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12.04.2022 | 05:10

BioNTech, Desert Gold, BYD – Entscheidende Schritte

  • Gold
  • Inflation
Bildquelle: pixabay.com

Große Unsicherheit herrscht aktuell an den Kapitalmärkten. Während der Ukraine-Krieg und die Angst vor Zinserhöhungen aufgrund der enorm steigenden Inflation auf das Gemüt der Anleger in Europa drückt, ziehen sich Anleger in Asien aufgrund der verschärften Corona-Maßnahmen in China zurück. Durch die Null-Covid-Politik könnte es dort zu ausgedehnten Massensperrungen kommen, die sich negativ auf die Industrieproduktion und den Inlandsverbrauch auswirken könnten. Der Elektroautobauer Nio stoppte beispielsweise bereits seine Produktion.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , BYD CO. LTD ADR/2 YC 1 | US05606L1008 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    Desert Gold Ventures – Profiteur der nächsten Welle

    Im Gegensatz zum breiten Aktienmarkt profitiert das Edelmetall Gold von den Unsicherheiten sowohl aufgrund der geopolitischen Verwerfungen, als auch durch die hohen Teuerungsraten. Der Basispreis konnte die kurzfristige Korrektur bei rund 1.890 USD je Unze abfedern und bewegt sich nun in Richtung des Widerstandes bei 1.965,37 USD. Ein Ausbruch könnte das Edelmetall dann bereits in Richtung der psychologisch wichtigen Marke bei 2.000 USD führen. Ein gutes Zeichen konnte der weltgrößte Goldproduzent Newmont, der in der vergangenen Woche ein neues Allzeithoch markierte, setzen. Aufgrund der anhaltenden Krisen und der ungewissen Inflationsaussichten sollte jeder Anleger über eine Depotbeimischung von Goldminenaktien nachdenken.

    Ein attraktives Anlageziel, welches bisher noch nicht von einem steigenden Basispreis profitieren konnte, ist das Explorationsunternehmen Desert Gold. Dabei liegt der Börsenwert gerade einmal bei 12,60 Mio. EUR und die Kanadier konnten in den vergangenen Wochen mit starken Ergebnissen glänzen. Desert Gold gab die erste, grubenbegrenzte Mineralressourcen aus fünf Lagerstättengebieten des Flagschiff-Projekts SMSZ bekannt. Die Ressourcenschätzung summiert sich auf über 1 Mio. Unzen Gold. Die gemessene und angezeigte Mineralressource ergab demnach bei 8,47 Mio.t und einem Gehalt von 1,14 g/t Gold insgesamt 310.300 Unzen Gold. Der Großteil entfiel auf die Kategorie „abgeleitet“, d.h. mit einer höheren Unsicherheit verbunden, mit 769.200 Unzen Gold (bei einer Tonnage von 20,7 Mio. und einem Gehalt von 1,16 g/t).

    Aktuell soll ein Phase-2 Bohrprogramm in der 1,6 km langen Zone Gourbassi West North starten. Bei der offenen Zone ergaben sich historische Werte von 1,94 g/t Gold über 30m und 2,75 g/t Gold über 12m und wurde nur bis in eine Tiefe von 35m geprüft. Diese Gold-Zone scheint eines der größeren Goldsysteme in der Liegenschaft zu sein und wurde bisher nur in begrenztem Umfang erforscht.

    Zudem gab Desert Gold bekannt, dass die nicht vermittelte Privatplatzierung abgeschlossen wird. Durch die Ausgabe von 11.741.667 Einheiten zu einem Preis von 0,12 CAD pro Einheit konnten insgesamt 1.409.000 CAD eingenommen werden, die in erster Linie für weitere Bohrungen auf dem SMSZ-Projekt verwendet werden.

    BioNTech – Das zweite Standbein

    Die Infektionszahlen sinken nach den Höchstständen, die Impfbereitschaft ist im Keller und die Chancen auf eine Impfpflicht gehen gegen null. Für den Impfstoff-Hersteller BioNTech herrscht saure Gurkenzeit. Durch das zumindest vorübergehende Wegbrechen des einzigen Umsatzbringers suchen die Mainzer nun händeringend nach alternativen Einnahmequellen. Denn trotz der Kurskorrektur, die BioNTech-Aktie stand Ende November des vergangenen Jahres noch bei 374,58 USD, ist das Unternehmen mit einem Börsenwert von 41,29 Mrd. USD mehr als ambitioniert bewertet.

    Bei einer der aussichtsreichsten Alternativen präsentierten die Mainzer Daten aus der laufenden Phase-1/2-Studie zur Beurteilung der Sicherheit und vorläufigen Wirksamkeit des neuartigen CAR-T-Zelltherapieansatzes BNT211 bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren. Die vorläufigen Ergebnisse der untersuchten Dosierungen von BNT211 zeigten ein vielversprechendes Sicherheitsprofil und eine Anti-Tumor-Aktivität bei Hodenkrebspatienten. BioNTech hat es sich zum Ziel gesetzt, die aktuellen Hürden bei der Nutzung von Zelltherapien zu überwinden und das große Potenzial dieser Therapieart auch für die Behandlung solider Tumore einzusetzen. Hierfür hat BioNTech seine CAR-T- und FixVac-Plattformtechnologien kombiniert, um ein CAR-T-Zelltherapieprodukt zu entwickeln, das hochspezifisch gegen Krebszellen gerichtet ist und fortlaufend durch einen aktivierenden mRNA-Impfstoff verstärkt wird.

    Zudem wurde mit Matinas BioPharma eine exklusive Forschungskollaboration zur Entwicklung neuer Formulierungen für mRNA-basierte Impfstoffe bekannt gegeben. Dabei soll die Kombination verschiedener mRNA-Formate mit Matinas firmeneigener LNC-Plattformtechnologie untersucht werden. "Nach jahrelanger intensiver Forschung haben wir 2015 Pionierarbeit mit der Behandlung des ersten Patienten in der Geschichte mit einer in Nanopartikel eingeschlossenen mRNA geleistet. Starke Immunantworten bei einer Gabe von niedrigen Dosen zu erreichen ist essenziell für die Entwicklung gut verträglicher und hochwirksamer Impfstoffe. Dies kann mit der richtigen Technologie erreicht werden, die eine gezielte Verabreichung des Impfstoffs ermöglicht", sagte Prof. Ugur Sahin, Chief Executive Officer und Mitgründer von BioNTech. Trotz der Bestrebungen besteht beim Aktienkurs weiteres Rückschlagpotenzial. Sollte der Aufwärtstrend bei 161,00 USD brechen, wäre der Weg bis zur Unterstützung bei 120,00 USD frei.

    BYD – Sieg über Tesla

    In China bleibt das „build your dream“-Unternehmen weiterhin das Maß aller Dinge und verteidigte seinen Platz an der Sonne vor dem US-amerikanischen Konkurrenten Tesla. Mit 104.338 Einheiten setzte sich BYD unangefochten vor Tesla China an die Spitze, die rund 65.000 Fahrzeuge ausliefern konnten. Negativ nahm das Anlegerpublikum jedoch den Rückgang der Einzelhandelsverkäufe von PKWs in China im letzten Monat auf. So gingen diese um mehr als 10% gegenüber dem Februar 2022 zurück, was eine Differenz von knapp 1,58 Mio. Elektromobilen bedeutet. Zudem sind die Anleger in Sorge, dass aufgrund der Covid-Strategie weitere Produktionseinschränkungen erfolgen könnten.

    Der Konkurrent Nio vermeldete bereits, dass die Produktion aufgrund von Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Corona-Virus Pandemie gestoppt wurde. Aufgrund der Unsicherheiten ist deshalb auch bei BYD Vorsicht geboten.


    Die Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Konflikts und der Corona-Pandemie, belasten die Börse. Gold dagegen ist gefragt und könnte einen erneuten Versuch über die Marke von 2.00 USD wagen. Desert Gold konnte trotz starker Ergebnisse noch nicht profitieren. BioNTech ist aktuell ambitioniert bewertet, bei BYD herrscht Unsicherheit aufgrund möglicher Produktionseinschränkungen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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    Drei Aktien haben Turnaround-Potenzial. Zugegeben, im aktuellen Umfeld – u.a. Inflation, steigende Zinsen, Krieg in der Ukraine – fällt das Investieren nicht leicht. Doch gerade schwierige Zeiten bieten große Chancen. Beispiel Rheinmetall: Die Aktie hat um über 30% korrigiert, dabei stimmen die Zukunftsperspektiven und auch Analysten sehen über 70% Kurspotenzial. Nordex hat viele hausgemachte Probleme, aber auch hier stimmt das Branchenumfeld durch weltweite Investitionspakete für Erneuerbare Energien. Bei Barsele Minerals belastet der Goldpreis, doch inzwischen liegt die Marktkapitalisierung deutlich unter dem Wert des Assets und die jüngste Kapitalerhöhung war deutlich überzeichnet.

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    • Inflation
    • Rohstoffe
    • Seltene Erden

    Und wieder einmal wird die kürzlich gestartete Aufwärtsbewegung an den Börsen durch neue Inflationsdaten aus den USA jäh beendet. Die Verbraucherpreise stiegen im vergangenen Monat um 8,3%, die Kernrate um 6,3%. Damit lagen die Werte erneut über den Schätzungen der Ökonomen, was weitere Zinserhöhungen mehr als wahrscheinlich macht. Die höheren Zinsen sind eine weitere Belastung für die Wirtschaft. Hinzu kommen durch die hohe Nachfrage weiter anziehende Preise bei dringend benötigten Rohstoffen.

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