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06.11.2023 | 05:10

Diese Aktien liegen voll im Trend - BYD, Defense Metals, Rheinmetall

  • Seltene Erden
  • Rüstung
  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Nach der Korrektur der letzten Wochen konnte der DAX mit dem Überschreiten der 15.000 Punkte-Marke positive Signal im Hinblick auf eine Jahresendrally senden. Trotz der eskalierenden Ereignisse in Gaza scheinen die Weltbörsen weiter Richtung Norden zu wollen. Rückenwind bekommen diese von Seiten der Geldpolitik. So könnte fürs Erste das Ende der Zinserhöhungen eingeläutet sein. Besonders die arg gebeutelten Unternehmen aus der Technologiebranche dürften dadurch profitieren.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , DEFENSE METALS CORP. | CA2446331035 , BYD CO. LTD ADR/2 YC 1 | US05606L1008

Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Nicht zu bremsen

    Die Rahmenbedingungen sind mit einer deutlichen Abschwächung der Konjunktur schwierig, doch der chinesische Marktführer BYD fährt auch im dritten Quartal allen Konkurrenten davon. So steigerte das von Warren Buffett unterstützte Unternehmen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 38 % auf 20,67 Mrd. EUR. Gegenüber dem zweiten Quartal bedeutet dies eine Steigerung um 16 %. Mit 82 % explodierte der Gewinn auf 1,33 Mrd. EUR, was selbst über den Schätzungen des Analystenkonsens lag. Im Vergleich zu den Monaten April bis Juni 2023 stieg diese Kennzahl um rund 30 %. Der 12-Monats-Absatz von BYD überstieg zum Monatsende bereits 2,83 Mio. Einheiten. Das Ziel für 2023 ist es, 3 Mio. aufladbare Autos zu verkaufen, wofür über 300.000 Verkäufe in den letzten zwei Monaten erforderlich sind.

    Auch bei den Auslieferungszahlen für den Monat Oktober konnte der positive Trend weitergeführt werden. Dabei erreichte BYD mit mehr als 300.000 abgesetzten Fahrzeugen einen neuen Rekord bei den Auslieferungen. Im Oktober des Vorjahres übergab das in Shenzhen niedergelassene Unternehmen lediglich 217.816 Einheiten an seine Kunden. Die überwiegende Mehrheit der BYD-Verkäufe fand dabei in China statt, während der Export etwa 10 % des Gesamtergebnisses ausmachte.

    Von einer Aufwärtsbewegung bremsen konnte die BYD-Aktie auch nicht die Nachricht, dass Warren Buffett weitere BYD-Aktien im Gegenwert von 25,78 Mio. USD veräußerte, wodurch sein Anteil auf 8,05 % weiter zurückging. Mit 31,05 USD liegt der Aktienkurs nur noch marginal hinter dem seit Ende Juli etablierten Abwärtstrend bei 32,12 USD. Ein nachhaltiger Bruch würde ein neues Kaufsignal generieren, mit dem Ziel das Jahreshoch bei 35,50 USD zu attackieren.

    Defense Metals – Positive Ergebnisse bestätigt

    Die Klimawende sowie die Aufstockung der Etats der Rüstungsindustrie machen den kritischen Rohstoff zu einem elementaren Gut. Es handelt sich hierbei um seltene Erdmetalle, die für die notwendige Effizienz in Elektromotoren und Windrädern sorgen. So befinden sich rund 3 kg der Metalle in einem Elektroauto, in einem Windrad steckt gar die hundertfache Menge. Zudem ist der Rohstoff von strategischer Bedeutung für die wirtschaftliche und militärische Sicherheit des Westens. In zahlreichen zivilen und militärischen Technologien sind sie unentbehrlich. Durch die weiterwachsenden geopolitischen Konflikte sowie dem Handelskrieg zwischen den USA und China, könnte es in naher Zukunft zu Versorgungsengpässen kommen, denn das Reich der Mitte besitzt quasi ein Monopol auf die Wertschöpfungskette, vom Abbau und der Aufarbeitung bis zur Raffination und Produktion von Seltenerdmetallen und -legierungen. Der Westen muss handeln, doch die Zahl der Lagerstätten ex-China sind rar gesät.

    Neben Konzessionen in Australien zählt die Mountain Pass-Mine in Kalifornien zu einem der Leuchttürme. Die Stätte, die von der US-Regierung mit Millionen subventioniert wurde, steht für 15 % der weltweiten Produktion. Die Marktkapitalisierung des Betreibers MP Materials beträgt stolze 2,92 Mrd. USD.

    Dagegen bringt Defense Metals gerade einmal 33,41 Mio. CAD auf die Börsenwaage. Dass eine derartige Diskrepanz in der Bewertung vorliegt, ist dabei mehr als logisch, schließlich befindet sich Mountain Pass bereits in der Produktion. Dennoch ist das enorme Potenzial des 6.759 ha großen Wicheeda-Projekts, an dem Defense Metals der 100%-Eigentümer ist, klar ersichtlich. Neben einer erstklassigen Infrastruktur besitzt das Projekt im kanadischen British Columbia die gleiche Metallurgie wie der große Bruder. Hier sollen in Zukunft 25.000 t Seltenerdoxid pro Jahr, was 10 % der aktuellen globalen Produktion gleichkommt, abgebaut werden.

    Eine vom Markt wenig beachtete Meldung brachte Defense Metals kürzlich an die Öffentlichkeit. So reichten die Kanadier den detaillierten technischen Bericht seiner aktualisierten Mineralressourcenschätzung für ihr Vorzeigeprojekt ein. Der Bericht basiert aus Daten von rund 10.350 m und 45 Bohrlöchern, die Defense Metals in den Jahren 2021 und 2022 explorierte. Dabei konnte die bisherige Ressourcenschätzung aus dem Jahr 2021 in Bezug auf das enthaltene Metall um 17 % und in Bezug auf die Tonnage um 31 % gesteigert werden. Die Schätzung für das Jahr 2023 umfasst 6,4 Mio. t gemessene Mineralressourcen mit durchschnittlich 2,86 % Gesamtgehalt an Seltenerdoxid, eine angezeigte Mineralressource von 27,8 Mio. t mit durchschnittlich 1,84 % sowie eine abgeleitete Mineralressource von 11,1 Mio. t mit durchschnittlich 1,02 % Seltenerdoxide.

    Durch die Korrektur an den Rohstoffmärkten verlor auch die Aktie von Defense Metals seit Mitte Februar rund die Hälfte ihres Wertes. In Anbetracht dessen, welches Potenzial das Wicheeda-Projekt mit sich bringt, könnte sich hier auf langfristige Sicht eine Vervielfachungsmöglichkeit bieten.

    Rheinmetall AG – Alles in Schuss

    Die geopolitische Lage ist explosiv und die kriegerischen Ereignisse rund um den Gazastreifen scheinen weiter zu eskalieren. Was auf der einen Seite traurig für die Weltgemeinschaft ist, bedeutet für die globalen Rüstungsunternehmen Sonderkonjunktur. Dass sich diese Situation in den nächsten Jahren ändern wird, ist aus aktueller Sicht nahezu ausgeschlossen. Somit steht dem integrierten Technologiekonzern aus Düsseldorf weiteres Wachstum ins Haus. So sieht auch die britische Investmentbank Barclays aufgrund der mittelfristigen Aussichten bei Rheinmetall weiterhin einen „Outperformer“ mit einem Kursziel in Höhe von 300 EUR.

    Die Bedeutung des DAX-Konzerns besonders in Europa zeigt die Tatsache, dass hochrangige Politiker aus den westlichen Staaten mit der Rheinmetall-Spitze direkt in Kontakt stehen. So traf sich der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba bei seinem Deutschlandbesuch direkt mit CEO Armin Papperger, um Möglichkeiten weiterer Rüstungskooperationen auszuloten.

    „Die Ukraine wird mehr Waffen und Munition haben, um sich selbst zu verteidigen, Zivilisten und Infrastruktur vor russischen Angriffen zu schützen", schrieb der Diplomat nach seinem Treffen auf der Plattform X, ehemals Twitter. Mit Unterstützung, unter anderem von Rheinmetall, will Kiew die eigene stark von russischen Angriffen betroffene Rüstungsindustrie wieder aufbauen und modernisieren.


    Der Elektroautobauer BYD lässt sich auch durch die schwache Konjunktur nicht bremsen und fährt Rekordergebnisse ein. Rheinmetall profitiert weiterhin von der steigenden Nachfrage nach Rüstungsgütern. Defense Metals gilt als Hoffnungsträger bei der Produktion von seltenen Erdmetallen für die westliche Welt.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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