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01.02.2024 | 06:00

Bayer, Almonty Industries, Volkswagen – drei heiße Titel fürs Depot

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Bildquelle: pixabay.com

Während sich am 31. Januar alle Augen auf die FED-Entscheidung richten und viele Investoren in Lauerstellung sind, kann man sich auf die Suche nach Aktien mit viel Aufwärtspotenzial machen. Wir haben 3 spannende Titel herausgesucht, deren Aktienkurs längst noch nicht da ist, wo er sein könnte. Jedes Unternehmen hat dabei seine eigene Geschichte. Bayer kämpft mit der Monsanto Übernahme und steigenden Kosten in Deutschland. Almonty Industrie baut die größte Wolfram Mine außerhalb Chinas und ist bereits in Europa in Produktion. Volkswagen will den Konzern auf die Elektromobilität umstellen, was eine Mammutaufgabe ist. Welcher dieser 3 Kandidaten hat das meiste Potenzial?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

Inhaltsverzeichnis:


    Bayer – warten auf den Capital Markets Day

    Fußball Weltmeister Andy Brehme sagte einmal: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.“. Die alte Fußballer Weisheit kann man auch auf Bayer übertragen. Seit der Monsanto Übernahme, die sich die Leverkusener 63 Mrd. USD kosten ließen, ist Sand im Getriebe des Unternehmens. Der Konzern wurde aufgrund des Unkrautvernichters Glyphosat mit einer Klagewelle überzogen, von der Experten glauben, dass diese vorhersehbar war. Seitdem hängen die vielen Klagen wie ein Damokles Schwert über Bayer. Gewinnt man einen Prozess gibt es kurz Hoffnung, die mit der nächsten Niederlage wieder schwindet und den Aktienkurs belastet.

    Ende Januar wurde einem krebskranken Kläger ein Schadensersatz von 2,2 Mrd. USD zugesprochen. Gegen das Urteil wird man in Berufung gehen, da in den folgenden Instanzen die Ansprüche oft deutlich reduziert werden. Rückstellungen für die Glyphosat-Streitigkeiten hat man gebildet, aber es werden immer wieder Zweifel laut, ob diese auch ausreichen. Zuletzt gab es auch Klagen bezüglich PCB. Hierfür bestehen bislang kaum Rückstellungen. Als dann auch noch die Studie des Hoffnungsträgers Asundexian, ein Blutverdünner, abgebrochen wurde, sackte die Aktie ab. Zuletzt musste man den nächsten Nackenschlag hinnehmen.

    Die Chemie Gewerkschaft fordert 6 bis 7 % mehr Lohn. Neben dem steigenden Energiekosten wäre das ein weiterer Kostenfaktor der steigen würde. Allerdings sollen die Verhandlungen erst im April starten. Das ist die Chance für den neuen CEO Bill Anderson seine Strategie auf dem Capital Markets Day am 5. März den Investoren schmackhaft zu machen und den Turnaround einzuleiten. Die Bayer Story erinnert ein wenig an MorphoSys, die auch am Boden waren und dann ein fulminantes Comeback hingelegt haben. Die Aktie hat zuletzt die Marke von 30 EUR unterschritten. Der erwartete große Sell-Off unter der psychologisch wichtigen Marke blieb aber aus. Aktuell zahlt man 29,76 EUR für einen Anteilsschein.

    Almonty Industries – viel Potenzial im Jahresverlauf

    Ein Rohstoff, den viele Menschen nur aus der Glühbirne kennen, ist Wolfram. Dabei ist Wolfram ein kritischer Rohstoff, denn gut 90 % des Weltangebots an Wolfram stammt aus China und Russland. Die Nachfrage nach Wolfram wird voraussichtlich steigen, da es in verschiedenen Industriezweigen, insbesondere in neuen technologischen Sektoren, benötigt wird. Hervorzuheben ist dabei die Halbleiter-, Automobil-, Energie- und Rüstungsbranche. Die westliche Welt muss sich also Alternativen suchen, wenn man seine Unabhängigkeit behalten will. Das US-Verteidigungsministerium will in Zukunft mithilfe Künstlicher Intelligenz die Versorgung mit kritischen Rohstoffen sicherstellen. Ideale Voraussetzungen für den Wolframproduzenten Almonty. Neben der produzierenden Panasqueira Mine in Portugal baut das Unternehmen derzeit die größte Wolframmine außerhalb Chinas in Südkorea.

    Die ehemalige Sangdong Mine wird bei Almonty unter dem Projektnamen Almonty Korea Tungsten (AKT) geführt und soll nach der Neuerschließung pro Jahr ein EBITDA von 72 Mio. CAD generieren. Die Mine kann über 90 Jahre betrieben werden und weist sehr günstige Produktionskosten von 110 USD/mtu auf. Alle Genehmigungen sind erteilt und alle benötigten Teile sind bereits in Südkorea. Das Projekt ist zu 70 % von der KFW IPEX-Bank finanziert und es liegt schon heute ein 15-jähriger Abnahmevertrag von der Plansee Group vor, in dem ein Mindestpreis von 235 USD/mtu festgelegt ist. Nach oben gibt es keine Obergrenze. Schon im 3. Quartal dieses Jahres soll mit dem Abbau von Material begonnen werden. Neben Wolfram gibt es noch ein großes Molybdän Vorkommen auf der Liegenschaft, was weiteres Potenzial bietet.

    Mehr Potenzial hat auch die produzierende Panasqueira Mine, die im 1. Quartal erweitert werden soll. Die Machbarkeitsstudie geht davon aus, dass man durch die Erweiterung die Lebensdauer um 20 Jahre erhöht, man Zugang zu höhergradigem Wolfram erhält und die Produktionsmenge fast verdoppelt werden kann. Nach Abschluss werden rund 124.000 mtu Wolframoxid pro Jahr produziert. Die Aktie hat auf die Nachrichten lange kaum reagiert und eine Seitwärtsphase zwischen 0,48 CAD und 0,62 CAD ausgebildet. Am 17. Januar gelang der Ausbruch nach oben. Derzeit notiert die Aktie bei 0,64 CAD. Mit Beginn der Minenaktivitäten sollte die Aktie weiter anziehen. Weitere Informationen finden Sie unter researchanalyst.com oder auf dem International Investment Forum am 21. Februar.

    10. International Investment Forum: Almonty Industries

    Volkswagen – Lamborghini glänzt

    Zuletzt gab es einigen Rückenwind für die gebeutelte Automobilindustrie. Erst legte General Motors überraschend gute Zahlen vor. Dann folgte eine Studie von PwC die belegt, dass die deutschen Automobilhersteller im Bereich Elektromobilität aufgeholt haben. China gilt als der größte Markt für Elektroautos und dort konnten die deutschen Autoproduzenten 49 % mehr Elektrofahrzeuge absetzen als im Vorjahr. Das hilft auch Volkswagen, die den gesamten Konzern auf Elektromobilität umstellen wollen. Dafür wurde Thomas Ulbrich, der Vorstand im Bereich New Mobility, nach China entsandt. In Zukunft läuft diese Sparte unter "Technische Entwicklung".

    In China arbeitet man mit Xpeng zusammen und will ab 2026 2 Elektroautos auf XPeng Basis anbieten. Bis 2030 soll es sogar 30 Elektromodelle im Reich der Mitte geben. Am 30. Januar hatte Bloomberg berichtet, dass der Börsengang der Tochter PowerCo erst einmal auf Eis gelegt ist, aufgrund der schlechten Marktbedingungen. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben und PowerCo als Batterielieferant und Entwickler könnte durchaus interessant sein für Investoren. Um schneller Innovationen zu finden gründet der Konzern das "AI Lab", das auf Künstliche Intelligenz setzt. Das Lab soll als Inkubator dienen und interessante Ideen und Kooperationen aufspüren, die dann von den verschiedenen Marken des Konzerns weiterverfolgt werden.

    Gut läuft es bei Lamborghini, die im vergangenen Jahr erstmals mehr als 10.000 Fahrzeuge verkaufen konnten. Im Luxussegment spielen Preise eine untergeordnetere Rolle. Der Konzern sieht sich trotzdem mit vielen Herausforderungen konfrontiert und will über ein Sparpaket mehrere Milliarden einsparen. Damit soll vor allem die Marge wieder nach oben gehen. Gleichzeitig muss man viel Geld in die Transformation investieren was die Frage aufwirft, ob die Dividende sicher ist. Derzeit steht die Aktie bei 119,66 EUR und kommt so auf eine Dividendenrendite von rund 7,5 %.


    Alle drei Unternehmen haben das Potenzial deutlich höhere Kurse zu sehen. Bei Bayer liegt viel an der zukünftigen Strategie und ob es gelingt die Prozessflut glimpflich zu überstehen. Vielleicht wird der Konzern auch aufgespalten. Almonty Industries besitzt eine wertvolle Expertise im Bereich Wolfram und ist bereits Produzent. Die Mine in Portugal wird erweitert und Ende des Jahres soll auch die Sangdong Mine wiedereröffnet werden. Das dürfte für Schub sorgen. Volkswagen ist breit aufgestellt, was einerseits gut ist, andererseits bei der Transformation auch Probleme aufwirft. Man muss Kosten senken um die Marge zu verbessern. Es dürfte aber schon viel Schlechtes eingepreist sein.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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