Menü schließen




05.11.2021 | 05:10

Positive Neuigkeiten bei BYD, Nevada Copper und BMW

  • Elektromobilität
  • Kupfer
Bildquelle: pixabay.com

Es ist ein erstes, zartes Signal der FED im Hinblick auf die Straffung der ultralockeren Geldpolitik. Ab November sollen die konjunkturfördernden Wertpapierkäufe etwas gestrafft werden. An eine Erhöhung der Leitzinsen denkt die US-Notenbank jedoch noch lange nicht. Immernoch beharren die Währungshüter auf der Meinung, dass die Inflation nur temporärer Natur sei. In Bezug auf die hohen Energiepreise und löchriger Lieferketten dürfte diese Problematik weit länger Bestand haben, als bisher vermutet wird.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: NEVADA COPPER CORP. | CA64128F1099 , BYD CO. LTD ADR/2 YC 1 | US05606L1008 , BAY.MOTOREN WERKE VZO | DE0005190037

Inhaltsverzeichnis:


    BYD mit bombastischem Zuwachs

    Trotz der Knappheit an Halbleitern wuchs das chinesische Elektro-Mobilitätsunternehmen BYD einmal mehr über sich hinaus. Explodiert ist dabei der Bereich der NEVs, New Energy Vehicles, also Fahrzeuge mit alternativen Antriebssystemen. BYD verkaufte im Oktober 81.040 NEVs und damit 249% mehr als vor einem Jahr und 14% mehr als im September diesen Jahres. Darunter waren 80.003 Pkw und 1.037 Nutzfahrzeuge.

    Insgesamt belief sich der Absatz auf 89.935 Einheiten. Dies wiederum bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von fast 88%. Das Wachstum gegenüber dem Vormonat betrug demnach 12%. Das Modell Dolphin von BYD hat seit seiner Markteinführung mit fast 10.000 Bestellungen im Oktober die Erwartungen übertroffen.

    Die Analysten von BofA Securities bewerteten BYD mit einem Kursziel von 405 HKD, umgerechnet 45,02 EUR, und wiederholten ihr "Buy"-Rating. Dabei ist das Analystenhaus optimistisch, was die Wachstumsaussichten für den Absatz von Elektrofahrzeugen, den besseren Produktmix und die verbesserten Margen aufgrund der breiteren Anwendung von Lithium-Eisenphosphat-Batterien angeht.

    Nevada Copper - Kräftige Umstrukturierung

    Kupfer wird in einer Zeit von Erneuerbaren Energien und der Umsetzung der Klimaziele immer wichtiger. Das rote Metall glänzt durch seine Eigenschaften, wie der guten Leitfähigkeit und wird sowohl für die Elektromobilität genauso wie bei der Produktion von Windkraft- oder Solaranlagen benötigt. Dadurch, dass der Kupferpreis vor dem Beschluss des Umstiegs auf erneuerbare Energieträger im letzten Jahrzehnt eher schwach notierte und neue Projekte für Investoren wenig lukrativ waren, lag bereits 2019 ein zu geringes Angebot vor. Das einzige Wachstum fand bei risikoreichen Projekten in schwierigen Rechtsgebieten wie der Mongolei oder Indonesien statt. Von der Entdeckung bis zur Produktion einer Kupfermine vergehen im Durchschnitt mehr als 15 Jahre.

    Zudem besteht vor allem in Nordamerika die Notwendigkeit von kürzeren, zuverlässigen Lieferketten, um die Abhängigkeit zu anderen Regionen der Welt zu vermindern und die Kosten und den CO2- Fußabdruck zu senken. Nicht weit von den US-Vorzeigeunternehmen Google und Tesla, unterhält Nevada Copper eine der einzigen produktionsbereiten neuen Quellen der Kupferversorgung in Nordamerika. Pumpkin Hollow verfügt über beträchtliche Reserven und Ressourcen, darunter Kupfer, Gold und Silber. Zu den beiden vollständig genehmigten Projekten gehören die hochgradige Untertagemine und die Verarbeitungsanlage, die sich nun in der Produktionsphase befinden, sowie ein groß angelegtes Tagebauprojekt, das auf die Machbarkeit zusteuert.

    In der Vergangenheit kam es in dem 24.000 Morgen großen Landgebiet immer wieder zu Verzögerungen. Erst im zweiten Quartal wurden neueste Prognosen des damaligen Managements aufgestellt. Gerechnet wurde beim Tagebau mit einer jährlichen Förderung von Kupfer in Höhe von 200 Mio. USD, beim Untertagebau schätzte man 77 Mio. USD jährlich. Allerdings wurde der Zeitplan wiederum nach hinten verschoben. Seit Anfang Oktober steht nun mit Randy Buffington ein neuer Kapitän auf der Kommandobrücke. Dieser verfügt über ein weitreichendes Branchennetzwerk in Nevada und kann sowohl beim Betrieb von Untertageminen als auch bei großen Tagebauprojekten eine beachtliche Wertschöpfung vorweisen. Damit ist er ideal positioniert, um Nevada Copper zur Erreichung einer stabilen Produktion in der Untertagemine und zur Ausschöpfung des vollen Potenzials des vollständig genehmigten Tagebauprojekts und des umfangreichen Landbesitzes im Kupfergebiet Yerington zu führen. Buffington sammelte langjährige Erfahrung in leitenden Positionen bei Barrick Gold, Placer Dome oder Cominco.

    Die ersten Aktionen des Neuen tragen bereits Früchte. Neben der Optimierung des operativen Managements konnte mit der KFW, ein vorrangiger Kreditgeber für Pumpkin Hollow und mit dem Großaktionär Pala Investments, der rund 38% an Nevada Copper hält, eine zusätzliche Finanzierung und eine erhebliche Stundung und Erweiterung der Kreditfazilitäten erzielt werden. Dadurch ergibt sich eine höhere Flexibilität in der Bilanz und Unterstützung für den Abschluss des Hochlaufs der Untertagebaubetriebe sowie die anschließende Weiterentwicklung des Tagebauprojekts und der Erforschung der breiteren Grundstücksexplorationsziele.

    Das Projekt Pumpkin Hollow ist einzigartig in Nordamerika. Nun muss Nevada Copper operativ liefern. Das Potenzial ist auf jeden Fall weiterhin gegeben.

    BMW – Starke Zahlen hallen nach

    Die überraschend starken Quartalszahlen des Autobauers BMW - trotz der weltweiten Chip-Knappheit - hallen bei Analysten weiter nach. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum fuhren die Münchner einen Rekordgewinn von 2,58 Mrd. EUR ein, und dies, obwohl weniger Einheiten verkauft wurden. Die Konzentration auf hochpreisige und teurere Modelle ließen die Halbleiterkrise vergessen. Für das Gesamtjahr strebt der bayerische Automobil-Konzern eine Ebit-Marge zwischen 9,5% und 10% an.

    Derweil hat sich BMW zum Aufbau einer hochintegrierten Batterieproduktionslinie für die Manz AG entschieden. Der Auftrag für den BMW-Standort Parsdorf bei München umfasst Anlagen zur Beschichtung des Elektrodenmaterials sowie zur Assemblierung der Lithium-Ion-Batteriezellen. Die Realisierung des Teilprojekts zur Elektrodenbeschichtung erfolgt innerhalb des etablierten Partnernetzwerks der Manz AG.

    Getrieben von positiven Analystenstimmen pirscht sich der Kurs an die entscheidende 80 EUR-Marke heran. Ein markanter Durchbruch könnte den Münchnern ein Mehrjahreshoch bescheren und ein deutliches Kaufsignal generieren.


    Kupfer wird ein knappes Gut und gilt als das Gold für die Energiewende. Nevada Copper hatte in den vergangenen Jahren mit Verzögerungen zu kämpfen, ist nun mit einem neuen, erfahrenen Management und einer Ausweitung des Finanzierungsrahmens gut für die Zukunft gerüstet. Neben BYD konnte auch der bayerische Autobauer BMW mit starken Zahlen aufwarten.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 08.07.2026 | 05:20

    Die unterschätzte Rendite-Säule: BYD, Rock Tech Lithium und Mercedes-Benz – warum der Lithium-Speicher-Boom jetzt Chancen bietet

    • BYD
    • Rock Tech Lithium
    • Mercedes-Benz
    • Elektromobilität
    • Energiespeicher
    • Lithium
    • Spodumen
    • Konverter
    • Lithiumhydroxid
    • Elektrofahrzeuge
    • Sparprogramm

    Die grüne Elektromobilität steht technisch in den Startlöchern, doch die wahre Achillesferse der Elektro-Revolution liegt nicht auf der Straße, sondern in der Rohstoffversorgung. Während die Politik von Souveränität spricht kämpft der Markt mit einer explodierenden Nachfrage nach Batterierohstoffen. Dieser Zustand wird von den Energiespeichern für Stromnetze verstärkt. Wer jetzt das große Ganze versteht, erkennt die entscheidende Machtverschiebung im globalen Wettrennen zwischen chinesischer Vorherrschaft und westlichem Unabhängigkeitswillen. Genau hier setzen der E-Auto-Riese BYD, der kommende Lithiumproduzent Rock Tech Lithium und der Traditionskonzern Mercedes-Benz mit gegensätzlichen, aber gleichermaßen richtungsweisenden Strategien an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 01.07.2026 | 05:30

    Batterieindustrie im Umbruch: Warum HPQ Silicon, BASF und BYD gut aufgestellt sind

    • HPQ Silicon
    • BASF
    • BYD
    • Silizium
    • Silizium-Anoden
    • Anodenmaterial
    • pyrogenes Silica
    • Wasserstoff
    • Kathodenmaterial
    • Chemie
    • Elektromobilität

    Die Batterieindustrie durchläuft einen fundamentalen Wandel. Die Ära der reinen Stückzahl- und Reichweitenrhetorik weicht einer neuen Nüchternheit. Im Fokus stehen nun die harten Fakten von Rohstoffsicherheit, Prozessstabilität und Kosteneffizienz. Denn der wahre industrielle Vorsprung entsteht nicht allein durch Visionen, sondern durch die Meisterschaft in der Skalierung und der Lieferkette. In diesem Umfeld gewinnen jene Akteure an Schärfe, die technologische Innovationen in wirtschaftliche Barrieren übersetzen. Diese Verschiebung der Wertschöpfung macht drei Unternehmen zu einer spannenden Konstellation am Markt: HPQ Silicon, BASF und BYD.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Tarik Dede vom 29.06.2026 | 04:22

    Ohne Kupfer, keine KI! Wir blicken auf die Aktien von Freeport McMoran, Power Metallic Mines und Lundin Mining!

    • Kupfer
    • Chile
    • Grasberg
    • BHP Group
    • FreeportMcMoran
    • Power Metallic Mines
    • Lundin Mining

    Alle Welt blickt auf KI-Aktien wie Nvidia, Broadcom oder Micron Technologies. Im Hintergrund aber wächst auch der Bedarf nach Rohstoffen wie Kupfer massiv. Denn ein KI-Rechenzentrum benötigt pro Megawatt installierter Leistung gigantische Mengen des roten Metalls, und zwar vor allem für die Stromversorgung, die Erdung und die Transformatoren. Der Bedarf an Kupfer wird bei KI-optimierten Rechenzentren auf 30 bis 40 Tonnen pro Megawatt geschätzt. Hinzu kommt Netzwerkinfrastruktur, wo beispielsweise Nvidia bei der internen Verkabelung seiner neuesten NVL72-Serverarchitektur auf ein maßgeschneidertes Kupferkabelsystem setzt. Allein in einem einzigen KI-Server-Rack sind kilometerweise Kupferkabel verbaut, weil Kupfer auf ultrakurzen Distanzen eine geringere Latenz und einen niedrigeren Stromverbrauch aufweist als Alternativen. Und im Hintergrund müssen Stromnetze erneuert und ausgebaut werden. Die CRU Group prognostiziert deshalb, dass der weltweite Kupferbedarf allein durch Rechenzentren und KI von heute rund 500.000 Tonnen auf bis zu 2 Millionen Tonnen jährlich bis zum Jahr 2030 ansteigen wird. BHP geht davon aus, dass die globale Kupfernachfrage bis 2030 um zusätzliche 3,4 Millionen Tonnen steigen wird. Und hier kommt das Problem ins Spiel: So schnell kann das Kupferangebot nicht wachsen und deshalb steigt auch der Kupferpreis stetig. Wir blicken deshalb heute auf die Aktien von Freeport McMoran, Power Metallic Mines und Lundin Mining.

    Zum Kommentar