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15.07.2025 | 04:50

Infrastruktur-Hype 2025: Nachhaltiges Bauen gefragt! Achten Sie auf Siemens, Heidelberg Materials, Argo Graphene und Porr

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Bildquelle: pixabay.com

Derzeit geht weltweit sehr viel kaputt, nicht nur materiell, sondern auch strukturell. Kriege, geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Verwerfungen setzen ganze Regionen unter Druck. Deutschland ist dabei zwar nicht direkt militärisch betroffen, doch die Folgen der Abnutzung sind auch hier deutlich spürbar: Unsere Infrastruktur, über Jahrzehnte hinweg sträflich vernachlässigt, zeigt zunehmend Risse, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Marode Brücken, überlastete Bahnnetze, veraltete Stromtrassen und schleppender Glasfaserausbau bremsen nun sogar die Wettbewerbsfähigkeit. Europa hat diese Schwachstellen erkannt und reagiert mit ambitionierten Investitionsprogrammen. Der „Green Deal“, der EU-Wiederaufbaufonds und nationale Konjunkturpakete sollen Milliarden in nachhaltige Mobilität, Energieversorgung, Digitalisierung und Resilienz stecken. Wo sind die Profiteure für Ihr Portfolio?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: PORR AG | AT0000609607 , ARGO GRAPHENE SOLUTIONS CORP | CA04021P1018 , SIEMENS AG NA O.N. | DE0007236101 , HEIDELBERGCEMENT AG O.N. | DE0006047004

Inhaltsverzeichnis:


    Heidelberg Materials und Siemens – „Engineered by Germany“ bleibt International stark gefragt

    In internationaler Sicht sind die beiden DAX-Unternehmen Siemens und Heidelberg Materials bei vielen Infrastruktur-Projekten involviert. Siemens treibt dabei zahlreiche Schlüsselprojekte voran. In Großbritannien wurde Siemens Mobility mit Infrastruktur- und Serviceverträgen im Wert von rund 560 Mio. Pfund für die High-Speed-Strecke „HS2“ beauftragt, inklusive digitalem Signalmanagement und Hochspannungs-Versorgungssystemen, ein Meilenstein für die britische Mobilität. Fast zeitgleich modernisiert Siemens Mobility auch das deutsche Schienennetz innerhalb eines Rahmenvertrags mit der Deutschen Bahn über etwa 2,8 Mrd. EUR, der den flächendeckenden Einsatz digitaler Kontrolle (z. B. ETCS, digitale Stellwerke) ermöglicht. In Italien vollzieht Siemens eMobility den länderweiten Aufbau einer Schnelllade-Infrastruktur für Busse und Logistikfahrzeuge.

    Auch Heidelberg Materials ist mit bahnbrechenden Projekten am europäischen Infrastrukturbau beteiligt. Die erste industrielle CO₂-Abscheidungsanlage im Zementbereich (CCS) entsteht derzeit in Padeswood, Wales. Sie zielt darauf ab, etwa 800.000 Tonnen CO₂ jährlich zu binden, ein starkes Signal für die technologiegetriebene Dekarbonisierung. Zusätzlich treibt Heidelberg ein CCS-Projekt im norwegischen Brevik voran und stärkt damit seine Rolle als Vorreiter in der emissionsarmen Zementproduktion. Beide Unternehmen leisten damit entscheidenden Beitrag zur Modernisierung und Dekarbonisierung der europäischen Infrastruktur. Während Siemens in den letzten Monaten mit 22 % voran kam, bringt es Heidelberg Materials durch eine starken Move seit März auf Plus 99 %. Beide Standard-Titel bleiben aussichtsreich.

    Argo Graphene Solutions – Innovationen unter neuem Namen

    Aus Argo Living Soils wird Argo Graphene Solutions. Damit verdeutlicht das kanadische Unternehmen seinen strategischen Wandel zu Hochleistungsmaterialien mit Fokus auf nachhaltige Lösungen für Bau- und Agrarsektoren. Mit modernen Technologien liefert Argo künftig grüne Produkte für die Infrastruktur der Zukunft. Argo hat sich zum Ziel gesetzt, die globalen Kohlenstoffemissionen durch nachhaltige landwirtschaftliche und industrielle Innovationen zu reduzieren und eine renommierte Marke für umweltfreundliche Produkte zu schaffen. Argo Living adressiert damit wichtige Trends der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und steht im Fokus für ESG-orientierte Partnerschaften und Investoren.

    Argo Graphene Solutions eröffnet ein neues Vertriebs- und Mischzentrum im wachstumsstarken Süden der USA in Kenner, Louisiana, nahe dem bedeutenden Hafen von New Orleans. Der strategische Standort bietet ideale Voraussetzungen für die Skalierung von Argos innovativen, mit Graphen angereicherten Baustoffen. Durch die Partnerschaft mit Landry Construction wird Argo direkt vor Ort Beton- und Zementrezepturen mischen und anpassen, passgenau auf die Anforderungen von Kundenprojekten in den USA und Mexiko. Dank der exzellenten Verkehrsanbindung (Binnenwasserwege, Eisenbahnlinien, Highway Interstate 10) kann Argo seine Lieferketten optimieren und gleichzeitig die Reichweite seiner umweltfreundlichen Infrastrukturtechnologien deutlich ausbauen. Die multifunktionale Anlage dient sowohl als Logistikdrehscheibe als auch als technologisches Entwicklungszentrum und unterstreicht Argos Ziel: Nachhaltige Materialien dort bereitzustellen, wo sie gebraucht werden.

    „Diese Vereinbarung mit Landry Construction und deren Anlage in Kenner bietet uns den idealen Standort für die Markteinführung, Skalierung und Erfüllung“, sagte Scott Smale, Präsident und CEO von Argo. Smale fügte hinzu: „Die Nähe zu einem der dynamischsten Häfen des Landes sowie die regionale Anbindung versetzen uns in die Lage, den Süden der USA und Mexiko effizient mit nachhaltigen Baumaterialien zu versorgen.“

    Die ARGO-Aktie konnte sich seit Januar bereits versechsfachen, die kleine Delle von März bis Mai hat der Wert in Knappheitspreise oberhalb von 0,95 CAD gewandelt. Seitdem Investoren die strategische Wende von Argo in ihre Zukunftserwartungen umgemünzt haben, kennt die Aktie scheinbar kein Halten mehr. Mit 18,3 Mio. emittierten Stücken beträgt der Unternehmenswert derzeit 17,7 Mio. CAD. Die Reise nach Norden dürfte sich schnell weiter fortsetzen.

    PORR – Aggressives Wachstum in Osteuropa

    In Sachen Infrastruktur hat das österreichische Bauunternehmen PORR einiges mitzureden. Schon in Q1-2025 konnte PORR in Osteuropa eine beeindruckende Dynamik entfalten und seine starke Position in der Region weiter ausbauen. Besonders in Polen und Tschechien stiegen die Umsätze im Segment Infrastruktur International um fast 25 %, getragen von einer wachsenden Nachfrage nach modernen Verkehrs- und Gesundheitsbauten. Der Auftragseingang legte in den CEE-Ländern um bemerkenswerte 46,7 % zu, der Auftragsbestand wuchs parallel um 18,8 %. Großprojekte wie der Ausbau der Bahnverbindung Nezamyslice–Kojetín und mehrere Krankenhausneubauten in Warschau zeigen, wie eng Wachstum und gesellschaftlicher Nutzen bei PORR verzahnt sind.

    Parallel dazu setzt das Unternehmen gezielt auf nachhaltiges Bauen: Neue Rechenzentren mit höchsten Energieeffizienzstandards in Polen und Deutschland gehören ebenso zum Portfolio wie erste Windkraftanlagen im Infrastrukturverbund. Damit etabliert sich PORR zunehmend als Innovationsführer für klimafreundliche, digitale Baukonzepte. Unterstützt von EU-Infrastrukturprogrammen in Osteuropa ist das Unternehmen derzeit optimal positioniert, um von langfristigen Investitionstrends zu profitieren. Die Aktie reagierte auf die angekündigten EU-Investitionsprogramme mit einem Kursanstieg von über 60 % seit Jahresbeginn. Folgt man den Konsens-Schätzungen, so soll der Nettogewinn in 2025 um 20 % steigen und ab 2026 mit über 120 Mio. EUR richtig in Schwung kommen. Geht es nach den Analysten auf der Plattform LSEG geht, kann die Party ungehindert bis etwa 34 EUR weiterlaufen.

    In den letzten 12 Monaten legte unsere Auswahlgruppe zwischen 53 und 192 % zu. An der Spitze steht Argo Graphene Solutions mit seinem nachhaltigen Baustoff-Technologien. Quelle: LSEG vom 14.07.2025

    Die Selektion an den Börsen wird nach einem DAX-Anstieg von gut 20 % seit Januar immer schwieriger. Aber nicht einmal die Verunsicherung durch die Trumpsche Ankündigung von neuen Handelszöllen konnte den Aufschwung der Standardwerte nachhaltig bremsen. Ein risikokontrolliertes Depot enthält erstklassige Standardtitel wie Heidelberg Materials, Siemens oder Porr. Als SmallCap-Beimischung liefert Argo Graphene Solutions derzeit sehr große Renditebeiträge.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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