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06.01.2025 | 05:10

Lilium, Saturn Oil + Gas, D-Wave Quantum – Große Chancen im neuen Börsenjahr

  • Öl
  • KI
  • Quantencomputing
Bildquelle: pixabay.com

Unternehmen aus dem Sektor der Künstlichen Intelligenz waren im abgelaufenen Börsenjahr 2024 zweifelsohne die Börsenstars. Dieser Trend dürfte auch in den nächsten 12 Monaten in der Gunst der Anleger liegen. Daneben spielten sich in den letzten Wochen Quantencomputing-Aktien in den Vordergrund und konnten sich teilweise vervielfachen. Nach einem schwächeren Gesamtjahr 2024 dürften nach der Korrektur Ölproduzenten interessant werden. Denn kein geringerer als der zukünftige US-Präsident Donald Trump schwört auf fossile Energien und stellt diese weit vor Alternativen wie Windkraft oder Photovoltaik.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Saturn Oil + Gas Inc. | CA80412L8832 , D-WAVE QUANTUM INC | US26740W1099 , LILIUM NV | NL0015000F41

Inhaltsverzeichnis:


    Lilium – Explosion zum Jahresende

    Totgesagte leben länger, dieses Sprichwort lässt sich einmal mehr beim insolventen Elektroflugzeugbauer Lilium verwenden. Nachdem das Flugtaxi-Startup im Oktober des vergangenen Jahres Insolvenz beantragen musste, soll es mit Hilfe eines Investorenkonsortiums weitergehen, teilte Lilium in einer Pressemeldung am Heiligabend seine Rettung mit.

    So soll Lilium insgesamt 200 Mio. EUR von MUC (Mobile Uplift Corporation) an frischem Geld erhalten. Die Summe soll dem Unternehmen dabei helfen, die Kleinflugzeuge zur Marktreife zu führen. Das Investorenkonsortium unterzeichnete einen Kaufvertrag für das Betriebsvermögen der beiden Tochtergesellschaften Lilium GmbH und Lilium eAircraft. Die besagten 200 Mio. EUR seien jedoch nicht der Kaufpreis. In der Vergangenheit flossen in das bis zum Insolvenantrag an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Unternehmen rund 1,5 Mrd. EUR.

    Obwohl die Zustimmung des Gläubigerausschusses der Lilium-Dachgesellschaft zum Verkauf an MUC bereits vorliegt, sind noch einige rechtliche Schritte notwendig. Dabei handelt es sich überwiegend um Formalitäten. Die entscheidenden Gläubigerausschüsse der beiden Lilium-Töchter müssen jedoch erst vom Amtsgericht Weilheim bestellt werden, bevor auch sie dem Kaufvertrag zustimmen können.
    Die elektrisch betriebenen Flugzeuge, oft als „Lufttaxis“ bezeichnet, sind vielseitig einsetzbar.

    Neben ihrem potenziellen Einsatz im urbanen Verkehr könnten sie auch als Rettungsflieger für medizinische Notfälle genutzt werden. Die Aktien von Lilium konnten sich innerhalb von 3 Handelstagen mehr als verzehnfachen. Vom Allzeittief bei 0,0238 USD ging es bis 0,35 USD in den Steilflug. Ein Investment bietet sich aufgrund der immer noch beträchtlichen Unsicherheiten jedoch nicht an.

    Saturn Oil & Gas – Klare Ziele

    In Anschluss an die Invasion Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 setzten die Ölpreise zum Höhenflug an. So explodierte die Sorte West Texas Intermediate (WTI) auf 131,06 USD je Barrel. Seitdem befinden sich die Ölmärkte in einem Abwärtstrend, der im Bereich von 67 USD je Barrel ein Ende finden könnte. Die Konsolidierung spielt dem Energieunternehmen Saturn Oil & Gas, das kürzlich den Wechsel seiner Gerichtsbarkeit nach Alberta vermeldete, in die Karten. So sollen weiterhin gezielt unterbewertete Vermögenswerte identifiziert und opportunistisch akquiriert werden.

    Der Fokus liegt laut CEO John Jeffrey, wie im angelaufenen Rekordjahr, weiterhin auf der Steigerung des freien Kapitalflusses. Dieser wiederum fördert eine systematische Reduzierung des Verschuldungsgrades, unterstützt opportunistische Akquisitionen und ermöglicht es dem Unternehmen, die Kennzahlen pro Aktie weiter zu verbessern.

    Neben der Verfolgung von Akquisitionen im Kerngeschäft will Saturn Oil & Gas zudem die langfristige Nachhaltigkeit unterstützen sowie die Rückkäufe im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms maximieren. Das Budget für Erschließungsinvestitionen liegt laut den Kanadiern bei 300 bis 320 Mio. CAD, wobei eine stabile Produktion von durchschnittlich 38.000 - 40.000 boe/d prognostiziert wird.

    Die Aktie von Saturn Oil & Gas konnte sich nach einem kurzzeitigen Rutsch unter die 2 CAD-Marke deutlich stabilisieren und notiert aktuell mit 2,23 CAD knapp unter dem markanten Widerstandsbereich bei 2,32 CAD. Sollte dieser durchbrochen werden, läge das nächste kurzfristige Kursziel im Bereich von 2,50 CAD.

    D-Wave Quantum – Blasenbildung voraus

    Während im vergangenen Börsenjahr KI-Aktien wie Nvidia oder Super Mirco Computer in luftige Höhen schossen, gelten für die nächsten 12 Monate Quantencomputing-Aktien als der letzte Schrei. Und man mag sich an den Neuen Markt Anfang der Jahrtausendwende erinnern. So stieg die Aktie des kanadischen Unternehmens D-Wave Quantum, das sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Quantencomputern spezialisiert hat, seit Anfang November um über 1.000 % auf 11,33 USD, die Marktkapitalisierung beträgt aktuell satte 2,46 Mrd. USD.

    Zu bedenken gilt es dabei, dass der Umsatz des Unternehmens im Gesamtjahr 2023 lediglich 8,76 Mio. USD betrug, der Nettoverlust dagegen bei 78,17 USD festgesetzt wurde.

    So sollte dem aktuellen Hype große Vorsicht entgegengebracht werden. Ins gleiche Horn blasen ebenfalls mehrere Analystenhäuser. Paul Meeks, Chief Investment Officer bei Harvest Portfolio Management, betont: „Jegliche Art von Beweisen, die sich auf die Finanzwelt auswirken, liegen weit, weit, weit in der Zukunft. Wofür werden sie es nutzen, und ist es wirklich ein Geldmacher?"
    Bis die Branche in die Monetarisierung gelangt, dürften noch viele Jahre vergehen. Wer zum Schluss als Gewinner hervorgeht, ist in dieser ersten Spekulationswelle noch kaum auszumachen.


    Das Flugtaxiunternehmen Lilium erhält eine Geldspritze über 200 Mio. EUR, um seine Produkte zur Marktreife führen zu können. Quantencomputing-Aktien wie D-Wave Quantum neigen zur Blasenbildung. Der Ölproduzent Saturn Oil & Gas blickt optimistisch in die Zukunft und richtet seinen Fokus auf kontinuierliche Margenverbesserungen durch Kostenoptimierung, Nutzung von Synergien und Rationalisierung von Betriebsabläufen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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