Januar und mehr als doppelt so viel als die 88.283 Fahrzeuge im Februar 2022.


    Das laufende Jahr dürfte für Saturn Oil & Gas zum entscheidenden werden. Betrachtet man die Finanzkennzahlen ist die Aktie fast schon lächerlich günstig. Dies gilt allerdings schon seit Monaten. Mit den kommenden Produktionszahlen inklusive der letzten Übernahme muss es dem Management gelingen, neue Investoren zu gewinnen und den Aktienkurs anzutreiben. Bei BYD ist die Lage derzeit etwas unübersichtlich. Die Absatzzahlen sind weiterhin stark und es wird international expandiert. Aber warum dann die Produktionskürzungen? Shell ist weiterhin ein Basisinvestment im Öl-Sektor.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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