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09.12.2020 | 05:50

Berkshire Hathaway, Coca-Cola, Blackrock Gold – Dauerbrenner im Advent

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Es geht um Folgendes: Schon vor der Pandemie war eine Marktkorrektur mehr als wahrscheinlich. Die globale Verschuldung erreichte abermals einen gefährlichen Fieberpegel. Dann kam natürlich die Pandemie, die alles auf den Kopf stellte und das Schuldenrad abermals beschleunigte. Aber das war eben damals, und nun ist heute. Die Probleme aus der Zeit vor dem März-Absturz sind immer noch vorhanden und partiell haben sie sich sogar verstärkt. Die Weltverschuldung ist zwischen Januar und September dieses Jahres um weitere 15 Bio. USD gestiegen und Wirtschaftswissenschaftler schätzen, dass allein bis zum Ende dieses Jahres eine globale Gesamtverschuldung von 277 Bio. USD erreicht wird. Diese Liquidität fließt in die zugesagten Strukturhilfen aber vor allem in die Finanzmärkte, die angesichts schwacher Konjunkturzahlen mittlerweile im Orbit schweben. In der Zwischenzeit breitet sich die Pandemie weiterhin auf der ganzen Welt aus, allein die Aussicht auf eine schnelle Impfung von 8 Mrd. Menschen oder einer zunehmenden Herden-Immunität bleibt uns als Hoffnung für die stillen Tage, die in diesem Jahr eine ganz besondere Sinnlichkeit in sich tragen werden, denn es geht um die Zukunft der Menschheit! Noch so ein Jahr wie 2020 – sollte bitte nicht anstehen!

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA09258M1014 , US1912161007 , US0846707026


Berkshire Hathaway – Evergreen zu Weihnachten

WKN: A0YJQ2 ISIN: US0846707026 Symbol: BRYN
Warren Buffett, legendärer Chef von Berkshire Hathaway, hat ein Sprichwort, das vielen bekannt sein dürfte: "Sei ängstlich, wenn andere gierig sind, und sei gierig, wenn andere ängstlich sind". Wie man wahrscheinlich feststellen kann, quellen die Märkte im Moment vor Gier regelrecht über. Die Aktien klettern immer höher und höher, doch hier ist Warren Buffett zur Stelle, der sein Portfolio stutzt und sich immer defensiver strukturiert. Er hat zuletzt Risiko verkauft und den Erlös in solide Unternehmen investiert, sogar Gold stand auf der Einkaufsliste. Warum gerade Gold? Weil sich der Investor in der Vergangenheit weit von dem Mineral ferngehalten hat und er auch mal neue Wege geht.

Buffett glaubt grundsätzlich, dass man in die Wirtschaft investieren muss, um ihr auch wirklich zu helfen. Gold bewirkt in dieser Theorie also gar nichts, eine Hilfe für den Aufschwung erhalten wir dadurch nicht. Warum hat er also in Gold investiert? Zum ersten Mal könnte der Vorsichts- und Risikogedanke ein tragender Punkt gewesen sein – und mittlerweile hat der erfahrene Warren auch ein paar Berater und Investmentstrategen an Bord. Der kürzliche Einstieg in Barrick Gold muss also keine Laune gewesen sein, sondern knallhartes Kalkül für eine wohldefinierte Absicherungs-Strategie.

Glaubt der Value-Guru an eine Überteuerung des Marktes? Es gibt sogar Gerüchte er würde sich ohne groß Aufsehen zu erregen bei Elon Musk engagieren, einer der teuersten Aktien der Welt. Wir glauben das nicht, aber vielleicht gibt es eine Erhellung durch die nächsten Ergebnismeldungen Mitte Januar. Die Berkshire-Aktie jedenfalls hat in diesem Jahr nicht performt – wer aber seit 10 Jahren dabei ist, gewinnt stolze 18% pro Jahr. Das passt zu Warren – langsam & nachhaltig. Die Marktkapitalisierung beträgt nun solide 542 Mrd. USD und es dürfte spannend bleiben, wo die Reiseleitung aus Omaha demnächst Stop machen wird.

Coca-Cola – Brause blubbert weiter

WKN: 850663 ISIN: US1912161007 Symbol: CCC3
Eine der wenigen Verlustperioden für Coca Cola-Anleger dürfte das Jahr 2020 werden, denn der Wert liegt noch mit rund 3% im Minus. Trotz schwacher operativer Ergebnisse in diesem Jahr haben sich die Aktien des Getränkeriesen seit den Märztiefs aber wieder schnell erholt. Dem aktuellen Aufwärtstrend folgend, scheinen die Anleger die dünnen Ergebnisse von 2020 und möglicherweise auch 2021 hinter sich zu lassen. Aber ist die Zukunft so viel heller?

Coca-Cola verzeichnet seit vielen Jahren kein nennenswertes Wachstum mehr. Der durch das neuartige Coronavirus verursachte Verlust an lusteren Verkäufen vor Ort hat wehgetan, wobei die Gesamteinnahmen gerade im letzten Quartal um beachtliche 8,4 % zurückgegangen sind. Dessen ungeachtet, hat Coca-Cola wie alle Dow Jones-Unternehmen auch kräftig eigene Aktien zurückgekauft. Angesichts des Niedrigzinsumfelds ist es somit nicht überraschend, dass sich Anleger wieder an einen vertrauenswürdigen Dividenden-Aristokraten wie Coca-Cola wenden, um eine zuverlässige Rendite zu erhalten. In the long run…war ein Investment in Getränkeriesen immer richtig.

Coca-Cola ist eine der beliebtesten Aktien bei Investoren. Sie hat eine fantastische Marke mit 99,6% Bekanntheitsgrad und das beste Getränkevertriebsnetz der Welt. Einfach betrachtet, werden wir Menschen immer etwas trinken wollen und Coca-Cola wird noch jahrzehntelang in Restaurants, Lebensmittelgeschäften, Stadien, Kühlschränken und Verkaufsautomaten in Reichweite sein. Das Unternehmen hat wirklich etwas Bemerkenswertes in der beispiellosen Reichweite seines Warenzeichens und seines Markenbewusstseins aufgebaut. COKE hat einen Marktwert von 231 Mrd. USD und mit weiter erholtem Trend dürfte 2021 wieder ein Renditejahr werden. Chapeau nach Atlanta!

Blackrock Gold – Goldjagd in Nevada

WKN: A2APHZ ISIN: CA09258M1014 Symbol: AHZ
Ähnlich wir Warren Buffett kann man sich spekulativ auch eine Blackrock Gold Corp. genauer anschauen, ein Junior-Explorer mit Schwerpunkt Gold & Silber in Nordamerika. Geführt von einem erfahrenen Vorstand, konzentriert sich das Unternehmen auf sein Nevada-Portfolio von mehreren Grundstücken, die aus epithermalen Gold- und Silberprojekten mit geringer Sulfidierung bestehen. Sie alle liegen entlang des etablierten Northern Rift in Nord-Zentral-Nevada und dem Walker Lane-Trend im Westen Nevadas, einer seit Jahrhunderten bekannten Edelmetall-Lagerstätte.

Vor ein paar Tagen entdeckte man weitere hochgradige Gold- und Silberabschnitte in einem äußerst aussichtsreichen Zielgebiet auf dem Projektgelände Tonopah West. Die Bohrungen in den Zonen Denver, Paymaster and Bermuda (DPB) ergaben drei Meter mit 10,5 Gramm pro Tonne Gold und 1,2 Gramm Silber entlang der Merton-Ader, die laut Blackrock ein interessantes Neigungspotenzial von 290 Metern aufweist. Andere Bohrlöcher ergaben auf 12,2 Meter ein 297 g/t Silberäquivalent innerhalb der Ader Bermuda-Merton und auf 4,5 Meter ein 285 g/t Silberäquivalent bei der Fundstelle Paymaster. Da könnte man zur Adventszeit durchaus mal die Korken knallen lassen.

Andrew Pollard, President & CEO, sagte dazu: "Da wir immer mehr hochgradige Ergebnisse von unserem Ziel DPB erhalten, nimmt diese Zone langsam richtig Gestalt an und weist ein erhebliches Ressourcenpotenzial auf. Die Bohrungen bestätigen weiter unser geologisches Modell und da wir jetzt die Kontinuität und Mineralisierung der vielen engmaschigen Erzgänge in diesem Korridor bestimmen, stellen wir einen wohldefinierten Plan zusammen, durch den wir eine erste Ressourcenschätzung vor Ende 2021 abliefern können. Weitere Bohrergebnisse von den Projekten Tonopah West und Silver Cloud stehen in Kürze aus und wir freuen uns auf wichtige Nachrichten am Ende des Jahres."

Der Wert hat aktuell eine Kapitalisierung von nur 68 Mio. CAD bei einem Kurs von 0,64 CAD je Aktie und hat innerhalb eines Jahres bereits Kurse von 0,07 bis 1,61 CAD gesehen. Gold dürfte u.E. nach dem Jahreswechsel wieder deutlich anziehen, Blackrock kann dann seine Hochs wieder erklimmen.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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