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04.02.2025 | 05:10

Baidu, dynaCERT, BYD - den Trump-Hammer nutzen

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Bildquelle: pixabay.com

Kommt nach den Trump-Trades und der folgenden Rally nun der Trump-Hammer? Nachdem die Börsen in den vergangenen Wochen noch historische Höchststände verzeichnen konnten, folgte am gestrigen Montag eine scharfe Korrektur. Der Grund lag in den von den USA verhängten Zöllen gegen Kanada, Mexiko und China. Dass sich die Konsolidierung weiter ausdehnen könnte, ist nicht unwahrscheinlich, liegt doch der Buffett-Indikator, der die Marktkapitalisierung aller US-Unternehmen im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung betrachtet, auf einem Allzeithoch. Dennoch gibt es unterbewertete Value-Aktien, die sich dem Down-Trend entziehen könnten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 , BAIDU INC.A ADR DL-_00005 | US0567521085 , BYD CO. LTD ADR/2 YC 1 | US05606L1008

Inhaltsverzeichnis:


    Baidu – Günstig und breit diversifiziert

    Gegenwärtig ist die Aktie des chinesischen Technologiekonzerns für 2025 im Vergleich zur Peer-Group attraktiv bewertet. Ursprünglich als Suchmaschinenbetreiber gestartet, hat sich Baidu zu einem der vielfältigsten Technologieunternehmen in China entwickelt. Es betreibt nicht nur die größte Internet-Suchmaschine des Landes, gemessen an Nutzerzahlen und Zugriffen, sondern ist auch im Bereich des autonomen Fahrens mit der Plattform Apollo und im Sektor der Künstlichen Intelligenz mit dem Sprachbot Ernie aktiv.

    Das Hauptgeschäftsfeld bleibt jedoch die Online-Werbung. Trotz der schwächelnden Wirtschaft und des niedrigen Verbrauchervertrauens in China, stagnierten die Marketingausgaben, und die Umsätze stiegen in den letzten fünf Jahren lediglich um 2 % auf 11,4 Mrd. USD. Jedoch hat der chinesische Gigant starke Fortschritte in der Profitabilität gemacht. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Nettoertrag von 3,02 Mrd. USD, was einer Nettomarge von 26,5 % entspricht.

    Baidu verfügt über liquide Mittel von 18,9 Mrd. USD, was rund 60 % des Börsenwerts entspricht. Die Summe der Bewertungen für die Suchmaschine, Apollo und Ernie liegt also bei lediglich 11,4 Mrd. USD. Aus charttechnischer Sicht konnte die Baidu-Aktie die 200-Tagelinie bei 93,03 USD überwinden, fiel jedoch im gestrigen Ausverkauf wieder darunter. Im Bereich von 82 USD befinden sich markante Unterstützungslinien, die eine attraktive Einstiegsmöglichkeit bieten könnten.

    dynaCERT – Wasserstoffpionier mit herausragender Positionierung

    In den vergangenen Monaten konnte der global agierende Wasserstoffinnovator mit weiteren Folge- und Neuaufträgen glänzen. Dabei ist das mit rund 70 Mio. CAD bewertete Unternehmen nicht an eine Region gebunden, vielmehr kommt die Nachfrage aus allen Teilen der Welt, wie Peru, Mexiko, Australien, Brasilien oder Kanada. Großorders erhielt dynaCERT vor allem aus der Öl- und Gas- sowie der Bergbauindustrie, die den erheblichen Mehrwert der HydraGEN™-Einheiten in Bezug auf Effizienzsteigerung und Emissionsreduzierung nach dem Testbetreib erkennen und nun deutlich nachrüsten.

    Die Technologie von dynaCERT ermöglicht signifikante Einsparungen im Kraftstoffverbrauch und reduziert gleichzeitig die Emissionen von CO2 und Stickoxiden (NOx). Fahrzeuge, die mit HydraGEN™ ausgestattet sind, können ihren Kraftstoffverbrauch um mindestens 5 % reduzieren. Dies bietet nicht nur ökonomische Vorteile, sondern trägt auch zur Einhaltung strengerer Umweltnormen bei. Durch die Einsparungen bei den Betriebskosten des Kunden liegt die Amortisation bei unter einem Jahr.

    Ein weiterer bedeutender Vorteil ist die Fähigkeit von dynaCERT, durch die VERRA-Zertifizierung CO2-Gutschriften zu generieren. Diese Carbon Credits können verkauft werden, was eine zusätzliche Einnahmequelle darstellt und die Attraktivität der Technologie weiter erhöht.

    Die dynaCERT-Aktie konnte den äußerst positiven Geschäftsverlauf der jüngeren Zukunft noch kaum nachbilden und notiert aktuell bei 0,165 CAD. Sollten weitere Aufträge, auch von größeren Flottenbetreibern, in die Bücher wandern, dürfte ein Sprung über den horizontalen Widerstand bei 0,20 CAD nur eine Frage der Zeit sein.

    BYD trotzt dem Markttrend

    In Sachen Strafzöllen kennt sich der chinesische Marktführer bei Elektrofahrzeugen bestens aus. Neben den USA versucht auch die Europäische Union die Marktdominanz chinesischer Unternehmen zu bremsen, um die heimische Autoindustrie zu stützen. Obwohl die Einführgebühren auf chinesische Produkte in den USA um weitere 10 % angehoben werden sollen, konnte die BYD-Aktie im gestrigen Handel gegen den Trend zulegen.

    Der Grund liegt auf der Hand, denn die monatlichen Auslieferungszahlen für den Monat Januar sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 49,2 % auf 300.538 Einheiten gestiegen. Auch die Fahrzeugproduktion konnte weiter verbessert werden. Hier lag der Zuwachs sogar bei 59,5 %. Insgesamt kletterte die Zahl hergestellter PKW auf 327.864.

    Bei den Verkäufen nach Sparten zeigt sich ein klarer Trend. Trotz der Bemühungen der chinesischen Regierung um eine möglichst emissionsfreie Fahrzeugflotte wächst der Bedarf an Hybrid-Fahrzeugen. Hier kletterte der Absatz um 78,7 % auf 171.069 Fahrzeuge. Die Verkäufe vollelektrischer Fahrzeuge wuchsen demgegenüber um "nur" 19,1% auf 125.733 Einheiten.

    Entsprechend des Bedarfs hat BYD seine Produktionskapazitäten angepasst. Den 125.377 Verkäufen steht eine Produktion von 136.931 vollständig batteriebetriebenen Fahrzeugen gegenüber, ein Plus von 19,7 %.

    Einen prozentual besonders starken Zuwachs erzielte der Konzern bei gewerblichen Fahrzeugen. Hier legten die Verkäufe von 474 im Vorjahresmonat auf 4.092 zu, was eine Steigerung um 763,3 % bedeutet. Während etwas weniger Busse als noch vor 12 Monaten verkauft wurden, explodierten Nachfrage und Produktion von Spezialfahrzeugen wie Gabelstaplern und Straßenreinigungsmaschinen, die BYD in vollelektrischen Varianten anbietet.


    Die Verkündung von Strafzöllen trafen die Börsen am Montag ins Mark. Baidu ist nach einem weiteren Dip im Vergleich zum Branchendurchschnitt günstig bewertet. BYD konnte aufgrund starker Auslieferungszahlen sogar zulegen. DynaCERT konnte eine steigende Nachfrage nach seiner HydraGEN™-Technologie vermelden.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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