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25.01.2023 | 05:10

Fission Uranium, GoviEx, Cameco – Uran: Neuer Superzyklus bahnt sich an

  • kernenergie
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  • energie
Bildquelle: pixabay.com

Die internationale Gemeinschaft sieht es als dringende Notwendigkeit, die Stromerzeugung kohlenstofffrei zu machen, um die Menschen und den Planeten vor den Gefahren der Luftverschmutzung und des Klimawandels zu schützen. Um dies mit nachhaltigen Energien decken zu können, ist neben dem Ausbau von Wind- und Solarenergie die Kernenergie essenziell. Außer in Deutschland setzen die größten Industrieländer auf den Bau neuer Reaktoren. Doch aufgrund der Sanktionen gegen Russland trifft die steigende Nachfrage auf ein zu geringes Uranangebot. Nutznießer dieser Knappheit sind Uranproduzenten aus westlichen Gefilden.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: GOVIEX URANIUM INC A | CA3837981057 , CAMECO CORP. | CA13321L1085 , FISSION URANIUM CORP. | CA33812R1091

Inhaltsverzeichnis:


    Cameco mit starkem Zeichen

    Die Tragödie im japanischen Fukushima veränderte alles. Die weltweite Abkehr von der Atomkraft und ein Abschalten vieler Reaktoren nach 2011 veranlasste viele Uranproduzenten, ihre Minen aufgrund der Rentabilität stillzulegen beziehungsweise ganz zu schließen. Die Folge war ein Erdrutsch des Uranpreises von 140 USD pro Pfund 2008 auf unter 18 USD pro Pfund Anfang 2018. Seitdem bildete der Kurs einen Boden, konnte sich zwischenzeitlich aufgrund des ausufernden Konflikts in der Ukraine auf 64 USD pro Pfund mehr als verdreifachen und pendelt aktuell um den Bereich von 50 USD. Spätestens seit dem Einmarsch Russlands ist die westliche Welt gewarnt, nicht wie ähnlich beim Erdöl und Erdgas in eine neue Abhängigkeit zu gleiten.

    Jedoch ist diese nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. Allein die Vereinigten Staaten, mit 45 Mio. Pfund der größte Verbraucher von Uranoxid (U3O8) weltweit, bezieht knapp 50% aus Kasachstan oder Russland. Die Produktion in den USA liegt dagegen bei bescheidenen 21.000 Pfund. Somit ist eine Wiederbelebung der heimischen Uranindustrie mit Hilfe von Milliardenprogrammen durch die Politik elementar und hat Auswirkungen auf die die nationale als auch die Energiesicherheit.

    Ein starkes Zeichen setzte der in Saskatchewan in Kanada niedergelassene Uranproduzent Cameco. Das mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von 15,53 Mrd. CAD ausgestattete Unternehmen ist einer der größten globalen Uranproduzenten und nahm nach mehr als vierjähriger Unterbrechung die Produktion in der bedeutenden McArthur-Mine und der Key Lake-Mühle wieder auf. Es wird erwartet, dass McArthur River/Key Lake im Jahr 2022 bis zu 2 Mio. Pfund Urankonzentrat produzieren wird. Ab 2024 plant Cameco, 15 Mio. Pfund U3O8 pro Jahr aus diesen Betrieben zu produzieren, was 40 % unter der jährlichen lizenzierten Kapazität liegt.

    GoviEx Uranium - Mit großen Schritten Richtung Produkion

    Auf dem Weg zu einem afrikanischen Produzenten befindet sich das Explorationsunternehmen GoviEx Uranium. Dabei können die Kanadier über einen beträchtlichen Ressourcenbestand mit über 130 Mio. Pfund U3O8 in gemessenen und angezeigten Kategorien und 89,3 Mio. Pfund in der abgeleiteten Kategorie zurückgreifen. GoviEx unterhält mit dem Madaouela-Projekt in Niger sowie dem Muntanga-Projekt in Sambia zwei aussichtsreiche, mit allen wichtigen Bergbaugenehmigungen ausgestattete Liegenschaften.

    Dabei gilt Niger, wo sich das Vorzeigeprojekt Madaouela befindet, als fünftgrößter Uranproduzent weltweit und war zudem im Jahr 2021 größter Lieferant von Uranoxid für den europäischen Kontinent. Das Projekt selbst beherbergt eine der der größten Uranressourcen der Welt mit 100 Mio. Pfund Uranoxid in gemessenen und angezeigten Mineralressourcen, plus abgeleitete Ressourcen von 20 Mio. Pfund. Dabei ist die Unterstützung der Regierung enorm. So besitzt diese an Madaouela 20%. Zudem ist die vorhandene Infrastruktur mit Straßenzugang, qualifizierten Minenarbeitern, Grundwasser und Netzstrom erstklassig. Die planmäßige Aufnahme der Produktion ist für Ende 2025 geplant.

    Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im vergangenen September unterstrichen einmal mehr das herausragende Potenzial. Die Studie basiert auf einem sich selbst tragenden Betrieb einschließlich Verarbeitungsanlage und erneuerbarer Stromversorgung ohne Abhängigkeit von Einrichtungen Dritter. Der Kapitalwert beträgt nach Abzug von Steuern von 8% 140 Mio. USD bei einem internen Zinssatz von 13,3%. Bei einer Abbaurate von 2,60 Mio. Pfund jährlich und einer erwarteten Minenlaufzeit von 19 Jahren ergibt sich ein Potenzial für die Produktion von 50,8 Mio. Pfund Uranoxid.

    Mit dem ebenfalls vollständig genehmigten Muntanga-Projekt in Sambia besitzt GoviEx zudem eine weitere aussichtsreiche Lagerstätte, die sich 200km von Lusaka, nördlich des Kariba-Sees befindet. Hier befindet sich die Machbarkeitsstudie in Arbeit und soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Ein zusätzliches Explorationspotenzial besteht dadurch, dass drei Bergbaukonzessionen und zwei Schürfgenehmigungen mit einer Gesamtstreichlänge von etwa 140 km angrenzen. Eine Vormachbarkeitsstudie ergab 2017 einen Kapitalwert von 177 Mio. USD nach Abzug von 8% Steuern. Die anfängliche Lebensdauer der Mine wurde auf 11 Jahre beziffert.

    Die Marktkapitalisierung von GoviEx beträgt 140,95 Mio. CAD. Im Hinblick auf die Peer Group ergibt sich hier noch deutliches Steigerungspotenzial. So werden Uranproduzenten mit rund 6,86 USD pro Pfund bewertet, während bei Entwicklern lediglich 2,28 USD pro Pfund angesetzt werden. Im Hinblick auf das erfahrene Managementteam, einem starken Aktionärskreis und dem beträchtlichen Explorationspotenzial mit mehreren bohrbereiten Zielen, die auf jedem Grundstück definiert wurden, könnte GoviEx zu einem Outperformer im erwartet steigenden Uranmarkt mutieren.

    Fission Uranium – Erfolgreiche Machbarkeitsstudie

    Mit einem Börsenwert in Höhe von 612,08 Mio. CAD liegt der Fokus von Fission Uranium auf dem Patterson Lake South-Projekt, das sich im renommierten Uranbezirk Athabasca Basin befindet. Dabei konnten die Ergebnisse der von Tetra Tech Canada Inc. durchgeführten Machbarkeitsstudie überzeugen.

    So verbesserten die Ergebnisse die Wirtschaftlichkeit im Vergleich zur 2019 durchgeführten Vormachbarkeitsstudie deutlich. Zu den Höhepunkten zählen eine längere Lebensdauer der Mine von 10 Jahren, ein deutlich höherer Nettogegenwartswert nach Steuern von 1,204 Mrd. CAD bei einem Abschlag von 8 % sowie ein höherer interner Zinsfuß nach Steuern von 27,2 % bei weiterhin sehr niedrigen Betriebskosten von 13,02 CAD pro Pfund.

    Ross McElroy, Präsident und CEO von Fission, kommentierte: „Mit einer stark verbesserten Wirtschaftlichkeit, einschließlich einer Verlängerung der Lebensdauer der Mine um 42 %, einer unglaublichen Steigerung des Kapitalwerts nach Steuern um 71,5 % und einer Steigerung des IRR nach Steuern um 10,2 %, bestätigt diese Machbarkeitsstudie das Tier-1-Projekt PLS als eines der wirtschaftlich bedeutendsten und besten Uranerschließungsprojekte der Welt.“


    Aufgrund der Klimawende ist der Bedarf an CO2-freier Energie enorm. Neben dem Ausbau der Erneuerbaren wird die Kernenergie zu einem festen Bestandteil des globalen Energiemixes. GoviEx besitzt mit seinen beiden aussichtsreichen Projekt enormes Potenzial. Cameco gilt als Bluechip unter den Uranproduzenten und dürfte wie Fission Uranium nach dem Bärenmarkt der vergangenen Jahr ebenfalls Chancen auf einen starken Rebound haben.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

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