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30.06.2025 | 05:10

Enphase, Pure Hydrogen, Palantir – Alternative Chancen

  • erneuerbare Energien
  • Wasserstoff
  • Atomenergie
Bildquelle: pixabay.com

Nachdem in der Vorwoche die Ölpreise durch das Eintreten der USA in den Nahostkonflikt haussierten und ihre seit März 2022 etablierten Abwärtstrends sogar kurzfristig durchbrechen konnten, folgte nach der Entspannung ein massiver Ausverkauf. Damit bleibt das von uns favorisierte Szenario mit neuen Jahrestiefs erhalten. Dagegen konnten Unternehmen aus dem Bereich erneuerbarer Energien nach einer monatelangen Korrektur ein Lebenszeichen senden. Einmal mehr verantwortlich dafür zeigte sich die US-Politik.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , PURE HYDROGEN CORPORATION LIMITED | AU0000138190 , ENPHASE ENERGY INC.DL-_01 | US29355A1079

Inhaltsverzeichnis:


    Palantir setzt neue Maßstäbe

    Die Aktie des Datenspezialisten aus Denver, Colorado bleibt weiterhin das Nonplusultra an den US-Börsen und konnte seinen Höhenflug fortsetzen. Bei 148,22 USD wurde ein weiteres Allzeithoch markiert. Dadurch erhöhte sich die Performance der Palantir-Aktie seit dem Tiefststand am 27. Dezember 2022 auf sagenhafte 2.400 %.

    Doch genug hat die Mannschaft um den umtriebigen CEO Alex Karp noch lange nicht, eher werden immer neue Geschäftsfelder erschlossen. Nachdem in den vergangenen Monaten der Bereich Defense im Vordergrund lag, investiert Palantir 100 Mio. USD in US-Kernenergie, um mit Künstlicher Intelligenz den Atomkraftmarkt zu revolutionieren.

    Mit dem Startup The Nuclear Company wird an einer KI-basierten Plattform gearbeitet, die den Bau von Atomkraftwerken digitalisiert und beschleunigt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die USA beim Ausbau der Kernenergie technologisch auf Augenhöhe mit China zu bringen und letztlich zu überholen.
    Die KI-Plattform soll zehntausende Bauunterlagen automatisiert verarbeiten und Informationen zum Baufortschritt in Echtzeit liefern, insbesondere bei Lieferverzögerungen. Mit dieser Technologie plant The Nuclear Company, bis 2030 erstmals Strom zu produzieren. Aktuell befindet sich in den USA kein neuer Reaktor im Bau.

    Palantir erhält für die Entwicklung der Softwareplattform eine Finanzierung in Höhe von 100 Mio. USD, verteilt auf fünf Jahre. Die Initiative steht im Einklang mit den von Ex-Präsident Donald Trump unterzeichneten Executive Orders, die zehn neue Reaktoren bis 2030 sowie eine Vervierfachung der US-Kapazitäten auf 400 Gigawatt bis 2050 zum Ziel haben.

    Pure Hydrogen – Die 360 Gradlösung

    Der Kampf um Energie und Rohstoffe dürfte sich in den nächsten Jahren weiter zuspitzen, wodurch Eigenproduktionen der einzelnen Länder immer mehr in den Vordergrund rücken. In Australien etabliert sich mit Pure Hydrogen ein Player, der ein Wasserstoff-Ökosystem entwickelt, das alle Aspekte des Marktes von der Produktion bis zur Endnutzung abdeckt und seinen Kunden somit ganzheitliche Wasserstofflösungen anbieten kann.

    Das Ziel des mit aktuell 16,06 Mio. EUR bewerteten, an deutschen Börsen handelbaren Unternehmens ist es, die CO2-freie Zukunft mitzugestalten und gleichzeitig den Übergang des Landes zu einer weltweit führenden Wasserstoffnation voranzutreiben.

    Pure Hydrogen setzt auf eine breit gefächerte Strategie zur Erschließung des wachsenden Marktes für grüne Energielösungen. Ein entscheidender Schritt ist die jüngst erteilte Gasexplorations-Genehmigung für die Tochtergesellschaft Real Energy Queensland. Diese erlaubt dem Unternehmen über einen Zeitraum von 25 Jahren die Erschließung des Windorah-Gasprojekts im Cooper Basin.

    Darüber hinaus ist Pure Hydrogen mit dem Partner Botswana H2 und einer Beteiligung an Botala Energy in ein internationales Energieprojekt im südlichen Afrika eingebunden. Ziel ist der Aufbau einer stabilen Wasserstoffversorgung in der Region. Das operative Portfolio bedient dabei eine umfassende Zielgruppe. Pure Hydrogen entwickelt und produziert End-to-End-Mobilitätslösungen für die Sektoren Transport, Logistik, Bauwesen und Behörden.

    In der vergangenen Woche vermeldeten die Australier die Lieferung einer Taurus-Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebsmaschine an Barwon Water, der ersten Wasserstoff-Antriebsmaschine in Australien. Das Fahrzeug hat eine geschätzte Lebensdauer von 20 Jahren und bietet eine langfristige, emissionsfreie Alternative zu herkömmlichen Diesel-LKW.

    Die Pure Hydrogen-Aktie konnte aufgrund es Meilensteines in den vergangenen Tagen haussieren und notiert aktuell bei 0,059 EUR.

    Enphase – Lichtblick nach dem Abverkauf

    Im Gegensatz zum Datenanalyseunternehmen Palantir zeigen die Aktiencharts der Solarunternehmen weiter nach unten. Dennoch könnte nun ein Ende des Abverkaufs und eine Stabilisierung der Kurse eingeläutet worden sein. Den Grund lieferte einmal mehr die US-Politik, nachdem im Senat eine mögliche Wende bei den geplanten Kürzungen der Solarförderung abzeichnet.

    Der republikanische Senator Kevin Cramer deutete gegenüber Reportern an, dass die Fassung des Senats "etwas großzügiger ausfallen" könnte als die bisherige Version des Repräsentantenhauses. Noch im Entwurf des Repräsentantenhauses sowie im Senatsfinanzausschuss war eine vollständige Streichung der 30-prozentigen Steuergutschrift für Hausdachanlagen sowie das Ende von Subventionen für Vermieter vorgesehen.

    Nun könnte die sogenannte „Sunset Clause“, die Regelung zum Auslaufen der Förderung, angepasst werden, sodass statt eines abrupten Endes ein stufenweiser Ausstieg erfolgen könnte. Diese Aussicht sorgte für Auftrieb an den Börsen. Enphase, das Solar-Mikrowechselrichter, Batteriespeicher und Ladestationen für Elektrofahrzeuge entwickelt, konnte seine Talfahrt stoppen und schloss die Woche nach dem Markieren eines erneuten Jahrestiefs mit einem Plus von über 10 % auf 40,88 USD ab. Der 200er EMA liegt bei hohen 114,31 USD. Aus charttechnischer Sicht bleibt das Bild dennoch negativ.


    Die Palantir-Aktie konnte ein weiteres Allzeithoch markieren. Das US-Unternehmen plant nun den Einstieg in die Atomenergie. Enphase konnte den Abverkauf vorerst stoppen. Dagegen konnte Pure Hydrogen mit der Auslieferung der ersten Wasserstoff-Antriebsmaschine in Australien einen Meilenstein vermelden.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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