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28.05.2021 | 04:38

Airbus, Lufthansa, TUI, Silver Viper - hier geht es los!

  • Reisen
  • Silber
  • Covid-19
Bildquelle: pixabay.com

In der dritten Welle der Corona-Pandemie wächst nun die Hoffnung, dass das Leben für uns Normalbürger wieder zurückkommt. Die täglichen Inzidenzzahlen, sofern dies das richtige Entscheidungskriterium ist, gehen flott zurück und das öffentliche Leben scheint schrittweise wieder möglich zu werden. Bei Airbus, Lufthansa und TUI gibt es erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Entspannung. Grund für uns, ein paar Dinge genauer zu recherchieren.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: André Will-Laudien
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Airbus SE – Starke Planzahlen für ein Leben nach der Pandemie

Gute Neuigkeiten aus Toulouse. Der Flugzeugbauer Airbus bereitet sich weiter auf die Zeit nach der Covid-19-Pandemie vor und hat seine Produktionspläne präzisiert. Dabei ist man für den Ausblick ungewöhnlich optimistisch, denn Airbus geht davon aus, dass sich der Markt für Verkehrsflugzeuge zwischen 2023 und 2025 wieder auf das Niveau von vor Covid-19 erholen wird. Eine stramme Ansicht, denn es unterstellt ungehindertes Reisen sowohl privater als auch geschäftlicher Art.

Mit der Einführung verschiedener Online-Tools für standortübergreifende Kommunikation sowie auch internationaler Zusammenarbeit, ist es kaum vorstellbar, dass die Reisevolumina aus den Jahren 2015-2019 auch nur annähernd wieder erreicht werden. Trotzdem hat die Airbus Schaltzentrale in Toulouse eine entsprechende Information an seine weltweiten Zulieferer über die neuen Planungen für die Flugzeugproduktion versandt.

Für die Fertigung der Mittelstreckenjets der Modellfamilie A320 bedeutet das konkret, dass Airbus von 64 Flugzeugen pro Monat bis zum zweiten Quartal 2023 ausgeht. Zulieferer sollten sich auf ein Szenario von 70 Flugzeugen bis Anfang 2024 und bei einem sich weiter erholenden Markt von bis zu 75 Flugzeugen bis 2025 einstellen. Der Konzern bestätigte eine aktuelle Runrate von 45 Flugzeugen pro Monat bis Ende 2021. Es wird noch ein kleiner Auftragsschub für die Folgejahre erwartet.

Wenn sich die Planungen von Airbus bewahrheiten, ist uns allen geholfen und das Ganze wäre an der Börse bestimmt noch nicht eingepreist. Die Airbus-Fans handelten den Wert gestern erst mal 9% höher bis auf 107 EUR. Das Alltime-High ist mit 130 EUR noch ein gutes Stück entfernt.

Lufthansa – Aufstockung der Flugangebote

Auch wenn derzeit nicht mehr über den Luftraum von Belarus geflogen wird, die innereuropäischen Ziele und sogar Ferndestinationen werden kurz vor der Urlaubssaison nochmal aufgestockt. Vom 3. bis 6. Juni 2021 erhöht die Lufthansa ihr Flugangebot zu Urlaubsdestinationen in Spanien, Portugal und Griechenland, teilte die Airline jetzt mit. Sowohl ab München als auch ab Frankfurt starten zusätzliche 20 Flieger zu beliebten Destinationen wie Kreta, Algarve oder Balearen.

Lufthansa und Eurowings bieten in diesem Sommer mit über 100 Urlaubszielen sogar so viele Feriendestinationen an wie nie zuvor. So fliegt die Lufthansa zum Beispiel erstmals ab Deutschland nonstop zu zwölf Zielen in Griechenland. Neue Langstrecken-Angebote gibt es für die Malediven, Mexiko oder die Dominikanische Republik. Da kommt wirklich Reiselust auf! Der 'Kranich' geht mit diesen Angeboten in Vorlage und kann sich sicher sein, dass sie von vielen urlaubshungrigen Deutschen gebucht werden.

Die Erben des Lufthansa-Großinvestors Heinz Hermann Thiele haben ihre Beteiligung indes auf 10% gesenkt und sogar einen Marktabschlag von knapp 10% in Kauf genommen. Insgesamt dürfte Situation für die Airline weiterhin schwierig bleiben, egal wie stark die Sommersaison durch Nachholeffekte ausfallen wird. Entscheidend ist, mit welchem Sitzplatzfaktor und wieviel Maschinen sowie Flügen das zukünftige Angebot aussehen muss, um wieder nachhaltig in die Gewinnzone zu kommen. Vor 2023 wird dies vermutlich nichts werden. Lufthansa bleibt somit ein Hoffnungs-Wert erster Güte. Aktuell verliert das Unternehmen gut 1 Mrd. EUR pro Quartal.

TUI – Buchungsrausch für den Sommer

Auch TUI spürt für den kommenden Sommer einen wahren Buchungsrausch. Der aktuelle Sommer hat wettertechnisch und kalendarisch noch nicht einmal begonnen, da schaltet TUI bereits das Reiseprogramm für den Sommer des kommenden Jahres frei. Wer bis November bucht, bekomme einen Frühbucher-Rabatt von bis zu 20%, tönt es aus der Marketing-Abteilung.

Auch hier gibt es viele 'Aber': Denn TUI braucht für seine Urlaubsangebote ausreichende Flugkapazitäten und in den Urlaubsdestinationen hat sich das Hotelangebot durch Insolvenzen um ca. 20% verringert. Einen regelrechten Ansturm wird man daher nicht vollends befriedigen können, denn genauso schwierig wie bei Lufthansa dürfte sich die Planung der Auslastungsfaktoren der nächsten Jahre darstellen. Beide Unternehmen können sich keine langen Verluststrecken mehr erlauben, denn der Staat hat hier seine Stützungsprogramme bereits ausgereizt.

Ob es für einen kräftigen Aktienaufschwung bei der TUI reichen wird, ist auch eine charttechnische Frage. Seit 3 Monaten ist der Anstieg auf die 5 EUR-Marke begrenzt – hier braucht es endlich einen richtigen Umsatzschub, um neue Kurshöhen zu erklimmen.

Silver Viper – Privatplatzierung erfolgreich abgeschlossen

Fern ab von touristischen Überlegungen, ist ein Silber-Investment eher eine Maßnahme gegen die jüngst aufflammende Inflation. Als kleiner Bruder des Goldes ist Silber immer in inflationären Schüben gefragt. Auch in den letzten 3 Monaten ging es von 24 auf knapp 28 USD kräftig nach oben. Im April 2021 lag die Inflationsrate in der Euro-Zone bei 1,6% gegenüber dem Vorjahresmonat. Das ist der höchste Monatsanstieg seit drei Jahren, beinhaltet aber auch die Ökosteuer zum Jahreswechsel.

Silver Viper ist ein kanadischer Explorer, der mit seiner Hauptliegenschaft „La Virginia“ in der Nähe von Hermosillo, Mexico, nach Silber sucht. Es handelt sich um ein sehr großes Explorationsgebiet, das in erster Linie für epithermale Edelmetallmineralisierungen mit geringer Sulfidierung bekannt ist. Silver Viper wird von der Belcarra Group Management Ltd. verwaltet, die sich aus hochqualifizierten Bergbauexperten zusammensetzt.

Aktuell konnten 6 Mio. CAD in einer Privatplatzierung eingeworben werden. Das Angebot umfasst 12.765.957 Einheiten des Unternehmens zu einem Preis von 0,47 CAD plus halbem Optionsschein bei 0,65 CAD. Das Unternehmen wird mit dem Nettoerlös seine aktuellen Bohrprogramme fortsetzen.

Die Silver Viper-Aktie hat auf die neuesten Meldungen mit einem Anstieg von 0,42 auf 0,57 CAD reagiert. Die Marktkapitalisierung erhöht sich dadurch auf 53 Mio. CAD. Das Unternehmen ist mit seiner guten Positionierung im Silberstaat Mexiko ein passender Hebel auf den derzeit anspringenden Silbermarkt.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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