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03.07.2025 | 11:30

Eilmeldung: Aktien-Rollback bei Almonty – Bedeutung und Hintergründe

  • Wolfram
  • NASDAQ
Bildquelle: pexels.com

Wolfram-Produzent Almonty Industries gab am Donnerstag einen Aktien-Rollback bekannt. Dabei werden Aktien im Verhältnis 1,5 zu 1 zusammengelegt. Wer bisher 1.500 Aktien im Bestand hatte, hält nach dem Rollback noch 1.000 Aktien. Bruchteile von Aktien werden abgerundet. Wer also 149 Aktien im Portfolio hat, erhält 99 neue Aktien. Die neuen Aktien sollen ab dem 7. Juli 2025 mit neuer internationaler Wertpapierkennnummer (ISIN) gehandelt werden. Für bestehende Aktionäre ändert sich durch den Reverse-Split nichts: Investoren haben zwar weniger Aktien im Portfolio, diese sind aber anteilig mehr wert. Doch warum unternimmt ein Unternehmen wie Almonty Industries überhaupt eine solche Maßnahme?

Lesezeit: ca. 1 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034

Inhaltsverzeichnis:


    Nasdaq-Listing naht: Ritterschlag für Almonty und neue Möglichkeiten

    Der Rollback gilt als Signal, dass es rund um das geplante Listing der Aktien von Almonty Industries an der Nasdaq ernst wird. Um am renommierten US-Handelsplatz starten zu können, müssen Aktien mindestens bei 3,00 USD notieren. Zwar liegen die aktuellen Kurse bereits deutlich über dieser Marke, doch geht man bei Almonty auf Nummer sicher und konsolidiert den eigenen Aktienbestand. Das ist ein Hinweis darauf, dass Anteilsscheine von Almonty schon in den kommenden Wochen an der Nasdaq gehandelt werden könnten. Ein Listing an einer der größten und renommiertesten Börsen der Welt bietet Zugang zu institutionellen Anlegern aus den USA, erhöht die Chance auf eine Aufnahme in Indizes und sorgt für eine verbesserte internationale Sichtbarkeit und mehr Handelsvolumen. Für Unternehmen ist ein erfolgreicher Listing-Prozess eine Art Ritterschlag, da dafür strenge Finanz-, Transparenz und Compliance-Regeln erfüllt werden müssen. Infolge dessen wird auch die Finanzierung leichter – wessen Aktien an der Nasdaq gehandelt werden, spielt bei Investoren in einer anderen Liga.

    Reverse-Split schon Montag – werden Leerverkäufer auf dem falschen Fuß erwischt?

    Und welche Folgen könnte die Maßnahme kurzfristig haben? Im Zusammenhang mit Reverse-Splits kam es bei Leerverkäufen in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen. In der Regel übernehmen Broker oder Clearingstellen die Umstellung auf eine neue Aktiengattung. Kommt es dabei aber zu Fehlern oder Verzögerungen, können Leerverkäufer gezwungen sein, ihre Short-Positionen zu decken. Da die neuen Aktien bereits ab dem kommenden Montag gehandelt werden und Almonty Industries allein während der vergangenen sechs Monate knapp 300 % zugelegt hat, könnte es einige Leerverkäufer geben, die im Zuge des heute angekündigten Aktien-Rollbacks handeln müssen.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    • Wolfram
    • China
    • Vergleich
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    • Verteidigungsindustrie
    • Geopolitik
    • Investments

    Gut, wenn ein Unternehmen das besitzt, was viele haben wollen. Für Almonty Industries trifft dies insbesondere zu. Die in den Vereinigten Staaten ansässige Gesellschaft ist Produzent des kritischen Rohstoffs Wolfram, welcher aufgrund einzigartiger Eigenschaften wie extremer Hitzebeständigkeit und dem Standhalten enormen Drucks in vielen Branchen begehrt und nicht ersetzbar ist. Vor allem in der Verteidigungsindustrie nimmt der Bedarf stark zu. Almonty steigt in absehbarer Zeit zum größten Wolframproduzenten außerhalb Chinas auf. Der Hauptproduktionsstandort Sangdong in Südkorea wurde so konstruiert, dass selbst bei einem Niedrigpreisumfeld von 350 USD je metrischer Tonne (MTU) hohe Margen erzielt werden können. Jetzt liegt der Preis bei 3.000 USD pro MTU. Analysten kalkulieren mit nur einem Bruchteil davon. Angesichts der fundamental geänderten Rahmenbedingungen wird eine Neubewertung der Aktie einsetzen, die die neue Realität und das geopolitische Gewicht des Unternehmens widerspiegelt.

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