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07.12.2020 | 05:20

BYD, dynaCERT, Lufthansa: Aktien zum Abheben!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Wenn man sich im Moment umschaut, ist es schwierig, sich vorzustellen, dass es bald vorbei sein könnte mit Lockdown, Reiseverbot oder Grenzschließungen. Wie uns allerdings viele Börsenweisen gelehrt haben, läuft die Börse ja bekanntlich der Konjunktur voraus. Deswegen steigen Fluggesellschaften Reiseveranstalter und andere zyklische Aktien. Auch der Ölpreis hat sich seit seinem April-Tief mehr als verdoppelt. Es ist noch Zeit, sich die gefallenen Engel zu sichern.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA26780A1084 , CNE100000296 , DE0008232125


dynaCERT - Normalität kommt zurück

WKN: A1KBAV ISIN: CA26780A1084 Symbol: DMJ
Sicher wird es noch eine Zeit dauern, bis das Corona-Gespenst verflogen ist und man sich wieder verstärkt auf Themen wie den Klimawandel stürzen wird. Die Problematik, dass Verbrennungsmotoren zu viel Schadstoff ausstoßen und dringend Alternativen benötigt werden, bleibt jedoch. Genau hier setzt das Unternehmen dynaCERT Inc. an. Das Ziel der Kanadier ist es, den Schadstoffausstoß von dieselbetriebenen Fahrzeugen zu reduzieren. Dazu wurden Umrüst-Kits für Dieselmotoren entwickelt, welche Wasserstoff als Katalysator nutzen. Sowohl der CO2-Ausstoß als auch der Kraftstoffverbrauch werden in der Spitze bis zu 20% gesenkt.

Totale Überwachung
Die Kunden von dynaCERT sind vorrangig die Fuhrparkbetreiber. Deren LKWs, die meist 24 Stunden über die nordamerikanischen Highways rollen, sollen mit den neuentwickelten Kits ausgestattet werden. Mit der eigens programmierten Software „HydraLitica“ ist es möglich, die Kraftstoffeinsparungen zu überwachen. Auf dieser Plattform aufbauend, kündigte das Unternehmen vor kurzem weitere Features wie Flottenmanagement, Routenplanung, Fahrersicherheit sowie Lastmanagement an. Die Technologie des Unternehmens wird derzeit bereits in mehr als 400 Fahrzeugen in Probeläufen eingesetzt.

Der Weg ist frei
Die Technologie, die dynaCERT entwickelt, trifft genau den Zahn der Zeit. Deshalb verwundert es umso mehr, dass der Kurs nach einem Hoch bei 0,60 EUR wieder auf aktuell 0,35 EUR zurückfiel. Der Grund liegt darin, dass das Management bei den Kapitalrunden in den letzten Jahren Warrants mit festem Bezugskurs emittiert hatte. Diese Warrants mit Bezugskurs von 0,35 CAD kamen in den letzten Wochen auf den Markt und drückten den Kurs der dynaCERT-Aktie auf unter 0,50 CAD. Die Frist für die Ausübung war der 01.12.2020. Somit dürfte der Weg bei einer weiterhin guten Unternehmensentwicklung frei sein.

Lufthansa - Ab in den Süden

WKN: 823212 ISIN: DE0008232125 Symbol: LHA
Trotz den immer noch geltenden Corona-Vorschriften steigt die Nachfrage nach Flügen über Weihnachten und Silvester. Laut Unternehmensmeldungen liegt bei den Buchungen für Teneriffa und Fuerteventura eine Verdreifachung vor. Auch Mexiko und Südafrika werden sogar mit mehr als dem vierfachen überproportional stark nachgefragt. Trotzdem bleibt es nicht nur für das deutsche Aushängeschild Lufthansa, sondern für die gesamte Luftfahrbranche unsicher. Die Frage, wann der Flugverkehr wieder in normalen Bahnen läuft, steht im Moment in den Sternen. Und ob das Fliegen für Geschäftskunden je wieder annähernd das Vor-Corona Niveau erreicht, ist nach den Erfolgen von Zoom & Co mehr als fraglich.

Der Kranich wird schlanker
8,0 Mrd. EUR bekam die deutsche Vorzeigeairline bereits vom Staat. Davon sind bereist 3,0 Mrd. durch die Corona- Ausfälle verflogen. Die Zahlen für das dritte Quartal zeigen zudem die hohe Burn Rate von Lufthansa. Hier wurde ein Verlust von 5,6 Mrd. EUR ausgewiesen. Um die Geldverbrennung zu stoppen sollen neben dem bereits erfolgten Verkauf des Europageschäfts der Catering- Tochter LSG bis zum Jahresende insgesamt 29.000 Stellen eingespart werden. Davon sollen auf das Ausland zirka 20.000 Arbeitsplätze entfallen. Zusätzlich werden in Deutschland 2021 noch zusätzlich 10.000 Mitarbeiter die Stühle räumen müssen.

Langfristig interessant
Nachdem verkündet wurde, dass bald ein Impfstoff für die breite Masse zugänglich sein wird, setzte für die Lufthansa-Aktie ein Zwischenflug von knapp unter 7,00 EUR auf 11,00 EUR ein. Danach erfolgte jedoch wieder eine Konsolidierung auf unter 10,00 EUR. Der Kurs dürfte in den nächsten Wochen weiter volatil blieben und von den Entwicklungen im Hinblick auf die Corona- Pandemie abhängig sein. Langfristig sollte der Kranich jedoch wieder Flügel bekommen.

BYD - Konsolidierung als Chance

WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Symbol: BY6
Nach einem neuen Allzeithoch bei 22,40 EUR ging der chinesische Autobauer BYD in der vergangenen Woche auf Konsolidierungskurs und hielt erst nach einem 20%- Rutsch bei der Unterstützungslinie bei 18,00 EUR. Die fundamentalen Daten stimmen jedoch weiterhin. So verkaufte das Unternehmen, an dem auch die Unternehmerlegende Warren Buffet beteiligt ist, im November fast 54.000 Fahrzeuge, einem Plus von 30,6% gegenüber dem Vorjahr. Die Sparte Elektro- und Hybridmodelle brachte davon 26.690 Einheiten ein, ein Zugewinn von satten 138% gegenüber November 2019. Charttechnisch wäre ein weiteres Abrutschen in den Bereich um 14,00 EUR möglich. Langfristig wird sich BYD als einer der größten Elektroautobauer weltweit etablieren.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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