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06.03.2025 | 06:00

dynaCERT - mit Wasserstofftechnologie und CO2-Zertifikaten auf der Überholspur

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Bildquelle: pixabay.com

Die Welt steht an einem kritischen Scheideweg der Dekarbonisierung. Die Industrieländer setzen zunehmend auf regulatorische Hebel, um den Wandel zu erzwingen. So müssen EU-Flottenbetreiber ab 2025 ihre CO2-Emissionen pro Kilometer drastisch senken, während in den USA ab 2027 verschärfte Grenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge gelten. Doch der Weg zur Compliance ist steinig: Jedes zweite europäische Unternehmen hat die neuen Berichtspflichten noch nicht auf dem Schirm, und bei über 20 % der Flotten fehlen Emissionsdaten gänzlich. Daher boomt der Markt für Klimatechnologien. Doch welche Lösungen können die Diskrepanz zwischen regulatorischem Druck und betrieblicher Umsetzung schließen? Hier rücken Unternehmen in den Fokus, die Brücken zwischen ambitionierten Zielen und praktischer Anwendbarkeit bauen. Vor diesem Hintergrund lohnt ein Blick auf Akteure wie dynaCERT, deren Technologie genau dort ansetzt, wo Politik, Klimawissenschaft und betriebliche Realität kollidieren.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084

Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT ist nun bestens aufgestellt

    Die kanadische dynaCERT (TSX: DYA | OTC: DYFSF | FRA: DMJ) positioniert sich zunehmend als Schlüsselplayer im Bereich emissionsreduzierender Technologien. Mit ihrer patentierten HydraGEN™-Lösung, strategischen Partnerschaften und jüngsten Zertifizierungen könnte das Unternehmen gerade zum richtigen Zeitpunkt einen entscheidenden Schritt in Richtung Profitabilität und Marktdurchdringung machen – ein Szenario, das für Aktieninvestoren höchst interessant ist.

    Dakar Rallye: Härtetest für die HydraGEN™-Technologie

    Bereits zum 2. Mal in Folge setzt dynaCERT bei der Dakar 2025 Truck Rallye ein klares Zeichen. Die HydraGEN™-Einheiten, die mittels Elektrolyse aus destilliertem Wasser Wasserstoff und Sauerstoff erzeugen, kommen erneut unter Extrembedingungen zum Einsatz. Nachdem 2024 erstmals ein Fahrzeug mit der HydraGEN™-Technologie erfolgreich ins Rennen ging und den 3. Platz erreichte, unterstützt dynaCERT 2025 das französische Team Normandy Racing Solutions (NRS). Die Trucks des Teams, darunter ein 950 PS starker DAF-Prototyp und ein MAN-Racing-Truck in der „Dakar Classic“, sind mit den HG1-Einheiten ausgestattet.

    Der Fokus liegt hierbei nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf Beweisbarkeit: Hitze, Vibrationen und Staub der Wüste dienen als Testfeld für die Alltagstauglichkeit der Technologie. Für dynaCERT ist dies eine ideale Bühne, um potenzielle Kunden aus Transport, Bergbau und Logistik von der Robustheit der Lösung zu überzeugen.

    HydraGEN™-Einheit bei der Dakar Rallye im Einsatz. Quelle: dynacert.com

    Carbon Credits und strategische Weichenstellungen

    Ein Meilenstein gelang dynaCERT im Oktober 2024 mit der Zertifizierung durch VERRA, einer der weltweit führenden Organisationen für Emissionsgutschriften. Diese ermöglicht es Kunden, durch den Einsatz der HydraGEN™-Technologie handelbare Carbon Credits, also CO2-Gutschriften, zu generieren. Ein cleverer Schachzug: dynaCERT teilt die Erlöse aus dem Verkauf der Credits mit den Nutzern – ein zusätzlicher Anreiz für Flottenbetreiber, in die Technologie zu investieren.

    Unterstützt wird dies durch die Ernennung von Seth Baruch, in den dynaCERT-Beirat, der auch CEO von Carbonomics LLC ist, die als Berater für die Umsetzung der Verra Carbon Credit Projekte von dynaCERT tätig sind. Baruch bringt seine jahrelange Erfahrung im Carbon-Markt ein und soll die Implementierung von Verra-Projekten beschleunigen. „Da die Dekarbonisierung des Transportsektors eine solche Herausforderung darstellt, freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dem dynaCERT-Team bei seinen Projekten für Emissionsgutschriften und als Mitglied des Beirats.“, so Baruch. Die Kombination aus Technologie und Finanzierungsmodell könnte dynaCERT einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

    Finanzierung und Expansion: Europas Markt im Visier

    Mit einer erfolgreich platzierten Kapitalerhöhung über 5 Mio. CAD zu 0,15 CAD pro Aktie, sowie einem Warrant zu 0,20 CAD, stärkte das Unternehmen im Februar 2025 seine Bilanz. Die Mittel fließen in die globale Vertriebsoffensive, insbesondere in die Zielsektoren Bergbau, Öl & Gas sowie Transport. Parallel wurde die europäische Präsenz ausgebaut. Die deutsche Tochtergesellschaft dynaCERT GmbH zog an den Flughafen München, um näher an Kunden, wie z. B. den Herstellern von Nutzfahrzeugen und Baumaschinen zu sein.

    Ein strategischer Schritt zur rechten Zeit, denn im April 2025 steht mit der bauma in München die weltgrößte Messe für Baumaschinen an – eine ideale Plattform, um die HydraGEN™-Technologie Entscheidungsträgern aus Industrie und Politik zu präsentieren. Kevin Unrath, COO von dynaCERT, betont: „München ist ein wichtiger Knotenpunkt für viele der deutschen und europäischen Schlüsselkunden aus den Bereichen Motoren, Nutzfahrzeuge, Bauindustrie und Industrielösungen.“

    Marktpotenzial: Warum dynaCERT auf der Watchlist stehen könnte

    Allein in den USA sind über 13,5 Mio. LKWs unterwegs, in der EU 6 Mio. dynaCERT zielt auf eine schnelle Amortisation für Kunden ab. Bei einem Gerätepreis von ca. 8.850 CAD und Einsparungen von 6 bis 19 % bei Kraftstoffkosten sowie Wartungskosten rechnet sich die Investition laut Unternehmensangaben bereits nach 7 Monaten bei einer Laufleistung von 204.000 km, was dem jährlichen Durchschnitt von Class 8 LKWs entspricht. Hinzu kommen Erlöse aus Carbon Credits, die dynaCERT über seine HydraLytica-Telematik software exakt quantifiziert.

    Rechenbeispiel des Einsparpotenzials. Quelle: dynacert.com

    Ein weiterer Hebel ist die Partnerschaft mit Cipher Neutron, einem Spezialisten für grünen Wasserstoff. Gemeinsame Projekte, etwa die Entwicklung von Anionen-Elektrolyseuren für die Stahlindustrie, eröffnen dynaCERT Zugang zu neuen Märkten jenseits des Transportsektors.


    Fazit: Mehr als nur ein „Green Tech“-Play

    dynaCERT überzeugt durch eine einzigartige Kombination aus erprobter Wasserstofftechnologie, strategischen Partnerschaften und einem skalierbaren Geschäftsmodell mit Carbon Credits. Die VERRA-Zertifizierung macht Carbon Credits zur wiederkehrenden Einnahmequelle, die Dakar-Teilnahme unterstreicht die Zuverlässigkeit der Hardware, und die Expansion in Europa legt den Grundstein für skalierbare Umsätze. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 64 Mio. CAD erscheint das Unternehmen unterbewertet – insbesondere vor dem Hintergrund, dass bereits mittelfristig eine Eigenfinanzierung angestrebt wird. Für Investoren, die auf praxistaugliche Klimatechnologien setzen, könnte dynaCERT eine sinnvolle strategische Ergänzung im Portfolio darstellen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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