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19.11.2020 | 05:10

AngloGold Ashanti, Blackrock Gold, Newmont: In Gold investieren – aber wie?

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Bildquelle: pixabay.com

Gold-Anleger befinden sich in einer komfortablen Situation: Das Edelmetall hat von seinen Höchstständen ein wenig verloren, zeigt aber dennoch große relative Stärke an der Marke von 1.900 Dollar je Unze. Obwohl die Nachricht von Impfstoffen kurzfristig etwas Druck aus den Märkten genommen hat, bleibt das große Bild für Gold-Investoren intakt. Die Jahrhundertkrise erfordert Billionen schwere Maßnahmen. Diese Geldflut erhöht ihrerseits das Risiko weiterer Krisen und könnte die Inflation treiben. Entgegen der Meinung vieler Anleger ist es nicht die Inflation, die den Goldpreis treibt, sondern deren Erwartung. Für gesteigerte Inflationserwartungen gibt es angesichts der bereits erfolgten und noch im Raum stehenden Maßnahmen von Regierungen und Notenbanken allen Grund. Doch wie gelingt ein Investment in die zu erwartende Gold-Hausse?

Während Großmutter noch Barren und Münzen unter dem Bett versteckt hat, können heutige Anleger zu Gold-ETCs greifen. Diese verbriefen in der Regel physisches Gold und lassen sich zudem zu attraktiven Gebühren im Depot verwahren und aktiv handeln. Rendite-Jäger greifen dennoch bevorzugt zu Gold-Aktien. Der Grund: Titel wie AngloGold Ashanti, Blackrock Gold oder Newmont bieten in der Regel einen Hebel auf den Goldpreis. Je nachdem wie sich ein Unternehmen entwickelt, werden auch die Goldreserven im Boden bewertet.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Nico Popp


AngloGold Ashanti: Von der Pandemie ausgebremst

WKN: 164180 ISIN: ZAE000043485 Symbol: AOD1
AngloGold Ashanti gehört zu dem größten Goldminenbetreibern der Welt und ist vor allem in Afrika gut positioniert. Auch der Aktie hat der steigende Goldpreis gutgetan: Auf Sicht von einem Jahr steht immerhin eine Rendite von rund 10% zu Buche. Das ist zwar weniger als der Goldpreis in dieser Zeit gestiegen ist, doch befindet sich AngloGold Ashanti auch in einer besonderen Situation. Das Unternehmen strukturiert sich um, kauft hier und da neue Projekte zu und trennt sich wiederum von anderen, wenig lukrativen Projekten.

Insgesamt gelten die Produktionskosten beim Unternehmen allerdings noch immer als zu hoch. Die Pandemie sorgt zudem dafür, dass die Restrukturierung nicht so zügig vonstattengehen kann. Um neue Projekte zu besichtigen, müssen Geologen und das Managementteam reisen. Das ist zu Zeiten der Pandemie nur eingeschränkt möglich und vor allem schwer planbar. Auch deswegen geriet die Aktie in den letzten Monaten unter die Räder. AngloGold Ashanti ist das beste Beispiel, dass der Kurs eines Goldförderers auch hinter der Entwicklung des Edelmetalls zurückbleiben kann.

Blackrock Gold hat zwei Eisen im Feuer

WKN: A2APHZ ISIN: CA09258M1014 Symbol: AHZ
Anders sieht es dagegen bei Blackrock Gold aus. Innerhalb des vergangenen Jahres hat sich der Kurs verdreifacht. Im Spiegel dessen sieht auch der Kursverfall der vergangenen Monate nicht mehr dramatisch aus – auf Sicht von drei Monaten gab die Aktie annähernd 50% ab. Blackrock Gold betreibt im US-Bundesstaat Nevada zwei Edelmetallprojekte und arbeitet aktuell daran, die Vorkommen mittels Explorationsbohrungen näher zu definieren. Im Sommer feierte der Markt Bohrergebnisse von 26g/t Gold oder 2.030 g/t Silber.

Aktuell hat Blackrock Gold ein Bohrprogramm auf seinem Silver-Cloud-Gebiet in Nevada gestartet, das bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Ziel ist es, zu belegen, dass die Liegenschaft Ähnlichkeiten zur Geologie der unweit gelegenen Hollister-Mine aufweist, die von Hecla betrieben wird. Bereits zuvor hatte Blackrock angekündigt, sein Silver-Cloud-Gebiet womöglich separat an die Börse bringen zu wollen. Auch auf dem Flaggschiff-Projekt Tonopah geht es voran. Bis ins Jahr 2021 hinein, will Blackrock Gold nach Edelmetallen bohren. Angesichts der Aktivitäten auf zwei Projekten und der bevorstehenden Unternehmensergebnisse könnte die Aktie von Blackrock Gold nach dem Kursrücksetzer der vergangenen Monate wieder attraktiv bewertet sein.

Newmont unter Zugzwang - kleine Unternehmen könnten profitieren

Als Dauerbrenner, wenn es um Gold geht, gilt auch die Aktie von Newmont. Der Weltmarktführer hat in den vergangenen Jahren sowohl Normandy, Franco-Nevada und auch Goldcorp übernommen und integriert. Zuletzt erhöhte Newmont die Dividende und meldete einen hohen freien Cashflow. Das etablierte Unternehmen verdient trotz der Pandemie gut am gestiegenen Goldpreis. Das spiegelt auch der Aktienkurs wider, der auf Sicht von einem Jahr um rund 60% zugelegt hat. Zuletzt büßte der Kurs aber wieder ein wenig ein.

Obwohl es bei Newmont gut läuft, stehen derartige Unternehmen doch unter dem Druck, abgebaute Reserven ersetzen zu müssen. Die Pandemie erschwert dieses Vorhaben. Nutznießer könnten kleinere Unternehmen aus dem Sektor sein, die im Schatten der Krise ihre Projekte entwickeln können, ohne zu einem frühen Zeitpunkt Übernahmenagebote fürchten zu müssen. Für Anleger könnten diese kleineren Unternehmen eine spannende Nische sein, in die sich mit Weitsicht investieren lässt.


Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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Kommentar von Nico Popp vom 25.11.2020 | 05:50

Sartorius, Drägerwerk, Desert Gold: Impfstoffe fürs Depot

  • Investments

Die Krise ist auf der Zielgeraden. Mehrere Impfstoffe sind gefunden und stehen unmittelbar vor der Zulassung. Doch bis die Pandemie besiegt ist, wird es noch eine Weile dauern: Millionen Menschen müssen geimpft werden. In der Regel sind dazu zwei Impfdosen notwendig, die in bestimmten Abständen verabreicht werden müssen. Diese logistische Herkulesaufgabe muss in vielen Ländern gelingen, damit wieder Normalität einkehren kann. So viel scheint sicher: 2021 wird noch unter dem Eindruck des Virus stehen. Auch am Kapitalmarkt hinterlässt Corona seine Spuren, ob direkt oder indirekt.

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Kommentar von André Will-Laudien vom 24.11.2020 | 05:50

Scottie Resources, Bitcoin, Tesla: Raketenantrieb gefragt!

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Gold wurde gestern abermals von Analystenseite abgewählt und erreichte mit 1.831,00 USD ein 3-Monats-Tief. Die Deutsche Bank hat jüngst Zahlen zur Performance auf den traditionellen Märkten und dem Kryptomarkt nach der optimistischen Entwicklung hin zu einem Impfstoff gegen Covid-19 veröffentlicht. Neben unterschiedlichen Wertzuwächsen an den Aktienmärkten mit Anstiegen zwischen 5 und 15% wurde auch der Bitcoin als einer der größten Gewinner identifiziert. Die Attraktivität von Bitcoin als alternative Absicherung nimmt nach Ansicht der Analysten der Deutsche Bank weiterhin zu. Man erwartet weitere Anstiege, allerdings sollten wir die vielen Spekulanten nicht vergessen, die dem Raketen-Trend wohl ohne Skrupel hinterherjagen.

Es scheint aber auch fundamental eine steigende Nachfrage zu geben, speziell den Bitcoin dort einzusetzen, wo früher Gold zur Absicherung diverser Dollar- oder Inflationsrisiken verwendet wurde. Der Bitcoin und auch andere TOP10 Kryptos konnten allein in diesem Monat schon zwischen 20-50% zulegen, der Run ähnelt der Entwicklung in den Jahren 2017-2018. Gold und Silber hingegen zeigen charttechnisch weiterhin Konsolidierungsbedarf an, viele Investoren schichten ihre Sicherheitsanlagen wohl derzeit in andere Bereiche um. Lang sollte diese Abwärtsbewegung aber nicht mehr anhalten, außer der Bitcoin erreicht tatsächlich das Kursziel 100.000,00 USD des bekannten Bitcoin-Bullen Max Keiser. Dann stehen uns wohl noch mehrere Raketen-Starts alla Cape Canaveral ins Haus. Wenn nicht, besteht natürlich erheblicher technischer Korrekturbedarf, welcher wegen des 24 Std-Handels auch mal über Nacht zuschlagen kann.

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Kommentar von Nico Popp vom 20.11.2020 | 05:10

E.ON, RWE, Defense Metals: Energie-Investments – von langweilig bis spekulativ

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Wie die Experten des Investmenthauses Clearbridge Investments schreiben, könnte die Welt vor einer Phase des Aufschwungs stehen. Maßgeblich für diese Entwicklung könnten neben den Maßnahmen der Notenbanken auch die Investitionen in Infrastruktur sein. Wie die Experten betonen, würden bereits Investitionen von 100 Mrd. USD rund eine Million Jobs schaffen. Jeder Dollar der investiert wird, zahle sich zudem auf Sicht von Jahrzehnten mehrfach aus und trage zum Wachstum bei. Anders als in den vergangenen Jahren, dürften von diesem Wachstum nicht nur die klassischen Tech-Titel profitieren, sondern auch traditionelle Branchen, wie etwa Versorger.

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