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04.12.2020 | 05:40

Oracle, Facebook, Osino Resources – Jahresend-Rallye läuft!

  • Investments
Bildquelle: Osino Resources Corp.

30.000 im DOW JONES – Crisis what Crisis? Just zum Jahresende fällt die neue Marke, auch der NDX gestern wieder mit einer neuen grünen Lampe. Es geht gen Jahresende – noch nie war der staatliche Schuldenapparat in einem Jahr mehr gestiegen als in 2020, noch nie gab es nach einer Korrektur an den Aktienmärkten im direkten Anschluss eine solche Jahrhundertrallye. Verpasst? Wer im März verkauft hatte und nicht wieder reinkam, den beißen heute die Hunde, wer aber den Mut hatte, trotz Corona nochmal nachzumischen, der hat auf die nachgekauften Anteile satte 65% Gewinn. Bei den Technologietiteln war es sogar ein knapper Verdoppler. Und hat man auch noch die DNA der „Corona-Gewinner“ in ein Portfolio gepackt, dann würde es mich wundern, wenn nicht ein Plus 150% zu Buche stehen würde. Der Markt läuft weiter – die Jahresend-Rallye hat noch 15 Handelstage vor sich…und sie nimmt täglich neuen Schwung!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA68828L1004 , US30303M1027 , US68389X1054

Inhaltsverzeichnis:


    Oracle – In sich selbst investieren

    WKN: 871460 ISIN: US68389X1054 Symbol: ORC
    Die Tech-Rallye ist in vollem Gange! Nun meldet Oracle nächste Woche seine Ergebnisse. Im letzten Quartal konnte Oracle seine Einnahmen nur im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigern. Einige seiner Cloud-Dienste wachsen zwar schnell, aber möglicherweise ist man nicht in der Lage, Schwächen an anderer Stelle auszugleichen. Bemühungen zur Kosteneindämmung werden das Wachstum des Betriebsergebnisses aber ein gutes Stück vorantreiben.

    Die Impfstoffe von BioNTech, Pfizer und Moderna könnten es den Menschen ermöglichen, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Aktien wie die Oracle, die in den letzten Monaten vom Phänomen "Homeoffice" außerordentlich profitierten, könnten auch mal drehen. Die Attraktivität von Oracle liegt darin, effiziente Datenbanken und Tools zu liefern, d.h. die Betriebskosten von Unternehmen erheblich zu senken, respektive das EBIT zu erhöhen. Die Betriebskosten von Oracle selbst in Höhe von 6,2 Mrd. USD sind ein beträchtlicher Pool von Ausgaben, die man jetzt stärker angehen möchte. Im letzten Quartal sanken diese um 3%, hingegen stiegen die Einnahmen im Jahresvergleich um 12%, das verbesserte die EBIT-Marge um satte 300 Basispunkte auf 34%. Das resultierende zweistellige Wachstum des Ergebnisses gibt Oracle das Gefühl, zu den Wachstumsunternehmen zu gehören.

    Oracle hat den Gewinn pro Aktie augenscheinlich durch den Rückkauf von Aktien vorangetrieben, ein Zugeständnis an sich selbst, keine besseren Renditemöglichkeiten für die Aktionäre auszumachen. Denn alternativ ließen sich diese Überschüsse auch einfach ausschütten. Da die Finanzmärkte ständig auf Rekordhöhe ansteigen, könnte es für Oracle aber schwierig werden, seinen Bargeldvorrat für finanziell attraktive Übernahmen zu nutzen. In den letzten zehn Jahren hat Oracle seinen frei umlaufenden Aktienbestand um ganze 40% reduziert. Dies hat den Gewinn pro Aktie besser aussehen lassen, als es sonst der Fall gewesen wäre. Die Marktkapitalisierung bemisst sich aktuell zu 178 Mrd. USD, das ergibt ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 4,5 – damit ist Oracle im Vergleich zu anderen Tech-Titeln nicht zu teuer.

    Facebook – Die Datenkrake sucht Ausreden

    WKN: A1JWVX ISIN: US30303M1027 Symbol: FB2A
    Eine Gruppe von US-Bundesstaaten unter Führung von New York untersucht Facebook wegen möglicher Kartellrechtsverstöße, sowie nicht-konformer Nutzung von kundenbezogenen Daten. Unter Berufung auf Quellen, die mit der Situation vertraut sind, berichtete Reuters, dass mehr als 40 Bundesstaaten hinter der Klage stehen, die voraussichtlich schon bald eingereicht wird. In Europa hat Facebook zuletzt einige Gerichtsanhörungen wegen nicht offengelegter Datenverwendungen über sich ergehen lassen. Ein paar kleine Änderungen wurden daraufhin in den AGBs implementiert, jetzt geht es munter weiter mit der Datenanalyse!

    Facebook und anderen Technikgiganten wie Amazon, Apple und Alphabet werden beschuldigt, ihre Größe und Reichweite zu nutzen, um die Verbraucher auf ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen zu lenken und damit den Wettbewerb zu ersticken. Konkret untersuchen die Kartellbehörden, ob Facebook seine Größe und Netzpräsenz bei Such- und Werbepraktiken ausnutzt - insbesondere über Plattformen von ehemaligen Drittanbietern wie Instagram und WhatsApp, die sich mittlerweile auch im Besitz von Facebook befinden.

    Die Federal Trade Commission, könnte eine entsprechende Beschwerde bei einem Gericht einreichen, berichtete Reuters. Der CEO von Facebook, Mark Zuckerberg, hat in einer Aussage vor dem Kongress argumentiert, dass das Unternehmen eine Reihe von Konkurrenten hat, darunter auch die anderen Technologie-Giganten. Er hat die Übernahmen des Unternehmens wie Instagram und WhatsApp verteidigt, indem er sagte, die gemeinsame Plattform habe ihnen geholfen, sich von kleinen, unbedeutenden Unternehmen zu wirklichen „Kraftwerken“ weiterzuentwickeln. Die Anleger an der NASDAQ interessieren sich nicht für gerichtliche Auseinandersetzungen, immerhin ist Facebook einer der profitabelsten Tech-Titel weltweit. Die Gesellschaft hat einen Marktwert von 806 Mrd. USD erreicht und steht damit knapp unter Allzeithoch – wir würden sagen „The Trend is your Friend“.

    Osino Resources – Urlaub im Goldsand

    WKN: A2NB4J ISIN: CA68828L1004 Symbol: RSR1
    Lufthansa verdoppelt sein Flugangebot nach Namibia. In den Jahreswechseltagen halten es doch einige Europäer nicht hinter dem Ofen aus und fliegen in die Sonne in das alte Deutsch-Südwestafrika heute unter Namibia bekannt. Das Wasser ist zwar ganzjährig kalt, dafür locken tolle Wüstenerlebnisse, eine wunderbare Tierwelt und eine europäisch beeinflusste Kultur. Aktuell ist Namibia kein Corona-Risikogebiet – Touristen also Willkommen!

    Osino Resources Corp. ist schon seit mehreren Jahren in Namibia tätig und besitzt einige Liegenschaften in der Nähe der Hauptstadt Windhoek und kurz hinter der Grenze von Südafrika mitten in der Kalahari Wüste. Osino gab in der zweiten Novemberhälfte ein Update zu den Explorationsbohrungen in den Projekten Clouds, Twin Hills West und Barking Dog entlang des Trends von Osinos bestehendem Goldprojekt Twin Hills Central ("THC") in Nord-Zentral-Namibia bekannt. Dort besitz das Unternehmen eine gigantische 6.900 qkm große Landfläche. THC ist Teil des großen Twin-Hills-Goldsystems, das von Osino im Jahr 2019 entdeckt wurde.

    In 2019 wurden auch bei Clouds West und East bedeutende Untersuchungsergebnisse gewonnen, die die Entdeckung von zwei neuen Zonen mit hochgradiger Goldmineralisierung bestätigten. Diese neuen Gebiete weisen auf das Potenzial hin, die mögliche Ausbeute bei THC in Zukunft verdoppeln zu können und damit auch das Potenzial der angrenzenden Ressourcen von THC beträchtlich zu erhöhen.

    Mit der aktuellen Gold-Korrektur und der anstehenden „Tax Loss Season“ in Kanada, könnten Osino-Aktien nochmal für rund 1,20 CAD verfügbar sein. Majors stehen aber schon bereit, sich das minenfreundliche Umfeld in Namibia genauer anzuschauen. Ein überraschender Anstieg darf also nicht überraschen, denn einige Analysten haben bereits Kursziele von 3 CAD ausgerufen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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