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10.07.2025 | 05:20

Smallcap krempelt Milliarden-Markt um: Johnson & Johnson, Merck KGaA, Netramark

  • Biotech
  • Forschung
  • KI
Bildquelle: pexels.com

Wenn es darum geht, Menschen gesund zu machen, zählt nur der Fortschritt. Neue Medikamente müssen besser und sicherer sein als alte. Damit diese Anforderungen gewährleistet sind, gibt es umfassende Prüfverfahren der Arzneimittelaufsichten. Doch trotz des immer breiteren Wissens und moderner Verfahren scheitern noch immer fast 90 % der klinischen Studien. Wenn man sich zugleich vorstellt, dass die Entwicklung eines Medikaments im Mittel 2,6 Mrd. USD kostet und in der Regel länger als zehn Jahre dauert, wird deutlich, welches Risiko Biotech-Unternehmen und Pharma-Multis auf sich nehmen. Das Geschäftsmodell von Netramark setzt genau hier an und könnte der gesamten Industrie einen unvergleichlichen Hebel bieten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: NETRAMARK HOLDINGS INC | CA64119M1059 , MERCK KGAA O.N. | DE0006599905 , JOHNSON + JOHNSON DL 1 | US4781601046

Inhaltsverzeichnis:


    Jedes Jahr fließen rund 250 Mrd. USD in Forschung und Entwicklung

    Dass Forschung unerlässlich ist, zeigen nahezu alle großen Branchenvertreter: Johnson & Johnson steckt jedes Jahr rund 14 Mrd. USD in Forschung und Entwicklung, beim Darmstädter Konzern Merck waren es 2024 rund 2,3 Mrd. EUR. Nimmt man alle Forschungsausgaben zusammen, kommt ein noch viel größerer Betrag zusammen – 2022 sollen es rund 247 Mrd. USD gewesen sein. Der Trend dürfte sich nach Ende der Corona-Pandemie fortsetzen und die Ausgaben steigen. Was wäre, wenn es Verfahren gäbe, um diese Milliarden-Beträge besser zu kanalisieren und zielgerichteter einzusetzen?

    Netramark macht klinische Studien günstiger und schneller

    Der kanadische Biotech-Dienstleister Netramark setzt genau in diesem Bereich an und bietet der Branche mit NetraAI eine Analyse-Plattform zur Optimierung klinischer Studien. NetraMarks Lösung identifiziert Patientensubgruppen, die voraussichtlich wenig vom Prüfmedikament profitieren oder stark zu Placebo-Effekten neigen, um solche Probanden von der Studie ausschließen zu können. So will Netramark das Risiko klinischer Studien senken und sie effizienter machen. Man stelle sich vor, ein Projekt könnte bereits in den ersten Monaten eingestampft werden, statt es in weitere kostenintensive Phasen zu überführen. Was nach Magie und auch ein bisschen nach Trickserei klingt, ist von der US-Arzneimittelaufsicht erwünscht und wird in Leitfäden thematisiert – Netramark agiert also gemäß der gängigen Praxis.

    Im Mai hat Netramark eine Partnerschaft mit dem weltweit anerkannten Auftragsforschungsinstitut Worldwide Clinical Trials geschlossen, das NetraAI seinen Auftragskunden zur Verfügung stellt. Der damit verbundene Multiplikator-Effekt soll in weitere Partnerschaften zu Biotech-Unternehmen oder Forschungseinrichtungen münden. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Laut Branchenanalysen könnten KI-Systeme klinische Studien um bis zu 70 % günstiger und 80 % schneller machen, indem sie passende Patienten standortübergreifend identifizieren und bei der Auswahl von Subgruppen unterstützen. Entsprechend steigt das Interesse: Große Pharmaunternehmen investieren verstärkt in KI. Ein Beispiel ist der deutsche Konzern Merck. Die Darmstädter haben Anfang 2025 eine Zusammenarbeit mit dem KI-Startup Quris bekanntgegeben, um bereits früh im Forschungsprozess Prognosen zu Toxizität machen zu können. Ob Wirkstoffe giftig sind, ist Gegenstand von Phase-1-Studien. NetraAI von Netramark will auch Risiken in späteren Phasen reduzieren – in genau diesen Bereich besteht das größte Potenzial für teure Rückschläge.

    Seltene Erkrankungen als besonderer Hebel für Netramark

    Besonders aufwändig ist auch die Forschung an Wirkstoffen gegen seltene Erkrankungen. Hier treibt unter anderem die herausfordernde Rekrutierung von Patienten die Kosten. Dazu gehören beispielsweise Krankheiten des zentralen Nervensystems. In diesem Bereich engagiert sind etwa Johnson & Johnson mit einem Nasenspray gegen Depressionen und Merck mit gleich zwei Wirkstoffen gegen Multiple Sklerose. Netramark sieht in diesem Bereich ein besonders großes Wachstumspotenzial und geht davon aus, dass innovative Ansätze hier besonders gefragt sind.

    Schnelle Erfolge statt langwieriger Entwicklungszyklen – Healthtech an der Börse gefragt

    Während das Geschäft großer Healthcare-Unternehmen in langen Zyklen verläuft und entscheidend vom Erfolg des Bereichs Forschung und Entwicklung abhängt, profitiert Netramark von dem enormen Kostensenkungspotenzial in diesem Bereich. Dass KI klinische Studien wie von Branchenkennern geschätzt um 70 % günstiger und 80 % schneller machen kann, ist ein enormer Hebel. Längst dürfte Netramark im Fokus potenzieller Kunden oder Kooperationspartner sein.

    Während die Aktien von Johnson & Johnson und Merck KgaA in den vergangenen sechs Monaten Verluste eingefahren haben, trifft das Geschäftsmodell von Netramark auf Zuspruch – um satte 30 % ging es in den vergangenen sechs Monaten nach oben. Bei einer Bewertung von knapp über 60 Mio. EUR reicht schon eine bedeutende Kooperation mit einem Pharma-Riesen aus, um für Kursfantasie zu sorgen. Auch eine Übernahme von Netramark ist angesichts des Knowhows des Unternehmens denkbar. Die Aktie ist eine spannende Wette auf Innovation im Healthcare-Sektor. Da Netramark Unternehmen dabei hilft, günstiger und schneller zu werden, erscheint das Chance-Risiko-Verhältnis vielversprechend.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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