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21.05.2021 | 05:08

Silkroad Nickel, Nio, Varta – Vorprogrammierte Engpässe = Kurschancen

  • Kupfer
  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Elektromobilität und Batterietechnologie sind untrennbar miteinander verbunden. Die Absatzzahlen für E-Fahrzeuge steigen rasant und werden sich in den nächsten Jahren vervielfachen. Diese weltweite Produktionszunahme wird an vielen Stellen herausfordernd. Das betrifft nicht nur die Wettbewerbssituation, die durch das Erstarken der chinesischen Player zunehmend intensiver wird. Sondern auch die Verfügbarkeit der kritischen Rohstoffe für die Batterieproduktion. Hier deutet sich ein riesiges Angebotsdefizit in Bezug auf Nickel in den nächsten Jahren an. Wir zeigen Ihnen, wie Sie vorausschauend und gewinnbringend investieren können.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: SGXE31916740 , US62914V1061 , DE000A0TGJ55

Inhaltsverzeichnis:


    SILKROAD NICKEL LTD – reinrassiger Profiteur der Elektromobilität

    Nickel ist wahrscheinlich die wichtigste Metallkomponente bei der Batterieherstellung und der Energiespeicherung. Je mehr Nickel, desto höher ist die Energiedichte der Batterie. Der aktuelle Nickelpreis liegt bei knapp 18.000 USD pro Tonne gegenüber dem Höchststand im Jahr 2007, der bei 50.000 USD pro Tonne lag. Seit 2007 gab es keine wesentlichen Investitionen in neue Nickelkapazitäten. In der Vergangenheit wurden überschüssige Lagerbestände abgebaut. Aber diese neigen sich langsam dem Ende zu. Zudem deutet sich eine sehr hohe Nachfrage nach Nickel aus dem Bereich der Elektrofahrzeuge an. Da die Produktionskapazitäten nur langsam hochgefahren werden können, ist zu erwarten, dass der Nickelpreis seinen Aufwärtstrend fortsetzen wird. Damit dürften die Aktien von Nickelproduzenten wie Silkroad Nickel zunehmend in den Fokus der Anleger rücken.

    Silkroad Nickel ist das erste und einzige reine Nickelunternehmen, das an der Singapore Exchange seit Sommer 2018 gelistet ist. Daneben ist der Titel auch in Frankfurt handelbar. Seit seiner Gründung ist es die Vision der Gesellschaft, in den nachgelagerten Bereichen zu expandieren. Ziel ist, sich in einen vertikal-integrierten Hersteller von Nickelprodukten wie Nickel-Roheisen/Ferronickel für die Edelstahlindustrie zu verwandeln. Mehrere nickelbezogene Produkte sollen produziert werden, die in Kathodenkomponenten für Elektrofahrzeugbatterien verwendet werden. Das globale, primäre Nickelangebot wird von Indonesien dominiert. Der Inselstaat beliefert gut ein Viertel des Weltmarktes. Silkroad Nickel arbeitet u.a. mit großen chinesischen Unternehmen, um in Indonesien Nickelprodukte mit höherer Wertschöpfung für den Export herzustellen. Der Titel ist noch ein Geheimtipp und eine Opportunität, um auf einen Nickelpreisanstieg zu setzen.

    NIO INC ADR – ab 2022 in Deutschland zu haben

    Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai, entwirft, produziert und verkauft Elektrofahrzeuge und treibt Innovationen in den Technologien der nächsten Generation in den Bereichen Konnektivität, autonomes Fahren und künstliche Intelligenz voran. Nio sieht sich selbst als Pionier für hochwertige intelligente Elektrofahrzeuge auf dem chinesischen Markt und hat mittelfristig auch Ambitionen, weltweit zu einer etablierten Premium-Marke zu werden. Ein Differenzierungsmerkmal der Nio-Fahrzeuge, ist die einfach zu wechselnde Batterie. Autokäufer, die sich für ein entsprechendes Modell entscheiden, müssen die Batterie nicht kaufen, sondern können stattdessen Akkus mit unterschiedlicher Kapazität abonnieren (Battery-as-a-Service). In China ist das System bereits etabliert. An den Autobahnen in der Volksrepublik hat die Gesellschaft mehr als 170 Batterie-Wechselstationen eingerichtet und bereits mehrere Mio. Batteriewechsel durchgeführt.

    Anfang des Monats gab die Gesellschaft bekannt, seine E-Autos ab 2022 auch in Deutschland zu verkaufen und Mercedes, BMW und Audi Konkurrenz machen zu wollen. "Wir hoffen, dass wir hier schon nächstes Jahr einige unserer Autos und Dienste anbieten können", sagte Nio-Gründer William Li dem SPIEGEL. Noch 2021 soll der Vertrieb in Europa, in Norwegen als erstem Land starten. Noch sind die Absatzzahlen gering. Im ersten Halbjahr 2021, will Nio weltweit rund 42.000 Autos ausliefern. Der Konzern arbeitet noch defizitär. Ein Gewinn ist frühestens 2023 zu erwarten. Vor einem Jahr notierten die Anteilsscheine bei rund 3 USD und legten bis auf knapp 67 USD zu. Aktuell werden an der Börse rund 34 USD für das Papier bezahlt. Analysten sind in Summe sehr positiv und trauen der Aktie im Durchschnitt in den nächsten 12 Monaten einen Kursanstieg von 80% zu.

    VARTA AG – Jahresprognose bestätigt

    Am 12. Mai veröffentlichte der MDAX-Konzern die Zahlen für das erste Quartal. Mit einem Umsatzzuwachs von 2,9% auf 204,3 Mio. EUR blieben die Süddeutschen etwas hinter den Markterwartungen zurück. Operativ zeigte sich der Zuwachs mit 15,9% auf ein bereinigtes EBITDA von 59,9 Mio. EUR wesentlich dynamischer. Mitte März gab der Konzern seine Pläne bekannt, in den Markt für Elektroauto-Batteriezellen einsteigen zu wollen. Nun verkündete Varta, dass man für die geplante Hochleistungszelle einen ersten Kunden aus der Autoindustrie gewonnen habe, der Name wurde jedoch nicht genannt. "Durch unsere weiter gestiegene Profitabilität und unsere geringe Verschuldung haben wir die Möglichkeit, weiter massiv in das Lithium-Ionen-Geschäft zu investieren", unterstrich CFO Armin Hessenberger die gute Position des Konzerns. Varta investiert allein dieses Jahr 150 bis 200 Mio. EUR in die Anlage.

    Zudem bestätigte Varta die Jahresprognose. Danach liegt die Messlatte für 2021 bei einem Umsatz von 940 Mio. EUR, was einem Plus von rund 8% entspricht. Die EBITDA-Marge soll um bis zu 2,5 Prozentpunkte auf bis 30% zulegen. Insgesamt verbessert sich die Einschätzung der Aktie leicht auf Seite der Analysten nach den Zahlen. Mehrheitlich wird das Papier aber als Halteposition eingestuft. Mit derzeit 123 EUR ist der Titel mit 5 Mrd. EUR an der Börse bewertet.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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