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11.04.2024 | 04:45

Nvidia, Super Micro Computer, Carbon Done Right Developments – Künstliche Intelligenz jetzt verkaufen!

  • Klimawende
  • Künstliche Intelligenz
  • Rohstoffe
  • CO2-Zertifikate
Bildquelle: pixabay.com

Die Börse feiert seit Monaten einen wichtigen Produktivitätsfortschritt auf diesem Planeten. Den Ersatz der menschlichen Arbeitskraft durch lernende Maschinen. Was James Cameron in den 80iger Jahren durch sein Movie „Terminator“ schon einmal vordachte, ist jetzt Realität geworden. Nun geht es los mit der Arbeitsplatzvernichtung rund um den Globus. Besonders betroffen sind Standard-Serviceleistungen oder Kontrollprozesse wie z. B. in Call- oder Qualitätscentern. Die freundliche Stimme am Telefon, die sich um ihr Problem kümmert, könnte ihnen bereits jetzt in einer KI-animierten Form gegenübertreten. So richtig merken werden sie es nur, wenn sie von der Norm abweichende Fragen stellen. Ökonomen prophezeien einen Produktivitätssprung von über 20 % in den nächsten 10 Jahren. Ob es aber an der NASDAQ mit den Hightech-Titeln so erratisch weiterläuft wie jüngst, darf angezweifelt werden. Vielleicht sollte man mal eine Börsen-KI dazu befragen. Wir haben hierzu ein paar Ideen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CARBON DONE RIGHT DEVELOPMENTS INC | CA14109M1023 , NVIDIA CORP. DL-_001 | US67066G1040 , SUPER MICRO COMPUT.DL-_01 | US86800U1043

Inhaltsverzeichnis:


    Künstliche Intelligenz – Der weltweite Energiebedarf wächst

    Laut Statista wird die weltweite Energienachfrage in den kommenden Jahren weiter steigen. Vor allem das schnelle Wachstum in den Entwicklungsländern sorgt für ein Drittel mehr Energiebedarf. Dabei sind vor allem China, Indien und Brasilien die größten Treiber, zum Ende des Betrachtungszeitraums 2040 wird aber auch Afrika eine tragende Rolle spielen. Die aktuellen technologischen Trends wie z. B. Künstliche Intelligenz, das Schürfen von Krypto-Währungen oder die Elektrifizierung der Mobilität setzten den Energiebedarf noch um einige Prozentpunkte nach oben.

    Aktuell sind die erneuerbaren Energieträger die weltweit am stärksten wachsende Energiequelle, zulegen wird in den nächsten Jahren aber auch die als „Net-Zero“-Quelle bezeichnete Kern-Energie. Da die fossilen Energieträger noch über Jahrzehnte für den Lastenausgleich zuständig sind und in den Emerging Markets nach wie vor die Energieversorgung dominieren, bleibt deren Bedarf weiter hoch. Die CO2-Verschmutzung wird daher nur langsam abnehmen, doch die politischen Ziele zur Klimawende liefern wichtige Ankerpunkte für die Industrie.

    Nvidia und Super Micro Computer – Hier braucht es dringend Abkühlung

    Völlig außer Rand und Band haben sich die beliebten KI-Titel Nvidia und Super Mirco Computer entwickelt. Allein in den letzten Monaten ging es um 100 bzw. 240 % nach oben. Analytisch sind die Kursziele der Experten damit längst erreicht. Wie geht es nun weiter?

    Nvidia muss als fundamentaler Sonderfall eingestuft werden. Das aktuell rasante Wachstum kann von den Analysten nicht mehr in der geforderten Zeit verarbeitet werden. Allein im ersten Quartal gab es zu diesem Titel 58 Neueinstufungen und Updates. Die Umsatzschätzung für das laufende Jahr bereitet den Experten zunehmend Kopfzerbrechen, denn von anfangs geschätzten 37 Mrd. USD hat sich der Konsens binnen 6 Wochen auf knapp 61 Mrd. USD nach oben geschwungen. In 2025 sollen es sogar 110 Mrd. USD sein. Das Wachstum kommt aus der KI-affinen Sparte „Data Center“, einem Hub für die großangelegte Verarbeitung von Big Data. 53 von 57 Experten halten den Daumen oben und erwarten ein durchschnittliches Kursziel von 985 USD, rund 100 USD über der letzten Notiz.

    Bei Super Micro Computer blasen 12 von 16 Analysten zum Einstieg, das durchschnittliche Kursziel liegt aber nur bei 935 USD. Mit 1.229 USD wurde im März bereits ein Hoch definiert, seither hat der Kurs um 25 % korrigiert. Neue Einstiegskurse voraus, werden viele Interessenten rufen, charttechnisch könnte sich aber eine S-K-S-Formation demnächst bestätigen, dann wäre das Kursziel eher nach unten bei etwa 750 USD anzusiedeln. Die Aktie stand vor einem Jahr noch bei etwa 100 USD und hat sich in der Spitze glatt verzwölffacht. Eine grandiose Performance für den Spezialisten im Sektor Flüssig-Kühlsysteme. Wenn die Titel nicht mehr weiter zulegen können, droht kurzfristig vermutlich eine mittelschwere Abkühlung. Denn technisch weisen sowohl das Momentum als auch der MACD bereits nach unten, die Slow Stochastik hat sich durch die jüngste Konsolidierung schon ordentlich nach unten bewegt.

    Nachdem beide Aktien den fundamentalen Rahmen bereits ausgereizt haben, ist jetzt geschicktes Timing gefragt. Doch Vorsicht an der Bahnsteigkante, der Markt befindet sich in einer absolut heißen Topbildungs-Phase! Starke Zwischenanstiege und nachfolgende Konsolidierungen sind auch an einem Tag möglich. Fondsmanager werden immer wieder versuchen, in diese Titel zu investieren, um die Anleger optisch bei Laune zu halten.

    Carbon Done Right Developments – Ein transparenter Markt entsteht

    Apropos Energiewende. Eine finanzielle Regulierung der Klimabelastung besteht seit einigen Jahren durch die Handelbarkeit von Carbon-Zertifikaten. Ziel dieser Zertifikate ist die Bewertung von CO2-Ausstössen zum Zweck der Bepreisung und Weitergabe an die Industrie. Fakt ist, dass gewisse Produktionsverfahren erst über einen längeren Zeitraum technologisch auf eine niedrigere Energielastigkeit umgestellt werden können. Die neuen Prozesslandschaften benötigen Investitionen und den Willen des Managements, diese Erfordernisse auch entsprechend zu priorisieren. Wer länger Zeit braucht als es der Gesetzgeber toleriert, muss am Markt für “Verschmutzungsrechte“ entsprechende Zertifikate einkaufen, um seinen Überausstoß von CO2 zu kompensieren. Andererseits gibt es Unternehmen, die diese Karbon-Zertifikate durch anerkannte Umwelt-Maßnahmen generieren können und an einer Börse zum Verkauf anbieten. Es entsteht ein Markt auf dem sich ökologische Verantwortung und industrielle Notwendigkeiten die Hand reichen.

    Das kanadische Unternehmen Carbon Done Right Developments (vormals Klimat X) hat sich der Kompensation von Klimabelastungen verschrieben und bietet Verursachern von CO2 entsprechende Investitionsmöglichkeiten in Umweltprojekte, die sich auf Regeneration von Wald und Wasser konzentrieren. Um den Markt besser adressieren zu können und neue Geschäftsmodelle zu etablieren, hat das Unternehmen seine Absicht bekannt gegeben, die Blockchain-gestützte Handelsplattform London Carbon Exchange (LCE) in einer reinen Aktientransaktion im Wert von 450.000 USD zum Zeitpunkt der nächsten Platzierung von der Supernova Digital Assets Plc zu erwerben. Gleichzeitig soll es eine Zweitnotierung von Carbon Done Right Developments an der Londoner Wachstumsbörse AIM geben. Um die Transparenz bei Transaktionen mit Emissionszertifikaten zu erhöhen, möchten die Kanadier auch das hochinnovative Carbon Quantification System (CQS) einführen. Ziel ist es, das Engagement des Unternehmens für das schnelle Wachstum von Investitionen in groß angelegte Emissionszertifikat-Projekte zur Wiederherstellung und Erhaltung von geschädigten und bedrohten Flächen weiter zu stärken. Durch den Einsatz der Blockchain-Technologie wird jede Transaktion dabei sorgfältig in einem dezentralen Ledger aufgezeichnet, sodass Herkunft, Eigentum und vollständiger Transaktionsverlauf jedes Zertifikats nachprüfbar und unveränderbar sind.

    Weiterhin soll ein dezentraler Marktplatz für Emissionszertifikate für den Handel mit aktuellen und zukünftigen Emissionszertifikaten entstehen. Eine Tokenisierung macht diese noch handelbarer und die Transparenz wird nochmals erhöht. Die Plattform ermöglicht die Verfolgung des Wachstums und der Leistung von Aufforstungs- und Schutzgebieten in Echtzeit mithilfe der KI- und maschinengesteuerter Tree Counter-Technologie, die in Zusammenarbeit mit der Universität Kopenhagen entwickelt wurde. Carbon Done Right Developments erreicht mit der Blockchain-Technologie und der „Tree-to-Trade“-Philosophie eine neue Stufe im CO2-Zertifikate-Geschäft. Ein starkes zukünftiges Wachstum ist unmittelbar zu erwarten. Risikofreudige Anleger können derzeit auf einer Bewertungsbasis von niedrigen 3,8 Mio. CAD in Frankfurt oder an der TSX-Venture einsteigen.

    So unterschiedlich läuft Börse. Das Dauerthema Künstliche Intelligenz schlägt die Klimawende-Branche Wasserstoff & Co. um Längen. Technische Indikatoren sprechen aber dafür, dass die Einbahnstraße auch mal holpriger verlaufen wird. Quelle: Refintiv Eikon vom 08.04.2024

    Künstliche Intelligenz erlebt einen sagenhaften Hype. Der Wasserstoff-Sektor hingegen, befindet sich technisch betrachtet gerade am unteren Band, zyklisch könnte hier bald wieder ein Rückkauf anstehen. Carbon Done Right bietet einen Zugang zu modernen, Blockchain-basierten Tauschbörsen für CO2-Zertifikate und kann ein neues Wachstumssegment aktiv mitgestalten.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    • Alternative Energien
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    OpenAI hat eine neue ChatGPT-Version vorgestellt, die menschlicher kommuniziert als jede KI zuvor. Und auch Google baut seine Suchmaschine um und beantwortet Anfragen künftig mit KI-generierten Zusammenfassungen. Der Boom mit solchen Tools könnte laut Experten bald zu einer Netzüberlastung oder gar einem Blackout führen. Denn KI-Anwendungen verbrauchen in Rechenzentren ungeheuer viel Strom. Bis zu Faktor 10 unterscheidet sich der Energiehunger einer KI-generierten Frage von einer normalen Eingabe in einer Suchmaschine. Damit gerät die Energiewende in Gefahr, denn mit der vollständigen Elektrifizierung muss immer mehr Strom für Elektroautos, Wärmepumpen und strombasierte Industrielösungen her, der nach Wunsch der Politik aus erneuerbaren Energiequellen kommen soll. Die Internationale Energieagentur prognostiziert aber, dass die Stromnachfrage bis 2050 um 80 bis 150 % steigt. Die Börse bewertet Energieunternehmen ideologiebefreit nach ihrem Renditepotenzial. Wo liegen die Chancen für Anleger?

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