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22.04.2025 | 06:00

So setzen Hedgefonds jetzt auf Gold: Amazon, Barrick Gold, Golden Cariboo Resources

  • Hedgefonds
  • Gold
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Bildquelle: Pexels.com

Vermögensverwalter und Hedgefonds retten sich in Gold – so titelte das Handelsblatt in der Woche vor Ostern. Doch was sind die Ursachen für den Run aufs Edelmetall? Neben der großen Unsicherheit im Zuge des Zollstreits lässt Anlage-Profis auch das wachsende geopolitische Risiko den sicheren Hafen ansteuern. Doch welche Möglichkeiten haben Investoren abseits von Münzen und Barren? Wir beleuchten, wie Anleger mit Aktien indirekt auf das Edelmetall setzen können.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: GOLDEN CARIBOO RESOURCES LTD | CA3808134025 , AMAZON.COM INC. DL-_01 | US0231351067 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084

Inhaltsverzeichnis:


    Amazon: Zölle machen Hot-Stocks zu Ladenhütern

    Für Aktien-Investoren war die Welt für Jahre übersichtlich: Bereits ein ETF inklusive Tech-Werten reichte, um am Markt einen guten Schnitt zu machen. Doch nachdem KI die Bewertungen in schwindelerregende Höhen getrieben hat und die Zahl der weltweiten Krisenherde gewachsen ist, kommen auch vermeintliche sichere Wetten wie etwa Amazon in Bedrängnis. Die Aktie der weltgrößten Handelsplattform galt lange als Tech-Wert mit Brot-und-Butter-Geschäft – eingekauft wird schließlich immer. Doch inzwischen ist Amazon unter Druck: Viele Waren kommen aus China, insbesondere von Drittanbietern, die rund 60 % des Geschäfts des Handelsriesen ausmachen.

    Amazon-CEO Andy Jassy hat bereits öffentlich erklärt, dass einige Verkäufer die zusätzlichen Kosten infolge der US-Zölle in Höhe von 145 % auf chinesische Waren an Käufer weitergeben müssen. Die Folge: Steigende Preise in Zeiten einer ohnehin schon großen Verunsicherung bei Verbrauchern. Sollten die Zölle bestehen bleiben, dürfte selbst Amazon mit schwindenden Umsätzen im Handelsgeschäft zu kämpfen haben.

    Gold-Multis setzen auf Investitionen – profitieren Junior-Gesellschaften?

    Wie die Signale von Vermögensverwaltern und Hedgefonds zeigen, sind Anlage-Profis bereits auf der Suche nach Alternativen zu ehemals soliden Investitionszielen, wie Amazon. Einer der ersten Gedanken von Aktieninvestoren dürfte auch in diesen Tagen wieder die Aktie von Barrick Gold sein. Das Unternehmen machte 2024 vor Steuern einen Umsatz von 12,92 Mrd. USD – überwiegend mit der Förderung von Gold. Das Unternehmen betreibt zahlreiche Minen und Projekte in mindestens 18 Ländern auf fünf Kontinenten und stellt sich bewusst breit gestreut auf. Bis 2030 will Barrick seine Produktion um 30 % steigern und will dafür gezielt investieren – gerade für kleinere Unternehmen in der Branche kann das eine Chance sein.

    Selbst Barrick Gold ist nicht frei von Risiken

    Zwar ist Gold ausdrücklich von den US-Zöllen ausgenommen, doch könnten die Handelshemmnisse Barrick während seiner Expansionsphase dennoch treffen: Verarbeitungsanlagen und schweres Gerät sind industrielle Erzeugnisse und damit Gegenstand des sich gerade entwickelnden Handelskonflikts. Die weltweite Präsenz von Barrick Gold streut zwar Risiken, macht stringentes Handeln für das Management im Gegenzug aber auch schwer. Einfacher hat es dagegen im Vergleich das Team des jungen Goldsuchers Golden Cariboo Resources. Das Unternehmen agiert in Kanada in einer Region, die bereits in der Vergangenheit für den Abbau von Gold bekannt war.

    Das Quesnelle-Gold-Quartz-Mine-Projekt liegt in British Columbia in der Nähe der Stadt Hixon und punktet mit einem historischen Goldsystem und mehreren parallel verlaufenden Trends. Zur Liegenschaft besteht ganzjährig Zugang und es ist in eine bestehende Infrastruktur aus Straßen und Versorgungsleitungen eingebunden. 2024 traf das Team von Golden Cariboo Resources auf die „Halo Zone“ und wies über eine Strecke von 136,51 m Gehalte von 1,77 g/t Gold nach. In unmittelbarer Nachbarschaft des Quesnelle-Gold-Quartz-Mine-Projekts befindet sich das Cariboo-Gold-Projekt von Osisko Development, das kurz vor der Produktion steht und daher deutlich ambitionierter bewertet ist. Hinter vorgehaltener Hand verspricht sich das Team von Golden Cariboo Resources von seinem Nachbarn Synergien. Denkbar ist eine Zusammenarbeit bei Maschinen oder die gemeinsame Nutzung von Verarbeitungsanlagen. Auch dass Golden Cariboo Resources von Osisko Development geschluckt wird ist – sofern die weiteren Bohrergebnisse stimmen - nicht undenkbar.

    Golden Cariboo Resources mit drei guten Argumenten

    Während die Aktie von Barrick Gold im vergangenen halben Jahr rund 3,3 % verloren hat, ging es bei Golden Cariboo Resources deutlich volatiler zu – unterm Strich steht ein Kursverlust von über 40 %. In diesen Tagen führt das Unternehmen eine Kapitalerhöhung durch, die die Aktie unter Druck setzt. Schließt das erfahrene Management-Team um CEO Frank Callaghan die Maßnahme ab, dürfte der Markt den Fokus wieder stärker auf die fundamentalen Eckdaten legen. Callaghan war maßgeblich an der Entwicklung des Bonanza-Ledge-Projekts in British Columbia beteiligt und führte dieses Projekt von ersten Gesteinsproben über Explorationsbohrungen und Machbarkeitsstudien bis zur Produktion. Heute gehört das Bonanza-Ledge-Projekt Osisko Development – also dem direkten Nachbarn von Golden Cariboo Resources.

    Während Titel wie Amazon seit Monaten in der Gunst der Investoren verlieren, richten sich immer mehr Profis in Richtung Edelmetalle aus. Da physisches Gold mit Kosten für Lagerung und Versicherungen verbunden ist, schielen Profis immer auch auf Gold-Aktien. Neben stabilen Investments, wie etwa Barrick Gold, können auch Aktien kleinerer Gesellschaften spannend sein. Dabei kommt es insbesondere auf die Eckdaten an. Golden Cariboo Resources könnte dank der guten Bohrergebnisse, der Nachbarschaft zu Osisko Development und dem Management-Team um Frank Callaghan eine interessante Option zur Depotbeimischung sein. Junior-Explorationsunternehmen müssen zwar als äußerst spekulativ gelten, doch scheint diese Anlageklasse im Vergleich zum Goldpreis und den Aktien großer Produzenten bislang wenig Aufmerksamkeit vom Markt bekommen zu haben.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    Das Gold-Geschäft in Westafrika ist maßgeblich durch die Konsolidierung entlang der Senegal-Mali-Scherzone (SMSZ) gekennzeichnet, wobei die Sicherung wirtschaftlich abbaubarer Reserven in einem Umfeld hoher Goldpreise für Produzenten höchste Priorität hat. Laut Prognosen der Berater von PwC trägt dieser Fokus der Bergbauindustrie entscheidend zur wirtschaftlichen Stabilität der gesamten Region bei. Während Branchenführer wie Barrick Mining nach der Beilegung regulatorischer Differenzen die Produktion auf dem Loulo-Gounkoto-Komplex wieder hochfahren und für das Jahr 2026 eine Produktion von bis zu 290.000 Unzen prognostizieren, fokussiert sich B2Gold auf die Optimierung des riesigen Fekola-Komplexes. B2Gold plant für das laufende Jahr eine Gesamtproduktion von bis zu 970.000 Unzen Gold und investiert im großen Stil in regionale Exploration, um die Lebensdauer der afrikanischen Kern-Assets zu verlängern. Diese Investitionen zeigen, dass die Region vielversprechend ist und Länderrisiken aus der Vergangenheit in den Hintergrund gerückt sind. In direkter Nachbarschaft bekannter Minen entwickelt Desert Gold das SMSZ-Projekt, das mit Ressourcen von 1,3 Mio. Unzen Gold eines der größten unerschlossenen Landpakete der Region darstellt. Durch den geplanten Start einer modularen Schwerkraftanlage im kommenden Sommer bereitet das Unternehmen den Übergang zum Junior-Produzenten vor. Für Investoren bietet Desert Gold aus diesem Grund eine hochinteressante Perspektive: In einer Phase, in der die großen Player wieder investieren, könnte Desert selbst durchstarten oder zum Übernahmeziel werden. Von dieser Dynamik dürften Anleger, die sich rechtzeitig positionieren, profitieren.

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