Menü schließen




26.11.2024 | 06:45

Übernahmefantasie und Wachstumspower! Nel, TeamViewer, M1 Kliniken Aktie mit mehr als 50 % Kurspotenzial

  • technologie
  • Dividende
  • Wachstum
  • Wasserstoff
Bildquelle: M1 Kliniken AG

Starkes Wachstum, steigende Dividende und Übernahmefantasie in einer Aktie bietet die M1 Klinken AG. Europas Marktführer für Schönheitsmedizin hat in den ersten drei Quartalen das operative Ergebnis um 70 % gesteigert. In den kommenden Jahren will man weltweit zum Marktführer werden und auch die Dividende stark erhöhen. Dieser Erfolg hat Private Equity Firmen auf den Plan gerufen. Das M1-Management steht einer Beteiligung oder einer Übernahme offen gegenüber – wenn der Preis stimmt. Auch bei TeamViewer wird immer wieder über eine Übernahme spekuliert. Das deutsche Tech-Unternehmen will zu den KI-Profiteuren gehören. Greift Microsoft oder SAP zu? Bei Nel erscheint eine Übernahme fast schon als der letzte Ausweg. Kauft ein Mischkonzern den Wasserstoff-Spezialisten?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , M1 KLINIKEN AG O.N. | DE000A0STSQ8 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

Inhaltsverzeichnis:


    M1 Kliniken: Analysten sehen über 50 % Kurspotenzial

    Bei M1 Kliniken fehlt von Krise jede Spur: Das EBIT von Europas führendem privaten Anbieter von schönheitsmedizinischen Behandlungen mit der Marke "M1 Med Beauty" kletterte in den ersten neun Monaten 2024 um rund 71 % auf 22,09 Mio. EUR. Der Nettogewinn (nach Minderheiten) legte um 247 % auf 14,33 Mio. EUR zu. Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von 0,77 EUR und ein Quartal fehlt ja noch. Daher können sich Aktionäre wohl auf eine attraktive Dividende freuen.

    Wachstumstreiber ist weiterhin das Kerngeschäft Beauty. Während der Konzern-Umsatz um 8,7 % auf 257,2 Mio. EUR zulegen konnte, waren es bei Beauty 33,5 % auf 71,0 Mio. EUR – Tendenz weiter stark steigend. Aktuell betreibt die M1-Gruppe 63 medizinische Fachzentren für ästhetische Medizin – unter anderem für Botox- und Hyaluron-Behandlungen – in zehn Ländern. Bis Ende 2029 soll die Anzahl auf 150 bis 200 steigen. Dann will M1 allein in diesem Segment 200 bis 300 Mio. EUR jährlich umsetzen und eine EBIT-Marge von mindestens 20 % erzielen.

    Zahlreiche Analysten empfehlen die M1-Aktie zum Kauf. Im Anschluss an die Quartalszahlen hat unter anderem Warburg Research das Kursziel von 28 EUR bestätigt. Aktuell notiert die M1-Aktie bei rund 16,50 EUR. Die Erwartungen der Analysten wurden deutlich übertroffen. Die EBIT-Marge von 8,5 % im Konzern sei beeindruckend. Und nicht nur Analysten sind offenbar beeindruckt. Gleich mehrere Private Equity Unternehmen prüfen seit einigen Monaten eine Beteiligung oder komplette Übernahme. Das M1-Management steht dem Interesse offen gegenüber, konzentriert sich aber auf das organische Wachstum. Die Wachstumsstory scheint also noch längst nicht zu Ende zu sein.

    Nel: Letzte Rettung Übernahme?

    Bei Nel scheint eine Übernahme für Aktionäre fast der einzige Ausweg zu sein. Die Aktie des einstigen Wasserstoff-Highflyers taumelt von einem Mehrjahrestief zum nächsten. Es fehlt an neuen Großprojekten, der Umsatz ist mau und von schwarzen Zahlen fehlt jede Spur.

    Auch immer mehr Analysten geben auf. Zuletzt hat Kepler Cheuvreux die Nel-Aktie mit "Reduce" eingestuft. Das Kursziel liegt bei 2,50 NOK. Derzeit notiert das Wertpapier knapp über 3 NOK. Zur Einordnung: in 2021 wurde das Allzeithoch bei über 33 NOK erreicht und Anfang dieses Jahres stand die Nel-Aktie immerhin noch bei rund 7 NOK. Vor Kepler hatte bereits Jefferies den Daumen gesenkt. Die Analysten hatten die Nel-Aktie von "Hold" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 5,50 NOK auf 3 NOK reduziert. Laut marketscreener.com empfehlen nur 2 von 18 Analysten die Aktie von Nel zum Kauf.

    Für den Kauf der Wasserstoff-Aktie spricht neben der Antizyklik derzeit wohl nur die Übernahmefantasie. Mit dem indischen Mischkonzern Reliance Industries Limited besteht seit diesem Jahr eine Partnerschaft. Seitdem gibt es auch hin und wieder Übernahmegerüchte – die Frage ist, zu welchem Preis.

    TeamViewer: Greift Microsoft oder SAP zu?

    Auch TeamViewer wird immer wieder als Übernahmekandidat genannt. So würde das deutsche Technologieunternehmen durchaus zu Anbietern von Business-Software wie Microsoft, SAP, Salesforce oder Oracle passen. Konkret ist es bisher allerdings nie geworden. Analysten sehen das Unternehmen und die Aktie insgesamt positiv. Zwar hatte TeamViewer mit seinen jüngsten Quartalszahlen eher enttäuscht, dennoch empfehlen laut marketscreener.com 9 von 16 Experten die Aktie zum Kauf. Dagegen gibt es nur eine Verkaufsempfehlung. Im Anschluss an die Zahlen, hatte Goldman Sachs die Empfehlung "Buy" bestätigt, das Kursziel allerdings leicht von 18 EUR auf 17 EUR reduziert.

    Beim Thema Profiteure von Künstlicher Intelligenz will TeamViewer mitspielen. So hat das deutsche Technologieunternehmen in der vergangenen Woche die Integration seiner neuen KI-basierten Funktion Session Insights in die Microsoft-Produktfamilie vorgestellt. Mit der Integration in Teams, 365 Copilot und Azure OpenAI Service können Kunden den Fernsupport schneller, intelligenter und proaktiver aufstellen.


    Fazit:

    Die Aktie von M1 Kliniken ist spannend: Operativ läuft es rund und dazu kommen Dividenden- und Übernahmefantasie. Dagegen gibt es bei Nel wenig Kaufargumente – außer vielleicht für einen kurzfristigen Zock. Eine Übernahme ist zwar möglich, aber ein Aufschlag dürfte kaum gezahlt werden. TeamViewer ist interessant, aber die Aktie befindet sich seit Ende 2021 in einer Seitwärtsbewegung und derzeit spricht wenig für einen Ausbruch.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Stefan Feulner vom 12.06.2026 | 05:10

    BYD, Standard Uranium, Fuelcell Energy – Kampf um Strom schafft neue Börsenstars

    • Wasserstoff
    • Uran
    • Elektromobilität

    Der weltweite Strombedarf steigt rasant. KI-Rechenzentren, Elektromobilität und die Elektrifizierung der Industrie treiben Investitionen in alternative Energien auf Rekordniveau. Davon profitieren gleich mehrere Zukunftsbranchen: Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien könnten eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung übernehmen, während die Renaissance der Kernenergie den Uranmarkt vor eine neue Wachstumsphase stellt. Gleichzeitig sorgt der globale E-Auto-Boom für eine anhaltend hohe Nachfrage nach innovativen Mobilitätslösungen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 12.06.2026 | 05:00

    Geostrategische Rohstoff-Allianz: Exportkontrollen treffen SpaceX und Rheinmetall – die Wall Street setzt auf Almonty

    • Wolfram
    • Finanzierung
    • Wachstum
    • Rüstung
    • Raumfahrt

    Handelshemmnisse, gekürzte Abbauquoten und ein ab 2027 greifendes gesetzliches US-Import-Verbot für bestimmte kritische Metalle – die traditionellen Rohstoff-Lieferketten des Westens stehen unter Druck. Im Zentrum des Versorgungsengpasses steht Wolfram, das aufgrund seines Schmelzpunktes von 3.422 °C für moderne kinetische Militäranwendungen und hochtemperaturbeständige Legierungen im Luft- und Raumfahrtsektor unersetzlich ist. Da alternative, nicht-chinesische Förderkapazitäten bislang weniger als 10 % des globalen Produktionsvolumens ausmachten, droht westlichen Technologiekonzernen ein handfester Versorgungsnotstand. In dieses Versorgungsvakuum stößt das Wolfram-Schwergewicht Almonty Industries vor und avanciert aufgrund neuer Förderkapazitäten zum Schlüsselspieler und Quasi-Monopolisten.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 09.06.2026 | 05:00

    Wasserstoff-Hochlauf: Hohe Kosten bremsen die Industrie – Investoren blicken auf First Hydrogen, Plug Power und Nel

    • Wasserstoff
    • SMR
    • Drohnen
    • Kosten

    Die Treibhausgaseinsparungen in Deutschland stagnierten laut der Denkfabrik Agora Energiewende im Jahr 2025, da die Emissionen lediglich um 1,5 % auf 640 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent sanken. Zwar würden erneuerbare Energien bereits 55,3 % des Strombedarfs decken, doch hohe Investitionskosten bremsen die Transformation der energieintensiven Industrie. Während die Herstellung von grauem Wasserstoff je nach Erdgaspreis zwischen rund 1,50 und 3,30 EUR pro kg kostet, schlägt grüner Wasserstoff mit etwa 7,00 EUR pro kg zu Buche. Neue Vorgaben für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs dürften diese Erzeugungskosten bis 2030 weiter nach oben treiben. Fraunhofer-Experten für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien haben berechnet, dass die wirtschaftliche Nutzung ohne staatliche Nachfrageförderung einen CO2-Preis von deutlich über 200 EUR pro Tonne erfordert – das ist eindeutig zu viel. Doch wie gelingt der Wasserstoff-Hochlauf trotzdem? Wir stellen Unternehmen vor, die Wasserstoff-Innovationen vorantreiben.

    Zum Kommentar