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24.01.2025 | 04:45

Künstliche Intelligenz und Krypto Mania – das 500 % Duo! Bitcoin, MicroStrategy, Credissential, Palantir und D-Wave

  • Künstliche Intelligenz
  • HighTech
  • Software
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Bildquelle: pixabay.com

Seit der Techno-Bubble im Jahr 2000 gab es kein Anlagejahr, das so große Gewinne für nur wenige Sektoren bescherte, wie 2024. Und in 2025 geht es wohl so weiter! Bitcoin, HighTech, Künstliche Intelligenz und Rüstung waren und sind die Blockbuster-Themen für die schnelle Geldvermehrung. MicroStrategy, D-Wave, Palantir oder Nvidia heißen die aktuellen Protagonisten dieses unglaublichen Schauspiels. Nun haben diese Werte eine goldene Zukunft eingepreist, teilweise mit KGVs von über 100. Wie geht es hier weiter? Selbst Experten sind ratlos, niemand erwartet hier noch eine Korrektur, denn alle Shorts der letzten Wochen sind zur schmerzlichen Erfahrung geworden. Die Schlüsselwörter lauten „Momentum & Liquidität“ – ist die Fundamentalanalyse sinnloses Zeug?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: MICROSTRATEG.A NEW DL-001 | US5949724083 , CREDISSENTIAL INC | CA22535J1066 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , D-WAVE QUANTUM INC | US26740W1099

Inhaltsverzeichnis:


    MicroStrategy – Der heiße Ritt auf dem Bitcoin

    Ein kleiner Blick auf das Bitcoin Wunderkind MicroStrategy ist angebracht. Mit dem Anstieg der Krypto-Währung BTC auf über 100.000 USD konnte MicroStrategy im abgelaufenen Jahr fast 700 % zulegen. CEO Michael Saylor verfolgt eine aggressive Krypto-Strategie: Seit Oktober 2020 hat das Unternehmen Aktien und Wandelanleihen im Wert von 16 Mrd. USD ausgegeben, um in Bitcoin zu investieren. Mitte dieser Woche teilte das Unternehmen mit, im Zeitraum zwischen dem 13. und dem 20. Januar 2025 insgesamt 3.012.072 eigene Aktien verkauft zu haben. Der Gesamtnettoerlös von rund 1,1 Mrd. USD wurde zum Ankauf von etwa 11.000 weiteren Bitcoins zu einem Durchschnittspreis von 101.191 USD verwendet.

    MicroStrategy hält nun etwa 461.000 BTCs im Gegenwert von rund 48 Mrd. USD. Die Krux ist nur: Die MSTR-Aktie hat eine Marktkapitalisierung von aktuell 88 Mrd. USD, also beträgt das Aufgeld gegenüber dem einzigen Vermögensgegenstand gut 80 %. Hinzu kommt die Verschuldung des Unternehmens in Milliardenhöhe. Ferner planen das Unternehmen aus Virginia laut SEC-Antrag, seine Klasse-A-Stammaktien drastisch von rund 330 Mio. auf 10,33 Mrd. Stück zu erweitern, um die aggressive Bitcoin-Investitionsstrategie fortzusetzen. Gründer Michael Saylor glaubt offensichtlich fest an die Dominanz von Bitcoin als etablierte Anlageklasse und er hat tausende von Follower. Seine Geschäftsstrategie setzt auf eine Mega-Performance des Bitcoins, das kann extreme Gewinne erzeugen oder auch gewaltig schiefgehen. Ein heißer Ritt auf der Rasierklinge!

    Credissential - Künstliche Intelligenz für den Autokauf

    Heute wollen wir einen Neuling aus dem Bereich Software und Künstlicher Intelligenz aus dem Bereich Fahrzeughandel vorstellen. Es handelt sich um das kanadische Unternehmen Credissential Inc (WHIP), einem Entwickler von KI-gestützter Finanzdienstleistungssoftware, der sich derzeit auf die Entwicklung und Vermarktung seiner Vorzeigeprodukte Credissential, Dealerflow und Antenna konzentriert. Credissential nutzt KI zur Verbesserung von Finanztechnologien, um alte und neue Finanzdienstleistungen marktfähig zu machen. Die zwei Flaggschiffe Credissential und Dealerflow verkörpern dabei den Anspruch, das Finanzwesen durch innovative, sichere und personalisierte Lösungen zu demokratisieren.

    Durch die Kombination von fortschrittlicher Analytik, firmeneigener Verschlüsselung und menschenzentriertem Design wird sich die Zukunft des Finanzwesens stark verändern. KI wird dabei zunehmend genutzt, um Prozesse effizienter zu gestalten, den Kundenservice zu verbessern und die Verkaufszahlen zu steigern. Im Beispiel Fahrzeughandel handelt es sich um maßgeschneiderte Fahrzeugangebote und Algorithmus-gestützte Plattformen, um interessierten Kunden gezielt Fahrzeuge vorzuschlagen, die ihren Bedürfnissen entsprechen. KI-Modelle berücksichtigen dabei Marktdaten, Fahrzeugzustand, Nachfrage und Angebot, um wettbewerbsfähige Preise zu ermitteln. Chatbots und digitale Verkaufsberater bieten den Kunden Unterstützung bei der Auswahl von Fahrzeugen und der Klärung von Fragen.

    Die Softwarelösungen von Credissential helfen den angeschlossenen Händlern, den Fahrzeugbestand effizient zu verwalten und anzubieten. Für den Kunden werden Formalitäten für den Erwerb erledigt, samt Kreditwürdigkeits-Prüfung bei Finanzierungs-Instituten. Vom Identitätsschutz bis hin zur Vermögensoptimierung, Credissential hat es sich zur Aufgabe gemacht, Privatpersonen und Unternehmen mit intelligenten Finanzinstrumenten auszustatten, welche eine nachhaltige Wirkung erzielen. Die Entwicklung der firmeneigenen Software schreitet schnell voran. Das Unternehmen baut derzeit seine Händlerverträge aus und verdient durch Lizenzgebühren. Bereits in 2026 soll der operative Breakeven anstehen. Die Credissential-Aktie wird unter dem Symbol WHIP in Kanada und mit der WKN A40NJZ an allen deutschen Börsen quotiert. Wer früh dabei sein will sollte handeln, denn die Marktkapitalisierung schlummert noch bei rund 4 Mio. EUR. Spannend!

    Palantir und D-Wave Quantum – Schwimmen auf der Liquiditätswelle

    Völlig aus dem Ruder gelaufen sind die Bewertungen von Palantir und D-Wave Quantum. Palantir Technologies ging zu Preisen von rund 10 USD in 2020 an die NASDAQ und wurde damals mit etwa 16 Mrd. USD bewertet. Bereits 4 Jahre nach diesem Event hat sich der Wert des Daten-Analytik-Unternehmens auf über 175 Mrd. USD mehr als verzehnfacht. Zur Börseneinführung setzte das Unternehmen aus Denver ca. 1 Mrd. USD um, für das Jahr 2024 schätzen Analysten etwa 2,8 Mrd. USD. Gestern erreichte die Aktie nach einer ordentlichen Korrektur von 20 % bis Mitte Januar wieder den Höchststand bei etwa 78 USD. Die Aktie handelt derzeit bei einem 2025e KGV von über 160. Am 3. Februar erfahren die Investoren, ob sie mit ihrer Long-Entscheidung richtig liegen, denn die 2024er Zahlen werden vorgelegt.

    Völlig in andere Sphären abgebogen ist auch die Aktie von D-Wave Quantum. Anleger haben in den Wert investiert, weil in der KI-Szene auf höhere Rechnerleistungen spekuliert wird. Diese Systeme kann D-Wave schon heute anbieten und gehört damit zu den First Movern. Noch gibt es aber keine nennenswerten Umsätze. Von Ende Oktober bis Anfang Januar schoss der Kurs von etwa 1,15 auf 11,40 USD um etwa 1.000 % nach oben. Die Marktkapitalisierung beträgt nach einer Korrektur von 50 % nun wieder 1 Mrd. USD, in der Spitze waren es etwa 2 Mrd. USD. Mit geschätzten Umsatzerlösen von 15 Mio. USD in 2025e beträgt das Kurs-Umsatzverhältnis perspektivisch 66 (aktuell sogar > 100). Wenn das Momentum in der Aktie dreht, drohen hohe Verluste. 5 Kaufempfehlungen mit einem durchschnittlichen Kursziel von 6,50 USD gibt es auf der Plattform Refinitiv Eikon zu finden. Man kann Investoren in der Aktie für ihre Nervenstärke nur beneiden. Tech-Bubble reloaded!

    MicroStrategy, Palantir und D-Wave zeigen, wie sich Traumrenditen für mutige Anleger erzeugen lassen. Credissential ist ein interessantes KI Start-Up im Bereich Fahrzeughandel mit massivem Handelsumsatz seit Ende Dezember. Quelle: Refinitiv Eikon vom 23.01.2025

    In 2025 werden die Karten neu gemischt. Während KI-Titel und HighTechs an ihre Traum-Performance im letzten Jahr Anschluss finden wollen, gibt es interessante KI-Follower wie z. B. das Start-Up Credissential. Wenn es hier gelingt, viele Autohändler anzuschließen, könnte die Aktie fliegen lernen.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 23.04.2026 | 04:15

    100 % Chancen gibt es nicht alle Tage! SAP vor dem Turnaround, Aspermont überzeugt und Alphabet setzt auf SpaceX!

    • Big Data
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    Information ist alles! Genau deshalb rücken die globalen IT-Märkte, Künstliche Intelligenz und Rechenzentren immer stärker ins Zentrum strategischer Anlegerentscheidungen. Unternehmen wie NVIDIA, Microsoft oder Amazon investieren Milliarden in neue KI-Infrastruktur, während gleichzeitig der Wettbewerb um leistungsfähige Chips, Energieversorgung und Cloud-Kapazitäten eskaliert. Der zentrale Trigger für Investoren liegt dabei nicht nur im Wachstum der KI-Anwendungen selbst, sondern im Charme der strategischen Nutzung von Informationen. SAP als das größte deutsche Softwarehaus hat die Entwicklungen etwas verschlafen, dagegen ist Alphabet einer der Gallionsfiguren im globalen Daten-Wettbewerb an der Kundenfront. Die australische Aspermont ist ein wahrer Star in ihrer Nische, den Rohstoffmärkten. Wer hier valide Informationen braucht, ist in Perth an der richtigen Stelle. Dann wäre da noch Elon Musk und sein Billionen-IPO-Projekt SpaceX. Anleger müssen heute wachsam sein, wenn der Klingelbeutel gut gefüllt sein soll.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 20.04.2026 | 04:15

    100 %-Chance, die Bullen gehen ans Steuer: Globex Mining, SAP und Oracle ziehen wieder an

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    Das Anlagejahr 2026 zeigt sich bislang viel besser als erwartet. Trotz aller internationaler Verwirrung und einiger aktueller Brandherde erreichte der S&P 500-Index mit 7.147 Punkten in der letzten Woche ein neues Allzeithoch. Die Tech-Titel standen wieder im Raum, gleichzeitig gingen die zuletzt gefragten Rohstofftitel in die Knie. Top-Thema bleiben wegen der Störungen um die Straße von Hormus aber die kritischen Metalle. China führt diese nur noch beschränkt aus, sie werden daher von vielen Analysten bereits als „Showstopper“ für die Konjunkturentwicklung bis 2030 angesehen. Was kann der Westen tun? Kurzfristig wenig, aber langfristig müssen Importabhängigkeiten gegen echte eigene Lagerstätten getauscht werden, welche auch viele schnell in Produktion gehen müssen. Die Regulatoren sind also gefragt, auch wenn das Wort „schnell“ bislang noch nicht zum offiziellen Vokabular in Brüssel zählt. Bei der kanadischen Globex Mining kommt bereits vieles in Gang. Die Technologietitel SAP und Oracle haben ihre Tiefs wohl auch endlich hinter sich gelassen. Wir rechnen nach!

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 20.04.2026 | 04:00

    Gegen den geopolitischen Sturm: Warum Silver Viper, SAP, Deutsche Telekom und TeamViewer jetzt interessant sind

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    Schließen – Öffnen – Schließen – Öffnen! Die meisten Anleger kennen dieses Spiel nun aus dem FF. US-Präsident Donald Trump hatte in der letzten Woche lauthals die Verfügungsmacht über die Straße von Hormus angekündigt. Doch so richtig spielen die Iraner wohl nicht mit. Denn am gestrigen Sonntag schlossen sie die Meerenge wieder und drohten sogar durchfahrende Schiffe zu versenken. Also alles wieder offen im Schlagabtausch zwischen Teheran und Washington. Trotz verhandelter Waffenstillstände ist die Stimmung wohl weiterhin extrem belastet. Die Kapitalmärkte müssen sich ihren Reim daraus machen, leicht ist das aber nicht. Trotzdem gibt es schöne Kursbewegungen, die wir ihnen nicht vorenthalten können!

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