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22.10.2021 | 05:10

Infineon, Sierra Grande Minerals, Xiaomi - Neuer Angriff

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Bildquelle: pixabay.com

Extrem stark gestiegen sind 2020 die Staatschulden in der Eurozone. Aufgrund der Corona-Krise erhöhte sich der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt laut Statistikbehörde Eurostat auf 90,7%. In den Krisenländern, vor allem in Griechenland, verschärfte sich die Lage weiter. Dort lag die Schuldenstands-Quote bei 205,6% gefolgt von Italien mit 155,8% und Portugal mit 133,6%. Ein Ende dieser Spirale ist nicht zu erkennen. Langfristig können sich Anleger dagegen mit einem Investment in den Edelmetallsektor schützen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
ISIN: Sierra Grande Minerals | CA82631L1085 , XIAOMI CORP. UNSP.ADR/ 5 | US98421U1088 , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004


Sierra Grande Minerals – Am Anfang der Kurve

Neben den wachsenden Staatsverschuldungen klettert seit den Lockerungen in Hinblick auf die Corona-Pandemie auch die Inflationsrate. Die Teuerung in Deutschland betrug im September 4,1%. Dies bedeutet die höchste monatliche Steigerung der Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat seit 28 Jahren. Ein temporärer Effekt sei die hohe Preissteigerung, so die Notenbanker, die deswegen auf die ultralockere Geldpolitik mit Niedrigzinsen und weiteren unlimitierten Anleihekäufen beharren. Ein schnelles Tapering, also ein Zurückfahren der Kaufprogramme oder gar rasche, angemessene Zinserhöhungen, wären unter der oben genannten Schuldenthematik auch nicht möglich, ohne dass man das Finanzsystem ins Wanken bringt und die Staaten in den Bankrott stürzen würde.

Deswegen bleibt Gold, obwohl derzeit der Kurs seine Konsolidierungswelle im übergeordneten Aufwärtstrend noch nicht ganz vervollständigt hat, als Inflationsschutz alternativlos. Ein Investment in Goldminenaktien sollte sich langfristig auszahlen. Im Moment kämpft der Kurs erneut um die 1.780 Punkte-Marke. Ein Test des Jahrestiefs in Richtung 1.680 USD je Unze ist zwar möglich, sollte jedoch antizyklisch als Kaufchance gesehen werden.

Interessant gestaltet sich im Moment die Situation beim Junior-Explorationsunternehmen Sierra Grande Minerals, das den Fokus auf Lagerstätten entlang des historisch als hochgradig bekannten Walker Lane Trends in der erstklassigen Bergbauregion Nevada - mit knapp 5 Mio. die Goldgrube in den Vereinigten Staaten - gelegt hat. Mit den vier Projekten Glitra, Sat, B&C Springs-Mildres und Betty East über zusammen 1.207 ha fand man seinen Platz neben hochgradigen Minen der Major wie Barrick Gold, Kinross, SSR, Hecla und Coeur. Auf den vier Konzessionsgebieten wurden insgesamt 1.805 geochemische Bodenproben entnommen. Ziel der vor kurzem abgeschlossenen Arbeiten war es, mit großflächiger Probenahme eine vollständige geochemische Beprobung des Bodens durchzuführen.

Positive Ergebnisse erhielt Sierra Grande Minerals nun kürzlich im Hinblick auf das B&C Springs-Mildred-Projekt, das sich in der südlichen Paradise Range im Fairplay Mining District, nicht weit östlich der Tagebaugoldmine Paradise Peak befindet. Die Resultate der geochemischen Bodenprogramme bestätigen erneut die Existenz vererzter Strukturen auf den Liegenschaften der Kanadier. Das Potenzial für ein mit einer Intrusion in Zusammenhang stehendes System entlang des B&C Springs-Trends scheint hoch. In den kommenden Monaten sollen nun in diesem Gebiet goldhaltige Zonen im Bereich der Mildred-Mine auf der Liegenschaft untersucht werden. Zudem erwägt das Management eine Ausweitung des Claim-Bestandes nach Westen.

Sierra Grande Minerals steht noch am Anfang der Explorationsarbeiten. Betrachtet man die Lassonde-Kurve, besitzt Sierra Grande Minerals bei weiter positiven Ergebnissen die Chance auf überproportionale Kurssteigerungen, selbstredend bei erhöhtem Risiko. Die Kapitalisierung der Kanadier liegt aktuell gerade einmal bei 4,80 Mio. EUR.

Xiaomi – Angriff auf dem EV-Markt

Etabliert im Markt hat sich dagegen der Technologie-Konzern Xiaomi. Bei den Smartphone-Verkäufen konnte im zweiten Quartal mit 12,7 Mio. Einheiten sogar der US-Gigant Apple und der Platzhirsch Samsung vom Thron gestoßen werden. Innerhalb eines Jahres konnte das chinesische Unternehmen seine Verkäufe in Europa um 67,1% steigern. Nun will Xiaomi mehr. Neben der Kooperation mit Trade Desk, einem führenden Anbieter für digitale Werbung, will das ehrgeizige Management den EV-Markt erobern.

Bereits im ersten Halbjahr 2024 soll das erste mit Batterie betriebene Xiaomi-Automobil über die Bänder rollen und die Serienproduktion begonnen werden, teilte das Unternehmen über Twitter mit. Jährlich ein neues Modell soll dann folgen. Xiaomi hatte sich im März öffentlich dazu verpflichtet, in den nächsten zehn Jahren 10 Mrd, USD in eine neue Abteilung für Elektroautos zu investieren.

Der Aktienkurs des innovativen Unternehmens konnte nach einer längeren Talfahrt im Bereich um 2,40 EUR einen doppelten Boden ausbilden und besitzt auf aktuellem Niveau eine Rebound-Chance bis zunächst in den Bereich von 3,20 EUR.

Infineon – Kurz vor Ausbruch

Charttechnisch vor der Entscheidung steht im Moment das DAX-Unternehmen Infineon. Ein neues 15-Jahreshoch bei einem Ausbruch über die Marke von 38,20 EUR könnte dem Kurs der Münchner noch einmal Flügel verleihen. Fundamental läuft im Moment alles wie geschmiert, die Analysten sind begeistert.

Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Infineon auf "Buy" belassen. Für das dritte Quartal seien im Halbleitersektor keine großen Impulse abzusehen, schrieb Analyst Francois-Xavier Bouvignies. Infineon bleibe angesichts der Nachfrage aus dem Autosektor einer der Favoriten. Auch Goldman Sachs, die Credit Suisse und die Deutsche Bank sehen in Infineon einen Outperformer.


Der Schuldenberg in Hinblick auf die Staatsverschuldung wächst. Den Notenbanken sind trotz steigender Inflationsraten die Hände gebunden. Durch ein Investment in Goldminenaktien können sich Anleger vor der Geldentwertung schützen. Das Junior-Gold-Unternehmen Sierra Grande Minerals steht noch am Anfang und besitzt erhebliches Wachstumspotenzial bei nicht zu vernachlässigbarem Risiko. Xiaomi und Infineon sind Kaufkandidaten.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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