Menü schließen




12.06.2025 | 06:00

TUI, naoo, Palantir – mit Digitalisierung und KI in eine goldene Zukunft

  • TUI
  • naoo
  • Palantir
  • Digitalisierung
  • Künstliche Intelligenz
  • Reisen
  • Touristik
  • Influencer
  • Datenanalyse
  • Big Data
  • KI-Agenten
Bildquelle: pixabay.com

2025 wird zum Schlüsseljahr für Unternehmen, die technologische Innovation in echten Kundennutzen verwandeln und damit Anlegern langfristig außergewöhnliche Renditen bieten. Drei Unternehmen setzen hier Maßstäbe und machen ihr Geschäft fit für die Zukunft. Ein Reiseriese revolutioniert mit digitalen Plattformen das Urlaubserlebnis, eine Social-Commerce-Lösung treibt lokale Handelsnetzwerke voran, und ein Datenanalytiker dominiert mit KI die Industrie 4.0. Ihre Wachstumsstrategien definieren nicht nur Märkte neu, sondern eröffnen konkrete Profitchancen. So nutzen Sie die Tech-Transformation von TUI, naoo und Palantir für Ihr Portfolio.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , NAOO AG | CH1323306329 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088

Inhaltsverzeichnis:


    TUI - KI und Plattformen als Wachstumsmotor

    TUI treibt seine digitale Transformation entschlossen voran und wandelt sich vom klassischen Reiseveranstalter hin zu einer flexiblen, globalen Freizeitplattform. Kernstück ist die TUI-App, die zur zentralen Schnittstelle für individualisierte Reisebausteine avanciert. Kunden können Flüge, Hotels und lokale Aktivitäten dynamisch kombinieren. Künstliche Intelligenz spielt eine Schlüsselrolle. Sie analysiert Kundendaten für hyperpersonalisierte Angebote und optimiert so Margen sowie das gesamte Reiseerlebnis. Auch an Bord wird digitalisiert. Partnerschaften wie mit Immfly ermöglichen die Buchung von Aktivitäten direkt während des Flugs. Diese Investitionen in Technologie sollen langfristig die Agilität und Profitabilität steigern.

    Trotz makroökonomischer Unsicherheiten und eines späten Ostertermins, der das 2. Quartal belastete, zeigt TUI eine robuste operative Performance. Besonders stark entwickelten sich die Kerngeschäfte abseits der Airline. Die Kreuzfahrtsparte legte dank neuer Schiffe und hoher Nachfrage beim bereinigten EBIT 16,7 % zu. Auch TUI Musement, verantwortlich für Ausflüge und Aktivitäten, steigerte den operativen Gewinn kräftig um 26,5 %. Das Hotelgeschäft hielt sein hohes Ergebnisniveau, wenn auch Bewertungseffekte eine Minderung im Gesamtbild verursachten. Die Nachfrage nach differenzierten Urlaubserlebnissen bleibt hoch, was sich in gestiegenen Durchschnittspreisen niederschlägt.

    TUI festigt seine finanzielle Basis spürbar. Die Nettoverschuldung konnte leicht gesenkt werden, unterstützt durch eine erfolgreiche, nachhaltigkeitsbezogene Refinanzierung der Kernkreditlinie. Ratingagenturen honorieren den Fortschritt mit Heraufstufungen. Das Management hält diszipliniert an seinen Zielen fest. Profitables Wachstum durch Fokussierung auf margenstarke Urlaubserlebnisse, Kosteneffizienz in der Airline und eine weiter verbesserte Bilanzstruktur. Die Prognose für 2025, die ein Umsatzplus von 5-10 % und ein EBIT-Wachstum von 7-10 % vorsieht, wurde bekräftigt. Bis Jahresende soll zudem eine neue Strategie zur Kapitalrückführung an Aktionäre vorgestellt werden. Die Aktie ist derzeit für 7,322 EUR zu haben.

    naoo – auf Expansionskurs mit spannenden Personalien

    Die Schweizer Social-Media-App naoo verbindet Nutzer über gemeinsame Interessen und setzt auf ein cleveres Belohnungssystem. Kern des Modells ist eine Gamification, bei der aktive Teilnahme Punkte einbringt, die gegen reale Prämien bei Geschäftspartnern eingetauscht werden können. Unternehmen profitieren durch maßgeschneiderte, lokale Angebote, die gezielt Besuche anstoßen. Diese Symbiose aus digitaler Community und physischer Kundenbindung bildet die Basis für die naoo-App, die in den großen App-Stores verfügbar ist. Zwei Schlüsselpersonalien treiben die Entwicklung voran. Gregor Doser, ex-Google Mitarbeiter, verantwortet seit Mai die DACH-Expansion, und KI-Experte Dr. David Liu, er kam von eBay, leitet seit April die Data-Science-Initiativen.

    Anfang Juni stellte naoo eine neu entwickelte App-Version vor, die durch eine vollständige Umstellung auf React Native Ladezeiten drastisch reduziert und die Performance verzehnfacht. Dies ermöglicht ein deutlich flüssigeres Nutzererlebnis und ist essenziell für die angestrebte internationale Skalierung. Neben der technischen Effizienzsteigerung, die Entwicklungskosten sanken um 50 %, führt die App ein modernes Messaging-Tool ein und bietet Influencern erweiterte Funktionen wie verifizierte Badges oder verbesserte Interaktionsmöglichkeiten. Die Synergien mit der im März akquirierten Schweizer Influencer-Agentur Kingfluencers werden so weiter gestärkt.

    Das 1. Quartal brachte der naoo-Gruppe, inklusive Kingfluencers, einen Auftragseingang von 4,49 Mio. CHF, ein Plus von 12,3 % zum Vorjahr. Mit 298 neu unterzeichneten Kampagnenverträgen wurde fast das Gesamtjahresergebnis von 2024 übertroffen. Renommierte Kunden wie BMW oder Nestlé setzen auf komplexe Formate wie Influencer-Botschafter. Parallel treibt die neu in Betrieb genommene KI-Datenplattform "Gaia" die Personalisierung voran und ermöglicht intelligente Inhaltssteuerung in Echtzeit. Zusammen mit der Marktexpertise von Gregor Doser und der KI-Führung von David Liu positioniert sich naoo als Full-Service-Anbieter für lokale Geschäfte und Influencer. Die Aktie konnte von den zuletzt guten Nachrichten noch nicht profitieren und notiert aktuell bei 7,25 EUR in Düsseldorf.

    Palantir- KI-Agenten als kommender Wachstumstreiber

    Palantirs AIP-Plattform setzt neue Maßstäbe durch autonome KI-Agenten, die komplexe Datenanalysen in Echtzeit ausführen. Diese Agenten automatisieren nicht nur Routineaufgaben, sondern generieren pro investierten Dollar in Forschung und Entwicklung deutlich höhere Erträge als konventionelle Systeme. Regierungsbehörden nutzen sie zur Bedrohungserkennung, Unternehmen optimieren damit Lieferketten. Die selbstlernenden Agenten ermöglichen bis zu 50-fache Effizienzsprünge gegenüber menschlichen Teams und schaffen so neue Upselling-Potenziale. Die beeindruckende Dollar-Netto-Retention von 125 % belegt die Kundenzufriedenheit.

    Trotz dieser Technologieführerschaft offenbart sich ein Bewertungsdilemma. Der aktuelle Börsenwert impliziert jährliche Umsatzsteigerungen von 45 % über ein Jahrzehnt. Das haben selbst Größen wie Microsoft nicht geschafft. Zwar expandierte das kommerzielle Segment mit 33 % im Vorquartal ordentlich, doch hohe Akquisitionskosten und Konkurrenzdruck durch Oracle drücken die Profitabilität. Während Staatsaufträge Stabilität bieten erfordert die globale Expansion immense Investitionen. Diese Diskrepanz zwischen Erwartungen und machbarem Wachstum bleibt das größte Anlegerrisiko.

    Palantirs Aktionärsprofil unterscheidet sich dabei fundamental von vielen anderen Tech-Konzernen. Privatanleger dominieren die Aktie, die momentan 136,04 USD kostet, ungewöhnlich stark. Diese Konstellation erklärt die Volatilität. Doch seit 4 Quartalen steigt nun auch das institutionelle Engagement stetig an, angelockt durch skalierbare KI-Produkte und stabile Regierungseinnahmen. Zwar bestehen Governance-Risiken durch die Gründerdominanz, doch der Trend zu professioneller Beteiligung könnte bei nachhaltiger Umsetzung der KI-Strategie eine Neubewertung auslösen.


    TUI demonstriert trotz makroökonomischer Herausforderungen robuste operative Stärke, getrieben durch digitale Plattformen und KI-Personalisierung, die Urlaubserlebnisse revolutionieren und die Profitabilität steigern. naoo beschleunigt seine Expansion mit technischen App-Upgrades, Influencer-Synergien, neuem Personal und der KI-Datenanalyse „Gaia“. Palantir setzt mit seinen Systemen Industriestandards, generiert beeindruckende Kundenzufriedenheit, muss aber überhöhte Wachstumserwartungen und Profitabilitätsdruck meistern. Insgesamt bieten alle drei Pioniere konkrete Tech-Transformationshebel, doch während TUI und naoo solide skalieren bleibt Palantirs Bewertung ein kalkuliertes Wagnis für risikobewusste Anleger.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 07.08.2026 | 05:30

    Jetzt einsteigen ins Growth Investing: Warum Micron Technoloy, Zefiro Methane und Bloom Energy Ihr Portfolio beflügeln können

    • Micron Technology
    • Zefiro Methane
    • Bloom Energy
    • Speicher
    • Künstliche Intelligenz
    • Boom
    • Bohrlochverschließung
    • Methangas
    • Methanmessungen
    • Methanemissionen
    • Data-Center

    Im aktuellen Zinsumfeld und bei den aktuellen Inflationsraten macht Sparen wenig Sinn. Das bedeutet, dass die Anleger umdenken müssen. Eine mögliche Antwort auf diese schleichende Enteignung heißt Growth Investing, sprich der Aufbau von Positionen an Unternehmen, die überdurchschnittlich wachsen. Damit können Privatanleger direkt an den Technologien oder der Expansion der Unternehmen partizipieren. Die Kunst liegt in der Auswahl vielversprechender Kandidaten. Wir sehen uns heute den Speicherchip-Spezialisten Micron Technology, den Energiedienstleister Zefiro Methane und den Brennstoffzellenpionier Bloom Energy genauer an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 27.07.2026 | 04:00

    Künstliche Intelligenz: Vollgas für Software, Cloud und Tech! SAP, ServiceNow, Miivo Ai und Oracle im Fokus

    • Unternehmenssoftware
    • Cloud-Dienste
    • HighTech
    • Künstliche Intelligenz
    • CRM

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Miivo AI Inc.

    In den letzten Monaten gab es viele Zweifel über die Geschäftsmodelle der großen Softwarehäuser und Cloud-Giganten, die Kurse kamen in der Folge ordentlich unter die Räder. Doch seit den jüngsten Zahlen von SAP und ServiceNow dreht sich das Sentiment. Ende letzter Woche gab es schon initiale Regungen. SAP plus 10 %, ServiceNow plus 6 %, nur Oracle kann den Turnaround noch nicht vollziehen. Das Segment ist für langfristige Anleger wieder interessant, da die gigantische Hausse an den Wachstumsmärkten an diesen Titeln völlig vorbeilief. Die überbordende Rally bei Chip-Werten gerät jedoch aktuell ins Stocken, das könnte neuen Sektoren im Sinne einer Branchenrotation wieder Leben einhauchen. Trotz Sektorflaute geht es beim kanadischen Softwareanbieter Miivo AI spürbar nach oben. Hier stehen kleine und mittlere Unternehmen ganzheitlich im Fokus. Mit einem griffigen Konzept darf noch einiges an Wachstum erwartet werden. Wir nehmen den Sektor genauer unter die Lupe.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 21.07.2026 | 04:00

    Ukraine – Iran - Nato: Der Kampf in der Luft beflügelt RTX und Lockheed, Rheinmetall und Volatus Aerospace im Aufwind!

    • Air Defense
    • Drohnen-Technologie
    • Inspektionen
    • Big Data
    • HighTech
    • Rüstungsindustrie

    Solange die geopolitischen Konflikte nicht abebben, haben Aktien aus dem Defense-Universum ein leichtes Spiel. Denn sie geraten automatisch in den Fokus, wenn neue Staatsprogramme gestartet werden, um die Verteidigungsfähigkeit zu steigern. Im Juli war es die NATO-Konferenz in Ankara. Die anwesenden Regierungsvertreter umringten Donald Trump, denn in Sachen Flugabwehr ist die USA führend und genau hier leckt es sowohl auf NATO-Seite als auch in der Ukraine. In Sachen Drohnen ist der ehemalige Sowjetstaat allerdings große Schritte vorangekommen. In Windeseile wurde eine ganze Drohnen-Industrie aus dem Boden gestampft. Und seit einigen Wochen durchstoßen sie den russischen Abwehrgürtel und dringen tief bis zu den Energieverarbeitungsanlagen vor. Schon heute hat die Ukraine ein Viertel der russischen Ölaufbereitung ausgeschaltet. Der Westen sieht in den Fortschritten eine willkommene Entspannung, legt allerdings in den Investitionen nochmal nach. So ordert Kanzler Merz die allseits begehrten Tomahawk-Raketen aus den USA und beteiligt sich sogar an der jüngsten französischen Nuklearübung. Wie die Politik, so sollten auch Investoren in den Startblöcken stehen, um die neue Investitionswelle zu reiten.

    Zum Kommentar