Menü schließen




28.05.2025 | 06:00

Volatus Aerospace - Schlüsselakteur im boomenden Drohnenmarkt

  • Volatus Aerospace
  • Drohnen
  • Künstliche Intelligenz
  • Flugzeuge
  • Energiewirtschaft
  • Infrastrukturüberwachung
  • Echtzeitanalysen
  • Drohnenpilotenausbildung
  • Verteidigungsindustrie
Bildquelle: pixabay.com

Konflikte weltweit lenken aktuell Aufmerksamkeit auf die Drohnentechnologie, doch ihr ziviles Potenzial wird oft unterschätzt. Ob in Industrie, Logistik oder Umweltprojekten – unbemannte Systeme verändern Arbeitsabläufe grundlegend. Volatus Aerospace aus Kanada agiert strategisch als Dual-Use-Anbieter, der kommerzielle und Sicherheitsanwendungen verbindet. Nach umfassender Neuausrichtung bis 2024 könnte das Unternehmen durch Partnerschaften und regulatorische Anpassungen zum Hidden Champion im Milliardenmarkt aufsteigen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023

Inhaltsverzeichnis:


    Das Unternehmen

    Seit 2018 entwickelt Volatus Aerospace Luftfahrtlösungen für Unternehmen, Behörden und Militär. Das Portfolio reicht von personalisierten Drohneneinsätzen bis zu bemannten und unbemannten Flugzeugen. Praxisanwendungen finden sich in der Energiewirtschaft, Infrastrukturüberwachung und beim Schutz kritischer Anlagen. Hochpräzise Kartierung, autonome Steuerungen und KI-basierte Echtzeitanalysen bilden technologische Kernkompetenzen. Parallel bietet das Unternehmen zertifizierte Trainingsprogramme für Fachkräfte. Der globale Drohnenmarkt wird aktuell auf 1,8 Mrd. USD geschätzt, wobei Prognosen bis 2030 ein dynamisches Wachstum erwarten.

    Standorte von Volatur Aerospace

    Finanzielle Konsolidierung als Sprungbrett

    Im Geschäftsjahr 2024 vollzog Volatus einen strategischen Kurswechsel. Daraus resultierte ein Umsatzrückgang auf 27,1 Mio. CAD, ein Minus von 22 % gegenüber 2023. Trotzdem gelang es dem Management die Profitabilität signifikant zu steigern. Entscheidend war die Fokussierung auf hochmarginierte Dienstleistungen und Technologielösungen, deren Anteil am Umsatz auf 60 bis 70 % stieg. Dies trieb die Bruttomarge von 32 % auf 35 %, während gleichzeitig Kostensynergien in Höhe von 3,77 Mio. CAD aus der Fusion mit Drone Delivery Canada schneller als erwartet realisiert wurden. Finanziell entlastete sich das Unternehmen weiter durch die Umwandlung von Schulden in Eigenkapital sowie eine überzeichnete Kapitalerhöhung. Schon 2024 wurden rund 8,9 Mio. CAD an Schulden getilgt und es ist auf dem Weg zur Profitabilität.

    Regulatorische First-Mover-Vorteile

    Volatus nutzt Kanadas progressive Drohnengesetzgebung als Wettbewerbsvorteil. Zuletzt erhielt das Unternehmen eine Kanada-weite Zulassung für Nachtflüge in unkontrolliertem Luftraum. Ein Durchbruch für Anwendungen wie Grenzüberwachung oder Waldbrandfrüherkennung. „Die Fähigkeit, Drohnen nachts über große Entfernungen ferngesteuert zu betreiben, ist ein entscheidender Schritt nach vorn, um unseren Kunden einen 24/7-Drohnenbetrieb und Zugang zu kritischen Nachteinsätzen in ganz Kanada zu ermöglichen“, sagte Glen Lynch, CEO von Volatus Aerospace. Am 27. Mai gab das Unternehmen bekannt, dass Transport Canada dem Unternehmen eine erweiterte SFOC-Zertifizierung erteilt hat, die landesweite BVLOS-Flüge sowohl am Tag als auch in der Nacht für Drohnen bis 25 kg nahe Infrastrukturen sowie Einsätze in kontrolliertem Luftraum und Nordkanada ermöglichen. Zulassungen für schwere Drohnen (>25 kg) eröffnen Anwendungen in Logistik, Rettungseinsätzen und Energieinspektionen. Zudem darf das Unternehmen in Brandgebieten zur Feuerunterstützung operieren. Ergänzt durch bestehende Freigaben (Nacht-BVLOS, Medizintransporte) und SAIL-4-Sicherheitsniveau festigt Volatus seine Führungsposition im kanadischen Drohnenmarkt. Geplant ist der Ausbau nachhaltiger, effizienter Dienstleistungen mittels Spitzentechnologie.
    Die Verlängerung des Rahmenvertrags mit Public Works and Government Services Canada (PWGSC) bis 2026 sichert zudem den Zugang zu lukrativen Staatsaufträgen. Volatus ist das einzige Unternehmen, dass sich für alle 5 Servicebereiche qualifiziert hat. Diese regulatorischen Meilensteine dienen gleichzeitig als Blaupause für die globale Expansion.

    Militärische Expansion als Wachstumstreiber

    Angesichts weltweit steigender Verteidigungsbudgets positioniert sich Volatus gezielt im Rüstungssektor. Ein erfolgreicher Testlauf für ein G-20-Land mit zwei Drohnensystemen, darunter eine VTOL-Fixed-Wing-Drohne für kontaminierte Umgebungen, ebnet den Weg für potenzielle Folgeaufträge im Wert von bis zu 8 Mio. USD. Partnerschaften mit Rüstungskonzernen wie Kongsberg stärken die Glaubwürdigkeit, während zivile Technologien aus Projekten wie Pipeline-Monitoring militarisiert werden. Diese Dual-Use-Strategie bietet Kostenvorteile gegenüber reinen Rüstungsplayern und eröffnet Synergiemöglichkeiten.

    Energiesektor: Die stille Cash-Maschine

    Abseits der medialen Aufmerksamkeit für Militärprojekte liefert der Öl- und Gas-Sektor stetige Erträge. Die Zulassung durch zwei Branchengrößen ermöglicht den Einsatz von Drohnen für Inspektionen, Leckdetektion und Notfalleinsätze bei gleichen Kostenstrukturen. Hier könnten die Umsätze in Zukunft um 20 % klettern. Die gesammelten Daten aus über 75.000 Flugstunden im Pipeline-Monitoring bilden die Basis für Predictive-Maintenance-Algorithmen, die als Software-as-a-Service-Lösungen vermarktet werden. Gleichzeitig adressiert die Leck- und Umweltschädenerkennung per Multispektralkameras ESG-Anforderungen von Investoren, was die Attraktivität in Zeiten grüner Transformation erhöht.

    Skalierungshebel durch Technologie

    Das „Operations Control Center“ (OCC) in Toronto wird zum Herzstück der Expansion. Durch Remote-Piloting kann ein einzelner Operator bis zu 5 Einsätze gleichzeitig steuern, wodurch die Personalkosten um bis zu 60 % sinken. Insgesamt können aktuell bis zu 100 Drohnen gleichzeitig geflogen werden. Künstliche Intelligenz wertet mittlerweile Millionen Inspektionsbilder aus, was Upselling-Potenziale durch automatisierte Schadensdiagnostik eröffnet. Für die Zukunft bereitet sich das Unternehmen auf Schwarmflüge vor, sobald regulatorische Freigaben vorliegen.

    Operations Control Center

    Volatus Aerospace verbindet regulatorisches Know-how mit technologischem Pragmatismus. Staatliche Rahmenverträge, militärische Expertise und industrielle Datenkompetenz schaffen hohe Eintrittsbarrieren für Mitbewerber. Der aktuelle mögliche Pipeline-Umsatz von etwa 600 Mio. CAD zeigt das latente Potenzial. Gelingt es, diese Chancen in stabile Verträge zu überführen, steht die Aktie, die aktuell bei 0,14 CAD notiert, vor einer Neubewertung. Für langfristige Anleger könnte sich das Unternehmen als Hebel in einer Schlüsseltechnologie der 2030er-Jahre erweisen. Sollte das Management seine Skalierungspläne umsetzen, dürfte Volatus Aerospace nicht länger ein Geheimtipp bleiben.

    Chart von Volatus Aerospace - Quelle: Refinitiv

    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 05.02.2026 | 05:15

    SAP im Sturzflug! RE Royalties im Höhenflug und wie läuft der Bayer Turnaround?

    • SAP
    • RE Royalties
    • Bayer
    • Quartalszahlen
    • Künstliche Intelligenz
    • Cloud
    • Erneuerbare Energien
    • Finanzierung
    • Windkraft
    • Sonnenenergie
    • Energiespeicher
    • Agrartechnik
    • Pharma

    Die Börse zeigt sich gespalten. Etablierte Werte stürzen ab, während Nischenplayer boomen. Der Software-Riese SAP steckt nach enttäuschenden Prognosen in einer Vertrauenskrise. Sein Kurssturz offenbart die Unerbittlichkeit der Märkte gegenüber stagnierendem Wachstum. Gleichzeitig zieht ein kleinerer Name die Aufmerksamkeit auf sich. RE Royalties profitiert mit seinem Geschäftsmodell für erneuerbare Energien vom explodierenden Strombedarf der KI und lockt mit üppiger Dividende. Dazwischen kämpft der Pharmariese Bayer mit den Altlasten einer langen Talfahrt und zeigt, dass der Turnaround immer besser läuft. Wir sehen uns die aktuelle Situation an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 03.02.2026 | 04:00

    Uuups - was für ein Ausverkauf? Vola nutzen, mit Qualität eindecken! SAP, D-Wave und Aspermont im Fokus!

    • Künstliche Intelligenz
    • Cloud-Dienste
    • Quanten-Computing
    • HighTech
    • Kritische Rohstoffe

    In diesen Tagen herrscht wieder ordentlich Bewegung an den Märkten. Aufschwung hier, harter Rücksetzer dort! Die Volatilität ist zurück, angetrieben von politischen Statements und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten. Während der plötzliche 30 % Silber-Crash die Rohstoffanleger zu Tode erschreckt und die SAP-Aktie eine deutliche Korrektur hinnehmen muss, flüchten viele Investoren in defensive Sektoren und physische Werte. Die Krypto-Märkte bleiben weiter im Abwärtssog und das Dauerthema KI wird immer selektiver wahrgenommen. Der australische Medien- und Rohstoffexperte Aspermont gilt als erfahrener Informationsspezialist, das Unternehmen nutzt sein über Jahrzehnte aufgebautes Netzwerk, um mit Hilfe von KI jetzt durchzustarten. Parallel ist zu prüfen, ob es nach dem Ausverkauf bei SAP und D-Wave noch Hoffnung auf höhere Bewertungen gibt. Zeit für die Lupe alla Sherlock Holmes.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 02.02.2026 | 04:00

    Crash, Korrektur oder Kaufchance? Silber 74, Gold 4.700 und SAP und Microsoft 20 % tiefer! Almonty und ASML legen zu!

    • HighTech
    • Künstliche Intelligenz
    • Cloud-Dienste
    • Kritische Metalle
    • Rohstoffe
    • Wolfram

    Ein Freitag der es in sich hatte! Schon morgens machten sich die Ölpreise auf den Weg nach oben, weil man eine US-Invasion im Iran befürchtet hatte. Aber es kam anders! Das Silber, noch am Vormittag mit 112 USD gestartet, erreichte gegen 19 Uhr Kurse um 74 USD – ein Crash von 40 % zu den jüngst erreichten Höchstständen. Gold fiel aus Sympathie gleich um 20 % mit nach unten. Gigantische Umsätze zeigten sich in den Handelssälen und ein neuer US-Notenbank-Präsident wurde angekündigt. Einen Tag zuvor erreichte ASML ein neues Allzeithoch, während SAP und Microsoft ihren Minustrend fortsetzten. Almonty Industries schnellte forsch auf Rekord-Levels nach oben und wurde nur von der schlechten Stimmung ausgebremst. Wie hängt das alles zusammen? Lesen Sie hier weiter.

    Zum Kommentar