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12.05.2021 | 04:50

Nordex, Desert Gold, Palantir – Das Comeback des Jahres

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Während sich Technologiewerte aktuell weiterhin im Korrekturmodus befinden, steht Gold kurz vor einem großen Comeback. Selbst US-Finanzministerin Janet Yellen konnte das Edelmetall mit der Ankündigung einer möglichen Zinserhöhung nicht stoppen. Zu stark ist aktuell die Angst vor einer deutlich steigenden Inflation. Extreme Sprünge an den Rohstoffmärkten verstärken die Sorgen der Anleger. Noch ist die Chance da, neben Gold in fundamental günstig bewertete Minenaktien zu investieren. Warten Sie nicht, bis es zu spät ist.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
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Desert Gold Ventures – Eine 100%-Chance

Nachdem der Goldpreis von seinem Hoch im vergangenen Jahr in Höhe von 2.075 USD bis Anfang März auf ein Zwischentief bei 1.678 USD korrigierte, testete er dieses Tief noch einmal erfolgreich Ende April. Seit der Ausbildung eines doppelten Bodens ging es für das gelbe Edelmetall steil bergauf. Nicht unbedingt zu erwarten konnte sogar die breite Widerstandszone bei 1.820 USD im ersten Zug durchbrochen werden. Der nächste Widerstand nach Oben wäre die vertikale Widerstandszone bei 1.860 USD, bis der seit August 2020 ausgebildete Aufwärtstrend herausgenommen werden könnte.

Für ein Investment in Gold sprechen aktuell neben der Staatsverschuldung auch ausufernde Preissteigerungen. Doch nicht nur dieses Edelmetall selbst profitiert von Inflations-Sorgen, sondern auch entsprechende Goldminen-Aktien. Neben Big Playern wie Barrick Gold oder Newmont, die beide hervorragende Quartalszahlen lieferten, bieten sich auch bei Aktien aus der zweiten Reihe enorme Chancen.

So lag der Höchstkurs des Goldminenexplorers Desert Gold Ventures exakt 100% höher als der aktuelle Preis. Dies spiegelt jedoch nicht in geringster Weise die Entwicklung der Kanadier wider. Der Fokus von Desert Gold liegt auf Mali, der Nummer vier der afrikanischen Goldproduktion. Hier liegen im nahen Umfeld unter anderem Projekte der Branchengrößen wie B2Gold, Barrick und den Minen Sadiola und Yatela des Konsortiums aus AngloGold Ashanti, Iamgold und der Regierung von Mali. Das Portfolio der Kanadier umfasst schwerpunktmäßig zwei Goldexplorationsgenehmigungen mit großen Landflächen: das SMSZ-Projekt und das Djimbala-Projekt in West-Mali.

Die kürzlich vermeldeten Ergebnisse beim SMSZ-Projekt zeigten, dass Desert Gold am richtigen Platz nach dem gelben Metall sucht. So befinden sich nahe des Projekts fünf große Minen, sowohl nördlich als auch südlich. Nach Unternehmensangaben ist die 410qkm umfassende Liegenschaft das größte zusammenhängende, nicht-produzierende Landpaket in dieser Region des Landes. Die Explorationsbohrungen laufen nach Plan. Derzeit ist gut ein Viertel der geplanten 20.000 Bohrmeter niedergebracht. Aufgrund der aktuellen Resultate, konnten zudem 10 weitere Zielgebiete identifiziert werden. Dies verspricht einen durchgängigen, ganzjährigen News-Flow. Desert Gold ist einer der interessantesten Minenaktien aus der zweiten Reihe. Interessierte Anleger sollten auf aktuellem Niveau für eine Depotbeimischung zugreifen.

Palantir – Langfristige Erfolgsstory

Selbst CEO Alex Karp spricht von seinem Unternehmen Palantir als 'Langfristinvestment'. Einen langen Atem und starke Nerven braucht der Anleger beim US-Datenanalyseunternehmen auf jeden Fall. Lag der Kurs Mitte Februar noch bei 45 USD, kostete ein Anteil gestern nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen lediglich 17,06 USD. Im Handelsverlauf drehte der Kurs jedoch deutlich ins Plus und kletterte auf knapp 20 EUR. Grund für den Lauf ist der weiterhin positive Ausblick im Hinblick auf das extrem starke Wachstum des Unternehmens.

Für das zweite Quartal rechnet das Unternehmen mit Umsätzen von 360 Mio. USD, während Analysten nur 344 Mio. USD erwarteten. Bis 2025 will Palantir jährlich 30% wachsen. Ohne Berücksichtigung von Sonderposten erwirtschafteten die US-Amerikaner einen Gewinn von 4 Cent pro Aktie, was den Erwartungen der Analysten entsprach.

Neben der Veröffentlichung der Quartalszahlen gab das Data-Mining-Unternehmen bekannt, dass zukünftig Bitcoin als Zahlungsmittel von Kunden akzeptiert wird und erwägt selbst, Investitionen in Kryptowährungen zu tätigen. Langfristig ist die Aktie aufgrund der hohen Skaleneffekte mehr als interessant, jedoch sehr volatil.

Nordex – Schwache Zahlen, ambitionierter Ausblick

Aufgrund von Verschiebungen durch die Corona-Pandemie und der Abwicklung von margenschwachen Geschäften, wurde vom Management bereits vor Wochen ein schwaches erstes Quartal vorausgesagt. So lag der Fehlbetrag dann auch mit 55 Mio. EUR deutlich höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Fünftel auf 10,4 Mio. EUR. Die entsprechende Marge sackte auf 0,8% nach 1,4 % ab.

Trotz des schwachen Anfangsquartals wurde die Jahresprognose bestätigt. So soll der Umsatz 2021 weiter auf 4,7 bis 5,2 Mrd. EUR klettern. Die EBITDA-Marge soll sich zwischen 4,0 bis 5,5% bewegen. Für das Jahr 2022 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von rund 5 Mrd. EUR bei einer EBITDA-Marge von 8%.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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