Menü schließen




16.02.2021 | 04:50

Akasol, Kleos Space, Palantir – Das ist das Gold der Zukunft!

  • KI
Bildquelle: pixabay.com

Daten sind unbestritten das Gold der Zukunft. Unter Data Mining versteht man die systematische Anwendung computergestützter Verfahren, um in vorhandenen Datenbeständen Muster, Trends oder Zusammenhänge zu finden. Unternehmen, deren Geschäftsmodelle darauf basieren, wachsen gerade exponentiell. Am Beispiel Palantir sieht man die Dynamik in der Kundengewinnung. Neben den etablierten Playern gibt es vielversprechende, kleinere Anbieter mit enormen Potenzial.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: AU0000015588 , DE000A2JNWZ9 , US69608A1088

Inhaltsverzeichnis:


    Kleos Space – Aktie mit Riesenhebel!

    WKN: A2N4R3 ISIN: AU0000015588 Symbol: KS1
    Der Börsenwert vom US-Datenanalysespezialisten Palantir liegt aktuell bei 45,5 Mrd. EUR. Zwar sind die US-Amerikaner in den schwarzen Zahlen, die Gewinne sind jedoch noch vernachlässigbar klein. Was wichtiger bei Unternehmen wie Palantir ist, ist zum einen das Wachstum, zum anderen das Kundenklientel. Hier tummeln sich sowohl im öffentlichen Sektor als auch in der Privatwirtschaft die Crème de la crème. Die CIA, die NSA und das FBI finden sich auf der Kundenliste. Zudem arbeitet Palantir mit rund 100 Unternehmenskunden zusammen. Einer der Großkunden ist etwa die Bank JP Morgen Chase. In diese Richtung will auch das australische Unternehmen Kleos Space.

    Die Marktkapitalisierung des Spezialisten für „neue Raumfahrt“- Technologie, der seine Zentrale in Luxemburg unterhält, liegt aktuell bei rund 60 Mio. EUR. Das Modell von Kleos Space ist es, Nanosatelliten ins All zu schießen, mit dem Ziel, die Erde nach Radiofrequenzsignalen für die Geolokalisierung zu scannen. Das Unternehmen ist ein Pionier in der Anwendung der RF-Technologie aus dem Weltraum. Die hochsensiblen Daten, die die Australier generieren, sollen Kunden im Abo- Modell angeboten werden. Die Daten dienen der Identifikation von unzulässigen Aktivitäten auf den Weltmeeren, wie zum Beispiel bei Drogen-, Waffen- und Menschenschmuggel.

    Interessierte Kunden sind neben Behörden natürlich auch das Militär oder der Grenzschutz. Kleos Space könnte in der Tat eine ähnliche Entwicklung nehmen wie der „big brother“ Palantir. Die Aktie ist neben der Heimatbörse in Sydney auch in Deutschland handelbar. Der Kurs liegt bei 0,39 EUR. Die Analysten von First Berlin Equity Research gaben am 3. Februar ein Update zu Kleos Space mit dem Urteil „Kaufen“ und einem Kursziel von 1,15 AUD, umgerechnet 0,74 EUR heraus.

    Akasol – Darfs ein bisschen mehr sein?

    WKN: A2JNWZ ISIN: DE000A2JNWZ9 Symbol: ASL
    Mit 124,50 EUR notiert der Kurs der Akasol-Aktie über dem ausgerufenen Übernahmepreis von 120,00 EUR. Der Käufer der Hessen soll der US-Automobilzulieferer BorgWarner werden. Akasol wurde im Jahre 2008 gegründet und produziert Lithium-Ionen-Batteriesysteme für Busse, Bahnen, Lastwagen, Industriefahrzeuge und Schiffe. Die Kunden des noch defizitären, aber stark wachsenden Unternehmens sind unter anderem Daimler, Alstom und Volvo.

    Insgesamt soll der Deal für 730 Mio. EUR über die Bühne gehen, was einem Kurs je Aktie von 120 EUR entspricht. Die Kaufofferte liegt damit in Viertel über dem durchschnittlichen Niveau der vergangenen drei Monate. Da Akasol-Gründer und Konzernchef Sven Schulz, der rund 47% der Anteile hält, und andere Gründer ihre Aktien verkaufen werden, hat sich der US-Konzern bereits 59% der Akasol-Papiere gesichert. Damit ist die von BorgWarner gesetzte Mindestannahmeschwelle von 50% plus eine Aktie schon erreicht. Laut Unternehmemsangaben haben sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat bereits zugestimmt.

    Palantir – es geht um die Wurst

    WKN: A2QA4J ISIN: US69608A1088 Symbol: PTX
    Palantir Technologies ist ein privat geführter US-amerikanischer Anbieter von Software und Dienstleistungen, der sich auf die Analyse großer Datenmengen, sogenannte Big Data spezialisiert. Zu den ersten Kunden des 2004 gegründeten Unternehmens gehörte der Geheimdienst der USA, die CIA. Seitdem hat Palantir seinen Kundenstamm unter staatlichen und lokalen Behörden vergrößert und ist außerdem für Wirtschaftsunternehmen in der Finanz- und Pharmabranche tätig. Umstritten ist die Geschäftstätigkeit der Firma, weil sie Unmengen von Daten speichert und verknüpft. Nun blickt man am Dienstag gespannt auf die Q4-Zahlen des von Starinvestor Peter Thiel finanzierten Unternehmens. Es wird mit einem Gewinn von 0,02 USD je Aktie und einem Umsatz von 301 Mio. USD gerechnet. Das wäre das dritte Quartal in Folge für das Startup mit positiven Zahlen.

    Nebenbei plant Palantir in Altendorf im Kanton Schwyz in der Schweiz seinen Europa-Standort. Dies hat nun der Chaos Computer Club kritisiert. Im Interview mit dem SRF sagte Hernani Marques, Sprecher des CCC Schweiz, dass das «lasche» Schweizer Datenschutzgesetz ein Grund für die Ansiedlung hierzulande sei. Die Geldbußen bei Datenschutzverletzungen seien im Vergleich zur EU zu niedrig, in der Schweiz könne man „recht günstig Daten“ verlieren.

    Die Ansiedelung einer Firma wie Palantir würde zudem dem Ruf des Technologie-Standorts Schweiz schaden. Als Standort für Privatsphäre-freundliche Lösungen könne die Schweiz viel mehr gewinnen als den «Hilfssheriff der USA» zu spielen, so Marques. Palantir wurde vor allem durch seine enge Zusammenarbeit mit US-Sicherheitsbehörden und -Geheimdiensten bekannt.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 26.04.2022 | 05:55

    Chip-Branche boomt: Was machen Mercedes-Partner Brainchip, Nvidia und Infineon?

    • Halbleiter
    • Künstliche Intelligenz
    • KI
    • Zukunftstechnologie
    • Automotive
    • Analysten

    Chip-Aktien haben es derzeit schwer, obwohl der Markt unterversorgt ist und es wohl noch länger so bleiben wird. Das haben auch die Zahlen von Halbleiterausrüster ASML verdeutlicht. Die Bestellungen beim weltweit größten Anbieter von Lithografiesystemen für die Halbleiterproduzenten lagen in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 bei rund 7 Mrd. EUR und damit deutlich über den Markterwartungen. Zudem hat ASML die Ziele bis zum Jahr 2025 angegeben. Das Unternehmen will angesichts der großen Nachfrage die Produktionskapazitäten ausweiten. Von diesen positiven Branchenperspektiven sollte auch Mercedes-Partner BrainChip profitieren. Und natürlich Branchenschwergewichte wie Nvidia und Infineon.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 20.04.2022 | 05:10

    SAP, Kleos Space, TeamViewer – Vom technologischen Fortschritt profitieren

    • Satelliten
    • Big Data
    • KI

    Es ist ein Novum in der Weltgeschichte. Der aktuell laufende Ukrainekonflikt ist der erste große Krieg, in dem kommerziell verfügbare Satellitenbilder eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Informationen über Truppenbewegungen, militärische Aufrüstung in den Nachbarländern oder Flüchtlingsströme spielen. Bereitgestellt werden diese Bilder von privaten Satellitenunternehmen, die als Service globale Geolokalisierungsdaten mittels KI-gestützter Technologie bereitstellen und an Kunden wie Regierungen, Geheimdienste oder Versicherungen liefern. Der Markt mit satellitengestützten Daten wächst enorm, die Bewertungen der Unternehmen versprechen dabei noch deutliches Aufwärtspotenzial.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 15.12.2021 | 05:08

    United Internet, BrainChip, Software AG – Das verspricht weiteres Wachstum!

    • Chips
    • KI
    • Innovationen

    Wachstumsstrategie und Verwendung innovativer Technologien sind oft entscheidend für das Fortbestehen eines Unternehmens. Nicht nur bei großen Konzernen, wie am Beispiel SAP mit dem Ausbau des Cloud-Geschäfts zu sehen, reichen die herkömmlichen Geschäftsfelder kaum mehr aus. Auch bei der Produktion von Halbleitern findet ein Generationenwechsel statt. Der Markt der Chips für die künstliche Intelligenz erlebt auf aktueller Basis einen regelrechten Hype, der sich in den nächsten Jahren noch beschleunigen dürfte. Dabei besitzen vor allem kleinere Unternehmen einen Vorsprung beim Know-how.

    Zum Kommentar