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23.12.2020 | 06:30

Alibaba, Upco International, Palantir – der nächste Boom!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Themen wie Datamining, künstliche Intelligenz oder die Blockchain-Technologie nicht nur als technische Basis für Kryptowährungen wie Bitcoin oder Etherum sind in aller Munde und werden uns sowohl im Alltag als auch an der Börse in den nächsten Jahren weiter begleiten. Das Potenzial für diese neuartigen Technologien ist riesig. Immer mehr junge Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen drängen an den Kapitalmarkt. Die digitale Transformation ist aber auch für etablierte Firmen die Chance, sich neu aufzustellen, um dadurch in der Zukunft eine deutlich höhere Bewertung zu erlangen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA9152971052 , US01609W1027 , US69608A1088


Upco International - Geschäftsmodell am Ende

WKN: A2H7JC ISIN: CA9152971052 Symbol: U06
Mausetot war das Geschäftsmodell des Telekomdienstleister Upco International bis zum Mai des Jahres 2020. Dann wurde die komplette Geschäftsleitung ausgetauscht und mit Andrea Pagani ein CEO berufen, der eine mehr als 20- jährige Karriere in der Telekommunikationsbranche hinter sich hat. Als erstes Ziel wurde ausgerufen, dass der Gemischtwarenladen in zwei voneinander unabhängigen Geschäftseinheiten geteilt wird. Der Erste ist der Bereich Wholesale Telecom. Dieser entspricht dem klassischen Telekommunikationsgroßhandel. Hierbei werden bessere Vertragsbedingungen mit den internationalen Telekommunikationsanbietern durch das Poolen vieler kleinerer Kunden beim grenzüberschreitenden Telefonverkehr erreicht.

Der Bereich Wholesale Telecom wird von Upco International koordiniert, aber operativ von zweckbestimmten Firmen verwaltet, die im Laufe der Zeit in die Upco-Unternehmensgruppe integriert werden. Vor etwa vier Wochen wurde erfolgreich die erste Akquisition getätigt. Die Equinox ist ein Nischenanbieter aus der Dominikanischen Republik, der Einwanderer aus Mittel- und Südamerika sowie der Karibik in die USA mit Telekommunikationsangeboten versorgt.

Alles aus einer Hand
Obwohl die beiden Segmente voneinander getrennt sind, steht es den Kunden frei alle Dienste der Upco-Gruppe genutzt werden. So steigert man die Kundenbasis, um mit dem zweiten Segment Digital Services zu monetarisieren. Hier positionieren sich die Kanadier so, dass effizient auf die digitale Transformation reagiert werden kann, indem weiterhin zwei wichtige Bereiche im Fokus stehen: Voice- und Daten-Services sowie digitale Zahlungen und Geldtransfers. Die Voice- und daten-Services wie Voice- over IP und Chats werden über UpcoNet abgewickelt, während digitale Zahlungen über UpcoPay laufen sollen.

Vom Telekomanbieter zur Blockchain
Zunächst soll Upco Pay als innovative, hochsichere, da auf einer Blockchain basierenden Direktzahlungsmethode zwischen Personen oder Personen und Händler laufen. Aufbauend darauf, nach der Implementierung einer e-Wallet ist es möglich, Geld aufzuladen, Zahlungen abzuwickeln oder auch Devisen zu transferieren, ohne dass man ein Konto einrichten oder sensible Bankdaten eingeben muss. Ab 2021 sollen dann Upco-Benutzer in Europa UpcoPay nutzen können, um Geld einfach, sicher und ohne die Verwendung einer Kredit- oder Debitkarte zu senden und zu empfangen, allerdings viel günstiger als bei Konkurrenten wie Western Union oder Paypal. Dieser Service wird im Laufe der Zeit auf andere Bereiche wie Handel und Gastronomie ausgeweitet werden. Damit verschafft sich Upco International aus dem Mix aus Telekomanbieter und internationaler, digitaler Zahlungsdienste eine einzigartige Ausganssituation.

Alibaba - Ma Ma mia, ….

WKN: A117ME ISIN: US01609W1027 Symbol: AHLA
dass dachten sich die Anleger, als chinesische Behörden den geplanten Börsengang der Alibaba-Tochter Ant Group zwei Tage vor dem Starttermin den Riegel vorschoben. Ursprünglich sollte das IPO mehr als 35 Milliarden Dollar einspielen und damit zum Größten aller Zeiten avancieren. Nun gehen Insider davon aus, dass der Börsengang erst 2022 realisiert werden kann. Zu groß sind die regulatorischen Änderungen, die die Behörden fordern. Gestern berichtete das Wall Street Journal, dass Jack Ma, CEO der Alibaba Group, sogar versuchte, die chinesische Regierung mit einem Aktienpaket der Ant Group umzustimmen, die jedoch dankend ablehnte.

Aktien vor Comeback
Viel Negatives ist im Chart des Tech-Giganten bereits eingepreist. So stürzte der Wert nach Verkündung der Horror-Meldung von seinem Allzeithoch bei 319,32 USD auf aktuell 256,00 USD ab. In den letzten Wochen konnte die Aktie eine breite Stabilisierungszone um 252,00 USD aufbauen. Sollte Alibaba, dessen langfristiger Aufwärtstrend weiter intakt ist, den ersten Widerstand bei 260,00 USD erreichen, sind schnell Kursgewinne bis zu 304,00 USD möglich. Langfristig sind wir für die Aktie weiterhin positiv gestimmt.

Palantir - Die Datenkrake wächst

WKN: A2QA4J ISIN: US69608A1088 Symbol: PTX
Es ist mit Sicherheit eines der umstrittensten Unternehmen am Kapitalmarkt. Trotzdem fliegen dem Datenanalyseunternehmen Palantir die Kunden scharenweise zu. Neben den Kooperationen mit Geheimdiensten wie der CIA und der NSA sowie dem US-Militär konnten die US-Amerikaner vergangene Woche den Abschluss eines millionenschweren Dreijahresvertrages mit der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (Food and Drug Administration) vermelden. Tags zuvor wurde eine engere Zusammenarbeit mit Griechenland vereinbart. So sollen laut Firmenangaben die Erlöse im laufenden Jahr auf rund 1,07 Mrd. USD anziehen, ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von 44%. Für 2021 strebt das Datamining- Unternehmen ein Umsatzwachstum von mehr als 30 Prozent 2020 an.

Big Brother vor dem Ausbruch
Charttechnisch steht Palantir kurz vor dem Ausbruch. In den vergangenen Wochen bildete der Chart eine Dreiecksformation aus. Ein Ausbruch über die 28,54 USD würde schnell in Richtung Allzeithoch bei 33,50 USD führen. Betrachtet man die Indikatoren, konnte die Überkauftheit in den vergangenen Wochen abgebaut werden. Aufgrund dessen dürfte die Aktie nach erfolgreichem Ausbruch genug Kraft haben, das nächste Kursziel von 42,0 USD zu erreichen.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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