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18.03.2021 | 04:50

Kleos Space, PayPal, Airbus – Aufgepasst: Performance-Raketen am Start!

  • Raumfahrt
  • Technologie
Bildquelle: pixabay.com

Eines muss man Elon Musk lassen: Wenig von dem, was er versucht hat, ist letztendlich tatsächlich gefloppt. Er scheint ein richtig gutes Gespür für machbare Konzepte zu haben. Er war früh an PayPal beteiligt, das aus dem Nichts zum weltweit wichtigsten Zahlungsdienstleister avancierte. Tesla, wenn auch nicht von ihm gegründet, aber schon sehr früh protegiert, entwickelte sich unter seiner Ägide in den letzten 16 Jahren vom Startup zum wertvollsten Autohersteller der Welt. Und Kleos Space? Ist zwar auch kein von Elon Musk gegründetes Unternehmen, hat aber eine Geschäftsbeziehung zu SpaceX, welches ein anderes Betätigungsfeld des umtriebigen und visionären „Technoking“ abbildet. Und als etablierter Branchenveteran darf die Airbus-Aktie auch nicht unerwähnt bleiben. Wer verfügt über das größte Potenzial?

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Carsten Mainitz
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KLEOS SPACE SA – Daten und Weltraum: zwei Wachstumsfelder mit Goldgräberstimmung

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Der 2017 gegründete und aktuell mit rund 74 Mio. EUR bewertete Satellitenbetreiber Kleos Space mit Sitz in Luxemburg und Büros in Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Australien verkündete jüngst die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit Elon Musks SpaceX Konzern zum Transport von vier Mini-Satelliten ins All. Diese sollen ab Mitte 2021 ihre vier dort bereits positionierten Geschwister dabei unterstützen, unseren Planeten, oder besser gesagt die Emission hochfrequenter Signale auf unserem Planeten zu überwachen.

Warum? Weil praktisch die komplette menschliche Kommunikation heutzutage nicht mehr ohne elektromagnetische Wellen funktioniert. Anhand dieser lassen sich Menschen, Fahrzeuge, Flugzeuge oder auch Schiffe präzise orten und ihre Bewegungen verfolgen. Gerade letztere sind auf hoher See heute mehr denn je Gefahren wie beispielsweise der modernen Piraterie ausgesetzt. Eine Radarortung ist bezüglich der Reichweite oft begrenzt, trotzdem wäre es gut, drohende Gefahren vorab zu erkennen. Hier tritt Kleos Space auf den Plan: Mit Hilfe der präzisen Satellitenortung können Gefahren frühzeitig erkannt und vermieden werden. Dies ist natürlich nur eine Anwendungsmöglichkeit für den Service des Unternehmens. Ganz unterschiedliche Kundengruppen wie Staaten, Privatunternehmen aber auch NGOs verfolgen eine große Bandbreite von Zielen. Je nach Datenanforderungen bietet Kleos Space seine Dienste as-a-Service mit unterschiedlichen Abomodellen an. Bereits jetzt hat das Unternehmen eine Pipeline von über 100 möglichen Projekten gesammelt.

Da die Eintrittsbarrieren für andere mögliche Akteure in einen solch technologisch komplexen Markt sehr hoch sind, hat das Unternehmen jetzt erst einmal Zeit Geld zu verdienen, sich zu entwickeln und die nächsten Schritte zu planen. Helfen sollen dabei die rund 19 Mio. AUD, die das Unternehmen im Zuge einer Kapitalerhöhung im November einsammeln konnte. Investoren, die das Unternehmen für ebenso interessant halten wie wir, oder solche, die ihr Technologieportfolio diversifizieren möchten, sollten sich die Aktie von Kleos Space, die übrigens auch in Frankfurt gehandelt wird, einmal intensiv anschauen. Die Analysten von First Berlin haben dies vor kurzem übrigens ebenfalls getan und der Aktie ein Potenzial von 60% bestätigt. Interessante News waren gestern zu vernehmen mit der Berufung von Vincent Furia in das globale Engineering-Führungsteam von Kleos. Vincent war zuvor bei Spire Global tätig und verfügt über mehr als 15 Jahre Branchenerfahrung in der Software- und Systemtechnik.

PAYPAL HOLDINGS INC – “Buy now, collect later” wäre das perfekte Firmenmotto

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Auch der Name PayPal ist fest mit dem Elon Musks verbunden. Und das, obschon er seine Beteiligung längst abgestoßen hat. Seitdem hat sich das Unternehmen von einem reinen Online-Bezahlservice über die Inhouse-Bezahllösung des eBay-Konzerns bis hin zum weltgrößten Zahlungsdienstleister mit mehr als 377 Mio. Kundenkonten entwickelt. Dabei setzt PayPal seit jeher auf lokale und internationale Kooperationen. So arbeitet das Unternehmen seit Jahren mit MasterCard oder auch Google zusammen, um das Bezahlerlebnis für seine Kunden noch einfacher, komfortabler und sicherer zu gestalten und die Anzahl der Bezahlpunkte kontinuierlich zu erhöhen.

Um endlich auch seine Reichweite in Afrika zu verbessern, hat sich das Unternehmen aus San José mit dem 2016 in Nigeria gegründeten Fintech-Unternehmen Flutterwave verbündet, dass sich an KMUs in Afrika wendet und lokalen Händlern den Betrieb von Internetplattformen für Shoppinglösungen ermöglicht. Um sein Geschäft weiter ausbauen zu können, hatte Flutterwave, das seinen Geschäftssitz zwischenzeitlich nach San Francisco verlegt hat, jüngst weiteres Venture Capital in Höhe von 170 Mio. USD einsammeln können.

Die PayPal-Aktie kennt derweil offensichtlich nur eine Richtung: aufwärts. So hat sich der Kurs in den letzten zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Zwar gab es in den letzten Tagen einige Kursrücksetzer, aber im Großen und Ganzen sind sich die Analysten einig, dass die Richtung noch eine ganze Weile die gleiche bleiben sollte und trauen dem Papier im Mittel Kurse um die 305 USD zu, was einem Aufwärtspotenzial von 25% entspricht. Investoren, die an der PayPal-Erfolgsstory teilhaben möchten, sollten die Kursrücksetzer der letzten Tage jetzt für Käufe nutzen.

AIRBUS SE – ein Urgestein der Branche

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Die dritte Aktie im Bunde hat nichts mit dem Tesla-Gründer zu tun – soweit wir wissen – wohl aber mit dem Thema Luft- und Raumfahrt. Airbus gehört zu den führenden globalen Playern der Branche. Der Konzern entwickelt, fertigt und liefert Verkehrsflugzeuge, Hubschrauber, Militärtransporter, Satelliten und Trägerraketen. Zudem bietet die Gesellschaft u.a. Datendienste, Navigation und Lösungen zur sicheren Kommunikation an.

Ein sehr bekannter Name, wenn es um Raumfahrt geht, ist Ariane. Diese Trägerrakete steht sinnbildlich für die europäische Raumfahrt. Eine wichtige Rolle übernimmt Arianespace S.A. Die Gesellschaft wurde 1980 gegründet und ist der erste kommerzielle Anbieter von Trägerraketenstarts. Die Gesellschaft ist maßgeblich für die Starts der Raketen Ariane und Vega der ArianeGroup zuständig. Die ArianeGroup ist das gemeinschaftsunternehmen der Airbus SE und des französischen Safran-Konzerns. Arianespace führt aber auch Starts der russischen Sojus-Rakete durch. Die ArianeGroup hält fast 74% der Anteile an Arianespace.

Die Airbus-Aktie hat nach dem steilen Absturz während der Corona-Krise wieder einen Aufwärtstrend eingeschlagen. Zuletzt färbte die Hoffnung einer wieder steigenden Reisetätigkeit das Sentiment positiv. Zudem gab es gute Neuigkeiten aus dem Bereich Helikopter. Mit Kursen um die 100 EUR ist der größte europäische und der zweitgrößte globale Branchenvertreter mit rund 80 Mrd. EUR bewertet. Insgesamt 24 Analysten berichten über die Aktie und kommen mit großer Mehrheit zu dem Anlageurteil „Kaufen“ und einem durchschnittlichen Kursziel von 111 EUR. Da sind die US-Investmentbanken JP Morgen und Goldman Sachs mit Kurszielen von 120 EUR bzw. 134 EUR ein gutes Stück optimistischer. Am 29. April veröffentlicht Airbus die Zahlen des ersten Quartals.


Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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