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17.02.2022 | 05:07

Peloton, DiamCor, Bayer - Vertrauen, Sachwerte und Sachverstand

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Bildquelle: pixabay.com

Peloton bringt sich mit Verschlankung genauso in Form wie seine Beestandskunden. 90% der Early Adopter bleiben dem Unternehmen treu. Rohdiamanten erzielen neue Höchstpreise, DiamCor Mining profitiert und damit seine Anleger. Die Bayer AG trumpft im Agrarbusiness auf mit innovativen Lösungen für den Maisanbau. In der anstehenden Marktphase wollen Investoren gewappnet sein. In Preisgestalter zu investieren, die starke Inflation nutzen, macht Sinn. Ein Blick auf drei Möglichkeiten für die Anlage.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: PELOTON INTE.A DL-_000025 | US70614W1009 , Diamcor Mining Inc. | CA2525312070 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

Inhaltsverzeichnis:


    Peloton - Bestandskunden bleiben am Ball

    Recht mühsam strampelnd geht es für das digitale US-Fitness-Unternehmen Peloton (PTON) in diesen Tagen weiter. Nach dem Stühlerücken in der Chefetage und dem langsamen Abklingen der Pandemie, zeigen sich die eigentlichen Herausforderungen der Growth-Aktie.

    Der neue CEO Barry McCarthy will mit einer Hau-Ruck-Aktion die Kosten von Peloton senken. McCarthy hat aufgrund seiner Vergangenheit tiefgreifende Erfahrung mit Plattform-Ökonomien. So war er zuvor Finanzchef bei Netflix und bei Spotify. Sein neues Ziel: Ausgaben des neuen Arbeitgebers um 800 Mio. USD senken.

    2.800 Mitarbeiter mussten das Unternehmen bereits verlassen. Ihr schwacher Trost: eine einjährige Peloton-Mitgliedschaft ermöglicht ihnen, zumindest virtuell dabei zu bleiben, während sie in Coronazeiten auf Jobsuche gehen. Die weltweite Customer Base scheint insgesamt der unfaire Vorteil gegenüber dem Wettbewerb zu sein. Mit einer Kundenbindungsrate von 90% hat das innovative Unternehmen einen immateriellen Wert an der Hand, den es klug ausbauen kann. Für die Kunden ist der Mix aus digitalen Trainingspartnern, Fitness-Challenges zur Lieblingsmusik auf dem heimischen Peloton-Bike ein Wohlfühlfaktor.

    2,6 Millionen lizenzierte Songs hat Peloton in seinem Repertoire, darunter Künstler wie Beyoncé, Taylor Swift, ABBA, Queen, Foo Fighters und die Beatles. Während die Kunden also glücklich mit ihren Lieblings-Artists trainieren, kommt CEO McCarthy an ganz anderer Stelle ins Schwitzen.

    Durch das schnelle Wachstum in der Nische aus Hard- und Software für Heimsportler, sind Logistik- und Zulieferer-Ketten mehr schlecht als recht aufgestellt. Das Unternehmen gibt zu viel für die einzelnen Komponenten aus. Die hohe Anzahl an Zulieferern führt darüber hinaus zu Verzögerungen in der Lieferkette. Das verärgere insbesondere Neukunden.

    Übernahmegerüchte durch Amazon, Apple und speziell Nike, ließen den Aktienkurs wieder in die Höhe schnellen. Doch der Gründer und seine neue Führungsmannschaft haben auch eigenständig die Fäden in er Hand, das überflüssige Gewicht der Firma zum Schmelzen zu bringen und es auf einem schlanken Kurs weiter zu Wachstum zu bringen. Peloton mag ein Rohdiamant sein, der noch geschliffen werden muss.

    DiamCor - extremer Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr

    Durch die hohe Volatilität an der Börse in den letzten Monaten schauen Investorinnen und Investoren verstärkt nach Alternativen. Investitionen in Sachwerte haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Dazu gehören z.B. Kunst, Diamanten, Oldtimer, Uhren und Schmuck. Das Beste aus beiden Welten - Börse und Sachwertalternative - vereint die Firma Diamcor Mining. Das Unternehmen ist ein bewährter, etablierter Lieferant von Rohdiamanten für den Weltmarkt.

    Für die erhöhte Nachfrage ist DiamCor gut aufgestellt. "Die Preise für Rohdiamanten scheinen aufgrund der starken Nachfrage und der niedrigen Lagerbestände gestiegen zu sein. Wir arbeiten in den kommenden Monaten weiter fleißig an der Fertigstellung unserer zweiten Modernisierungsphase, mit dem Ziel, unser Verarbeitungsvolumen in diesem positiven Diamantenmarkt weiter zu erhöhen", sagte Diamcor CEO Dean Taylor letzte Woche.

    Je nach Größe, Beschaffenheit und Qualität werden Diamanten in der Industrie genutzt, z.B. für medizinische Geräte, Bohrer, Schneidwerkzeuge. Im Luxussegment finden die Hochkaräter ihren Weg als exklusive Schmuckstücke. Von der Mine bis zu Tiffany & Co an der New Yorker 5th Avenue ist der Weg der Diamanten klar gegliedert. Nach der Vorsortierung in entsprechende Pakete werden die Diamanten an zugelassene Diamanten-Börsen geliefert. Dort wird über Ausschreibungsverfahren Angebot und Nachfrage geregelt. Die Ausschreibungen finden alle vier bis sechs Wochen statt. Diamanteinkäufer besuchen im Auftrag ihrer Kunden diese Handelsplätze, um die Rohschätze meistbietend zu erwerben.

    Bei der ersten Ausschreibung des Jahres 2022 verkaufte DiamCor Mining 3.063 Karat Rohmaterial von Krone-Endora aus Venetia, seiner Lagerstätte in Südafrika, zu einem Durchschnittspreis von 330 USD pro Karat. Dies entspricht einem Gesamterlös von 1 Mio. USD. Karat ist eine Maßeinheit für das Gewicht von Diamanten. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm Gewicht des Edelsteins. Demgegenüber stehen 606.415 USD aus dem Verkauf von 2.028 Karat zu einem Durchschnittspreis von 299 USD pro Karat im Januar 2021.

    "Die starken Preise, die erzielt wurden, waren das Ergebnis von Steigerungen, die in allen angebotenen Kategorien und Sortimenten zu verzeichnen waren", so CEO Taylor. DiamCor plant, im vierten Quartal, das am 31. März endet, einen weiteren Verkauf durchzuführen. “Diamonds” sind eben nicht nur “a girl’s best friend.”

    Bayer - Wachstum im Mais-Geschäft durch Phase IV-Projekt

    Die Bayer AG verzeichnet Durchbrüche in Forschung und Entwicklung im Agrar-Geschäft (Crop Science). In den Bereichen Pflanzenschutz, Saatgut sowie digitale Lösungen will das Unternehmen Landwirte weltweit zu optimiertem Wachstum führen.

    Noch ungelöst bleibt der Glyphosat-Skandal, der Bayer viel Geld und Ruf kostete. 63 Mil. Dollar zahlte der Pharma- und Agrochemie-Konzern Bayer im Jahr 2018 für den US-Konzern Monsanto - und kaufte die mittlerweile über 120.000 Klagen von Bauern, Gärtnern und anderen Verbrauchern gegen das von Monsanto auf den Markt gebrachte Herbizid ‘Roundup’ gleich mit. US-Gerichte entschieden, dass das im Produkt enthaltene Glyphosat „erheblich“ zu Krebserkrankungen der Kläger beitrage. Der schwelende Streit könnte in diesem Jahr durch den US Supreme Court entschieden werden. Sollten sich die Richter am obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten weigern, die Berufung der Bayer AG anzunehmen, drohen den Leverkusenern Schadenersatzzahlungen von bis zu 15 Mio. EUR.

    Mit den gesundheitsschädlichen Gefahren hat sich der Konzern jedoch auch Innovationen eingekauft.Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Bayer ist umtriebig. Niedrig wachsender Mais soll den Anbau verändern. Ein kommerzielles Pilotprojekt ist für 2023 in Nordamerika geplant. Mehr als 500 neue Saatgut-Sorten und -hybride sowie über 300 Neuzulassungen im Pflanzenschutz stärken das Portfolio der AG. Mit der Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline erwartet Bayer ein Umsatzpotenzial von bis zu 30 Mio. EUR. Die Vorteile des niedrig wachsenden Mais liegen laut dem Konzern in der Länge der Halme. Rund ein Drittel kürzer sei das neuartige Maisgewächs. Und durch die höhere Bodennähe stärker vor wind- und wetterbedingten Umwelteinflüssen geschützt. Dies steigere die Wahrscheinlichkeit einer ertragreichen Ernte für die Landwirte.

    Darüber hinaus biete niedrig wachsender Mais den präziseren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Welche konkret dabei zum Einsatz kommen, bleibt noch unbekannt. Für Bayer sind dies Vorteile mit Umsatzpotenzial.


    Peloton nutzt die Möglichkeit, sich im Logistik- und Lieferantenbereich zu verschlanken. Bestandskunden profitieren ebenfalls vom Gewichtsverlust und bleiben dem Growth-Unternehmen treu. Für risikoaffine Anleger ein Wert mit Wachstumschancen. DiamCor Mining vereint das Beste aus beiden Welten für Börsianer, die in solide Sachwerte investieren wollen. Der Markt der Rohdiamanten zieht preislich an und damit auch die Kaufchance für die Aktie des Unternehmens. Die Bayer AG hat den ungelösten Monsanto-Case im Nacken und blickt nach vorn im Agrarbusiness durch seine voranschreitenden Phase IV Entwicklungen für Maisanbau samt Pilotprojekt 2023 in Nordamerika. Hier sollten Chancen und Risiken der Aktie genau abgewogen werden.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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