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25.09.2023 | 05:55

Shell, Hard Value Fund, Rheinmetall – Alles für die Performance!

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Bildquelle: pixabay.com

Nachhaltigkeit ist ein großes und wichtiges Thema. Aufgrund jüngster Entwicklungen wird sie vielfach mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit von Finanzprodukten in Verbindung gebracht. Doch ein reines Investment aufgrund dieser beiden Kriterien kann Anleger teuer zu stehen kommen. So verloren global führende Unternehmen aus dem Wasserstoffsektor wie Plug Power innerhalb von zwei Jahren rund 90 % ihres Wertes, der Windanlagenbauer Nordex implodierte in der Spitze um rund 70 %. Dagegen haussierten Produzenten von fossilen Brennstoffen wie Shell, BP oder Exxon und konnten sich im gleichen Zeitraum vervielfachen. Ob deshalb in ausschließlich ESG-konforme Titel investiert werden sollte, ist aus Renditegesichtspunkten mehr als fraglich. Denn viele Unternehmen bieten eines noch nicht: die finanzielle Nachhaltigkeit.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Shell PLC | GB00BP6MXD84 , HARD VALUE FUND R | DE000A3D1ZP1 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

Inhaltsverzeichnis:


    Hard Value Fund – Wertfreies Investieren im Fokus

    Von einem ESG-Investment spricht man, wenn explizit ökologische, soziale und ethische Aspekte in die traditionelle Finanzanalyse einfließen. Für viele private als auch institutionelle Anleger spielen ESG-Standards und eine nachhaltige Geldanlage eine zunehmend wichtige Rolle. Unternehmen aus den Bereichen wie Tabak, Cannabis, Verteidigung, Atom- und fossile Energie oder Mining sind für Investitionen somit ein Tabuthema. Anders investiert der seit Anfang des laufenden Geschäftsjahres emittierte Hard Value Fund (ISIN: DE000A3D1ZP).

    Der Fokus liegt auf der finanziellen Nachhaltigkeit, das heißt der Vermögensbildung und -optimierung. So investiert das Fondsmanagement von „van Grunsteyn“, einer Marke der Walter Ludwig GmbH Wertpapierhandelsbank aus Frankfurt, wertfrei, um kontinuierlich gute Erträge zu erzielen und die Vermögenssubstanz der Investoren zu bewahren. Bei der Investmententscheidung wird vor allem der Schwerpunkt auf Value, Dividendenhistorie, gesunden Cash Flow sowie Zukunftsaussichten der Unternehmen gelegt. Somit haben sowohl ESG-konforme, als auch nicht konforme Unternehmen die Chance, im Portfolio des Hard Value Fund zu landen.

    Aktuelles Schwergewicht in der Branchenallokation des seit Jahresanfang mit 5,5 % im grünen Bereich liegenden Fonds ist die vor allem in Deutschland kritisch beäugte Atomenergie sowie Unternehmen der fossilen Energie mit einem Anteil von rund 22 %. Mit knapp 20 % folgt die sich aufgrund der Aufrüstung der Staaten in Hochkonjunktur befindliche Luftfahrt & Verteidigungsbranche. Die Sektoren Mining, Tabak inklusive Cannabis sowie Gold pendeln um die 10 %-Hürde.

    Größte Positionen des weltweit anlegenden Aktienfonds sind Rolls-Royce mit rund 5 %, knapp vor dem Rüstungsunternehmen Hensoldt, Marathon Petroleum, Munich Re sowie Rio Tinto. Unternehmen aus den USA und Deutschland sind mit einem Anteil von rund 22 % vertreten, gefolgt von Großbritannien (18 %), Japan (10 %) sowie Kanada mit knapp 8 %.

    Der Fonds eignet sich für Anleger, die gewinnorientiert sind und Wert auf ein uneingeschränktes Portfolio legen, aber selbst nicht die Zeit und Möglichkeiten haben, ihre Investment-Strategien eigenständig am Markt umzusetzen. Der Hard Value Fonds bietet eine börsennotierte Alternative.

    Rheinmetall AG – Analysten weiter positiv

    Die Kurs-Performance des integrierten Technologiekonzerns seit dem Beginn des Ukrainekonflikts ist schlichtweg beeindruckend. Über 200 % performte die Rheinmetall-Aktie auf ein Niveau von aktuell 257,60 EUR. Das Allzeithoch bei 276,70 EUR ist zudem weiterhin in Schlagdistanz, nötig wäre dabei lediglich ein Überwinden des seit April 2023 etablierten kurzfristigen Abwärtstrends bei 269,20 EUR. Gefahr droht dagegen, sollte sich die Notierung unter das derzeitige Unterstützungsniveau bei 241,90 EUR bewegen.

    Diverse Analystenhäuser zeigten sich in den letzten Tagen vermehrt positiv gegenüber dem Rüstungskonzern. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Rheinmetall nach dem Auftritt des Konzernchefs Armin Papperger auf einer hauseigenen Konferenz auf „Buy" mit einem Kursziel von 319 EUR belassen. Demnach dürften die Düsseldorfer auch abseits des vergrößerten deutschen Verteidigungsbudgets profitieren. Zudem sei der Ausblick für das restliche Jahr positiv. Auf mittelfristiger Basis ergäbe sich für die Gruppe ein Margenpotenzial im mittleren Zehnerbereich.

    Auch die Hamburger Privatbank Berenberg lud den Rheinmetall-Boss zu einer eigenen Unternehmenskonferenz ein. Im Nachgang wurde das Kursziel von 300 EUR sowie das Urteil „Kaufen“ wiederholt. Papperger habe sich zuversichtlich zu den mittelfristigen Chancen des Autozulieferers und Rüstungskonzerns geäußert, wobei Ungarn im Militärbereich in den kommenden Jahren ein wichtiger Wachstumstreiber werden dürfte.

    Shell – Und keinen interessiert´s

    Die Anleger nahmen in der vergangenen Woche die Klage und mögliche Auswirkungen auf den Aktienkurs zur Kenntnis, der Aktienentwicklung tat es dagegen keinen Abbruch. Mit 64,52 USD erklomm die Shell-Aktie ein neues Allzeithoch, das Kursplus seit Jahresbeginn betrug begünstigt durch einen weiter steigenden Ölpreis rund 20 %. Seit dem Corona-Tiefststand beträgt das Kursplus satte 250 %.

    In der jüngsten Vergangenheit verklagte der Bundesstaat Kalifornien führende Ölkonzerne wegen Irreführung über die Gefahren ihrer Produkte. Die Klage, eingereicht in San Francisco, behauptet, dass die Firmen seit Jahrzehnten über die potenziell „katastrophalen Folgen" von fossilen Brennstoffen Bescheid wussten. Andere US-Staaten haben ähnliche Klagen eingereicht, doch Kaliforniens Fall ist besonders heikel, da der Staat ein großer Ölproduzent ist und die Staatsanwaltschaft in der Vergangenheit Erfolge erzielte, so die „New York Times“.

    Das American Petroleum Institute betrachtet die Klage als gezielten Angriff auf den Sektor. Kalifornien verlangt, dass die Ölunternehmen für die angefallenen Kosten und Strafen aufkommen. Gouverneur Newsom von Kalifornien wirft der Ölbranche vor, seit mehr als 50 Jahren Unwahrheiten zu verbreiten. Richard Wiles vom „Center for Climate Integrity“ sieht in dem Fall die „wichtigste Klimaklage“ gegen die Ölindustrie in den Vereinigten Staaten.


    Ein Investment mit reinem Fokus auf ESG-konforme Anlage birgt für Anleger ein erhebliches Renditerisiko. Dabei legt der Hard Value Fund sein Augenmerk auf die finanzielle Nachhaltigkeit. Der Ölkonzern Shell notierte auf dem höchsten Stand aller Zeiten, Rheinmetall liegt in Schlagdistanz zu seinen Höchstständen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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