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14.04.2021 | 04:50

Aspermont, Atari, AMD – A wie außergewöhnlich gute Investments!

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Bildquelle: pixabay.com

1835, 1969 und 1972 – die genannten Jahreszahlen stehen im Zusammenhang mit den drei nachfolgend vorgestellten Unternehmen. Allesamt sind sie Klassiker, die ikonisch für ihre Branche stehen. Vom Medienkonzern, der sich auf die ältesten, durchgängig erscheinenden Publikationen im Bereich Mining und Rohstoffe berufen kann, über einen ikonischen Videospieleproduzenten, dessen Ruhm sich auf einem der ersten Videospiele für den Heimgebrauch gründet und dessen Logo fast so bekannt sein dürfte wie das mit dem Apfel, bis hin zu einem der führenden Produzenten von Computerchips, dessen Erfolg sich aus dem Angriff auf die Marktführerposition eines Branchen-Urgesteins speist und dessen Produkte heute vor allem im Bereich des Bitcoin Mining sehr stark nachgefragt werden. Allen gemein ist, dass in ihnen ein großes Kurspotenzial schlummert. Gespannt?

Lesezeit: ca. 6 Minuten. Autor: Carsten Mainitz


Aspermont Ltd. – Digitale Transformation trägt Früchte

WKN: A0NGFS ISIN: AU000000ASP3 Symbol: 00W
Das auf den beiden dienstältesten, regelmäßig erscheinenden Publikationen für den Bergbau-Sektor Mining Journal (gegründet 1835) und Mining Magazine (gegründet 1909) fußende Unternehmen Aspermont Media konnte kürzlich weitere Erfolge seiner Digitalen Transformationsstrategie vermelden. Die aufgrund eines Einbruchs im Print- und Eventgeschäft 2015 eingeleitete Wende hin zu einem Digitalunternehmen gipfelte im Oktober 2020 in der Gründung einer neuen Sparte Virtual Event & Exhibition (VEE). Bereits nach fünf Monaten zeigt sich, dass Aspermont hier auf eine Goldader gestoßen sein könnte. Über 1 Mio. AUD spülte der neue Bereich bereits in die Kassen. Dabei zeigte sich, dass die drei neu gestarteten Plattformen Investor Outreach, Future of Mining 365 und Mining Journal Select 365 einen starken Cash Flow bei hohen Gewinnspannen generierten. Auch entpuppte sich das Geschäft als von Anfang an profitables Wiederholungsgeschäft mit hohem Cross-Selling-Potenzial.

Für die VEE-Plattformen ist es Aspermont gelungen, über 100 neue Geschäftskunden zu akquirieren, darunter hochkarätige Unternehmen wie Dassault, Hexagon, S&P, Olympus, SAP und Honeywell, die nicht lediglich ein- oder zweitägige Events buchen, sondern sich mittels Zwölfmonatsverträgen binden lassen und oft weitere Produkte aus dem Produkt-Universum abnehmen. Dieses besteht vor allem aus den Bereichen Datenbanken (über 7,5 Mio. Adressen von Entscheidern) und XaaS (Anything-as-a-Service). Aspermont möchte dem Trend weiter folgen und prüft aktuell das Potenzial für weitere VEE -Plattformen in den Bereichen Energie und Landwirtschaft.

Für uns ist das Konzept von Aspermont weiterhin schlüssig. Der Bereich virtueller Events war bereits vor Auftreten der weltweiten Pandemie ein Wachstumsbereich, der durch Covid-19 noch einen signifikanten Boost erfahren hat. Die dafür notwendige Anpassung der Infrastruktur von Unternehmen und Kunden ist jetzt größtenteils bereits erfolgt, es ist nicht damit zu rechnen, dass nach Abebben der Pandemie wieder zu früheren Verhaltensmustern zurückgekehrt werden wird. Virtuelle Events sparen Zeit und Kosten, und lassen sich besser in den Arbeitsalltag integrieren. Wir gehen daher davon aus, dass dieser Bereich zukünftig noch stark wachsen wird. Aspermont ist damit auf dem richtigen Weg. Spätestens mit Veröffentlichung des Halbjahresreports im Mai werden die Erfolge evident werden und sich die Erfolge auch am Aktienkurs ablesen lassen. Somit ist aktuell eine sehr gute Einstiegschance gegeben.

Atari! Angriff mit der Blockchain

WKN: A0NEZJ ISIN: FR0010478248 Symbol: IFGA
1972 war das längste Jahr des von uns heute üblicherweise verwendeten gregorianischen Kalenders, als Schaltjahr einen Tag und zwei Schaltsekunden länger als üblich. Im gleichen Jahr gründete in Sunnyvale, Kalifornien, ein Mann namens Nolan Bushnell eine kleine Firma, die sich zur ikonischsten Marke im Videospielsektor entwickeln sollte: Atari. Der Name der Gesellschaft leitet sich aus dem japanischen Brettspiel Go! ab und bedeutet so viel wie „Ich greife an!“. Auch wenn die heutige Firma Atari SA nichts mehr mit der ursprünglichen, in den USA gegründeten Gesellschaft zu tun hat, sondern auf der 1983 gegründeten Softwareschmiede Infogrames beruht, die durch viele Übernahmen und Zusammenschlüsse in den Besitz der Atari-Namensrechte gelangte, so ist „Ich greife an!“ exakt das Motto, das die Gesellschaft heute gehen will.

Bereits vor einiger Zeit mit einem eigene Atari-Token ins Krypto-Geschäft eingestiegen, forciert das Unternehmen jetzt aufgrund der mannigfaltigen Möglichkeiten einer Digitalwährung im Computerspielumfeld die Entwicklung im Bereich Blockchain. Um dieser Prioritätensetzung Nachdruck zu verleihen, wurde das Unternehmen neu gegliedert: alle Blockchain-Aktivitäten werden zukünftig in einer eigenen Abteilung zusammengefasst, die vom bisherigen CEO der Gesellschaft Federic Chesnais geleitet werden wird; ihm folgt als CEO Wade Rose, bisher Chef des Aufsichtsrats. Alle anderen Bereiche werden zukünftig in einer Abteilung Gaming zusammengefasst, die sich insbesondere dem wachsenden Markt für Retrogaming verschrieben hat.

Erste Schritte zur Expansion wurden bereits getätigt. So vermeldete Atari vor wenigen Tage eine umfassende Kooperation mit Chain Games, einem Pionier im Bereich Blockchain-Gaming. So soll aus beiden Unternehmen eine gemeinsame Region in Atari-Multiverse entstehen, welche Spielern ein nahtloses Spielerlebnis garantieren soll. Dazu wurde die Akzeptanz der jeweiligen anderen Kryptowährung $ATRI und $CHAIN vereinbart. Wir denken, dass diese Ausrichtung Sinn macht. Der Nutzen von Krypto und Smart Contracts ist gerade im Bereich Gaming evident. So machte Epic Games, Entwickler des umsatzstärksten Online-Spiels Fortnite, im Jahr 2020 rund 700 Mio. USD Umsatz mit seiner eigenen Währung V-Bucks im hauseigenen Epic-Store. Das Unternehmen wurde bei der letzten Finanzierungsrunde mit einem Wert von 17,3 Mrd. USD taxiert, nach rd. 8 Mrd. im Jahr 2018. Wenn Atari, das aktuell bei einer Marktkapitalisierung von rd. 270 Mio. EUR steht, es richtig angeht, sollte eine massive Expansion möglich sein. Wir trauen der Aktie, die ihren Kurs in den letzten zwölf Monaten fast vervierfachen konnte, jedenfalls noch eine Menge zu und denken, dass die leichten Kursrückgänge der letzten Tage einen hervorragender Einstiegszeitpunkt bieten.

Advanced Micro Devices (AMD) – Der ewige Rivale von Intel und NVIDIA

WKN: 863186 ISIN: US0079031078 Symbol: AMD
Fun Fact: einer der ersten Geldgeber für das 1969 unter dem Namen Sanders Association gegründete und später in Advanced Micro Devices umbenannte Unternehmen war Robert Noyce, einer der Gründer von Intel. Und die ersten Jahre verliefen auch in einer harmonischen Koexistenz, während der AMD Intels 8086- und 8088-Prozessoren unter Lizenz fertigte. Dies änderte sich erst 1986, als Intel den Lizenzvertrag kündigte. Offensichtlich waren die Kopien von AMD zu gut geworden und verkauften sich besser als das Original. Im folgenden Patentverfahren wurde AMD untersagt, ab der 5. Generation Intel-Chips zu fertigen (Pentium-Baureihe). Dies war der Startschuss für eigene, sehr erfolgreiche Entwicklungen. So gelang es AMD recht bald, Intel eine eigene, ebenbürtige Chip-Architektur entgegenzusetzen, die aufgrund Ihrer geringeren Kosten zu einem großen Erfolg für das Unternehmen wurde. Mit der Übernahme von ATI im Jahre 2006 konnte sich das Unternehmen erfolgreich als Hersteller von Grafikchips (GPUs) positionieren.

Damals war noch nicht absehbar, welche Bedeutung GPUs in Zukunft haben würden. Erst mit dem Aufkommen der Krypto-Währungen konnten GPUs ihre wirklichen Stärken ausspielen. Im Gegensatz zu CPUs, die heute in der Regel vier oder acht Rechenkerne für komplexe Aufgaben umfassen, bestehen GPUs aus bis zu 5120 Rechenkernen, sogenannten Shadern, die Ganzzahlberechnungen durchführen können. Die Berechnung ganzzahliger Ergebnisse ist die Grundlage für das sogenannte Mining von Krypto-Währungen, allen voran des Bitcoin. So werden heute mehrere Hochleistungs-Grafikkarten in sogenannten Mining-Rigs zusammengefasst, die im Dauerbetrieb neue Bitcoins berechnen. Doch nicht nur der Grafikchip-Bereich boomt aktuell bei AMD. Auch in anderen Bereichen schaltet AMD auf Angriff.

So ließ sich die Konzernführung bereits im Oktober 2020 die Übernahme des weltgrößten Anbieters von Logik-ICs Xilinx Inc. von den Aktionären genehmigen. Gemeinsam wollen die Unternehmen Marktführer Intel Marktanteile vornehmlich in Bereich der Data-Center abnehmen. Unserer Meinung nach ist dies genau der richtige Weg. AMDs Erfolg basiert nicht darauf, als leiser Me-too-Anbieter aufzutreten, sondern die Marktführer dort zu zwicken, wo es weh tut. Die Übernahme von Xilinx ist ein starkes Statement und macht auch aufgrund der komplementären Produktspektren Sinn. Die Aktie, die nach einem Hoch um den Jahreswechsel momentan in eine Phase der Seitwärtsbewegung eingetreten ist, sollte auf längere Sicht den Widerstand bei 100 USD durchbrechen können. Für langfristig orientierte Anleger sollte jetzt jedenfalls wieder eine gute Zeit für einen Einstieg sein.


Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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