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25.11.2021 | 05:10

BASF, Osino Resources, Standard Lithium – Warum glaubt das keiner?

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Bildquelle: pixabay.com

Seit dem Anwachsen der Inflationsraten werden die Gesellschaften von den Notenbanken besänftigt, dass die Preissteigerung nur temporär wäre und aufgrund der Erholung nach den Corona-Lockdowns im nächsten Jahr abflachen werde. Eine Zinsanhebung sei deswegen noch lange kein Thema, lediglich das Hineinpumpen von unlimitierten Geldern in den Kapitalmarkt soll in Schneckentempo verlangsamt werden. Sollten sich die hohen Inflationsraten doch als dauerhaft erweisen, hilft nur eines: Die Flucht in Gold.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Feulner
ISIN: OSINO RESOURCES CORP. ON | CA68828L1004 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010


BASF – Gewerkschaft tritt auf den Plan

Benzin, Strom oder Lebensmittel, alles ist im laufenden Jahr teurer geworden. Das Einzige was nicht mit der Inflationsrate steigt, sind die Löhne der Arbeitnehmer. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) fordert nun für die rund 580.000 Beschäftigten in der deutschen Chemie- und Pharmabranche deutlich mehr Geld. Ziel müsse sein, die Kaufkraft der Menschen nachhaltig zu steigern, sagte Ralf Sikorski, stellvertretender Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie am Dienstag in Hannover. „Es steht außer Frage, dass am Ende ein Entgeltplus oberhalb der Teuerungsrate stehen muss“, sagte Sikorski, ohne die Forderung genau zu beziffern. Dafür werde man auf die Inflationsrate im Frühjahr schauen, wenn die Gespräche mit den Arbeitgebern starten sollen. Diese lehnten derartige Forderungen bisher ab.

Unterdessen schreitet der Chemiekonzern bei seinen Zielen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes weiter voran. Nach RWE und Orsted wurde nun eine weitere Kooperation mit Air Liquide angestoßen. Die beiden Partner planen den Aufbau der weltweit größten grenzüberschreitenden Wertschöpfungskette zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS). Ziel ist es, die CO2-Emissionen der Industrie im Hafen von Antwerpen deutlich zu senken. Allein im ersten Jahrzehnt der Inbetriebnahme können 14,2 Mio. Tonnen CO2 vermieden werden.

Die Aktie von BASF steuert derweil aufgrund des schwachen Gesamtmarktes auf die Unterstützung bei 62,00 EUR zu. Langfristig ist der Titel weiterhin interessant.

Osino Resources – Bestens aufgestellt

Nachdem der Goldpreis erneut unter die 1.800 USD-Marke fiel, dürfte aus technischer Sicht noch einmal ein Test der Jahrestiefs bei 1.680 USD wahrscheinlich sein. Gold ist aktuell nicht en vogue, der Aktienmarkt boomt und der Mainstream glaubt immer noch an eine vorübergehende Teuerungsrate. Dies dürfte sich spätestens im ersten Quartal des Jahres ändern, wenn festgestellt wird, dass die hohen Inflationsraten doch eher ein längerfristiges Phänomen sind. Deshalb ist es bereits jetzt ratsam, sich auf die Suche nach aussichtsreichen Minenproduzenten oder Explorationsunternehmen zu machen, um den langfristig erwarteten Anstieg des Goldpreises nicht zu verpassen.

Ein Unternehmen, das stetig gute Explorationsergebnisse liefert und dessen Management bereits sein Können bewiesen hat, ist Osino Resources. Hinzu kommen perfekte Bedingungen in Sachen Infrastruktur und Rechtsprechung in Namibia. Dort unterhält das kanadische Unternehmen das über eine Gesamtfläche von 6.700 qkm gehende Twin-Hills-Projekt. Die Lagerstätte befindet sich zentral im hochgradigen Damara-Sedimentmineralgürtel entlang des Streichens der produzierenden Goldminen Navachab und Otjikoto. Mit der Otjikoto-Mine hatte das Management in der Vergangenheit seine Feuertaufe bestanden und diese für 180 Mio. CAD an B2 Gold verkauft. Ein ähnliches Szenario schwebt CEO Heye Daun auch diesmal vor.

Im zweiten Quartal 2022 erwartet der erfahrene Manager neue Ergebnisse, die klare Hinweise auf die vielversprechende Perspektive von Osino Resources bieten werden. Vor allem die erste Schätzung aus dem zweiten Quartal dieses Jahres über 430.000 Unzen mit 1,00 g/t Gold (angezeigt) bzw. 1,47 Mio. Unzen mit 1,08 g/t Gold (abgeleitet) soll hierbei noch deutlich überboten werden. Sprott Equity Research ist sich seiner Sache zumindest sicher, dass das aktuell geplante Bohrprogramm über 75.000m weitere hochgradige Ausläufer an die Oberfläche bringen sollte und vergab ein Kursziel von 2,55 CAD. Aktuell notiert der Titel rund 50% unter dem gesteckten Ziel bei 1,22 CAD.

Für die weiteren Schritte besorgte sich Osino Resources Geld am Kapitalmarkt. Insgesamt platzierte Osino 9,545 Mio. Aktien zu 1,10 CAD, verbunden mit einem halben Optionsschein zu 1,35 CAD für 22 Monate. Die Verwendung des Kapitals erfolgt in erster Linie zu Explorationszwecken im Goldprojekt Twin Hills und ist darüber hinaus für Untersuchungen, technische Studien, den Erwerb von Oberflächenrechten sowie für allgemeine Unternehmenszwecke geplant. Damit ist das Unternehmen für das nächste Jahr bestens finanziert.

Standard Lithium – Paukenschlag

Im Gegensatz zum Gold ist der Lithiummarkt derart überhitzt, dass Experten bereits eine Art Blasenbildung, zumindest kurzfristig, ausmachen. Auf langfristige Sicht dürfte jedoch auch der Lithiumpreis seinen Trend nach oben fortsetzen, zu hoch ist die Nachfrage aus der Batterieindustrie und zu knapp das Angebot.

Standard Lithium erinnert ein bisschen an das Zeitalter des Neuen Marktes Anfang der 200er. Das Unternehmen, das mit Arkansas Smackover und Bristol Lake zwei Projekte besitzt, macht aktuell weder Umsatz noch Gewinn. Trotzdem liegt der Börsenwert bei stolzen 1,15 Mrd. EUR. Mit einer Kapitalerhöhung über 100 Mio. USD folgte nun der nächste Paukenschlag. Mit der Koch Investment Group erhalten die Kanadier einen neuen Investor, der zu einem Aktienkurs von 7,42 USD knapp 13,5 Mio. Aktien erwirbt.

„Wir treten in eine wichtige Phase für Standard Lithium ein und freuen uns, diese mit einem weltweit anerkannten Industrieführer wie Koch Strategic Platforms als Partner zu beginnen“, sagte Robert Mintak, CEO von Standard Lithium.


Die steigende Inflation ist eines der wichtigsten Themen, die aktuell am Kapitalmarkt diskutiert werden. Sollte diese länger dauern, geht kaum etwas am Edelmetall Gold vorbei. Osino Resources ist für einen langfristigen Goldmarktanstieg gerüstet. Standard Lithium ist im Gegensatz dazu schon zu weit gelaufen.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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