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21.02.2025 | 06:00

RWE, First Nordic Metals und Siemens Energy: Europas neue Energieunabhängigkeit nimmt Fahrt auf

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Bildquelle: pixabay.com

Deutschland spürt auch Jahre nach der Sabotage der russischen Gas-Pipelines seine Verwundbarkeit im Energiesektor. Teure Energiekosten treiben die Industrie an den Rand des Ruins. Lösungen müssen her, die das europäische Land wirtschaftlich wieder nach vorne bringen. Energiekonzern RWE geht mit gutem Beispiel voran und startet in zwei Städten Batteriegroßspeicher, die binnen Sekunden Energie für kritische Infrastruktur bereitstellen können. Ein Projekt, das zeigt, wie Deutschland seine Energieversorgung zukunftssicher macht. First Nordic Metals arbeitet an Europas Rohstoffunabhängigkeit und betreibt Explorationsprojekte mit Fokus auf Gold in Skandinavien. Das Edelmetall bietet gerade in Krisenzeiten eine solide Absicherungsmöglichkeit. Der kürzlich zum Präsidenten berufene Adam Cegielski verstärkt das Team mit seinen 25 Jahren Branchenerfahrung. An der französischen Küste setzt Siemens Energy auf Wachstum: 200 Mio. EUR werden investiert, um Offshore-Windrad-Rotorenblätter zu bauen. Das schafft nicht nur 200 neue Arbeitsplätze, sondern ist auch ein kraftvolles Signal für Europas Weg in die energetische Selbstständigkeit.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: RWE AG INH O.N. | DE0007037129 , FIRST NORDIC METALS CORP | CA33583M1077 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0

Inhaltsverzeichnis:


    Infrastruktur: RWE nimmt Deutschlands größtes Batteriespeichersystem in Betrieb

    Der Energiekonzern RWE hat in zwei deutschen Städten eines der größten Batteriespeichersysteme in Betrieb genommen. An den Standorten Hamm und Neurath wurde ein System mit einer Gesamtleistung von 220 MW installiert, das eine Speicherkapazität von 235 MWh aufweist. 690 Batterieschränke mit jeweils acht Modulen wurden dabei auf die beiden Standorte verteilt. Die Anlagen können ihre volle Leistung innerhalb von Sekunden bereitstellen und etwa eine Stunde lang Energie liefern. Diese Stunde kann für kritische Infrastrukturen entscheidend sein, um Einrichtungen wie Krankenhäuser, Feuerwehr oder Polizei aufrechtzuerhalten. Die geringe Dauer von einer Stunde mag sonderbar klingen, doch es verdeutlicht, wie lange Deutschland den Ausbau und die Modernisierung seiner Infrastruktur vernachlässigt hat. Es besteht dringend Handlungsbedarf.

    RWE sichert mit dem Ausbau seiner Batteriespeicher die Stabilität der lokalen Stromnetze und setzt damit seine „Growing Green“ Strategie weiter fort. Auf dem Gelände des ehemaligen Steinkohlekraftwerks Westfalen sollen weitere Speicherorte für Großbatterien entstehen.Das Risiko von Stromausfällen durch schwankende Einspeisung von Wind- und Solarenergie wird so Stück für Stück minimiert.

    Die Aktie von RWE befindet sich aktuell in einer herausfordernden Phase. Beim aktuellen Kurs von 29,15 EUR hat das Wertpapier in den letzten drei Monaten deutliche Verluste verzeichnet. Der Kurs sank um 9,09 %. Dabei ist Unternehmen global gut aufgestellt. Derzeit belasten hohe Investitionen in Erneuerbare Energien die Bilanz, sodass die Gewinnprognose nach unten korrigiert werden musste. Bei der Eröffnung der Batteriegroßspeicher-Standorte bringt es Klaus Krützen, Bürgermeister der Stadt Grevenbroich, auf den Punkt, „Wer Strukturwandel will, muss für Energie sorgen.“ Bleibt zu hoffen, dass RWE genug Batterie-Rohstoffe besitzt, um den Energie-Umbau in Deutschland zügig zu erweitern.

    First Nordic Metals stärkt Führungsteam für europäische Rohstoffversorgung

    Die Stärkung der europäischen Rohstoffunabhängigkeit nimmt angesichts drohender US-Handelszölle zunehmend Fahrt auf. First Nordic Metals (FNM) positioniert sich mit seinen Projekten in Schweden und Finnland als wichtiger Akteur in der europäischen Rohstoffversorgung mit dem Schwerpunkt Gold. Das Unternehmen verfügt über 104.000 ha im schwedischen Gold Line Belt und ist damit der größte Entwickler in der Region. Jetzt hat First Nordic Metals sein Führungsteam strategisch erweitert, mit der Beförderung von Adam Cegielski zum Präsidenten. Das Timinhg könte nicht besser sein, da Gold in volatilen Zeiten einen sicheren Hafen für Anleger bietet und die Spannungen geopolitisch weiter zunehmen.

    Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Mineralexploration hat Cegielski bereits erfolgreich Spitzenteams aufgebaut und mehr als 100 Millionen CAD an Eigenkapitalfinanzierungen an der TSX Venture Exchange aufgebracht. Als Gründer des FNM-Vorgängerunternehmens Gold Line Resources Ltd. leitete er zudem die Entdeckung des vielversprechenden Aida-Goldziels im schwedischen Paubäcken-Projekt.

    Wer mehr über den Explorer erfahren möchte, hat auf dem 14. International Investment Forum die Gelegenheit, sich die Investorenpräsentation live anzuschauen und Fragen zu stellen. Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung.

    Siemens Energy treibt Offshore-Windkraft-Ausbau in Frankreich voran

    Rund 200 Mio. EUR investiert die Siemens Energy Tochter Gamesa in die Erweiterung ihrer Produktionsanlage für Offshore-Windkraftanlagen im französischen Le Havre. Mit dieser Werkserweiterung an der französischen Küste wird die dortige Produktionsfläche um 12.700 m² vergrößern.

    Das Werk spezialisiert sich auf die Herstellung 115 m langer Rotorblätter für 14-MW-Windturbinen. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant und wird mit dem Start dort rund 200 neue Arbeitsplätze schaffen, zusätzlich zu den bereits bestehenden 1.400 Mitarbeitern. Diese strategische Investition unterstützt Frankreichs ambitionierte Offshore-Windkraft-Ziele. Das Land plant, seine installierte Leistung von derzeit 1,48 GW auf 18 GW bis 2035 zu steigern.

    Für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet Siemens Energy ein Umsatzwachstum von 8 bis 10 %. Grund sind zum einen die steigende Nachfrage nach Elektrizität und weiteren Investitionen in die Energiewende. Die Siemens Energy Aktie steht aktuell bei 61,40 EUR, seit Jahresbeginn stieg ihr Kurs um 20,77 %


    Energiekonzern RWE hat an zwei deutschen Standorten die bis dato größten Batteriespeichersysteme Deutschlands mit einer Gesamtleistung von 220 MW und einer Speicherkapazität von 235 MWh in Betrieb genommen. 690 Batterieschränke können innerhalb von Sekunden ihre volle Leistung bereitstellen und rund eine Stunde lang Energie liefern. Die RWE-Aktie steht derzeit bei 29,15 EUR und verzeichnete in den letzten drei Monaten einen Rückgang von 9,09 %. First Nordic Metals (FNM) erweist sich als bedeutender Player in der europäischen Rohstoffversorgung. Das Unternehmen betreibt umfangreiche Gold-Explorations-Projekte in Skandinavien, kontrolliert z. B. 104.000 ha im Gold Line Belt. Mit der Berufung von Adam Cegielski zum Präsidenten kommen über 25 Jahre Erfahrung in der Mineralexploration hinzu. Seine Expertise ist besonders im Hinblick auf Europas wachsendem Bedarf an Gold zur Absicherung in Krisenzeiten wertvoll. Siemens Energy investiert rund 200 Mio. EUR in den Ausbau seiner Offshore-Windkraftanlagen-Produktion in Le Havre, Frankreich. Die Werkserweiterung erhöht die Produktionsfläche um 12.700 m², gebaut werden dort in Zukunft 115 m lange Rotorblättern für 14-MW-Windturbinen. Ab 2026 werden ca. 200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 8 bis 10 %.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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