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26.10.2020 | 04:50

Adva Optical Networking, Desert Gold, Va-Q-tec: Geht es jetzt los?

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Bildquelle: pixabay.com

„Gute Zahlen, schlechte Zahlen“. Was heißt das überhaupt? Oft kommt es bei den Zahlen oder News, die Unternehmen veröffentlichen nur auf die Abweichung zu erwarteten Werten oder Entwicklungen an. Letztendlich ist entscheidend, ob die Messlatte übersprungen werden konnte oder nicht. Aber der Teufel steckt im Detail. Hier sind drei Unternehmen, die von positiven Zahlen oder Meldungen profitiert haben oder wo ein guter News-flow nur eine Frage der Zeit ist. Wer bietet die besten Chancen?

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Carsten Mainitz
ISIN: CA25039N4084 , DE0005103006 , DE0006636681


ADVA OPTICAL NETWORKING SE – stehen weitere positive Überraschungen an?

WKN: 510300 ISIN: DE0005103006 Symbol: ADV
Adva Optical Networking ist ein führender Anbieter von offenen Netzlösungen für die Bereitstellung von Cloud- und Mobilfunkdiensten. Vergangenen Mittwoch veröffentlichte das Unternehmen die Zahlen zum dritten Quartal. Bei minimal auf 146,7 Mio. EUR gestiegenen Umsätzen, legte das Proforma Betriebsergebnis um 49,5% gegenüber Vorjahr auf 7,4 Mio. EUR zu. Damit setzte Adva die starke Profitabilität aus dem zweiten Quartal fort. Sowohl deutliche Kostenreduzierungen als auch Neukundengeschäft führten laut Unternehmensaussage zu den Fortschritten.

Adva aktualisierte zudem den Ausblick für das Gesamtjahr. Der Konzern plant nun 2020 mit einem Umsatz zwischen 565 und 580 Mio. Euro. Die Marge bezogen auf das Proforma Betriebsergebnis soll bei 5% bis 6% liegen. In Q3 gelang ein Anstieg von 5,1% auf 7,4%. Die alte Prognose für das Gesamtjahr, welche bei einem Umsatz größer als 580 Mio. EUR lag sowie ein Margenziel von größer als 5% umfasste, wurde im April gekappt.

Alles im allem, hat Adva sehr solide Zahlen gebracht. Beeindruckend ist der Margenanstieg. Betrachtet man die Marge aus Q3 von 7,4%, dann mutet das Margenziel von 5% bis 6% im Gesamtjahr schon bescheiden an. Adva sollte über diese Messlatte springen können und Anleger erneut positiv überraschen.

DESERT GOLD VENTURES INC – guter Einstiegszeitpunkt nach Kurskorrektur

WKN: A14X09 ISIN: CA25039N4084 Symbol: QXR2
Der Goldexplorer Desert Gold Ventures legt seinen Fokus in Gänze auf das Westafrikanische Land Mali. Die Gesellschaft exploriert hier die beiden vielversprechenden Projekte SMSZ und Djimbala im Süden. Eine Reihe großer Namen wie Barrick, B2Gold, Endeavour oder Resolute haben sich ebenso der Aktivität in Mali verschrieben. Bereits im August gelang es Desert Gold eine Kapitalerhöhung in Höhe von 6,8 Mio. CAD durchzuführen. Ende September veröffentlichte das an der TSX-V gelistete Unternehmen positive Bohrergebnisse.

Nach einer fulminanten Performance in diesem Jahr, die im Sommer bei Kursen von 0,35 CAD gipfelte, hat der Kurs wieder deutlich auf 0,16 CAD nachgegeben. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 21 Mio. CAD.

Angesichts des intakten fundamentalen Umfelds für Gold und der guten Projektqualität bietet sich für Anleger nach dem deutlichen Kursrücksetzer eine gute Möglichkeit für Engagements. Gute News sind nur eine Frage der Zeit.

VA-Q-TEC AG – Profiteur temperaturempfindlicher Corona-Impfstoffe

WKN: 663668 ISIN: DE0006636681 Symbol: VQT
Die Va-Q-tec AG ist ein Anbieter von Vakuumisolationspanelen und thermischen Energiespeicherkomponenten sowie Thermoboxen und Containern zum Transport von temperatursensiblen Gütern. Die Anwendungen der Würzburger sind u.a. für Kunden aus dem Pharmasektor wichtig, da Medikamente beim Transport keinen hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden sollen, um so die Wirksamkeit der Inhaltsstoffe sicherzustellen.

Der Geschäftsbereich Systeme (Verkauf von Thermoboxen) wuchs dynamisch um 77% gegenüber Vorjahr im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres und trug 10,5 Mio. EUR zum Gesamtumsatz von 35,7 Mio. EUR (Vorjahr: 31,3 Mio. EUR) bei. Die nächsten Berichtsdaten veröffentlicht das Unternehmen am 12. November für das dritte Quartal.

Die weitere Kursphantasie speist sich ausfolgendem Szenario: Sollten bald temperaturempfindliche Corona-Impfstoffe verfügbar sein, würden die Würzburger zweifelsohne durch ihre Dienstleistungen davon profitieren. Aktuell stammen schon gut 2/3 der Kunden aus der Pharmaindustrie. Dieser Anteil würde dann deutlich nach oben schnellen. Die Aktie hat mit Kursen von rund 24 EUR schon einiges eingepreist, aber noch nicht alles.


Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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