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21.03.2023 | 04:44

Banken adé – jetzt steht die GreenTech Rally an: Aktien von BYD, Canadian North, Mercedes Group und BMW im Fokus!

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Bildquelle: pixabay.com

Schonungsloser Klartext – das hatte der Weltklimarat versprochen, falls es Regierungen noch immer nicht kapiert haben. Der neueste „Weltzustands-Bericht“ zeigt dies eindeutig. Zögern war gestern, jetzt muss gehandelt werden und zwar weltweit, lautet die klare Botschaft. Das ist das Fazit des sogenannten Syntheseberichts des Weltklimarates IPCC, welcher wie lang erwartet gestern im schweizerischen Interlaken vorgestellt wurde. Führende Wissenschaftler haben in der vergangenen Woche mit mehr als 650 Regierungsvertretern darum gerungen, die Dinge so transparent wie möglich darzulegen. Das Fazit ist schnell formuliert: Vollgas für die GreenTech-Industrie!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , CANADIAN NORTH RESOURCES INC | CA1364271017 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , BAY.MOTOREN WERKE AG ST | DE0005190003

Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Die nächsten Flaggschiffe rollen auf den Markt

    Der 99 Jahre alte US-Investor und Freund von Warren Buffett Charly Munger verliebt sich immer wieder neu in die BYD-Aktie: „Der chinesische Elektroautobauer ist ein bemerkenswertes Unternehmen, das dem US-Autobauer Tesla zumindest in China weit voraus ist“, sagte er am Rande einer Investoren-Konferenz Anfang 2023. Die ursprüngliche 500 Mio. USD-Investition von Berkshire Hathaway in 2008, hatte in der Spitze einen Wert von 8 Mrd. USD erreicht, denn der Wert der BYD-Aktie ist allein in den letzten zehn Jahren um mehr als 600 Prozent gestiegen.

    Aktuell kann BYD kann wieder mit Neuheiten aufwarten. Ende März bringt man die Champion-Version der Flaggschiff-Modelle Han und Tang mit Verkaufspreisen ab 210.000 Yuan oder knapp 30.440 USD auf den Markt. Ein neuer Schlag für die Tesla Inc., welche in China schon 2-mal die Preise senken mussten, um den Marktanteil überhaupt nur zu halten. Trotzdem hat es BYD in China nicht mehr so leicht, die Konkurrenz im eigenen Land holt auf und auch VW kann neue Marktanteile hinzugewinnen.

    Die Investmentbank Morgan Stanley hat aus diesen Gründen das Kursziel für die BYD-Aktie jüngst gesenkt, während die Ratings der beiden Kontrahenten und Start-ups Li Auto und XPeng angehoben wurden. Als Begründung nannten die Experten die erneuten Preissenkungen von Tesla auf dem chinesischen Festlandmarkt, denn derzeit stocken die Fahrzeugverkäufe bei gleichzeitiger Margenabsenkung. Das könnte das Ergebnis erheblich negativ belasten, so die Analysten. Der Querschnitt bei Refinitiv Eikon sieht das 12-Monatskursziel allerdings immer noch bei rund 362 CNY oder umgerechnet 49 EUR. Somit hat die BYD-Aktie auf dem aktuellen Niveau noch ca. 100% Potenzial.

    Canadian North Resources – Neue Entdeckungen in Sachen Batteriemetalle

    Rohstoff-Unternehmen können durch umweltschonende Gewinnungsverfahren einen wichtigen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz leisten. Denn trotz aller öffentlichen Kritik am Bergbau werden die Metalle in der GreenTech-Industrie benötigt, um die Energiewende in trockene Tücher zu bekommen. Die Batteriemetalle Kupfer, Lithium und Kobalt stellen heute noch eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung der Klimaziele dar, denn sie sind Hauptbestandteil der aktuellen Energiespeicher-Technologien.

    Das Explorations-Unternehmen Canadian North Resources Inc. (CNRI) hat auf dem 253,8 Quadratkilometer großen Gebiet Ferguson Lake ausgedehnte granitische Pegmatite identifiziert, welche möglicherweise lithiumhaltige Mineralien enthalten. Das Potenzial für Lithiummineralien wurde in diesem Gebiet noch nie erkundet, das wird sich im Jahr 2023 aber ändern. "Wir untersuchen die granitischen Pegmatite auf dem großen Gebiet des Projekts Ferguson Lake auf ihr Potenzial Lithiummineralien zu beherbergen," verkündete jüngst der Präsident und CEO Dr. Kaihui Yang. Das besagte Gebiet befindet sich im südlichen Teil von Nunavut innerhalb des nördlichen kanadischen Schildes, welches ein erstklassiges Potenzial für kritische Mineralien wie Nickel, Kupfer, PGM, Diamanten, Lithium, Uran und seltene Erden aufweist.

    Canadian North Resources Inc. ist für die Anforderungen der GreenTech-Industrie gut aufgestellt, denn es konzentriert sich auf kritische Metalle für Anlagen zur Erzeugung von sauberer Energie, dem Bau von Elektrofahrzeugen und modernen Energiespeichern. Eine Ressourcenbewertung nach Standard N43-101 wurde bereits erstellt, das Modell deutet auf ein beträchtliches Potenzial für die zukünftige Erweiterung hin. Die CNRI-Aktie hat bislang Stärke gezeigt und seit Jahresanfang gut 40% zulegen können. Im aktuellen geopolitischen Umfeld stehen die Karten gut für einen weiteren Anstieg.

    Seit Erstnotiz im Mai 2022 konnte die Aktie von Canadian North Resources um über 100% zulegen und die Aktien von BYD und Mercedes klar outperformen. Quelle: Refinitiv Eikon 20.03.2023

    Mercedes Group und BMW – Noch einen Trumpf im Ärmel

    Noch steht das Verbrenner-Verbot in der EU auf wackeligen Beinen. Wie elektrisch wir in Zukunft fahren, lässt sich aktuell kaum vorhersagen. Für die deutschen Premiumhersteller BMW und Mercedes steht aber offenbar schon fest: Der wirklich einzig richtige Weg ist das Elektroauto nicht, das dokumentieren aktuelle Nachhaltigkeits-Analysen. Zum Elektroauto bekannt haben sich dennoch praktisch alle großen Autohersteller, wenn auch unterschiedlich deutlich.

    BMW und Mercedes sind dabei keine Ausnahme, auch wenn sich die Bayern die größte Hintertür offenhalten und dem Verbrenner noch lange keine Absage zu erteilen. Dazu waren die Geschäfte mit der neuen X-Reihe zuletzt viel zu erfolgreich, gleiches gilt für die Mercedes ML- und G-Modelle. Die beliebten SUV-Baureihen verkaufen sich rund um den Globus mit sehr guten Margen. Warum sollte man also die politisch getriebene Abkehr so einfach mitmachen? Immerhin werden die 10 bis 15-jährigen Modellzyklen so manche politische Konstellation in Berlin überleben.

    Ab dem Jahr 2027 soll für die Modelle sogar nochmal eine komplett neu entwickelte Plattform bereitstehen, bei der alle Antriebskonzepte verbaut werden können. Im Fall von BMW heißt das: Benzin, Diesel und Batterie, sogar die Brennstoffzelle soll bei den Bayern in Zukunft eine größere Rolle spielen. Mercedes hat zwar auf öffentlichen Druck hin offiziell dem Verbrenner abgeschworen und will den Wechsel bis zum Ende der 2020er Jahre fast geschafft haben. Als man das Elektroziel in Stuttgart formulierte, hat man allerdings genau vorgesorgt: Denn der Plan, ausschließlich elektrisch zu werden, gelte nur dort, wo die Marktbedingungen es zulassen. Bedeutet im Klartext, dass der Markt in Zukunft entscheidet und nicht die Politik. In China und den USA, die derzeit wichtigsten Märkte für deutsche Autobauer, hat der Verbrennungsmotor noch kein diktiertes Ablaufdatum.


    Der GreenTech-Trend ist ungebrochen stark, denn viele Regierungen weltweit dehnen ihre Investitionen in umweltschonende Technologien weiter aus. Das beschert den Technologie-Führern eine gute Auftragslage und verstärkt den Bedarf an kritischen Rohstoffen. Mercedes Group, BMW und BYD überzeugen als breit aufgestellte Automobilwerte, Canadian North Resources könnte mittelfristig als einer der zukünftigen Lieferanten punkten.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    • Batterietechnologie
    • E-Mobilität
    • China

    Täglich neue Rekorde an der NASDAQ lassen Anlegerträume wahr werden, doch Ende der letzten Woche gab es erste Korrekturanzeichen, der Top-Wert Nvidia musste 10 % vom Hoch abgeben. Kein Beinbruch nach knapp 100 % Anstieg seit Mitte April. Auch das Emissionsgeschäft läuft nun wieder an, denn Neulinge wollen die Gunst der Stunde nutzen. Der norwegische Wasserstoff-Pionier Nel ASA bringt so seine Tankstellentochter mit Erfolg an die Börse. Das schafft mehr Transparenz im Konzern und füllt die Kasse auf. Und während Varta schon wieder eine Umsatzwarnung veröffentlicht, bringt Altech Advanced Materials seine neuen Batterie-Technologien auf den Weg. In Sachen Errungenschaften ist „Made in Germany“ also immer noch „top“, die richtige Aktienauswahl bleibt allerdings Trumpf.

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    • CO2-Zertifikate
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    Der Europäische Green Deal ist eine umfassende Initiative der Europäischen Union zur Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels und zur Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft. Zu den zentralen Inhalten gehören die Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mindestens 55 % bis 2030, die Förderung sauberer Mobilität und Kreislaufwirtschaft sowie Erhalt der Biodiversität. Die grünen Parteien haben im Europäischen Parlament rund 20 Sitze verloren. Wie steht es generell um die Bemühungen für Nachhaltigkeit in puncto CO2-Emissionsreduktion? Carbon Done Right ist ein kanadisches Unternehmen, was durch Renaturierung und Wiederaufforstung eigene CO2-Emissionszertifikate handelt, um großen Playern wie Microsoft oder Tesla Tauschgeschäfte zu ermöglichen. Sie bieten eine Dashboard-Satellitenkontrolle der handelbaren Areale für alle Teilnehmer. Auch Amazon dringt in den Markt der Landwirtschaft. So nutzt die IT-Firma Axons in Südostasien AWS Technologie, um den dortigen Lebensmittelanbau zu verbessern. BASF als Mischkonzern und Chemieriese bekannt, forscht nun an einem Wirkstoff, der aus natürlichen Bakterien von Säugetieren gewonnen wird und in der Lage ist, CO2 arme Stoffe für die chemische Industrie herzustellen. Wo lohnt sich ein Investment?

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    Kommentar von Stefan Feulner vom 21.05.2024 | 05:10

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    • Handelskrieg
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    • Kritische Rohstoffe

    Die Aktienmärkte befinden sich weiterhin auf Rekordjagd. Der Dow Jones Industrial erklomm zum ersten Mal in seiner Geschichte die Marke von 40.000 Punkten, der DAX steht ebenfalls vor dem Bruch der 19.000er Schallmauer. So weit so gut, könnte man sagen. Doch im Hintergrund braut sich in Bezug auf den Handelskrieg zwischen den USA und China etwas zusammen, was zukünftig enorm auf die Margen der Unternehmen drücken könnte. Dadurch dürften vor allem kritische Rohstoffe vor dem Beginn eines starken Aufwärtsimpulses stehen.

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