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01.07.2025 | 06:00

Auf der Suche nach der nächsten Aktienperle! RWE, Empire Brand Building, Vonovia – wo steckt Potenzial?

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Bildquelle: pixabay.com

Der deutsche Aktienmarkt liefert 2025 eine überraschende Rallye trotz politischer Turbulenzen und globaler Unsicherheiten. Mit einem Plus von über 20 % übertrifft der DAX deutlich seine historische Norm. Analysten stützen diese Zuversicht auf robuste Gewinnaussichten großer Exporteure, befeuert von globaler Nachfrage. Doch der wahre Nervenkitzel liegt jenseits der etablierten Riesen in der Jagd nach den nächsten aufstrebenden Unternehmen mit disruptivem Potenzial. Wir schauen uns daher drei vielversprechende Kandidaten an: RWE, Empire Brand Building und Vonovia.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: RWE AG INH O.N. | DE0007037129 , EMPIRE BRAND BUILDING AG | CH0597194171 , VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1

Inhaltsverzeichnis:


    RWE - grüne Dynamik – Warum der Wandel langfristig zählt

    RWE treibt die Energiewende mit Tempo voran. Aktuell sind weltweit Anlagen mit 11,2 Gigawatt (GW) im Bau, darunter Leuchtturmprojekte wie der britische Offshore-Park Sofia und der dänische Megapark "Thor". Die Partnerschaft mit Norwegens Staatsfonds (NBIM) sichert dabei 49 % der Finanzierung für "Thor" und den Nordseecluster und entlastet die Bilanz. Gleichzeitig belegen neue Stromabnahmeverträge (PPAs) die Marktfähigkeit. Allein die 7 US-Wind- und Solarparks für Amazon decken 1,1 GW – genug für hunderttausende Haushalte. Diese Langfristverträge schaffen stabile Erlöse jenseits von Spotmarkt-Schwankungen.

    Der strategische Pakt mit Amazon geht weit über grünen Strom hinaus. Amazons AWS wird RWE’s digitale Transformation beschleunigen von KI-gestützter Handelsoptimierung, die schon jetzt eine Effizienzsteigerung von 30 % vorweisen kann, bis zur präzisen Steuerung von Windparks. Gleichzeitig unterstreicht die Kooperation RWE’s Rolle als Enabler für Tech-Giganten. Deren Cloud-Dienste brauchen verlässliche Öko-Energie, und RWE liefert die Infrastruktur. Mit 8 GW neu ans Netz gehender Kapazitäten bis 2026 wächst die Basis für solche Win-Win-Partnerschaften weiter.

    Die deutsche Energiepolitik spielt RWE in die Karten. Geplante 20 GW neue Gaskraftwerke bis 2030 nutzen RWE’s Flexibilitätsexpertise, vereinfachte Genehmigungen beschleunigen Projektumsetzungen. Finanziell bleibt das Unternehmen robust. Die jüngste grüne Hybridanleihe über 1 Mrd. EUR, war 10-fach überzeichnet, stärkt das Eigenkapital und finanziert Wachstum zu attraktiven Konditionen. Trotz hoher Investitionen von etwa 7 Mrd. EUR in 2025 bleibt die Verschuldungsquote unter 3,0 ein klares Bekenntnis zur Balance zwischen Expansion und Stabilität. Die Aktie notiert derzeit bei 35,43 EUR.

    Empire Brand Building - Nischenplayer mit digitalem Ökosystem

    Die Empire Brand Building (EBB) aus der Schweiz baut gezielt digitale Marktplätze für spezifische Zielgruppen auf. Kern ihres Portfolios sind 4 Plattformen: "baddel daddel" als Second-Hand-Marktplatz für Familienartikel, "Familienmarktplatz.de" für allgemeine Familienprodukte, "Cleo&Tess.de" im Beauty-Segment und “squerk.com“. Der Clou daran ist, dass die Plattformen überlappende Kundengruppen ansprechen, vorwiegend Frauen. Diese Vernetzung ermöglicht Cross-Selling und senkt Akquisitionskosten. Statt alles neu zu erfinden nutzt EBB bestehende Zielgruppenkenntnisse und kann so sein aufgebautes Ökosystem schrittweise ausbauen.

    EBB treibt die Expansion strategisch voran. Neben der Skalierung im DACH-Raum peilt das Unternehmen die EU-Internationalisierung an. Zuletzt wurde im Februar “squerk.com“ gelauncht, ein Online-Shop für intime Lifestyle-Produkte. Dieser adressiert gezielt Frauen zwischen 18 und 30 Jahren und zielt auf einen prognostizierten globalen Wachstumsmarkt ab. Experten erwarten hier bis 2030 jährliche Zuwächse von knapp 13 % bei einem Volumen von über 75 Mrd. USD. Das skalierbare Dropshipping-Modell von Markenprodukten minimiert zudem eigene Lagerkosten, Kapitalkosten und Risiken.

    Operativ ist EBB schlank aufgestellt. Die deutsche Tochter in Neuss bündelt als "Motor" Entwicklung, Marketing und Administration für alle Plattformen. Diese Struktur erlaubt schnelle Markteinführungen und senkt Overhead. Bis Ende 2025 will das Unternehmen 50.000 aktive Nutzer erreichen – ein klares, messbares Ziel. Der Ansatz, profitable Nischen konsequent zu besetzen (Familie, Beauty, Lifestyle) und dabei Synergien zu nutzen, bleibt zentral. Die Milliardenmärkte für Second-Hand-Familienartikel und Beauty bieten hier substanziellen Spielraum. Das Unternehmen selbst sieht sich als Ideenfabrik und Markenproduzenten und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis das Portfolio erweitert wird. Die Aktie wird in Hamburg aktuell bei 5,50 EUR gehandelt.

    Vonovia - solide Dividende, starker Jahresstart und Führungswechsel

    Die Hauptversammlung segnete Ende Mai eine kräftige Dividendensteigerung ab. 1,22 EUR je Aktie fließen für 2024 an die Aktionäre und damit satte 36 % mehr als im Vorjahr. Bemerkenswert ist, dass über ein Drittel der Anleger bewusst Aktien statt Bargeld gewählt haben. Dadurch bleiben rund 357 Mio. EUR im Unternehmen, was die Eigenkapitalbasis stärkt. Gleichzeitig wurden zwei neue Aufsichtsräte mit DAX-Erfahrung gewählt. Michael Rüdiger und Dr. Marcus Schenck ersetzen ausscheidende Mitglieder. Die Entlastung der Gremien erfolgte mit klaren Mehrheiten.

    Der Wohnriese startete robust ins Jahr 2025. Das bereinigte EBITDA kletterte im 1. Quartal um 15 % auf 698,5 Mio. EUR, getrieben vom Wachstum der Zusatzdienstleistungen (Value-Add) und stabiler Vermietung. Die Modernisierungen laufen auf Hochtouren. Die Investitionen stiegen dabei um 69 %. Die organischen Mietzuwächse von 4,3 % und eine Leerstandsquote von nur 2,1 % unterstreichen die Marktstellung. Besonders erfreulich ist, dass der Operating Free Cashflow um 43 % zulegen konnte. Der Nettovermögenswert wuchs auf 46,27 EUR je Aktie, die Schuldenquote liegt bei 45 % im Zielkorridor.

    Bereits im Mai fiel eine strategische Entscheidung. Luka Mucic, bisher CFO bei Vodafone, wird zum Jahresende neuer CEO und löst Rolf Buch nach 12 Jahren ab. Buch hinterlässt ein konsolidiertes Unternehmen. Die Prognosen für 2025 von einem EBITDA von 2,7 – 2,8 Mrd. EUR wurden bestätigt. Langfristig peilt Vonovia bis 2028 ein EBITDA von 3,2 – 3,5 Mrd. EUR an, gestützt auf die Segmente Value-add, Development und Recurring Sales. Dafür sollen die Investitionen schrittweise auf 2 Mrd. EUR verdoppelt werden. Parallel will das Unternehmen seine Klimaneutralität bis 2045 erreichen. Die Aktie ist momentan für 30,24 EUR zu haben.


    Trotz der beachtlichen DAX-Rallye 2025 liegt der wahre Reiz im Aufspüren zukunftsstarker Unternehmen. RWE treibt als Energiewende-Vorreiter mit massivem Kapazitätsausbau, profitablen Strombezugsverträge wie zuletzt mit Amazon und strategischen Partnerschaften die grüne Transformation voran, gestützt von günstiger Politik und robuster Bilanz. Empire Brand Building erschließt mit seinem wachsenden Ökosystem digitaler Nischenmarken wie baddel daddel oder Cleo&Tess profitabel Zielgruppen-Synergien und nutzt skalierbare Modelle für internationale Expansion in milliardenschwere Märkte. Vonovia startet mit starker operativer Performance, einer kräftigen Dividendenerhöhung und einem geplanten CEO-Wechsel solide in die Zukunft, fokussiert auf wertsteigernde Dienstleistungen und langfristiges EBITDA-Wachstum. Jedes Unternehmen bietet ein eigenes, vielversprechendes Investment-Thema jenseits der reinen Indexdynamik.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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