Menü schließen




18.01.2022 | 05:08

Ayurcann, Novavax, Covestro – Die Nachzügler kommen!

  • Cannabis
  • Covid-19
  • Vakzin
  • Wasserstoff
  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Die Menschheit befindet sich weiter in den Fängen der Corona-Pandemie, die Infektionszahlen steigen und die Forderung der Politik nach einer Impfpflicht wird immer lauter. Während bisher die Impfstoffe von BioNTech und Pfizer sowie Moderna dominierten, kommen in der nächsten Welle neue Vakzin-Hersteller an den Markt. Ähnlich gestaltet sich die Situation in der Cannabis-Industrie. Nach einem Boom vor rund drei Jahren verloren die Marktführer seitdem bis zu 80% an Wert. Durch die Legalisierung und dem Aufstieg von Cannabis 3.0. wird der Weg für neue Unternehmen geebnet.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: AYURCANN HOLDINGS CORP | CA05476A1012 , NOVAVAX INC. DL-_01 | US6700024010 , COVESTRO AG O.N. | DE0006062144

Inhaltsverzeichnis:


    Ayurcann – Schnell wachsender Dienstleister

    Die Stars der Branche hießen beim ersten Cannabis-Boom Tilray, Canopy Growth oder Aurora Cannabis, deren Börsenwerte im Jahr 2018 teilweise über 1 Mrd. USD betrugen. Dabei haben alle dieser Unternehmen eines gemein, alle machen noch keine Gewinne. Im Gegensatz dazu befindet sich die 2018 gegründete Ayurcann Holdings in einer steilen, und im Gegensatz zur Peer-Group, rentablen Wachstumsphase.

    Das Geschäftsjahr von Ayurcann endete am 30. Juni. Die Kanadier meldeten einen Umsatzanstieg auf über 7 Mio. CAD. Das ist ein Zuwachs von 1.149 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2020. Auch das Betriebsergebnis wuchs um 440% auf rund 2 Mio. CAD. Die neuesten Quartalszahlen zum 30.9. bestätigten den positiven Trend mit Erlösen von 1,9 Mio. CAD gegenüber 0,8 Mio. CAD zum Vorjahreszeitraum klar.

    "Wir sind begeistert, dass unsere Einnahmen beständig wachsen. Unsere Margen sind robust, und wir sind zunehmend profitabel. Wir sind stolz darauf, dass wir zu den wenigen Unternehmen in unserer Vergleichsgruppe gehören, die steigende Umsätze und ein positives Betriebsergebnis bei gleichbleibender Rentabilität aufweisen", sagte Igal Sudman, CEO von Ayurcann.

    Das in Toronto ansässige Unternehmen ist ein führender Anbieter von Lösungen nach der Ernte mit Schwerpunkt auf der Bereitstellung und Entwicklung von kundenspezifischen Prozessen und Produkten in Pharmaqualität für die Genussindustrie und die medizinische Cannabisbranche in Kanada. Dabei setzt Ayurcann mit der Ausweitung der Pickering-Anlage auf bis zu 300.000kg Eingangsbiomasse weiter auf Wachstum, um der steigenden Kundenzahl von über 40 internationalen in Kanada lizenzierten Marken Rechnung tragen zu können, darunter XPlor aus Großbritannien sowie Green Bee, Her Highness aus den USA oder Innocan Pharma aus Israel.

    Mit dem Marketplace wurde zudem ein weiterer direkter Vertriebskanal gelauncht, der qualifizierten Patienten ermöglicht, auf verschiedene Produkte des Portfolios zugreifen zu können. Mit einem Börsenwert von lediglich 22 Mio. CAD ist bei einem weiter explodierenden Gesamtmarkt, der kanadische Cannabismarkt soll bis 2025 auf rund 10 Mrd. CAD wachsen, eine deutliche Steigerung der Umsätze bei gleichzeitiger Rentabilität nicht unwahrscheinlich.

    Novavax – Startschuss für die Aktie?

    Der Kursverlauf der Aktie des Vakzin-Produzenten Novavax gleicht einer Berg- und Talfahrt. Nach einem Sprung von 3,86 USD Anfang des Jahres 2020 auf 331,68 USD innerhalb von 12 Monaten korrigierte der Hersteller eines Protein-Impfstoffes auf aktuell 110,82 USD. Im Bereich um 100 USD könnte die Aktie nun einen Boden gefunden haben, um einen erneuten Lauf nach oben zu starten.

    Fundamental wurden die Weichen gestellt. Als fünfter Impfstoff wurde das Präparat Ende des vergangenen Jahres von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Novavax-CEO Stanley Erck verkündete jetzt auf der „JP Morgan Healthcare Conference“, dass die ersten Dosen des Vakzins in Kürze ausgeliefert werden sollen.

    Bisher habe der Konzern Lieferverträge für zwei Milliarden Dosen Impfstoff abgeschlossen, die nun zum Teil noch produziert und ausgeliefert werden müssen. Die EU hatte bereits im vergangenen August Verträge mit Novavax abgeschlossen und darf jetzt in den ersten zwei Quartalen mit rund 69 Mio. Dosen rechnen. Der deutsche Gesundheitsminister geht davon aus, dass die erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen ab dem 21.2. zur Verfügung stehen soll. Ein Großteil der Lieferung soll an ärmere Nationen gehen, die von den Impfstoff-Initiativen Gavi und Covax gesichert wurden.

    Covestro – Grüner Wasserstoff aus Down Under

    Wasserstoff gilt als das fehlende Puzzleteil in der Klimawende. Besonders beim Einsatz im Transportsektor gilt grüner Wasserstoff als Treibstoff der Zukunft. Allerdings sind die Preise noch zu hoch, um das Gas als Energiequelle der Zukunft und als Ersatz für fossile Energieträger einsetzen zu können. Allerdings gehen Experten davon aus, dass der Preis um rund 80% fallen könnte, wodurch grüner Wasserstoff ähnlich teuer wie Diesel sein dürfte.

    Der Chemiekonzern sorgt bereits jetzt für die Zukunft vor. In seinen Werken in Asien, Nordamerika und Europa will Covestro künftig umweltfreundlich produzierten Wasserstoff aus Australien einsetzen. Geplant ist eine langfristige Liefervereinbarung mit dem australischen Hersteller Fortescue Future Industries. Covestro-Vorstandschef Markus Steilemann bezeichnete den Übergang zur Nutzung von grünem Wasserstoff und seinen Derivaten als einen "wesentlichen Schritt" im Bemühen, nachhaltigere Produkte anzubieten.


    Trotz eines weiterhin stark wachsenden Cannabis-Marktes befinden sich die Aktien der Branche in einer seit drei Jahren andauernden Korrekturphase. Das 2018 gegründete Unternehmen Ayurcann ist mit einer Marktkapitalisierung von 22 Mio. CAD im Gegensatz zur Peer-Group profitabel und wächst weiterhin dynamisch. Bei Novavax könnte durch die Auslieferung der ersten Vakzin-Dosen der Aktienkurs einen erneuten Schub bekommen. Die Perspektiven von Covestro bleiben mit den Weichenstellungen für zukünftiges Wachstum gut.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 29.01.2026 | 05:30

    Antimon: Kritischer Rohstoff wird zum geopolitischen Faktor – Antimony Resources vor Neubewertung

    • Antimon
    • Kritische Rohstoffe
    • Kritische Metalle
    • Rohstoffe
    • Geopolitik
    • Verteidigungsindustrie
    • Lieferketten
    • Investments

    Mit Antimony Resources formiert sich leise eine Rohstoff-Story mit enormer strategischer Sprengkraft. Der kritische Rohstoff Antimon ist sicherheitsrelevant, industriell unverzichtbar und global zu stark ungleich verteilt. In einem Umfeld, in dem Lieferketten politisiert und kritische Rohstoffe zu geopolitischen Waffen werden, wird die Gesellschaft mit Bald Hill, dem größten Antimonprojekt Nordamerikas, zunehmend in den Fokus rücken. Anleger, die den Trend früh erkennen, sichern sich einen Platz am Anfang einer hochspannenden und lukrativen Investmentstory.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 29.01.2026 | 04:00

    Iran-Konflikt und der Ölpreis bei 100 USD? Achtung bei Nel ASA, A.H.T. Syngas und Plug Power

    • Energiewende
    • Wasserstoff
    • Klimawandel
    • GreenTech
    • Dekarbonisierung

    Die Börsen befinden sich im absoluten Stress-Modus! Seit Tagen wertet der US-Dollar ab, Silber, Gold und Kupfer gehen durch die Decke und gestern machte sich auch Öl auf den Weg nach oben. An den Drohgebärden aus Washington wird langsam klar, dass sich die Anzahl geopolitischer Konflikte auf kurze Sicht sogar noch um den Iran erweitern könnte. Denn das Pentagon hat eine Armada an Schiffen in die Nähe des Persischen Golfs entsendet. Nur eine weitere Donald-Show? Könnte sein, könnte aber auch nicht sein! Auf der Plattform X macht er unmissverständlich klar, dass ein Eingriff in die Souveränität des Iran jederzeit bevorstehen könnte. Das bedeutet für die Rohstoffmärkte absoluter „Panikmodus“, denn der Iran produziert über 4 Mio. Barrel Öl pro Tag und die westlichen Industrien bangen um ihre Lieferketten. Wir betrachten ein paar Schauplätze, die mit dieser Situation im verlängerten Modus zu tun haben.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 27.01.2026 | 04:30

    Stresstest: Kernkraft statt Wasserstoff? Achtung bei Nel ASA, First Hydrogen, Oklo und Plug Power

    • Dekarbonisierung
    • Energiewende
    • Wasserstoff
    • Kernenergie
    • SMRs

    „Drill Baby Drill“ – so klingt es lautstark aus dem Weißen Haus. Für die Trump-Administration heißt das, schnelle Genehmigungen und ein kapitalintensiver Push der fossilen Energien. Wie es mit den alternativen Energien aber weitergehen soll, scheint aktuell unklar. Die Mittel aus dem „Inflation Reduction Act (IRA)“ der Vorgänger-Regierung unter Joe Biden wurden teilweise nicht ausbezahlt und erhoffte öffentliche Aufträge im Sinne der Pariser Klimaabkommen sind durch das Fernbleiben der USA nun obsolet. So ganz klar wird die Abkehr von den alternativen Energien aber nicht kommuniziert. Immerhin gibt es eine große Anhängerschaft von ESG-konformen Energiemodellen, allen voran wird die Kernenergie wieder als NetZero-Quelle salonfähig. Wo sollten Anleger hellhörig werden?

    Zum Kommentar